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Hundeforum Der Hund
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Gehirnwäsche?

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Ich hab jetzt lange hin und her überlegt, ob ich das hier bringen soll - aber mir fällt immer wieder auf, wie ein Gegensatz aufgebaut wird zwischen Ausbildung/Konditionierung/Clickertraining etc. einerseits und Kommunikation/Entspannung/freiem Bewegen andererseits. Und ich finde, das greift so einfach zu kurz. Deshalb zeige ich euch jetzt doch einen alten Clip von Glenny auf einer Prüfung O1. Er war damals schon in etwas reiferem Alter, das Obi hatten wir aber relativ neu angefangen. Der Clip ist von der Qualität her zwar leider grottenschlecht, aber meinen Punkt bringt er glaub ich trotzdem ganz gut rüber. Schaut einfach mal weniger auf die Übungen selbst, sondern auf das Wechselspiel zwischen Übungen (Konzentration und Fokus) und den Phasen zwischen den Übungen, wo er zwar immer noch "dabei" ist (klar, er wusste ja es geht gleich weiter), aber sofort locker, auch mal rumschaut, nur um dann sofort wieder "da" zu sein wenn es weiter geht:

 

 

Und auch während der Übungen kommt glaub ich gut rüber, dass er bei allem Elan und Fokus durchaus niemals irgendwie "klemmt". So gesehen finde ich es immer wieder total schade, wenn aus etwas ein Gegensatz gemacht wird, was gar keiner ist!

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Programmierung? ja, kommt schon eher hin. Ich brauch einen Lektor :D!

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Zum Lalalala-Training. Wenn ich einem Welpen Komm beibringe, lob ich in der Tat, sobald er sich auf dem Weg zu mir befindet, den gesamten Weg und nicht erst, wenn er da ist, aber eben nur bis das dann irgendwann mal verstanden worden ist. 

 

Ansonsten find ich das Lalalal oder wie auch auch immer einfach nur peinlich.

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Nimmt nun der Kamerad freundlich den Angstmenschen an die Hand oder legt ihm beruhigend und Mut machend den Arm auf die Schulter, dann kommts im Normalfall unter anderem zur Ausschüttung von Oxytozin. Das kann erleichtern, dass keine Panik entsteht. Beruhigendes Zureden, Mut machen - all dieses sozial empathische Zeugs, hilft dem ÜBERängstlichen Menschen, sich nicht weiter in die Angst bis hin zur Panik zu steigern, sondern er kann offen und denkend bleiben und bewusst jeden einzelnen Schritt vorsichtig wagen. Unter Anleitung des sicheren Kameraden. Und nix anders wird beim GUTEN positiven Training, auch mit Clicker, gemacht. Es wird mittels ERHALTEN des Zustandes unterhalb der Reaktionsschwelle durch das Nutzen der Auschüttung von "beruhigenden Hormonen" , verhindert, dass ÜBERSCHIEßENDE Reaktionen ausgelöst werden.

 

 

Und warum nimmt man gerade für solch eine Situation beim Menschen keinen Klicker? Ginge doch auch.

 

:D

 

ich reite ernsthaft auf dem Mensch/Hund-Vergleich herum, weil ich finde dass man so schön sehen kann (oder könnte), warum mir das verwenden eines unpersönlichen Klicks in manchen Situationen (wie eben Leinenpöbeln und das "reinklicken" in die Situation) einfach Unbehagen bereitet.

 

Wenn ich jetzt das Beispiel mit dem Bergsteiger mit einem Klicker statt dem erfahrenen Bergführer beschreiben würdet - wäre das doch auch eher eine Geschichte, die euch Stirnrunzeln verursacht, oder?

 

Ich schrieb übrigens ganz definitiv, dass ich eine Überzeugungsarbeit mit persönlicher Ansprache sehr wohl richtig und wichtig finde.

 

Und nein,natürlich klickere ich keine Kinder und ich würde sie auch nicht an der Leine herumführen. Umgekehrt sage ich durchaus zu meinem Hund mal "Bitte setz dich", und sage "danke" (manchmal auch eher "fein" ;) ) wenn er es dann tut.

 

en wichtigsten dazu finde ich: Ein Kind bereite ich durch meine Erziehung möglichst auf ein eigenständiges Leben vor, während mein Hund niemals wirklich eigenständig leben wird. Schon die Grundrichtung ist von daher notwendigerweise eine andere.

