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Hundeforum Der Hund
Lyris

Lernen durch Nachahmung/ Imitation

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Hallo liebe Foris,

habe schon seit einiger Zeit bemerkt, dass Khan meinen Kater Remus oft beim Klicker-Training beobachtet.

Heute habe ich neugieriger Weise mal ein kleines Experiment gestartet: Remus hat gelernt auf ein bestimmtes Handzeichen hin "Männchen" zu machen. Khan kennt dieses Zeichen nicht/ hat es nicht gelernt. Da Khan uns beim Training oft zusieht, habe ich ihm heute einfach mal das selbe Handzeichen gegeben, gleich nachdem Remus es korrekt ausgeführt hatte und dafür belohnt wurde - Khan hatte uns wieder zugesehen. Und siehe da, das Hundchen hat es gleich (fast) richtig ausgeführt.

Bin jetzt natürlich neugierig geworden: mal sehen wie weit ich damit bei den Beiden gehen kann und wer von ihnen besser/ schneller durch Beobachten vom Anderen lernt.

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Das konnte ich heute Abend auch wieder mal feststellen. Ich nahm Caspar, den Hund meines Nachbarn, mit spazieren. Allerdings leinte ich Caspar an, weil er Fahrzeuge jagt und heute Abend einige Motocross-Räder unterwegs waren.

 

Caspar ist gar nicht erzogen und streunt den ganzen Tag durch die Gegend. Aber er lernt sehr gerne und schnell.

 

Dann kam ein Motorrad angebrettert, das schon von Weitem zu hören war. Emma weiß, dass sie zu mir kommen und sich an den Rand setzen muss, wenn Fahrzeuge nahen. Sie kam also angelaufen und setzte sich hin. Caspar schaute auf Emma, schaute mich an und setzte sich neben Emma. Er war etwas aufgeregt, weil er ja sonst Fahrzeuge jagen darf. Aber er blieb auch noch sitzen, als das Motorrad an uns vorbei fuhr und stand erst auf, als Emma aufstehen durfte. 

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Da gibt es einen Trainingsansatz dazu, bei dem der Hund den Menschen imitieren soll. Nennt sich "Do as I do" Findest Du sicher bei Youtube. Unsere Wuffels sind halt sehr intelligent. Die können auf dem Weg lernen.

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Ein Video vom Kater, der Männchen macht, wäre schön :)
 
Ja sowas gibt es schon öfters mal.
Ich werde nie die kleine Kangalwelpi vergessen, die durch unglückliche Umsztände bei mir gelandet war... sie und die Katze in der Küche, ich im Bad.

Höre ich klapp-klapp die Katzenklappe in den Garten: Katze raus.

 

Kurz drauf.... na rate mal ...klapp-klapp, Kangalwelpe fort ^_^

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Falls du auf facebook bist, das gibt's eine 'do as i do' Gruppe, auch mit vielen Filmchen.

Ich hab's auch mal ein bisschen angefangen... und natürlich wieder schleifen lassen...

Da fällt mir aber eine kleine Episode mit Wega ein. Sie war noch recht jung und ich habe ein paar Sachen an der Nähmaschine gemacht. Als ich mal kurz weg war ist sie zum Pedal hin und ist draufgestanden, und vor Schreck, weil oben Lärm war wieder weggesprungen :)

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Meine Welpen haben sich sehr viel von den Erwachsenen automatisch abgeschaut, z.B. an der Straße stehen bleiben, Sitz, bleib, nach hinten, hopp etc. Sind ja nicht doof :D. Meine Chiqui hat sich das Bittebitte-Machen von einem befreundeten Hund abgeschaut. Das kann auch sehr praktisch sein, z.B. alle meine Hunde sind nicht gern ins Wasser gegangen, auch bei Hitze nicht, dann sind wir einmal mit einerm Hund spazieren gewesen, der ist aus dem Wasser gar nicht mehr raus gegangen, der liebte Wasser, und beim nächsten Spaziergang sind zwei meiner Hunde dann auch zögerlich, aber dann doch auch ins Wasser und heute gehen alle ins Wasser, nur schwimmen finden sie noch doof, sie wollen immer noch den Boden unter den Füßen spüren.

 

Besonders gern schaun sie sich aber die Dinge ab, die wir eigentlich gar nicht wollen, z.B. haben meine Hunde vier Jahre lang keine Mäuse gejagt, hat sie 0 interessiert, dann waren wir mal mit einer Hündin spazieren, die leidenschaftlich Mäuse gejagt hat, und von dem Tag weg, waren sie wie irre auf Mäusejagd, hab ich aber mittlerweile wieder abstellen können.

