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Hundeforum Der Hund
Sunniemaus

Vorüberlegungen

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Hallo alle zusammen!

 

Ich bin gerade am überlegen, ob ich mir vielleicht einen Hund zulegen möchte. Allerdings sind da noch ein paar letzte Zweifel.

 

Aktuell arbeite ich Montag, Dienstag und Donnerstag von 8 bis 18 Uhr und Mittwoch und Freitag von 8 bis 13 Uhr. Die Wochenenden habe ich ganz frei. Wäre das genug Zeit für den Hund oder müsste ich unter Umständen einen Hundesitter für die drei Tage besorgen ? Kann man einen Hund den ganzen Tag auf 60 m² sich selbst überlassen und abends die eigene Wohnung wiedererkennen? Ich stelle mir das vor allem in der Anfangszeit schwierig vor.

 

Dann habe ich schon des öfteren bei mir in der Umgebung in Tierheimen nachgeschaut, aber immer nur Hunde entdeckt, die an erfahrene Besitzer übermittelt werden sollen und möglichst keine Kinder und/oder andere Haustiere haben. Wie groß ist die Chance doch noch einen kniehohen, familienfreundlichen Hund zu finden, der sich mit anderen Tieren versteht und für Anfänger geeignet ist? Die Familie meines Freundes haben ein Hund und eine Katze und bei mir auf dem Flur wohnt auch ein älterer Herr  mit einer Katze. Von Züchterhunden möchte ich Abstand nehmen, da die Tierheime dringend Entlastung brauchen. Ich habe selbst mal eine Zeit lang dort ehrenamtlich ausgeholfen und auch die Hunde ausgeführt. Wenn ich bei meinem Freund bin, kümmere ich mich auch mit um den Hund (füttern, Wasser geben, Gassi gehen (Fellpflege lässt sie nur von ihrem Frauchen machen)).

 

Die dritte Überlegung ist, wie hoch die jährlichen Tierarztkosten für einen gesunden Hund sind. Was für Impfungen werden unbedingt empfohlen, kann man auch welche nach reichlich Überlegung weglassen? Wie oft sollte eine Wurmkur gemacht werden? Und wenn der Hund doch mal krank wird: wieviel sollte man auf Reserve zur Seite legen?

 

Und wenn wir schon bei Kosten sind: wie sieht es mit Hundesteuer aus? Wo muss man die beantragen und wie hoch würde die dann ausfallen?

 

Wie ist das dann mit der Ernährung? In dem Tierheim, wo ich gearbeitet habe, haben sie das Futter selbst gekocht. Ist das schwierig? Wird der Hund ausgewogen mit dem Industriefutter versogt oder sind da Stoffe drin, die ihn nur süchtig nach dem Futter machen, aber eigentlich ungesund sind? Manche Besitzer ernähren ihre Hunde auch vegan. Ist das eine Dauerlösung oder sollte man das auf ein oder zwei Tage die Woche beschränken? Eine Freundin von mir lässt ihren Hund an einem Tag die Woche fasten. Wird das empfohlen oder sollte man das eher nicht machen? Ich denke mir in der freien Natur würde man ja auch nicht jeden Tag was zu fressen finden und sich notfalls auch mal pflanzlich ernähren müssen. Liege ich da richtig oder habe ich eine etwas verdrehte Vorstellung?

 

Ich weiß viele Fragen, aber ich möchte halt auf Nummer sicher gehen, dass ich dem Hund auch ein schönes Leben geben kann und nicht schon nach kurzer Zeit wieder ins Heim zurückgeben müsste. Ist ja auch doof für alle Beteiligten.

 

Liebe Grüße

 

Mandy

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Die Zeit wird für einen neu angekommenen Hund sicherlich zu lang sein, da wird man nicht um einen Freund, Verwandten oder Sitter umher kommen. Und das sicherlich für einige Monate. Die Wohnungsgröße selbst ist eher irrelevant, die meisten Hunde freuts einfach beim Menschen zu sein. 

