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Hundeforum Der Hund
Hasel

Schaden für Hundebiss?

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Hallo,

ich habe eine theoretische Frage zu dieser kleinen Geschichte:

 

Ich bin mit meinem Hund zum Bahnhof gelaufen und auf einer Wiese waren zwei "Punks" (oder wie man sie auch immer nennt), die einen Hund bei sich hatten, der angeleint war aber trotzdem frei rum lief.

Khaleesi war es suspekt und ich bin deshalb großzügig einen großen Bogen gelaufen. Hinter uns lief ebenfalls ein Hundebesitzer mit seinem Hund an denen vorbei (er hatte ihn an der Leinen).

Ich hörte nur hinter mir ein bellen und jemand der rief laut "HUND". Der freilaufende Hund ist zu anderen angeleinten hingelaufen aber der Hund von dem Mann möchte anscheinend keine anderen Hunde und fing an heftig an der Leinen zu zerren und zu bellen. (Vorher lief der Hund ruhig und lieb bei Fuß bei seinem Herrchen und hatten auch Abstand zu dem Hund). Das Herrchen versuchte seinen Hund von dem anderen fernzuhalten und mit Beinarbeit den freilaufenden Hund auf Abstand zu halten, doch dieser versuchte immer wieder zu seinem Hund zu gelangen bis die Frau den freilaufenden Hund zu sich nahm und festhielt.

Danach wurde heftig diskutiert aber ich bin weiter gegangen.

 

Nun ist meine Frage: Wenn der angeleint Hund wirklich den freilaufende Hund ernsthaft gebissen oder verletzt hätte, müsste der Mann für den "Schaden" aufkommen wie Tierarztkosten etc.?

 

Ich weiß, das ist sehr theoretisch aber muss ein HH Kosten übernehmen obwohl es nicht seine Schuld ist?

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Der gesicherte Hund also der an der Leine ist  da ist der Hundehalter erstmal im Vorteil, weil der Hund durch die Leine ebend gesichert ist.

 

Bei dem Ungesicherten Hund hat der Hundehalter erstmal das nachsehen, ebend weil ungesichert, unbeaufsichtigt, usw.

 

Ich bin der Meinung dort wo viele Menschen sind hat Hund an der Leine zu sein, nicht jeder Mensch ist auch Tierfreund.

 

Außerdem gibt es auch die Menschen die richtige Angst vor Freilaufenden Hunden haben.

 

Also viele Menschen dann gehört der Hund an die Leine.

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Wenn mein Hund Schaden anrichtet, muss ich dafür aufkommen. Das Schuldprinzip gilt nicht, die Tierhalterhaftung ist eine Gefährdungshaftung.

Ich muss dafür sorgen, dass von meinem Hund keine Gefshr ausgeht, auch nicht für Menschen oder Hunde, die sich bescheuert benehmen. Also muss ich auch zahlen, wenn jemand meinem ruhig liegenden Hund auf die Rute tritt und dieser beisst vor Schreck. Oder jemand stolpert über den schlafenden Hund.

Bei Hund - Hund wird allerdings dem nicht angeleinten Hund (also dessen Besitzer) zumeist eine Teilschuld an dem Vorfall gegeben und er bekommt nur einen Teil der entstandenen Kosten erstattet, wenn es denn vor Gericht geht.

Im Prinzip bedeutet das: wenn ich damit rechnen muss, dass mein Hund andere übereifrig herannahende Hunde verletzt, muss er einen Maulkorb tragen. Ansonsten riskiere ich, die TA Kosten des anderen zahlen zu müssen.

Klingt erstmal doof, andersrum ... wenn mein Welpe / Junghund eben doch mal zu jemandem hinsaust, weil das mit dem Rückruf nicht so klappt wie gedacht oder icb gepennt habe, dann wollte ich auch nicht, dass er tot gebissen oder schwer verletzt wird ...

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Nachtrag: ich persönlich finde es allerdings auch normal, den Schaden des anderen zu erstatten, denn letztlich hat mein Hund zugebissen, nicht der andere. Kann passieren, ist dann meine Verantwortung und dafür stehe ich gerade. Auch wenn es mich je nach Situation vielleicht ärgern würde.

