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Hundeforum Der Hund
Döner Man

Selbstbewusster Hund (2 Jahre jung) Grundgehorsam

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Zuerst einmal denke ich, muss man sehr loben, dass ihr bereit wart, dem Hund eine lange Eingewöhnungszeit zu geben. Die meisten machen eher den Fehler, zu schnell zu viel zu wollen.

Wenn ich nun bedenke, dass ihr ihn acht Monate habt, seit drei Wochen Sitz übt und langsam zu was anderem übergeht, formt sich in mir ein Bild von euch als Menschen, die langsam, vorsichtig und sensibel beobachtend mit dem neuen Wesen Hund bei sich umgehn.

Sehr gut und genau richtig, wenn ihr einen verängstigten, sensibelst reagierenden, vielleicht traumatisierten Hund habt.

Nach eurer Beschreibung scheint er aber eher der selbstsichere, selbstbestimmende Typ zu sein, was ja nicht ausschliesst, dass er sensibel ist. Nur dies scheint er dafür einzusetzen, auszuloten, wieviel Raum zum selbstbestimmten Agieren ihr ihm gebt. Und da gebt ihr ihm vielleicht wirklich zu viel Raum.

Ich denke, ihr dürftet nach dieser langen Zeit langsam durchaus deutlicher werden, was ihr von ihm wollt, auch besonders was ihr nicht wollt.

Die Methode, wie es für euch machbar ist, müsstet ihr euch suchen, da liegen die Geschmäcker auch hier im Forum sehr weit auseinander.

 

Wir haben es mit zuerst DVD' s und dann Kursen bei HTS A. Balser  und natürlich ewig vielen anderen Hilfen bei unseren Hunden unserer Meinung nach sehr weit gebracht, sehr viel weiter als mit den Hunden davor, wo wir nicht diesen Weg gegangen sind.

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Ich denke, ihr dürftet nach dieser langen Zeit langsam durchaus deutlicher werden, was ihr von ihm wollt, auch besonders was ihr nicht wollt.

Die Methode, wie es für euch machbar ist, müsstet ihr euch suchen, da liegen die Geschmäcker auch hier im Forum sehr weit auseinander.

 

Ich finde nicht, dass man dem Hund gegenüber "deutlicher" werden sollte in dem Sinn, wie es hier wahrscheinlich gemeint ist. Für mich klingt es, als hätte der Hund Probleme mit der Impulskontrolle, und zudem versteht er entweder nicht vollständig, was er machen soll, oder er ist nicht motiviert genug. An der Impulskontrolle kann man sehr gut arbeiten und dem Hund Ruhe beibringen, ohne streng/laut/was auch immer zu werden, und auch motivieren sollte man den Hund meiner Ansicht nach positiv. Erst recht, wenn es schon zuhause nicht klappt, denn das ist eine relativ "unspannende" Umgebung für den Hund und wenn es da schon nicht klappt, hat man irgendwo noch grobe Fehler in den Übungsmethoden drin. Was ja an sich nicht schlimm ist, jeder macht Fehler, aber wenn der Hund nicht macht, was er soll, würd ich immer sehr genau darauf schauen, wie ich ihm das Gewollte besser und möglichst ohne Druck vermitteln kann. Zu sagen "der Hund ist nicht motiviert genug" oder "weiß nicht, was gewollt ist" finde ich hilfreicher und fairer als zu sagen "der Hund testet seine Grenzen" oder "hat zu viel Raum zum selbstbestimmten Agieren". Denn sonst klingt es so, als müsste man mehr gegen als mit dem Hund arbeiten.

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Die Art, wie man mit einem Hund umgeht, kann einem der Hund selbst vorgeben.

 

Ausgehend von den Hunden, die ich bisher hatte bzw. habe, kann ich sagen, dass die Grosse schon nach einem harten Wort die Welt nicht mehr versteht.

Die Kleine reagiert bei deutlicher Ansage - mit Worten - wie gepruegelt, hat aber diese Strategie schauspielerisch sehr weit entwickelt und freut sich immer, wenn sie mal wieder damit durchgekommen ist. Verunsichert man sie wirklich, verkriecht sie sich und kommt nicht mehr raus.

So haben wir bei diesen beiden jetzigen Hunden lernen müssen, wie eine klare Ansage aussehen kann, ohne dass wir die sensible Grenze, die der spezielle Hund versteht/ verträgt, überschreiten.

Die erste Hündin, die wir hatten, Terrier durch und durch, selbstentscheidend, selbstbewust und trotz aller Sensibilität hart im Nehmen, wusste genau, wo die Grenzen sind (z.B. ist klar, dass fremde Taschen öffnen und Essen klauen nicht erlaubt ist). Sie dachte aber eindeutig, egal, was mir hier um die Ohren fliegt, es lohnt sich auf jeden Fall weiter zu machen.

 

Wobei ich mit meinen Beispielen hier nicht meine, dass man daraus schliessen sollte, gegen den Hund zu arbeiten, wie es MissWuff versteht - der ich ansonsten durchaus recht gebe -  sondern an den Hund angepasst zu reagieren.

Viele Hunde agieren auch sehr körperlich - rempeln, überrennen, blockieren;  wenn sie was wollen, körperlich bedrängen, Kräfte messen durch Zerrspiele....., andere kämen nie auf diese Ideen, halten eher Abstand, ob zu Hund oder Mensch. Auch hier kann man sich den Aktionen des Hundes anpassen.

 

Man muss ihn aber auch lesen können. Und da sollte ein guter Trainer helfen.