 

Bei Tierheimen braucht man Geduld. Viele Mitarbeiter sind selbst irgendwann verbitterte Zeitgenossen, weil sie im Laufe der Jahre einfach viele Enttäuschungen und Lügen erleben mussten. Wäre denn auch irgendein Hund von einer Pflegestelle interessant? 

 

Was der Tierarzt an einem verdient, kann man nicht vorhersagen. Entwurmen z.B. braucht man nur, wenn Würmer vorhanden sind - prophylaktisch geht da gar nix.  Meine Wuffis haben ein Sparbuch, wo jeder pro Monat einen Fuffi zur Seite gelegt bekommt. Aber das hilft auch nicht, wenn plötzlich richtig heftige Katastrophen eintreten. 

 

Ernährung ist ein sehr dogmatisches Feld, sowohl beim Mensch als beim Hund. Ich würde einigermaßen flexibel und offen darauf zugehen und am ehesten mit BARF liebäugeln, aber auch Trockenfutter und Dose nicht in Grund und Boden verdammen - außer es ist von Pedigree und Royal Canin. Fasten müssen Hunde keineswegs, besser ordentlich aktiv und gesunde Ruhezeiten. 

 

Für die Hundesteuer ist deine Gemeinde und Stadt zuständig, die Kosten sind sehr unterschiedlich.

 

so weit

Maico

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10 Stunden finde ich für jeden Hund absolut zu lange. Egal ob einen Monat oder 5 Jahre dort beheimatet :o

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Hallo Mandy,

 

hier wirst du natürlich auf vollstes Verständnis treffen, was deinen Hundewunsch angeht. :)

 

Ich werde dir mal auf deine Fragen zu antworten versuchen, mir stellen sich dabei aber auch gleich neue. Natürlich ist das nur meine Sicht auf die Dinge, andere werden das vielleicht anders sehen.

 

Aktuell arbeite ich Montag, Dienstag und Donnerstag von 8 bis 18 Uhr und Mittwoch und Freitag von 8 bis 13 Uhr. Die Wochenenden habe ich ganz frei. Wäre das genug Zeit für den Hund oder müsste ich unter Umständen einen Hundesitter für die drei Tage besorgen ? Kann man einen Hund den ganzen Tag auf 60 m² sich selbst überlassen und abends die eigene Wohnung wiedererkennen? Ich stelle mir das vor allem in der Anfangszeit schwierig vor.

 

Nicht nur in der Anfangszeit ist das schwierig, sondern einen Hund 10 Stunden alleine zu lassen ist meiner Meinung nach grundsätzlich viel zu lang. Abgesehen davon, dass nicht jeder Hund problemlos allein bleibt, ist es schlichtweg nicht artgerecht, in über einen so langen Zeitraum zum Nichtstun zu verurteilen. Hunde wollen nicht alleine sein. Manche können es gut, auch über mehrere Stunden, aber das Wesen des Hundes ist eigentlich nicht dafür gemacht.

Abgesehen davon ist es nicht gut, wenn ein Hund sich so lange Zeit nicht lösen kann. Ich gehe mit den Hunden alle 4-5 Stunden raus (also 4 mal am Tag), und das ist daher auch meine persönliche Grenze fürs Alleinbleiben (je nach Hund evtl. ausdehnbar bis 6 Stunden - aber erstrebenswert ist das auch nicht).

Hinzu kommt, dass dein Hund wunderbar ausgeruht ist, wenn du von einem langen Arbeitstag nachhause kommst. Ich bin froh, wenn ich nach so einem langen Arbeitstag nicht noch mit dem Hund raus muss. Und meist muss man ja noch etwas einkaufen und hat sonstige Erledigungen zu machen.

 

Das heißt, dass ich an deiner Stelle nur über einen Hund nachdenken würde, wenn ich für diese 10-Stunden-Tage eine gute und vor allem zuverlässige Betreuung für ihn habe.

 

 

Dann habe ich schon des öfteren bei mir in der Umgebung in Tierheimen nachgeschaut, aber immer nur Hunde entdeckt, die an erfahrene Besitzer übermittelt werden sollen und möglichst keine Kinder und/oder andere Haustiere haben. Wie groß ist die Chance doch noch einen kniehohen, familienfreundlichen Hund zu finden, der sich mit anderen Tieren versteht und für Anfänger geeignet ist?