 

- ja... aber dann könnte man doch im Umkehrschluss sagen, dass der Klicker zu unselbstständigem Verhalten führt, oder? :blink:

 

Wir trennen Tiere von Menschen, wir wenden ständig Dinge an bei Tieren, die wir beim Menschen nie anwenden würden. Für mich gehört ein Hilfsmittel, das zunächst 1a konditioniert werden muss wie der Klicker (Klick=Belohnung) bevor es überhaupt wirkt zu den fragwürdigen Mitteln. Eine Berührung, eine direkte Ansprache, ein freundliches Wort - das wirkt sofort. Da braucht man nicht erst üben Berührung = Keks. Hunde, Menschen, Pferde - alle Tiere erkennen eine sanfte Berührung als etwas positives, ein freundliches Wort scheint zumindest von Hunden auch sofort verstanden zu werden, ohne lange Übung. 

 

Für mich wäre es absolut nichts, ein Kind zu klickern. Wenn mein (fiktives) Kind Angst vor etwas hätte, dann würde ich zunächst herausfinden wollen,warum. Dann würden wir die Angst-Ursache analysieren, gemeinsam, wir würden daran arbeiten ihm zu zeigen dass die Situation erkannt wird, dass die Angst erkannt wird, dass dem Kind gezeigt wird, wie man die Angst erkennt.

Ich würde mit ihm sprechen, es beruhigen, ihm Wege zeigen wie man die Angst bekämpft.

 

Und ja, so würde ich auch mit einem Hund arbeiten. Weit weniger verbal, da wir uns einfach nicht komplett auf gleicher Sprachebene befinden. Aber doch im Gunde so.

 

Und nicht mit Klickern.

 

 

Ich schreib es nochmal, falls das untergeht:

Eine Einübung von festen Bewegungen, also von Tricks oder Obedience-Übungen oder sonstigem hat für mich nicht den gleichen Charakter. Sicher sehen die Hunde etwas eingleisig aus, und wäre nicht so meins, aber wenn der Hund daran Spaß hat - warum nicht.

 

Beim Ballett lernen die Kinder ja auch feste Bewegungsmuster und deren korrekte Ausführung. Da kann auch nicht jedes Kind machen was es gerade möchte, sonst wird aus dem Schwanensee ein Sack Flöhe :lol:

 

 

 

Die Intermediäre Brücke ist immer noch für mich der absolut schönste Gag in den Tiefen der Hundererzieherszene :D

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- ja... aber dann könnte man doch im Umkehrschluss sagen, dass der Klicker zu unselbstständigem Verhalten führt, oder? :blink:

 

Moment, da wirfst du gerade zwei Dinge in einen Topf, die ich nicht zusammengepackt habe. Der Kernsatz zu den unterschiedlichen Zielen bezog sich auf den Vergleich Kindererziehung=Hundeerziehung, den ich aus o.g. Gründen etwas kritisch sehe. Bei einem Kind kann ich bei vielem darauf setzen, dass irgendwann die Einsicht einsetzen wird, und kann von daher ganz anders an manche Dinge herangehen als beim Hund, auf dessen Einsicht ich in den meisten Dingen unseres täglichen Lebens wohl vergebens warten würde. Und diese Einsicht lässt uns auch ein Leben lang Dinge tun, auf die ein Hund niemals käme. Morgens pünktlich aufstehen um zur Arbeit zu gehen beispielsweise...

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Ah, mein Fehler - zu hastig gelesen :)

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Morgens pünktlich aufstehen um zur Arbeit zu gehen beispielsweise...

Oooch, meine Hunde, die an tägliches sehr frühes Training gewöhnt waren, standen sehr wohl morgens pünktlich auf der Matte, dass ich mal krank sein könnte, kam denen nicht in den Sinn ... weniger Einsicht, als vielmehr Gewohnheit, aber erstaunlich zuverlässig

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Ich finde dieses Klickertrainig irgendwie schrecklich und krank. Eigentlich eine Hundekommunikationsverhinderungstechnik. Mach ich nicht, tue ich meinem Hund nicht an!

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Ich finde dieses Klickertrainig irgendwie schrecklich und krank. Eigentlich eine Hundekommunikationsverhinderungstechnik. Mach ich nicht, tue ich meinem Hund nicht an!

 Und Du hast Dich wie intensiv damit auseinandergesetzt, Erfahrungen damit gesammelt, darüber Informationen gelesen, Seminare besucht, das Prinzip verinnerlicht und verstanden?

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Ich finde dieses Klickertrainig irgendwie schrecklich und krank.

 

Danke für diese wertfrei und konstruktiv vorgebrachte Meinung. Schön wäre, wenn das "irgendwie" noch näher erläutert und begründet werden könnte, so dass ein wirklicher Austausch möglich wäre, der nun einmal leider Argumente, Beispiele, sprich einfach greifbare Fakten braucht, über die man sprechen kann.

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