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Hundeforum Der Hund
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Probetag in einem "Heim" für geistig behinderte Menschen

Empfohlene Beiträge

weil ich Angst hab vor einigen

 

Gnihihi... wenn ich daran denke, wie damals die Krankenschwester der Uniklinik Gießen gekuckt hat... Hintergrund: Unser "Hergie" musste nach einem Unfall für ein paar Tage ins Krankenhaus. Die Psychatrie war jedoch komplett belegt, so das er in die Kardiologie verlegt wurde. Einzelzimmer, extra für ihn. Ich als Zivi und Hergies Vertrauensperson natürlich der Depp vom Dienst, also durfte ich der Krankenschwester so eine Art Kurzbriefing geben. Die anfängliche Sympathie gegenüber Hergie wandelte sich bei ihr wohl langsam in Furcht...

 

Aber so war Hergie nunmal: Er hatte einen Zivivorgänger von mir fast umgebracht, er aß komplette Bettdeckenbezüge, er konnte auf 10m genau treffend im Stakkato spucken, er musste in seltenen Situationen zwangsfixiert werden (was man alleine nicht schaffte), er bekam diverse heftige Medikamente...

 

Hergie ist übrigens jener, welcher heute in der geschlossenen in Marburg lebt. 

 

Ne, auf Dauer ist so ein Job echt heftig. Auch wenn natürlich wirklich die tollen Momente überwiegen. 

 

so weit

Maico

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Maico... Vielleicht kannst Du ja etwas berichten????

Weißt Du... An diesem einen Tag hab ich soviel gelernt... Ich dachte,das ich "Menschenkenntnis" hätte..

Diese Menschen sind normaler,als Kunden bei mir im Laden....

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Judith, ich kann es so gut nachvollziehen. Ich habe mit 16 ein freiwilliges Praktikum in einer Wohneinrichtung gemacht und kann mich noch gut an den ersten Tag erinnern. Nachdem mir die Tür geöffnet wurde, kam mir eine Frau mit einer gelben Gummihand entgegen, nahm mich an die Hand und wollte mich hinter sich her ziehen. Was war mir das unangenehm.

 

Nun, 21 Jahre später, bin ich gelernte Heilerziehungspflegerin und begleite eine Jugendliche durch ihren Schulalltag. Lange Zeit habe ich aber in Wohneinrichtungen gearbeitet. Daher weiß ich, dass eine solche Arbeit für alle Beteiligen schwer und nervenaufreibend ist. Wenn du die Arbeit nicht machen kannst, dann brauchst du dich nicht zu schämen. Ich könnte z.B. nie als Bankkauffrau arbeiten. Das ist einfach nicht mein Bereich. Dass du die Stärke hast, dich zu reflektiertieren und daher leiber abgesagt hast, ist doch super. Besser als es mit "Augen zu" durchzuziehen und die Arbeit nicht zu mögen. Das würden die Bewohner spüren und da sie auf dich angewiesen sind, wäre das nicht fair ihnen gegenüber.

 

Es gibt übrigens einen sehr schönen Spruch von Albert Einstein: “Jeder ist ein Genie! Aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.”

 

Und auch das bringt es für mich auf den Punkt:

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Oje... Solche Sachen hab ich auch gehört... Dieses fixieren...Immer mit mehreren Leuten  :(

Ach man... Ich bin irgendwie so traurig,das ich das nicht ehrenamtlich machen darf,,

Diese 2 Tage Probearbeiten .... Daran kann ich nicht "feststellen"... ob ich das kann

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Ich habe vor vielen Jahren behinderte Menschen beim Sport betreut, es war eine

interessante Tätigkeit. Aber man muss schon einiges an Hintergrundwissen haben,

damit man weiss, wie man mit ihnen umgehen kann.

 

Wenn man keine Erfahrung hat, kann ich auch verstehen, dass einige

Menschen einem Angst machen.

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Astrid.... Was du da sagst,trifft es auf den Punkt!!!!

Dort suchen sie Heilerziehungspfleger!!! Nur wird sich dort keine gelernte Kraft melden  :(

Weißt du... Ich würde es gern versuchen,nur weiß ich nicht ob ich das kann...

Wäre dort ehrenamtlich was "machbar"... könnte ich das für mich testen....Diese 2 Tage reichen einfach nicht...

Schade!!!

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Astrid... Du schreibst ja auch das die Bewohner das spüren ....das sagte mir auch eine Angestellte!

Sie"riechen" es eigentlich....

Sie haben ein Gespür dafür....

Durch diesen einen ist mir das auch klar...

Ach Mist! Ich hätte nicht absagen dürfen

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Maico... Vielleicht kannst Du ja etwas berichten????

 

Es gibt sovieles, tragisches, erheiterndes, ernüchterndes. Was mich z.B. bis heute maßlos verärgert war die Reaktion von Eltern mit "normalen" Kindern, die ihre Kinder zu sich gerufen haben und vom städtischen Spielplatz geeilt sind, als ich mit 4 behinderten Kindern nachmittags dort eingetrudelt war. Soviel zum Thema Inklusion und Toleranz. :wall:  

Jede der Erkrankungen und Behinderungen hatte irgendwie schon was faszinierendes ansich, egal ob Autismus, ob Triso, ob Schizophrenie und so weiter. Und wie dünn der Grad zwischen Plemplem und Normal ist. Das sind oft wirklich nur "Kleinigkeiten". Zeckenbiß mit FSME z.B., und am Ende dieses Bisses blieb ein Junge auf dem geistigen Niveau eines 2jährigen. Für immer.

 

so weit

Maico

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Ich sehe es auch so,das "nomale" Menschen wirklich mehr "dumm"sind als angeblich "Behinderte".

Geistig behinderte sagen oder"zeigen" ihre Stimmung....

Sie sind ehrlicher in ihrer Meinung

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Ich habe auch einen Beruf in diesem Bereich und hab`s immer gerne gemacht.

Nur darf man ganz sicher niemanden,der damit wenig Berührung hatte,allein und ohne jede Vorkenntnisse auf die Leute loslassen.Nur ein "gutes Herz" nutzt nix.

Das ist auch den Bewohnern/Patienten/Menschen gegenüber nicht fair und verschreckt viele Leute ,die sich letzendlich dann doch eigenen würden,hätte man sie besser begleitet und vorbereitet.Schade.

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