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Hundeforum Der Hund
Monique G.

Not OP nach Knochenfütterung - Alternativen?

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Hallo, 

leider Gottes melde ich mich mal wieder aus unerfreulichen Anlass und entschuldige mich schonmal für den langen Text.

 

Erstmal zum Patienten und der Ausgangssituation Fino ist inzwischen 5 Jahre alt und wird seit 3 Jahren Frischgefüttert aus diversen Gründen. 

 

Fino ist leider Gottes gegen Futtermilben allergisch was sich bei ihm in extrem heftigen Ohrenentzündungen äußert, die absolut nicht in den Griff zu bekommen sind, außer man lässt den Allergie Auslöser komplett weg. Kauartikel und sonstige im Geschäft erhältliche Leckerchen führen schon in Kleinstmengen zu Problemen. 

 

Nassfutter verträgt er auch nur in Maßen. Bisher hat jedes Nassfutter über kurz oder lang zu heftigen Durchfällen mit so manchem Tierarzt Besuch geführt. Minderwertiges Nassfutter wird auf der Stelle mit Magenschmerzen , Durchfall und Erbrechen quittiert. Höherwertiges Futter (Terra Canis und Co ) wird maximal 2 Tage mit kontinuierlich dünner werdenden Stuhl quittiert, bis auch da es dann zu heftigen Durchfall kommt.

 

Der Zweithund ist Fütterungstechnisch weniger anspruchsvoll. Naikey ist 4 1/2 Jahre bei ihm habe ich das subjektive Gefühl, dass die Fütterung mit hochwertigen Trockenfutter einen ähnlichen Effekt hat, wie wenn man in ein Pferd tonnenweise Hafer kippt. Er wird meines Erachtens dann unentspannt , hibbelig und  leichter Reizbar außerdem säuft er sich bei reiner Trockenfütterung halb Tod und wird dann auch "undicht".  Gutes Nassfutter verträgt er eigentlich sehr gut.

Als er noch Trockenfutter bekam hatte er einen Darmverschluss (aus welchen Gründen auch immer) der auch in einer Not - OP endete. Kauartikel scheinen ihn irgendwie zu stressen, wenn er die auf hat muss er direkt pinkeln (auch da wieso keine Ahnung bei frischen Knochen besteht das Problem nicht) sonst gehts in die Wohnung, obwohl er eigentlich Stubenrein ist.

 

Meine Konsequenz aus dieser Situation war mit der Frischfütterung anzufangen.

3 Jahre lang völlig Problemlos natürlich auch mit Knochen, damit a) der Kalzium Bedarf gedeckt ist und  zur Zahnreinigung (Beide Hunde haben immer noch strahlend weiße Zähne ohne jeden Belag). Fell war immer super , Durchfall und Erbrechen sind für mich Fremdworte geworden und auch sonst haben wir endlich die Gewichtsprobleme die Fino damals hatte in den Griff bekommen.

 

Am Montag Abend haben Fino und Naikey, wie so oft ein jeder ein Stück Hühnerkakasse und dazu Gemüse/Obst (püriert versteht sich) bekommen.

Dienstag Morgen hatte Fino eine scharf riechende schleimige Flüssigkeit erbrochen, da war ich schon hellhörig ,als er sein Futter verweigerte erst Recht. Ich bin dann erstmal mit den Hunden raus beide wirkten absolut Fit , haben wie immer getobt, sind gerannt und ihre Haufen gemacht, die unauffällig waren, also dachte ich mir in meinem jugendlichen Leichtsinn so schlimm wird es wohl nicht sein...  

 

Zuhause hat Fino minimal gehechelt , also habe ich den Bauch abgetastet , der war etwas hart und leicht Schmerzempfindlich ,also bin ich nochmal mit ihm raus und da kam dann ein kleines bisschen Durchfall dazu.