 

Schwer zu sagen, versuch´s einfach, wenn alles andere geregelt ist und ein Hund einziehen darf. Notfall musst du eben auch etwas weiter weg suchen. Es gibt wahnsinnig viele nette Hunde, man muss manchmal nur etwas Geduld haben. Dann findet man den richtigen. Ich würde dann auch zu den Tierheimen hinfahren und mein Anliegen vortragen und nicht nur auf der Website schauen. Aber du scheinst ja schon gute Kontakte zum Tierheim zu haben. Oder du wendest dich an einen Tierschutzverein.

Wichtig ist, dass du dir im Vorfeld Gedanken machst, was du von einem Hund erwartest, was du mit ihm machen willst und was nicht (soll es einfach ein unkomplizierter Begleiter sein, hast du sportliche Ambitionen etc.).

 

 

Die dritte Überlegung ist, wie hoch die jährlichen Tierarztkosten für einen gesunden Hund sind. Was für Impfungen werden unbedingt empfohlen, kann man auch welche nach reichlich Überlegung weglassen? Wie oft sollte eine Wurmkur gemacht werden? Und wenn der Hund doch mal krank wird: wieviel sollte man auf Reserve zur Seite legen?

 

Ich sage immer ganz grob (das ist wirklich grob), dass man für einen mittelgroßen gesunden Hund 100 Euro im Monat zur Verfügung haben sollte. Da sind dann aber auch das Futter/Steuer/Versicherung etc. dabei. Sollte der Hund krank werden, kann das schnell in die Höhe gehen. Ich würde daher zusehen, dass ich vorher schon ein paar hundert Euro gespart habe und vielleicht 25 Euro im Monat beiseitelegen. Man kann auch OP- und Krankenversicherungen abschließen, dazu können dir andere sicher mehr sagen.

 

 

Und wenn wir schon bei Kosten sind: wie sieht es mit Hundesteuer aus? Wo muss man die beantragen und wie hoch würde die dann ausfallen?

 

Das ist vom Wohnort abhängig und ganz unterschiedlich. Müsstest du im Internet aber leicht herausbekommen. Sonst frag beim Finanzamt nach, oder in der Gemeindeverwaltung.

 

 

Wie ist das dann mit der Ernährung? In dem Tierheim, wo ich gearbeitet habe, haben sie das Futter selbst gekocht. Ist das schwierig? Wird der Hund ausgewogen mit dem Industriefutter versogt oder sind da Stoffe drin, die ihn nur süchtig nach dem Futter machen, aber eigentlich ungesund sind? Manche Besitzer ernähren ihre Hunde auch vegan. Ist das eine Dauerlösung oder sollte man das auf ein oder zwei Tage die Woche beschränken? Eine Freundin von mir lässt ihren Hund an einem Tag die Woche fasten. Wird das empfohlen oder sollte man das eher nicht machen? Ich denke mir in der freien Natur würde man ja auch nicht jeden Tag was zu fressen finden und sich notfalls auch mal pflanzlich ernähren müssen. Liege ich da richtig oder habe ich eine etwas verdrehte Vorstellung?

 

Dieses Thema kann ganze Seiten füllen. Ich würde mir darüber noch nicht so viele Gedanken machen, sondern erstmal alle anderen Fragen klären. Das einzige, was ich ganz klar dazu sagen kann, ist, dass ich kein Billigfutter aus dem Discounter füttern würde.

Aber ich finde es ja toll, dass es ein Tierheim gibt, das für die Hunde kocht. Magst du verraten, welches das ist? Gerne auch per pn. :)

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Toll, dass Du Dir Gedanken machst und Fragen stellst!

 

Ich würde für den Hund eine Tagespflege organisieren, wenigstens an den Tagen, an denen Du so lange arbeiten musst. Die Kosten dafür sind abhängig davon, ob es ein Gassigängerdienst ist (ca. 10 - 30 €/Tag), der den Hund (selbst mit Schlüssel) abholt, bewegt und wieder zurück bringt, oder eine Hunde- Tagesstätte, die noch etwas teurer sein kann (Ich lebe in Berlin, meine Informationen über diese Kosten sind also lokal begründet). 

