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Hundeforum Der Hund
Rokou

Verliebt in einen Tierheimhund

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Uff hallihallo allerseits! Ich dachte ich schildere meine Situation mal in einem Hundeforum und hol mir einige Meinungen ein...

Erstmal zu mir, ich bin 16 Jahre alt und Schülerin.

 

Nun, vor einem Jahr hab ich in den Sommerferien angefangen, Hunde aus dem örtlichen Gnadenhof auszuführen, da ich selber keinen Hund habe. Dabei wurde mir ein noch recht neuer, noch etwas unsicherer Mischlingsrüde namens Joshi in die Hand gedrückt. und tja, was soll man sagen? Es war Liebe auf den ersten Blick.

 

Ich habe den Spaziergang absolut genossen und gehe seitdem regelmäßig mit ihm spazieren-bis heute, denn Joshi sitzt nun seit einem Jahr im Tierheim. Er wurde mit anderen Hunden aus jahrelanger Gefangenheit in einer dunklen Wohnung beschlagnahmt, die weitaus unsicherer waren, aber schon bald vermittelt werden konnten. Meinen Traum vom eigenen Hund habe ich eigentlich damals beiseitegeschoben, aber als ich anfing, mit ihm spazieren zu gehen, zu spielen, die Umwelt zu erkunden, blühte dieser Wunsch wieder auf.

 

Ich kann einfach absolut nicht verstehen, warum dieser Hund noch nicht vermittelt werden konnte- sein Wesen ist inzwischen viel ausgeglichener und er ist nicht mehr so ängstlich. Nun habe ich angefangen, meine Mutter auf meinen Wunsch (den ich habe, seit ich denken kann) anzusprechen. Und treffe auf totale Ablehnung, ohne überhaupt ein vernünftiges Gespräch führen zu können! "Hunde haben in der Wohnung nichts zu suchen, wenn wir ein Haus hätten wäre das was anderes" Na toll. Danke.

Es ist nicht so, dass ich nicht den Aufwand kenne, den ein Hund macht. Ich bin mit den Hunden meines Onkels aufgewachsen, bei dem ich bin, wenn sich der Landbus anbietet. Ich liebe Emmi, die Bernie Hündin meines Onkels, wirklich sehr, verbringe jede freie Minute mit ihr, bin bei Wind und Wetter mit ihr draußen, kümmer mich um sie, wenn Onkel und Tante weg sind, erziehe sie.

Ich habe mich zur Hundehaltung belesen, hab Erfahrungen und einen guten Umgang mit Tieren. Aber einen eigenen Hund traut mir _Niemand_ zu. Ich bin kein Mensch, der sich nen Monat in einen Hund verliebt und dann keine Lust mehr hat. Tiere sind alles für mich, aber wenn ich meiner Mutter klar machen will, wieviel es mir bedeuten würde, einen Hund aus dem Tierheim zu adoptieren, gibt es nur Streit, ohne eine vernünftige Auseinandersetzung. Das macht mich einfach traurig.

Ich verstehe nicht, was daran anders sein soll, einen Hund in der Wohnung zu halten. Auf dem Hof alleine lassen kann man Joshi laut der TH-Mitarbeiter eh nicht, weil er eher ein Hund für die Wohnung ist, der alleine draußen unsicher ist.

Was meint ihr, sollte ich weiter auf meinen Wunsch beharren? Oder ist die Wohnungshaltung kein Leben für den Hund? Dass ich morgens, nach der Schule und Abends Gassi gehen und auch Kopfarbeit machen muss, weiß ich. War sowieso an Suchspielen und Agility interessiert. Joshi ist übrigens ein Spitz-Bordercollie Mix, hat aber keinen Hütetrieb. (Auf dem Gnadenhof lebt auch eine Schafsherde, die interessiert ihn aber in keiner Weise).
Ich bin gerade ziemlich verzweifelt, weil ich zu diesem Hund schon eine enge Bindung habe. Meine Mutter findet ihn ja süß (hab sie schon ins TH geschleppt), aber ein Hund in der Wohnung ist ihrer Meinung nach verantwortungslos...

Ich entschuldige mich schonmal für den langen Text, irgendwie musste ich mich mal irgendwo ausheulen..

Liebe Grüße, Rouk

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Hallöchen!

 

Ich verstehe die Unsicherheit deiner Mutter, allerdings stimme ich ihrem Argument gar nicht zu.

Als ich damals Takoda bekommen habe, war ich noch in der Ausbildung, mitten in der Stadt und in einer 35qm Wohnung. Takoda hat eine Schulterhöhe von 64cm, ist also wirklich nicht klein. Es war ihm absolut egal, dass er in einer Wohnung gelebt hat. Ausgelastet wird ein Hund eh draußen, nicht drinnen, da ist es egal, ob Haus oder Wohnung. Ein Garten ist natürlich was nettes, ist aber durch Spaziergänge leicht zu ersetzen. Selbst wenn ihr in einem Haus leben würdet, wäre es nicht damit getan, den Hund in den Garten zu jagen und ihm sich selbst zu überlassen. Spaziergänge fallen trotzdem an. Von daher ist es meiner Meinung nach nicht nötig, nur teilweise ein bisschen bequemer für die Menschen (aber eben auch nur teilweise).

 

Natürlich muss deine Mutter dahinter stehen, denn ein Hund macht Arbeit, die wird an ihr nicht vorüber gehen... Auch die Kosten wird wohl sie zur Not tragen, sollten mal größere Ausgaben anstehen. Ich denke, das schreckt wohl eher ab. vielleicht kannst du ihr die Ängste ja auch nehmen, etwas ansparen?

