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Hundeforum Der Hund
Joco

Angst und nochmal Angst

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Hallo zusammen,

 

seit 2 1/2 Wochen wohnt Faro (Border-Collie, 1 1/2 Jahre) bei uns. Er wurde in einem spanischen Tierheim geboren, saß zuletzt in der Tötungsstation und wurde dann von einer Tierschutzorga nach Deutschland gebracht.

Sozialisierung gleich Null, d.h. mit Hunden kommt er bestens klar, vor Menschen, Geräuschen, Straßenverkehr hat er Angst ohne Ende.

Atti, Border-Collie-Mix, 10 Jahre alt ist sehr souverän, gibt dem Kleinen auch Sicherheit, doch wir müssen sehr an seiner Angst arbeiten.

 

Leinenführigkeit habe ich bereits im Griff Leine hängt durch, Faro zieht kaum noch, es sei denn, er hat Angst. Diese tritt auf, wenn uns Menschen oder Autos begegnen.

 

Unser Training sieht z.Z. so aus.

 

Im Wald läuft er frei, ist aus jeder Situation abrufbar und befolgt alle Kommandos, so weit er sie kennt.

Dann gehe ich mit ihm hier bei uns über die Straße, Sackgasse, wenig Verkehr und ich denke, ihn jetzt schon mit viel LÄrm zu konfrontieren, wäre schlecht.

Dann gehen wir Autos gucken. Ich hocke mich auf einen Stein und bleibe ruhig, sage Faro gar nichts, lasse ihn einfach gucken. Zwischendurch, wenn er ganz ruhig bleibt, gibt es Leckerchen und das geht schon ganz gut.

Der Menschenangst begegnen wir, in dem ich Faro absitzen lasse (das macht er schon gut), Menschen gehen vorbei und das Lob folgt.

 

Bei Radfahrern im Wald kommt Faro schon von allein zu mirf.

 

Nun brauche ich noch ein paar Tipps,. was ich noch machen kann, ob ich Fehler mache, was ich besser machen könnte

 

 

EDIT

Mit uns hat er gar keine Probleme, ist im Haus ein Traumhund, schmust, ist einfach nur lieb

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2 einhalb Wochen erst bei dir und du lässt ihn frei laufen? Boa da hätte ich echt Angst wenn er sich erschreckt und davon rennt.

 

Also ich habe eigentlich nur einen Tipp, Geduld. Ich würde mal sagen 1 Jahr dann sollte er relativ alltagstauglich sein. Nach so kurzer Zeit kann man keine Wunder erwarten. Mach weiter so, da wird sich sicherlich eine Routine ergeben.

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2 einhalb Wochen erst bei dir und du lässt ihn frei laufen? Boa da hätte ich echt Angst wenn er sich erschreckt und davon rennt.

 

Er ist wirklich zuverlässig abrufbar und wenn er sich erschreckt, kommt er zu mir

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Hi du,

 

also ich kann dir nur sagen, was meine Trainerin mir sagte als mein Hund zu mir kam (auch Spanier, und nur kurze Zeit bei einer Pflegefamilie)

 

Ein Hund braucht 6 Monate um sich an die Umgebung zu gewöhnen und danach erst gewöhnt und orientiert sich der Hund an einem Menschen.

 

Ich würde dir auch empfehlen noch die Schleppleine dran zu lassen.

 

Wenn du die Schlepp dran hast kannst du viel leichter, schneller und kontrollierter auf Faro eingehen.

 

Desweiteren sagt meine Trainerin bzgl. Angst:

 

Lege keine Bedeutung in eine Situation die eigentlich Alltäglich ist (oder alltäglich werden soll).

 

Bedeutet: Wenn er vor etwas Angst hat verhalte dich so als wäre die Situation absolut normal und ignoriere die Angst (Rede nicht auf den Hund ein bzw. sage einfach nichts dazu). Wenn er wieder locker wird kannst du ja irgendein Kommando üben und Leckerchen geben.

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Danke Manu, dann werde ich doch die SL wieder heraus holen, sicher ist sicher und alles andere mache ich schon so, wie Du es geschrieben hast.

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Also ich kann das Phänomen mit dem Ableinen zum Teil schon nachvollziehen. Manchmal hat man es einfach im Gefühl, dass der Hund zuverlässig ist.
Bei unserer Meggy habe ich am 2. Tag die Leine weggelassen, allerdings ist sie so gut wie blind und entfernt sich nie weiter als 5 Meter von mir. Ich gehe mit ihr ohne Leine auch immer nur ums Haus herum oder in Waldstücken bzw. Feldern wo keine Straßen in der Nähe sind.
 
Bei einem jungen Collie hätte ich aber dennoch etwas Angst, immerhin ist er ja agil und gerade im Wald, ein großer Hund, Jäger usw.
 
Oftmals bekommt man auch von den Hilfsorganisationen die Empfehlung unter keinen Umständen den Hund die ersten 3 Monate unangeleint zu lassen.
 

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Danke Manu, dann werde ich doch die SL wieder heraus holen, sicher ist sicher und alles andere mache ich schon so, wie Du es geschrieben hast.

 

Mit Angst beim Hund gibt es glaube ich auch keine wirkliche "Schiene".

 

Bei vielen Situationen mache ich das genau wie meine Trainerin sagte. Bei anderen Situationen bin ich dafür trotzdem ganz present und zeige auch das die Angst ok ist.

 

Mittlerweile ist Bato ein sehr passabler Weggefährte und eigentlich in jeder Situation "Herr Seiner Sinne", aber bevor das nicht der Fall war hatte ICH ihn immer an der Schlepp.

 

Falls er den sonst doch mal "nicht zu dir", sondern woanders hin ausweichen sollte... wäre das Schade drum. Lieber Vorsicht als Nachsicht :)

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Wenn ihr in zweieinhalb Wochen schon Erfolge habt, würde ich sagen: ihr seid auf dem richtigen Weg :yes:

Mach einfach so weiter wie bisher :)

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Also ich kann das Phänomen mit dem Ableinen zum Teil schon nachvollziehen. Manchmal hat man es einfach im Gefühl, dass der Hund zuverlässig ist.

 

 

Kann ich auch. ABER: Bei Angst kann man NIE sicher sein. Den Angst ist einfach eine viel zu starke Emotion. Die man häufig nicht kontrollieren kann.

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Zum Angst ignorieren: Würde ich nicht machen. Dass man Angst durch Beachten des Hundes verstärken kann, ist so ziemlich ein Mythos. Natürlich solltest du selbst nicht panich oder besorgt auf den Hund wirken, aber "trösten" oder fröhlich ansprechen is vollkommen in Ordnung. Es ist wichtig, dem Hund Schutz zu bieten und ihn eben nicht alleine mit seiner Angst dastehen zu lassen.

 

Klingt für mich, als würdest du das meiste schon sehr gut machen, nur ohne Leine laufen lassen wäre mir nach so kurzer Zeit auch zu riskant, wobei ich da ja eher etwas zu vorsichtig bin, grade wenn ein Hund erst eben "erwachsen geworden" oder sogar noch dabei ist.

 

Generell ist es eine gute Strategie, den Hund den "Angst-Auslöser" aus so großer Entfernung betrachten zu lassen, dass Hundi noch einigermaßen entspannt ist, damit er sich dran gewöhnt. Auch ist es sinnvoll, den Angst-Auslöser für den Hund mit etwas Positivem zu verbinden, z.B. Leckerlies.

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