 

Keiner kann Dir vorher sagen, wie sich Dein neuer Lebensgefährte verhält, wenn er allein in der Wohnung ist. Günstig wäre, Deinen Jahresurlaub auf die erste Zeit nach seinem Einzug zu legen. Dann lernt Ihr Euch kennen und Du kannst das Alleinbleiben schon in kleinen Schritten mit ihm üben.

 

Einen mittelgroßen Hund, der für Anfänger geeignet ist, wirst Du auch im TS (Tierschutz) finden. Der "Vorteil" mancher TS- Hunde ist, dass ihr Verhalten bereits bekannt ist, auch im Zusammenspiel mit Kindern und anderen Tieren, auch wenn das natürlich keine Garantie ist.

Für Züchterhunde gibt es auch Argumente, aber da hast Du Dich ja schon entschieden.

 

Hundesteuer ist ortsabhängig sehr unterschiedlich, das zuständige Finanzamt wird Dir Auskunft geben, Du findest die Angaben aber auch im Netz.

 

Futterkosten sind ebenso abhängig von der Größe des Hundes und der Wahl der Futtermittel. Ab 40 €/Monat aufwärts.

Eine gute Seite dazu: http://mashanga-burhani.blogspot.de/2010/12/hilfe-wie-erstelle-ich-einen-barf-plan.html

Da findest Du nicht nur die mMn besten Informationen und Tipps zum Barfen, sondern auch viele nützliche Angaben zu Fertigfutter.

Fastentage sind durchaus vernünftig für die meisten Hunde, vegane Ernährung halte ich für schlicht nicht artgerecht.

 

Tierarztkosten. Puuuh. Ich würde sagen, pro Hund sollte man 2000 Euro für Krisenfälle (Operationen, aufwändige Untersuchungen) auf einem Sonderkonto parken.

Daneben sind Impfungen und gelegentliche Behandlungen und Labordienste zu erwarten. Wenn man mit 100 Euro pro Monate als mögliche Belastung entspannt leben kann, ist das gut, darüber hinaus greift man aufs Hundekonto zurück. Impfungen sind z.T. Pflicht, wenn man reisen will, z.T. sinnvoll , z.T. sinnlos (z.B. Borreliose), aber eins auf jeden Fall: Umstritten.

Wurmkuren sind komplett sinnfrei, wenn der Hund keine Würmer hat. Da lohnt es sich eher, den Kot gezielt untersuchen zu lassen (seit ich das mache, habe ich keine Wurmkur mehr machen müssen mit meinen Hunden). Gegen Parasiten (innen wie außen) kann man vorbeugen, allerdings sind alternative, nicht- chemische Methoden offenbar individuell sehr unterschiedlich hilfreich.

 

Sinnvoll ist, den Besuch eines guten, gewaltfrei arbeitenden Hundetrainers schon mal ins Auge zu fassen und sich in Foren wie diesem hier die Abendlektüre zusammen zu sammeln.

 

Und dann gibt's noch tolle Bücher, u.a. von James O'Heare (z.B. über die "Dominanztheorie"), Günther Bloch (Der Wolf im Hundepelz), Turid Rugaas (jeweils themenbezogen) und von Anders Hallgren (Hundeprobleme - Problemhunde) und für wissenschaftlich Interessierte die Werke von Dorit Feddersen- Petersen.

 

Was gibt's noch Allgemeines zu sagen: Beschäftigung schafft Bindung. Zuwendung, Spielen, Üben, Laufen, Schmusen, Pflegen, Füttern, gemeinsame Aktivitäten aller Art schweißen zusammen. Versorgt man sich dann noch mit ein wenig Sachverstand wird's eine Liebe für's (Hunde-) Leben!

 

In diesem Sinne: Viel Vergnügen!

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Und dann gibt's noch tolle Bücher, u.a. von James O'Heare (z.B. über die "Dominanztheorie"), Günther Bloch (Der Wolf im Hundepelz), Turid Rugaas (jeweils themenbezogen) und von Anders Hallgren (Hundeprobleme - Problemhunde) und für wissenschaftlich Interessierte die Werke von Dorit Feddersen- Petersen.