Das reichte mir Hund eingepackt und ab 50 Km zur Tierklinik meines Vertrauens. Die Tierärztin riet mir zu einem Röntgenbild um einen Fremdkörper auszuschließen, weil Herr Hund mittlerweile übel riechende Ausdünstungen aus Schnauze und Po hervorbrachte und schmerzhaft beim Tasten war. Das Röntgen zeigte dann einen gefüllten Magen und einen leeren Darm. Aufgrund der Distanz (50km ein Weg wie erwähnt) empfahl die Ärztin mir ihn da zulassen, um später nochmal ein Kontrollröntgenbild zumachen. Kurzgefasst Abends kam der Anruf Zustand hat sich verschlechtert es geht weder was im Darm weiter noch kann er kotzen, also endoskopisch versuchen ,wenn das nicht klappt aufmachen. So kam es dann auch die Knochen der Karkasse hatten sich verkantet und wären auf natürlichem Weg nicht mehr hervorgekommen auch endoskopisch nicht rauszubekommen.

 

Tja also bleibt Fino bis Freitag in der Klinik , mein Tierarzt hat mir ans Herz gelegt meine Fütterung zu überdenken und auf hypoallergenes Nassfutter umzusteigen, was einzeln verschweißt ist.

Mir ist bewusst das ich den Kalzium Bedarf auch über Eierschalen oder ähnliches decken könnte und mir war auch das Risiko der Knochenfütterung bekannt. Ich habe mich damals dafür entschieden, weil ich ihm eigentlich nicht die Möglichkeit nehmen wollte seine Zähne vernünftig einzusetzen und seine Zähne zu reinigen. Reines Fleisch erscheint mir da nicht ausreichend, belehrt mich bitte eines besseren falls ich da falsch liege (Wir verfüttern das reine Fleisch in Gulasch Größe) .

 

Alles in mir sträubt sich Herrn Hund zukünftig rein weg mit Nassfutter zu ernähren , wie gesagt Zahne nutzen würde damit völlig flachfallen, weil er keine Kauartikel haben darf und im Gegensatz zu Naikey auch keine ganzen Möhren oder anderes Gemüse frisst. Da könnte ich ihm gefühlt zum Futter noch einen Strohhalm reichen und ob er das Futter langfristig verträgt wage ich auch zu bezweifeln.

 

Eine Idee, die ich habe ist in Zukunft einen Großteil des Kalzium Bedarfs über Eierschalen zu decken und dann nur noch sehr selten und kleine Mengen Knochen zu geben und nur sogenannte "Anfängerknochen", selbstverständlich erst nach völliger Genesung und dem "wieder an Futter gewöhnen". Das auch da ein Risiko besteht ist mir bewusst aber alles in allem bin ich einfach völlig verunsichert, mit einem schlechten Gewissen gesegnet und völlig überfragt vielleicht hat jemand eine Idee oder kann mich an mancher Stelle aufklären an, der ich falsch liege.

 

Danke schon mal für Lesen.

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Könntest Du auf Hühnerhälse ausweichen? Karkassen sind halt ziemlich spitz und können sich verkanten, das passiert aber mit Hälsen eher nicht. Zum Zähneputzen dann vielleicht mal einen großen Kugelknochen - nur aufpassen, dass er nicht zuviel vom "Sand" (innen) frisst, sonst könnte es zu Knochenkotverstopfung kommen. Gute Besserung für die Fellnase!

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Hühnerhälse hatte ich aufgrund der Größe immer gemieden, weil ich Sorge habe das die im ganzen geschluckt werden und bin auf in Portionen zerteilte Putenhälse ausgewichen die sind ja allerdings meines Wissens nach auch nicht ganz so toll verdaulich.

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Zunächst einmal alles Gute weiterhin für deine Fellnase.

Manchmal passieren halt solch blöden Dinge, ein Hund kann auch an Kauartikeln ersticken wenn es ganz dumm läuft. Von daher würde ich persönlich weiterhin frisch füttern und wie Gaby geschrieben hat auf andere Knochen/Eierschalen ausweichen. Wobei ich selber das Restrisiko in Kauf nehmen würde und weiterhin (ab und zu) wieder normale Knochen geben würde. Ich sehe das vielleicht zu "sorglos", aber ich kann meinen Hund nicht zu 100% vor allen Risiken schützen. Wie gesagt: Meine persönliche Einstellung.

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Alles Gute der Fellnase!

 

Ich hacke die Karkassen in kleinere Stücke, auch Hähnchenhälse schneide ich in 3-4 Teile (je nach Größe)!

 

Zum Knabbern gibt es Suppenknochen (passende Größe für Joeys Maul, so dass sich nichts verkeilen kann! Abgesehen davon gibt es die eh nur unter Aufsicht!

