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Hundeforum Der Hund
Andrea und ER

Wer kommt heute zur Demo am Schlachtensee?

Empfohlene Beiträge

Die Frage kommt zu spät, ist mir klar. Dennoch: Ist außer mir ein Forenmitglied dabei?

Beginn 14:00 Uhr auf dem Waldparkplatz Fischerhüttenstraße.

Würde mich freuen, Dich/Euch zu treffen!

Ich bin an Oggi zu erkennen ;)

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Oh... zu spät! Da wäre ich gern mitgekommen!

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Echt mal, man glaubt's nicht, jetzt bauen die einen Wildzaun auf dem Hang über den Seen auf, damit wirklich kein Hund mehr außerhalb der halsbrecherischen Steintreppe zum See laufen kann. Ich möchte nicht wissen, was das kostet.

Ich war ja auch bei der "Podiumsdiskussion", zu der Frau Markel- Vieto, die Verantwortliche für diesen Schwachsinn, "eingeladen" hatte. Sie eröffnete ihren Vortrag mit der Versicherung, zu keinem Kompromiss bereit zu sein. Hoch sinnvoll dann, so eine Diskussion.

Eingeleitet hatte ein Herr diesen Abend mit seiner Sicht auf die "katastrophale Entwicklung" der Hundesituation an den beiden Seen. Er begann mit diesem Satz: Die Wasserqualität im Schlachtensee und der Krummen Lanke ist hervorragend. Damit dies so bleibt, müssen wir die Hunde künftig von den Seen fernhalten.

Diese Logik finde ich jetzt nicht direkt zwingend.

 

In diesem Stil ging es weiter. Hunde sind für das Fernbleiben der Kuckucke und für das Fehlen von Bodenbrütern (es sind seit Jahren die meisten Schilfbestände gut eingezäunt, Wiesen und Felder gibt es dort nicht) verantwortlich, für die vielen Beschwerden (die, laut einem engagierten alten Herrn, der sie sich im zuständigen Amt zeigen ließ, nicht einmal einen dünnen Ordner füllen könnten), für Unfälle (einer nachgewiesen) und dafür, dass regelmäßig Menschen angefallen werden (dafür gibt es keinen einzigen Beweis). Angeblich sind 30% aller Hunde mit Spul- und Bandwürmern verseucht (!) und ursächlich für die Fäkelkeime in den Seen. Die Quellen, auf die sich diese Behauptung stützt, spricht jedoch von nur 1,7%. Fachleute bestreiten, dass Hunde in Seen kacken. Sie gehen davon aus, dass es wohl eher die Menschen sind, die dort auch regelmäßig Müllberge hinterlassen. Mülltonnen und Klos gibt es nicht.

Eine Seite der Seen ist ohnehin mit Leinenzwang belegt, dort gibt es einige Badestellen für Menschen (an denen die Wasserqualität laut ADAC als bedenklich eingestuft wird), die andere Seite ist/war Hundeauslaufgebiet (an der die Wasserqualität laut ADAC sehr gut ist) und als Badestellen ohnehin ungeeignet, da direkt vom Rundweg begrenzt. Da gibt's nichts Strandartiges zum Verweilen, außer einer winzigen Stelle an der Krummen Lanke.

 

Auf Gegenargumente wurde nicht eingegangen und die Besetzung des Podiums war dazu auch kaum geeignet: 5 Hundegegner und 2 Hundebefürworter. Und eine Moderatorin, die allen diskussionswilligen Hundefreunden rabiat das Wort abschnitt.

 

Ich ärgere mich oft über rücksichtslose und dämliche Hundebesitzer, besonders, da sie damit allen schaden. Aber was da an Ignoranz, Geltungssucht, Verlogenheit, Demokratieverarsche und Klientelpolitik gezeigt wurde, das war schon ein Schauspiel der Extraklasse.