 

Ganz wichtig: Das andere Ende der Leine von Patricia McConnell.  :)

 

so weit

Maico

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Die Zeit ist zulang .

Von einem seriösen Züchter bzw.TH wirst du keinen Hund bekommen .

Deinen Wunsch kann ich gut verstehen aber du musst akzeptieren das es im Moment noch nicht geht.

Unser TH wäre zb dankbar über so eine engagierte Gassigeherin .

Bitte mach nicht den Fehler zu glauben die anderen sind zu doof ich schaff das .

Es gibt ganz viele TH Hunde die wg diesem Irrglauben ins TH mussten .

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Hallo, du hast ja schon einige Tipps und Meinungen gehört.

Ich denke, meine Ratschläge und Ansichten werden sich von den anderen nicht groß unterscheiden.

 

Punkt 1: Arbeitszeit

- Also von 8-18.00 Uhr ist eine sehr lange Zeit, da sollte Abhilfe geschaffen werden: entweder Betreuung, Hundesitter, oder Hundekindergarten (meist in Großstädten)

 

Punkt 2: Auswahl des Hundes

Es ist sinnvoll sich unbedingt schlau zu machen, welche Bedingungen, Verhaltensarten etc welche Hunderasse aufweist. Es gibt Jagdhunde, Hütehunde, Wachhunde ...und und und. Man sollte sich vorher im Klaren sein, welchen Hund man sich ins Haus holt. Anhand des Verhaltens  eines Hundes im Tierheim lässt sich nie genau sagen ,wie sich ein Tier entwickelt und welche Probleme kommen könnten. Die Tierheimangaben sind auch nicht immer verlässlich. Manche Hunden gelten als agressiv und "Beißer", ander sind absolut veträglich zu jedermann und machen dann trotzdem Probleme. ....Ich kann von mir sprechen: Ich habe damals eine Trainerin mit ins Tierheim genommen, nach dem ich meine Vorauswahl getroffen hatte und hat sich das Verhalten meines zukünftigen Hundes genau angeschaut und mich beraten. Natürlich war es im nachhinein auch nicht unumgänglich, dass wir trotzdem ins Training mussten. ;)

 

Punkt 3: Kosten

Jaaaaaaaaa, wie soll ich sagen. Ein sehr teures Hobby.

Fangen wir mal bei den Grundkosten an:

 

- Hundesteuer jährlich ist Landkreis und Rasseabhängig, ich bezahl glaube ich für meinen kleinen 50 Euro; die Anmeldung erfolgt bei der örtlichen Gemeinde

- Haftpflichtversicherung, je nach Versicherung (ich wechsel weil mit 90 Euro im Jahr zu teuer)

- Impfungen: machen wohl den geringsten Betrag an TA-Kosten aus: Pflichtimpfungen sind Tollwut aller drei Jahre und Staupe, Parovirus etc.

 

!!! Impfungen auslassen sieht vielleicht jeder anders, aber ich halte mich an die Abstände und muss es auch, da wir im Sommer nach Dänemark reisen und das Pflichtimpfungen sind

 

- Futter: Ist individuell, je nach Firma bei Fertigfutter. Laut Inhalte im Internet ist BARFEN und selber kochen günstiger als Dosen- und Trockenfutter

Ich rechne monatlich 100 Euro minimum ein, ;) je nach Leckerlibedarf

 

- die Ersteinrichtung sollte auch nicht unterschätzt werden: Hundebett (habe ich zwei); Futternäpfe, Spielzeug; Pflegemittel (Bürste, Krallenschneider, erste Hilfe Set...); Hundebox Auto;Geschirr - Halsband - Leine....................hab bestimmt was vergessen. Ist auch bissl abhängig vom Wahn...ich habe natürlich mehrere Geschirre unterschieldicher Farben

 