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Da hast du völlig Recht , das ist eigentlich genau meine Einstellung vor dieser Aktion gewesen. Ich habe stets gesagt ich nehme das Risiko in Kauf beobachte genau und fahr lieber einmal zu viel als zu wenig zum Arzt und lass im Zweifel röntgen, sonst wäre die Aktion laut Tierarzt wohl daneben gegangen.Mich verunsichert einfach die "Schimpfe" meiner nicht sonderlich Barf feindlichen Tierklinik. Wie gesagt Herr Naik hatte bei Trockenfütterung einen Darmverschluss. Es ist ja auch nicht so das ich mir der Problematik von Knochen nicht bewusst gewesen wäre. 

 

@ Joey Die Stücke der Karkassen waren schon zerkleinert und Fino hatte sie sorgfältig gekaut und es war auch noch reichlich Fleisch dran. Wenn ich Hühnerhälse noch zerkleinern würde , würden sie wirklich im Stück geschluckt werden. Die Herren Hund haben Husky Größe.

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Ach du liebe Zeit, ich hielt gerade Haehnchenkarkasse für eher ungefährlich! :(

Aber ich sehe Knochenfütterung sowieso eher kritisch, zumindest bei meinen Hunden, die immer alle fürchterliche Schlinger sind!

Calziumbedarf decke ich u.a. mit Rohfleisch, wo auch die zermahlenen Knochen enthalten sind, mit gewolften Hühnerhälsen, etc., zum Zähneputzen gibt es hier rohe Rinderohren mit Fell, rohe Rinder- und Kalbschulterblätter, u.s.w.

So ein Schreck, ich wünsche weiter gute Besserung!

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Das Schlimmste hat Finchen Gott sei Dank überstanden.

Er wird morgen in der Klinik angefüttert. Laut Personal hat mein Hund wohl ein wenig schlechte Laune aber gut, die hätte ich an seiner Stelle auch. Am meisten wird ihn wohl stören, dass er zwei Tage nix zu fressen bekommt. Futter ist und bleibt das Größte für ihn. Aber Hey wenn er seinen Unmut schon wieder mit Maulen zum Ausdruck bringen kann gehts ihm heute eindeutig wesentlich besser.

 

Fino ist absolut kein Schlinger bei Knochen. Eher ein Genießer , er legt sich mit seinen Knochen in Ruhe ins Körbchen und frisst das wirklich sehr gemächlich mit ewig langen Kauen , Spitze Knochen werden aussortiert und eigentlich nicht gefressen. Bei reinem Fleisch in großen Stücken ist das ganze schon kritischer da hat er schonmal versucht das im Ganzen zu schlucken, seitdem gibt es kleinere Stücke.

Genau deshalb hatte ich die Gefahr eigentlich bei ihm als recht gering eingeschätzt. 

 

Rohe Rinderohren hören sich schon interessant an müsste ich mal schauen, ob ich das hier aufgetrieben bekomme.

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Sonst könntest Du auch einen Knorpelmix füttern, da ist alles gewolft und Du musst Dir wegen Knochen keine Sorgen mehr machen. Meine Welpen bekommen das bis zum Zahnwechsel, weil mir vor Jahren eine fünfmonatige Hündin an einem Stück Fleisch erstickt ist, das sie geschlungen hat - seitdem fressen meine jungen Hunde nur noch gewolft, bis sie mit Knochen wirklich umgehen können. Hier gibt es zb eine gute Qualität, ich bestelle seit Jahren dort: http://www.das-tierhotel.de/frostfleisch/rindfleisch-mit-knorpel-gewolft-2x500g.html
 

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Zuerst: Knorpel sind kein Ersatz für Knochen. Sie enthalten viel Gutes, z.B. Kollagen, aber kaum Mineralstoffe.

Eierschalen sind auch kein vollwertiger Ersatz. Sie liefern zwar Kalzium, aber in Knochen sind noch andere Mineralien.

 

Ich sehe zwei Möglichkeiten: entweder Knochenmehl oder gewolfte Karkassen.

Dann können sich schon mal keine Stücke mehr irgendwo verkanten, selbst wenn der Hund (was hier der Fall zu sein scheint) nicht so gut verdaut.

 

Ich wünsche gute Genesung und zukünftig keine weiteren Probleme.

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