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Rechtlich sieht das sicher so aus - ob ich es aber "normal" finden würde, den Schaden zu erstatten, kann ich in diesem Fall nicht unbedingt unterschreiben. Rein von meinem Gerechtigkeitsempfinden kann es nämlich nicht sein, dass sich mein (angeleinter) Hund von jedem überrennen lassen muss, nur weil andere nicht die Höflichkeit und Rücksichtnahme besitzen dafür zu sorgen, dass wir unbehelligt unseres Weges gehen können. Sind beide frei - ok. Steht man einfach unverhofft voreinander, shit happens - ok. Ist mein Hund an langer Leine und ich hab mich verträumt - ok. Aber es sollte eigentlich reichen müssen, seinen Hund verantwortungsvoll zu führen, und ich empfinde es nicht als gerecht, einen Hund zusätzlich auch noch mit Maulkorb sichern zu müssen, damit andere sich getrost weiter nicht um ihren Hund in der Öffentlichkeit kümmern müssen und den ungebremst und unbeaufsichtigt einfach in meinen reinbrettern lassen können. Wie gesagt, rein rechtlich das eine - aber Recht und Gerechtigkeit sind halt nicht immer das gleiche.

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Nun, wenn ich mich aber im öffentlichen Raum bewege, muss ich nun mal auch mit der Unzulänglichkeit anderer "Verkehrsteilnehmer" rechnen.

Packt ein schlecht erzogenes Kind meinem Hund ins Fell (vielleicht in der U-Bahn oder so), darf er doch auch nicht zubeißen... wenn ich damit rechnen muss und weiß, dass ich es nicht 100% verhindern kann, dann sichere ich ihn doch auch für diese Sitution mit MK ...

Also JAAA, ich würde mich im ersten Moment auch drüber ärgern oder gar aufregen ... aber mal ehrlich, wenn mein Hund von einem interessierten "Tutnix" derart überfordert ist, dass er ernsthaften Schaden anrichtet, dann ist ja auch irgendwas bei uns nicht in Ordnung (also bei der geschilderten Situation war nicht die Rede von reinbrettern, ich habe es eher so verstanden, dass der nicht angeleinte Hund aufdringlich-interessiert-freundlich war).

Nein, ich denke schon, wenn jemand sich in der Öffentlichkeit bewegt, sollte er keinen Schaden anrichten. Auch nicht, wenn er "moralisch" im Recht sein mag ... sonst würde ich manch einem Radfahrer, der mich zu Hechtsprüngen in den Graben nötigt, gerne einen Knüppel zwischen die Speichen werfen ... Darf ich aber auch nicht. Irgendwie gut so :D

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Wenn mein Hund Schaden anrichtet, muss ich dafür aufkommen. Das Schuldprinzip gilt nicht, die Tierhalterhaftung ist eine Gefährdungshaftung.

 

Soweit stimmt das.

 

Aber wenn das Gegenüber schuldhaft oder fahrlässig handelt, kann diese Gefährdungshaftung teilweise oder sogar vollständig "aufgewogen" werden.

 

Beim Auto ist es ähnlich: Grundsätzlich hafte ich für alle Schäden, mein Auto "verursacht". Aber wenn ein anderer Autofahrer eine rote Ampel ignoriert, dann wiegt das deutlich schwerer als meine Gefährdungshaftung.

 

Genau so ist es auch beim Hund. Wie sich das im Einzelfall aufteilt, entscheiden Rechtsanwälte (meist die Rechtsanwälte von Versicherungen, schon deshalb ist es äußerst sinnvoll eine Hundehaftpflicht zu haben).

 

(Das Kinderbeispiel ist noch mal anders, Kinder gelten zum einen als besonders schutzwürdig und zum anderen als nicht grundsätzlich fähig, die Folgen ihrer Handlungen zu kennen. Da greift die Gefährdungshaftung immer im vollen Umfang, beim Hund wie beim Auto.)

 

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Ich sagte ja, dass es meist in den geschilderten Fällen eine Teilschuld für den nicht anleinenden Halter gibt. Völlig aufgehoben im vorliegenden Fall wohl kaum, der Hund hat ja nicht angegriffen und ist auch nicht reingebrettert, sondern wollte schnüffeln. Hätte er angegriffen und man hätte Zeugen könnte man das vielleicht hoffen.

Und dass man eine Versicherung hat, welche das für einen klärt, das setzte ich sowieso voraus, ich denke immer, jeder hätte eine, aber dem ist wohl immer noch nich so :(

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Kurz und knapp.....der Halter dessen Hund gebissen hat, zahlt. Ob das nun gerecht ist....was ist schon gerecht....

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