 

Hast du dir auch Gedanken darüber gemacht, was mit dem Hund passiert, wenn du fertig mit der Schule bist? Es ist schwerer eine Wohnung mit Hund zu finden und wenn du später ausziehst, wirst du für alles günstige dankbar sein. Ein Hund kostet im Monat je nach Größe und Wert, den man auf Futter legt, 50-100 Euro, dann kommt vielleicht noch ein Tierarztbesuch dazu. Ich weiß nicht, was du später vorhast, aber mit einem Ausbildungsgehalt wirds knapp (nicht unmöglich). Die Gedanken solltest du dir auf jeden Fall auch machen.

 

Viel Glück!

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Hallo,

Ja, ansparen mach ich :) Ich arbeite als freie Mitarbeiterin bei der Zeitung, das Geld landet auf dem Sparbuch, falls mal irgendwann große Kosten auf mich zukommen sollten.

Nach der Schule will ich mein potentielles Haustier auf alle Fälle bei mir behalten. Ich bin dankbar, dass unsere Stadt günstige Mieten hat und die Vermieter zu 90% mit Hunden einverstanden sind (hab mich mal umgesehen).

Ich kann es natürlich schon ein bisschen nachvollziehen, wenn meine Mam sich erst quer stellt. Das ist ja meistens so. :P

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Hallo,
Also...Viele kommen mit solchen Gründen, das ein Hund in einer Wohnung nicht gut ist, der braucht ja Platz. Aber was macht ein Hund wenn er richtig ausgelastet wird?

Richtig: er legt sich in sein Körbchen oder sonst wo hin und schläft... Es kommt also wirklich in erster Linie darauf an, dass der Hund seinen Auslauf bekommt und die Beschäftigung die er braucht.
Ich könnte es verstehen wenn deine Mutter einen finanziellen Aspekt zur Sprache bringt, der gegen den Hund sprechen würde, denn in erster Linie müsste sie sicherlich erstmal für die Kosten aufkommen (Futter, eventuelle Tierarztkosten, Zubehör, Bettchen, Spielzeug, Versicherung, Steuern,...)

 

Meine Mutter war damals auch immer gegen Hunde im Haushalt, aber einfach weil sie es allgemein nicht mochte und weil sie bedenken hatte, das es dann bei ihr hängen bleiben würde sich zu kümmern.
Es war von klein auf mein aller größter Wunsch einen Hund zu haben und habe mich schon immer (bis heute!) über jeden Hund gefreut den ich auf der Straße gesehen haben und von einen eigenen Hund geträumt.
Ich bin nun 26 Jahre alt und vor 3 Monaten hat bei mir das träumen ENDLICH! endgültig aufgehört ;)

Ich verstehe deine Liebe zu den Tieren und Hunden und kann mich sehr sehr gut in deine Lage versetzen, aber manchmal braucht es eben doch seine Zeit bis man sich tatsächlich ein Tier ins Haus holen kann.
Ich drücke dir aber die Daumen dass du deine Mutter vielleicht doch noch umstimmen kannst. Wenn sie an sich doch Tiere sehr gut leiden kann, ist die Chance bei dir vielleicht etwas größer als bei mir damals ^.^

Wenn deine Mutter nicht mit sich reden lässt, empfehle ich in solchen Situationen immer einen Brief zu schreiben.
Schreibe ihr die Argumente auf, das ein Hund sich auch in der kleinsten Hütte wohlfühlen würde, solange er die nötige Aufmerksamkeit bekommt und wie du dir das Zusammenleben allgemein vorstellst und es zeitlich eben auch bewältigen willst.
Du gehst ja sicherlich auch noch zur Schule, also müsstest du wohl früher als sonst aufstehen um mit dem Hund rauszugehen...Alles solche Dinge solltest du mit einbzeziehen und bedenken und gegenfalls eben auch notieren in dem Brief, sofern du ihn schreiben möchtest :)

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Nach der Schule will ich mein potentielles Haustier auf alle Fälle bei mir behalten. Ich bin dankbar, dass unsere Stadt günstige Mieten hat und die Vermieter zu 90% mit Hunden einverstanden sind (hab mich mal umgesehen).

 

Ich weiß ja nicht, was Du nach der Schule arbeiten möchtest, aber alleine die Tatsache, dass Vermieter zu 90 % mit Hunden einverstanden sind, reicht leider nicht aus.

Du brauchst auch einen Arbeitsplatz mit entsprechenden Arbeitszeiten oder so hoher Bezahlung, dass Du den Hund - sofern er damit klar kommt - in eine Betreuung geben kannst.

Vielleicht sind das auch die Gedanken Deiner Mutter, sprech doch einfach mal in Ruhe mit ihr und überlege Dir zuvor schon Antworten auf mögliche Fragen :)

Edit: Habe eben Deine Vorstellung gelesen: Was willst Du mit dem Hund machen, wenn Du für ein Jahr nach Rumänien gehst? Glaubst Du, dass Du dort ausreichend Zeit hast, Dich um Deinen eigenen Vierbeiner zu kümmern? Und danach? Ich will die Antworten nicht wissen ;), aber das wären so Fragen, auf die ich mir an Deiner Stelle Antworten überlegen würde.

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Ja, das ist klar, dass das nicht reicht. c: Ist nur eine wesentliche Erleichterung, da ich zB von einer Freundin weiß, wie schwer es sein kann, eine bezahlbare Wohnung zu finden, in der man dann noch einen Hund unterbringen kann :) (sie wohnt in Hamburg)

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Oh Gott in den kleinen Kerl hätte ich mich auch verliebt! Der ist ja zuckersüß! :wub:

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Wolltest du nicht noch nach Rumänien?

Was machst du in dem Jahr mit dem Hund?

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@Nebelfrei: Das ist nur eine Überlegung. Sollte ich vor dem Föj einen Hund haben, werde ich darauf verzichten. Andernfalls nach dem Föj.

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