 

Sehr schön ist auch, dass man sieht, wie schnell sie dann lernen, da reicht 1-2  x und schon ists gelernt (intrinsisch motiviert), dagegen wenn wir ihnen was beibringen wollen, soll es ja mind. angeblich 1000 Wiederholungen brauchen (was für mich Gehirnwäsche ist).

Ich hab meinen Hunden auch schon vorgemacht, was sie tun sollen, und so haben sie es ganz schnell gelernt, z.B. um Laternenmasten richtig herumlaufen lernen oder auch leise bellen, obwohl ich in irgend einem sehr alten Hundeerziehungsbuch mal gelesen hab, dass Hunde (angeblich) nicht durch Nachahmung lernen würden, ich hab das damals schon stark bezweifelt, leider weiß nicht nicht mehr, wo ich das gelesen hab. Aber da sieht man mal wieder, dass man nicht alles glauben darf und die eigene Beobachtung viel mehr wert ist.

 

Habt ihr auch schon beobachtet, dass Hunde versuchen unser Klangbild zu imitieren, wenn wir mit ihnen in Babysprache plappern? Eine meiner Hündinnen versucht immer Mami zu sagen, wenn ich es ihr langsam immer wieder vorsage, im Ernst, natürlich klingt das völlig anders, aber sie strengt sich richtig an und es kommt doch immer nur ein 2silbiger Quätschton raus (ich lob sie trotzdem :D). Ich hab das nur mal ausprobiert, weil es auf Youtube ja solche Videos gibt. Ich wills ja immer genau wissen :D. Man darf auch mal albern sein. Ich bring meinen Hunden natürlich nicht das sprechen an sich bei, aber es ist doch interessant, wie sie sich bemüht.

 

Neulich hab ich mich gefragt, ob Hunde auch musikalisch sein können, habt ihr dazu Beobachtungen? Meine sind es jedenfalls nicht.

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Ja, das Prinzip kenne ich.

Würde ich aber eher zu Lernen durch soziale Anregung bzw. durch Stimmungsübertragung einordnen, oder aber sogar zu Lernen durch Erfolg und Misserfolg. ... da der Hund hierbei lernt dass sein Verhalten Erfolg hat, wenn er das des/ seines Menschen ( eines anderen Hundes/ Sozialpartners) imitiert.

Viel spannender finde ich es wenn ein Hund/Pferd/Katze/Vogel (etc.) ein Individuum einer anderen Art beobachtet und auf Grund deren Handlungen/Verhalten Rückschlüsse auf sein eigenes Verhalten schließt und dieses spontan und teilweise sogar dauerhaft ändert.

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Lyris, meintes du meinen Beitrag? Ich bin doch auch eine andere Art für meine Hunde??? Ich find gerade das Lernen durch soziale Anregung/Vorbild hochinteressant. Sag mal ein Beispiel für deinen zweiten Satz, denn ich seh da noch keinen Unterschied zum Lernen durch Erfolg und Misserfolg, letztlich lernen sie doch immer dann sehr schnell, weil es ihnen einen Vorteil bringt.

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Ich hab's schon mal irgendwo geschrieben. Maier hatte eine Lieblingsarie. Da kam er sogar aus dem Tiefschlaf angeschossen, wenn er die ersten Takte hörte.

Renata Tebaldi sang "Flammen, perdonami" (Lodoletta von Mascagni) und Maier jubelte aus vollem Halse mit.

Es gibt in der Arie wunderschöne lange Legato- Bögen und ich schwöre, da traf er tatsächlich aufeinanderfolgende Töne.

Ich hörte von der Arie nix mehr und andere Mithörer bekamen Lachkrämpfe. Die angemessene "Verzückung" jedenfalls war futsch.

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Auch, sowie das do-as-i-do Prinzip. Beides basiert hauptsächlich auf der emotionalen Bindung zwischen den Sozialpartnern (Hund-Hund oder Hund-Mensch), bzw. bei nicht so enger Bindung auf lernen durch Versuch und Irrtum.

Lernen durch Beobachtung setzt voraus, dass der Beobachter die Handlung des Beobachteten durchschaut und erfasst und diese als positiv und nachahmenswert befindet, ohne sie bisher selbst ausprobiert zu haben (auch deshalb keine eigene Emotion dazu abgespeichert hat) und diese Handlung/Verhalten danach selbst und ohne vorheriges Ausprobieren durchführen kann.

Was die Musik angeht, kann ich bei Hunden eher wenig dazu sagen..... habe aber die Erfahrung gemacht dass viele Pferde extrem musikalisch sind!

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