 

Ich habe - nicht nur bei meinen Hunden - bemerkt, dass bei manchen Hunden die rein positive Verstärkung ohne klares Setzen von Grenzen nicht genug ist. Sie nehmen das gerne an, machen aber weiterhin, was sie wollen. Sie scheinen das Ganze selbst für eine Dressur ihres Halters zu halten.

Nach dem Motto: den hab ich gut dressiert, wenn ich tue, was er mir vorgibt, kriege ich jedesmal ein Leckerlie. Manchmal habe ich aber keine Lust auf sein Spiel und mache trotzdem, was ich will.

 

Meine Erfahrung ist, dass in dem Moment, in dem dem Hund klar ist, der Mensch ist der Bestimmer, ein "Bestimmen, Befehlen, klare Ansage" nicht mehr wirklich notwendig ist, nur noch in Ausnahmefällen. Es ist ein Miteinander. Sie folgen einem mit Vertrauen, nicht, weil man es bestimmt, sondern weil es gut so ist. Für beide.

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Also für mich hat es schon etwas damit zu tun, gegen den Hund zu arbeiten, wenn ich mir Gedenken drüber mache, dass er ja meinen könnte, *mich* zu dressieren. Meine Meinung ist, dass wenn es ohne positive Strafen (also Schimpfen o.ä., negative Strafen wär z.B. kurz ignorieren/dem Hund etwas wegnehmen wie Aufmerksamkeit, statt etwas unangenehmes hinzuzufügen) nicht klappt, es mit beinahe absoluter Sicherheit an meiner persönlichen Technik liegt. Und da sollte dann natürlich auch ein guter Trainer her, was aber schwierig sein kann, je nachdem, wo man wohnt. Wenn es z.B. mit Spiel und Leckerlies nicht klappt, kann ich als Belohnung den Hund an einer besonders tollen Ecke schnüffeln lassen (wenn er angeleint ist), von der Leine machen, zum anderen Hund lassen, ...es gibt viele Möglichkeiten und manchmal muss man sehr kreativ werden.

 

Zumal ob ich einen Hund habe, der auf Schimpfen sehr empfindlich reagiert und einen, den es kaum bis nicht juckt, ich in beiden Fällen damit wohl nicht gut bedient sein werde. Und ich persönlich möchte meinen Hund nicht einschüchtern müssen in unserer Beziehung. Wenn der Hund hört, nur weil er mir vertraut und nicht, weil er eingeschüchtert wurde, dann brauche ich ihn meiner Ansicht nach auch von vornherein nicht einschüchtern. Hunde gehen auch mal "gröber" miteinander um, das stimmt, aber Hunde haben auch eine andere Beziehung zueinander als Hunde zu Menschen.

 

Aber klar gibt es da verschiedene Auffassungen.

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Hallo, ich habe seit September auch so einen Pflegefall aus einen Mallorca Tierheim und bin mit dem sofort zur Hundeschule spaziert. Er hat den Grundkurs verdammt schnell gelernt. Bei mir ist er ganz anders als auf dem Hundeplatz und ich meine wir haben das gleiche Problem. Freunde von mir sagen. der ist echt klasse und hat verdammt viel gelernt und ich meine der macht mit mir was er will und nicht ich. Sprich Ihr müsst eine echte Beziehung aufbauen und er muss Euch voll vertrauen. Der Erfolg von der Hundeschule benötigt echt viel, viel Geduld und es sind die endlosen Kleinigkeiten auf die Ihr echt verdammt achten müsst. 

Bei mir ist es nun 10 Monate auf und ab, aber langsam trägt die Hundeschule Früchte und das Vertrauen wächst. An den Kleinigkeiten wird gearbeitet aber das Fundament ist fertig. Denkt bitte dran unsere Vierbeiner haben verdammt viel Energie und müssen auch gefordert und Beschäftigt werden. Ich hoffe meine Erfahrung hilft Euch weiter und wünsche viel, viel Erfolg.

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Wir sind noch bei den Kommando Sitz.

Er macht es recht gut und gehen nun über zum Platz.

Er ist sehr ungedulldig und möchte das Tempo bestimmen, es kann ihn nicht schnell genug gehen.

 

Beschäftigen durch spielen. Zerrspiele, Püppi holen (in der Wohnung oder draußen mit Schleppleine).

 

Unser Ziel wäre eine Fährtensuche mit ihm zu trainieren, aber er brauch dazu die

Grunderziehung oder Rangordnung.

 

Ich bin ebenfalls aus W und habe einen Pointer, bzw. eine Pointerhündin. Allgemein klingt an Eurem nichts unnormal. Pointer sind sehr energiegeladen, das müssen sie auch sein, sonst würden sie bei über 200 Atemzügen/ Min auf einer Fährte aus den Schuhen kippen. Geduld ist in jungen Jahren meistens nicht ihre Stärke, die muss dann der Halter mitbringen.

Ihr müsst Euch von der Idee verabschieden, dass ihr mal eben den Grundgehorsam erlernt und dann zur Fährtenarbeit startet. Es ist oft - und so wie es auch bei Euch klingt - eher so, dass man seeehr lang für den Grundgehorsam braucht und dafür dann bei den Übungen mit der Nasenarbeit die anderen Hunde zeitlich wieder einholt. Es ist nicht so, dass der Pointer nicht lernfähig ist, er ist nur schwer zu motivieren, wenn er den Sinn nicht einsieht und das ist bei solchen Aufgaben halt oft der Fall. 

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