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Hundeforum Der Hund
Brynja

Kleines Lexikon einiger Begriffe

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Ich hoffe jetzt einfach mal, dass ich nicht doch zu doof für die Suchmaschine war und es so einen Thread noch nicht gibt :D

Natürlich kommen hier bestimmt noch einige Sachen dazu. Bitte versteht, dass ich es einfach nur als kurze Übersicht zusammen fassen möchte. Im Laufe der Zeit werde ich es gerne noch ergänzen und freue mich natürlich auch über weitere Begriffe, die ihr gerne mit dabei haben möchtet.

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- Habituation: Gewöhnung oder Abstumpfung.

 

Als Beispiel: Einem Welpen ein Halsband anlegen und warten, bis er es akzeptiert, also eine Gewöhnung stattfindet.

 

-Sensitivierung: empfindlicher werden

 

Beispiel: Knallgeräusche (z.b. im kurzen Abstand wiederholt) können bei einem Hund zur Gewöhnung führen oder auch zur Sensitivierung, d.h. Er reagiert immer stärker auf das Geräusch, bis hin zur Panik.

 

  • Klassische Konditionierung (auch Pawlowsche Konditionierung genannt):

    Hierbei handelt es sich um Assoziationslernen, bzw. Lernen durch Verknüpfung. Ein zuvor neutraler Reiz, bekommt nun eine Bedeutung. Das typische Beispiel: Click und Futter, es findet eine Assoziation zwischen dem Geräusch und der Futtergabe statt.

 

  • Operante Konditionierung: Hierbei lernt der Hund aus den unmittelbaren Folgen (Konsequenzen) seines Verhaltens. Durch operante Konditionierung erhöht oder erniedrigt sich also die Wahrscheinlichkeit, dass ein Hund ein gewisses Verhalten in der Zukunft zeigt.

 

Beispiele: Der Wuff will sich den Braten schnappen, gelingt es, wurde sein Verhalten automatisch belohnt (verstärkt). Die Wahrscheinlichkeit, dass er es erneut versucht, hat sich also erhöht.

 

Fällt dem kleinen Dieb dabei jedoch der Bratentopf runter, er erschrickt oder verbrennt sich, wirkt dies als Bestrafung, die Wahrscheinlichkeit, dass er also wieder klaut, ist damit gesunken.

 

  • Extinktion (Löschung)

Dinge die über klassische oder operante Konditionierung gelernt wurden, können wieder verlernt werden. Es findet also ein Aussterben des Verhaltens statt. (es ist etwas anderes als vergessen, vergessen ist verblassen, wenn z.b. etwas Gelerntes lange nicht mehr abgerufen wird)

Beim Löschen lernt der Wuff eine neue Regel, als Beispiel wieder: „Nach Click kommt doch kein Futter!“ Die alte Lernerfahrung „Nach Click kommt Futter“ wird jedoch nur überdeckt. Erkennt man daran, dass sie schnell wieder aufgefrischt werden kann.

 

Hinzu kommt noch Löschungstrotz etc. aber das wäre nun zu viel für eine kleine Übersicht.

 

 

Positive Verstärkung: Etwas angenehmes kommt hinzu (z.b. Futter, Spiel)

Negative Verstärkung: Ein unangenehmer Reiz wird entfernt. (z.b. Druck auf den Popo, wenn sich der Wuff setzt)

Positive Strafe: Etwas unangenehmes wird zugefügt (vielfältig,z.b. Wurfkette fliegt)

Negative Strafe: Etwas angenehmes wird weg genommen (z.b. Aufmerksamkeit)

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Formen (engl. „shaping“) : Annäherung in kleinen Schritten an das gewünschte Zielverhalten:

 

Beispiel: Wenn man möchte, dass der Hund auch liegen bleibt, wenn wir weiter von ihm entfernt sind, dann fängt man mit einem Schritt an und steigert.

 

Locken: Darunter versteht, womit man einen Hund ohne Zwang zu einer bestimmten Reaktion bewegen kann.

 

Beispiel: Mit Futter oder Spielzeug in Sitz/Platz/Fußposition locken.

Auch das Wegrennen vom Hund und rufen mit hoher Stimme (Abruf) kann man als Lockmittel verstehen.

 

Target-Training: Quasi eine Mischung aus locken und formen. Unser Vierbeiner lernt z.b.mit Nase oder Pfote ein Ziel (target) zu berühren. Das Ziel kann dann ähnlich einem Lockmittel eingesetzt werden um weiteres Verhalten herbei zu führen und weiter zu formen.

 

Beispiel: Ich kann Leberwurst an einen Lichtschalter/anderen Gegenstand schmieren und davon ausgehen, dass der Hund da auch hin läuft. Er wird jedoch nicht unbedingt dabei lernen auch hinzulaufen, wenn die Leberwurst nicht klebt.

Man kann aber auch ein Target-Training mit dem Lichtschalter durchführen und den Hund immer wieder bestärken, wenn er diesen berührt und später die Entfernung zum Lichtschalter /Gegenstand erhöhen.

 

Signalkontrolle (auch Reizkontrolle): Man hat die Kontrolle darüber, wann der Hund ein bestimmtes Verhalten ausführt, da man es mit einem Signal (Sinnesreiz/Kommando) auslösen kann.

 

Wirklich unter Signalkontrolle ist eine Übung jedoch erst, wenn der Hund das erlernte Verhalten..

 

- > praktisch immer und sofort ausführt, sobald er das Signal erhält und zwar an unterschiedlichen Orten, verschiedenen Situationen und auch bei einer gewissen Ablenkung.

 

→ (Zumindest während einer Trainingseinheit) nicht anbietet, ohne dass zuvor Signal gegeben wurde.

Setzt sich der Hund also ständig vor seinen Kekswerfer in Erwartung auf den Keks, ohne dass Signal gegeben wurde, bedeutet es, dass das Verhalten „hinsetzen“ noch nicht richtig unter Signalkontrolle steht.

 

→ stets dem richtigen Signal zuordnet. - Hund legt sich auf „Platz“ und setzt sich auf „Sitz“- ohne beides miteinander zu verwechseln.

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