- flexible Kosten sind TA und Trainingsstunden. Natürlich wünscht man jedem einen gesunden und Wohlerzogenen Hund, damit man nie was von beidem brauch, aber die Realität sieht anders aus. Ich habe im ersten Jahr ca.  600 -800 Euro für die Hundeschule ausgegeben. Aktuell brauchen wir keinen Trainer, dass heißt es wird mit einem Mitgliedsbeitrag im Hundesportverein für 50 Euro recht günstig. Die Tierarztkosten machen den größten Teil aus. Letztes Jahr sind wir vielleicht mit 500 Euro im Jahr hingekommen. Dieses Jahr sind wir im Monat März schon bei 1000 Euro. So ein Betrag kommt vor allem, dann zustande, wenn das Tier in eine Klinik muss und dort für mehrer Tage versorgt wird. Operationskosten sind auch nicht zu unterschätzen und sowas kann schnell passieren: Beinbruch, Hundeangriff pipapo....

 

 

Also wie du siehst, es ist schwer zu kalkulieren. Ersparnisse sind immer gut und mann kann sich nie sicher sein, ob ein Hund nicht mal ernsthaft krank wird.

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Hallo, Mandy,

Du arbeitest von 8 - 18 Uhr. Das heißt, dazu kommt ja auch noch die Zeit für die Fahrt zur Arbeitsstätte und zurück. Doch selbst wenn: Die Zeit ist eindeutig viel zu lang, um einen Hund alleine zu lassen. Wenn mir (hatte zahlreiche Pflegehunde) jemand mit diesem Ansinnen gekommen wäre, bei einer solchen Arbeitszeit einen Hund aufzunehmen, hätte ich nicht nur Plan B, sondern auch Plan C haben wollen, wo der Hund den Tag verbringen kann. Das hat für Dich den unbeschreiblichen Vorteil, dass Du eben abends auch nach der Arbeit einen Hund hast, der nicht noch 2 Stunden Action will, während Du eigentlich nur noch die Füße hochlegen willst.

Dann bin ich doch gleich über den "gesunden" Hund gestolpert in Deinem Text. Tja. Woher weißt Du, dass der Hund "gesund" ist? Zu uns kam einen Hündin, 3 Jahre, munter, fidel, Energie für Drei *g*. Und doch schlummerte leider einer tödliche Krankheit in ihr und mit vier Jahren mussten wir sie über die Regenbogenbrücke begleiten. Die Kosten in der kurzen Zeit waren vierstellig und wir hätten keine Chance gehabt, über Monate Geld anzusparen nach ihrer Ankunft. Diana war eine von 3 Hunden von uns, die kurz nach dem Einzug erkrankten. Eine Freundin hat nacheinander drei Hunde gehabt, die schwer erkrankten: Der 4jährige, dann der erste Welpe, der als Junghund einfach beim Apportieren tot umfiel und nun wieder ein Junghund mit Gelenkproblemen. Das klingt vielleicht heftig, aber ich will damit nur aufzeigen, dass es bei Lebewesen keine Garantie gibt. Unsere Hunde waren Tierschutzhunde, zwei der drei Hunde meiner Freundin Tiere vom Züchter.

Die Anschaffungskosten können von einem 50er für einen Hund aus den Kleinanzeigen (würde ich NIE wählen), über einige hundert Euro für einen Tierschutzhund bis in den vierstelligen Bereich für einen Zuchthund gehen. Dazu kommen Kosten für Steuer (ich denke, 100 Euro pro Jahr sind realistisch, können aber auch weniger oder mehr sein), Haftpflichtversicherung, ggf. Krankenversicherung. Hundeschule oder Hundeverein können auch totalunterschiedlich teuer sein. Wir zahlen in der Hundeschule ca. 15 Euro pro Stunde, ein Hundeverein kostet oft viel weniger pro Jahr. Braucht man einen Verhaltenstrainer oder allgemein Einzelstunden, können sich die Kosten dafür schon auf 50 Euro pro Stunde belaufen.