 

Das Tragische daran ist, dass Hundehasser, die sich bisher noch beherrschen konnten/mussten, durch solche diskriminierenden Verwaltungsakte und Feindbildkonstruktionen eine Art Befreiung empfinden. Die Zahlen der Vergiftungen und Verletzungen durch Rasierklingenköder u.ä. steigen lt. Tierärzten deutlich an.

 

Die Zahl der Hunde, die dort ausgeführt werden, hat zugenommen, das sehe ich auch. Eine gute Lösung und Entzerrung des Problems wäre, auch in anderen Teilen Berlins (der gesamte Ostteil ist da verbesserungswürdig) und Brandenburgs endlich Hundeauslaufgebiete (auch an den zahlreichen Seen und Gewässern in der Umgebung, denn warum sollten Hundehalter nicht in Begleitung ihrer Tiere im Sommer Abkühlung suchen dürfen?) einzurichten und nicht ohne Sinn und Vernunft Hass zwischen Bevölkerungsgruppen zu schüren. Leidtragende sind am Ende die Hunde. Das ist einfach Mist.

 

Mal schauen, wie's weitergeht.

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Danke für diesen ausführlichen Bericht, Andrea. Es ist wirklich eine Farce.

 

Letztendlich sind wir alle Opfer von rücksichtslosen Hundebesitzern. Wobei es sicherlich auch Ablehnung gäbe, wenn sich alle vorbildlich verhalten würden. Aber diese unerbittliche Kompromisslosigkeit den Schwachen gegenüber (hier rein zahlenmäßig die Hundehalter) macht mir wirklich Angst.

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Jetzt sag mal nur, Andrea, dass du nicht wusstest, oder noch schlimmer, nicht GLAUBST, dass es die Hunde sind, die unsere Erde zu Grunde richten?

Die waren ja vor Jahren schon maßgeblich am Baumsterben beteiligt, vom verdreckten Mittelmeer wollen wir mal gar nicht reden...!

Ich krieg' schon so die Wut, wenn ich nur deinen Bericht lese, es wäre lächerlich im Grunde, aber in seinen Auswirkungen ist es alles andere als das! :(

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Ich habe eben Dirk deinen Kommentar vorgelesen, der fand ihn auch richtig gut! Wir meinen, der gehört in eine Zeitung oder sonstwo veröffentlicht.

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Das hier ist doch wohl hoffentlich ein schlechter Scherz :blink: :

 

(fragt mich nicht, warum die Datei "69" heißt, aber vielleicht gehört das zum Scherz?)

69.pdf

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Hab ich's gesagt?

Ich hab's gesagt!

 

Wo ist mein heute erst entdeckter Lieblingssmiley.....

DA: :motz:

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Die Logik ist faszinierend, oder? In der Begründung werden die Probleme angeführt, die die Beschränkung des Auslaufgebiets mit sich bringen. Lösung: Wir müssen das Auslaufgebiet weiter beschränken.

 

Ja, das ergibt Sinn! :blink:

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Zumal in der Begründung für das Hundeverbot an Schlachtensee und Krummer Lanke betont wurde, der Grunewaldsee sei längst aufgegeben und an die Hunde verloren gegangen und seit Jahren aufgrund der Hundeverseuchung schon kein Badesee mehr. Er ist kein Badesee, was aber auch daran liegt, dass er schnell veralgt, wie alle sehr flachen Seen, wenn es warm wird.

Und nun heißt es, derselbe Grunewaldsee müsse als Badesee erhalten werden?

Weil die Brandenburger keine Hundeauslaufflächen ausweisen, sind verantwortungsbewusste Hundehalter gezwungen, ihren Hund in Berlin frei laufen zu lassen. Nun soll das Versäumnis Brandenburgs dazu beitragen, dass unser Hundeauslaufgebiet weiter eingeschränkt wird?

 

Ob mal ein Politiker auf die Idee kommt, dass Entzerrung hilfreicher ist als Verdichtung?

 

Mir fehlt hier das putzige grüne Kotzsmiley, das ich mal irgendwo sah...

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