Futter. DIe Kosten dafür schwanken ebenfalls. Je nachdem, was Ihr füttern werdet. Es gibt minderwertiges, aber teures (und gerne im TV beworbenes) Futter, es ist hochwertiges Futter, welches auf den ersten Blick teuer erscheint, letztlich aber aufgrund der geringeren Fütterungsmenge günstiger ist. Frischfleisch kann  teuer sein, wenn man Bioware kauft oder günstig, wenn man es beim Schlachthof um die Ecke beziehen kann. Snacks, Spielzeug, Zubehör wie Leinen usw. können ins Geld gehen, wenn man gerne für den Hund shoppen geht, müssen aber nicht.

Wurmkuren haben wir bislang nur sehr selten mal bei Pflegehunden gebraucht, an sich lassen wir den Kot testen und bislang wurde zumeist festgestellt, dass keine Wurmtablette nötig ist. Wichtiger sind schon so Sachen wie Zeckenschutz. Unsere Hundeoma ist letztes Jahr kurz nach dem Einzug an Anaplasmose erkrankt und hat das fast nicht überlebt. Aber auch hier scheiden sich die Geister. Die einen schwören auf  Kokosöl, die anderen auf Bernsteinketten, wieder andere auf SpotOns, Tabletten oder entsprechende Halsbänder.

Abgesehen von allen Kosten sollte man sehr realistisch die eigene Zeit betrachten. Gerade, wenn man arbeiten geht. Wie oft ist man bei Familie, Freunden (die nicht zwingend auch einen Hund mit als Besuch haben möchten) oder will ins Schwimmbad usw. gehen, wo der Hund ebenfalls nicht mitgehen kann. Was ist mit Urlaub? Darf der Hund mit (unter Umständen Zusatzkosten) oder braucht man eine Betreuung (kostet auch Geld). Wer kümmert sich um den Hund, wenn man selbst verhindert ist durch Krankheit oder berufliche Abwesenheit?

Es ist eine EInstellungssache, würde ich sagen. Ich lebe nun seit mehr als 30 Jahren mit Hunden zusammen und habe nie eine Fremdbetreuung nutzen müssen. Das liegt daran, dass ich in all den Jahren das Glück hatte, meine Arbeitszeit hundekompatibel zu legen und mein Mann andere Arbeitszeiten als ich hatte.

Einen Hund zu finden, der passen würde, sehe ich da schon als einen einfacheren Punkt an. Du musst einfach ehrlich Fragen beantworten, was Du möchtest und was Du auf keinen Fall willst. Ich mag Jagdhunde, nehme aber auch in Kauf, dass sie viel Training benötigen und je nach Vierbeiner nur in sicherem Gelände von der Leine können. Willst Du einfach einen Hund zum Spazierengehen und als Kuschelhund, würde ich vielleicht ein älteres Exemplar wählen. Meine Erfahrungen mit Hunden aus dem Auslandstierschutz sind absolut top. Wobei ich Neuhundehaltern immer empfehlen würde, einen Hund von einer Pflegestelle zu nehmen, weil dort die Hunde am besten beurteilt werden können.

Viele Grüße

Doris

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Ich kann auch aus eigener Erfahrung sprechen, dass ich Probleme hatte einen Hund zu adoptieren, weil ich Vollzeit arbeite. Ich hatte mir im Heim eine süße Cocker-Dame  (aus dem Hundehaus) ausgesucht und sprach die Mitarbeiterin an. Die hat mich nur angeguckt und fragte: " arbeiten sie voll?"...Ich sagte ja und ohne das ich weiter zu Wort kommen konnte sagte die zu mir: "Wir vermitteln nicht an Vollzeitbeschäftigte!!!" Hallooooo? :motz:

Ich war gerade am Luft holen, um der meine Meinung zu geigen, da hat mein Mann mich aus der Gefahrenzone geholt. Und übrigens, bei der Vermittlung der Zwingerhunde hat keiner gefragt.

Also wie du siehst, manche Heime kontrollieren stark. Als ich die Selbstauskunft ausgefüllt habe, dachte ich, ich bin bei der Spionage. Es hätte noch gefehlt, dass die meine PIN zum Konto abgefragt hätten. Und die kommen wirklich, um deine Angaben zu überprüfen. Bei jedem adoptierten Wellensittich haben die unangekündigt an meiner Haustür geklingelt.

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