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Hundeforum Der Hund
Aniii78

Hernien, Bandscheiben und Schließmuskel

Empfohlene Beiträge

Hallo,

mein Hund Butch, ein Border-Mix, ist 11 Jahre alt. Vor 13 Monaten hatte er eine beidseitige Perinealhernien Operation von der er sich gut erholt hatte. Am Wochenende traten dann erneut Kotabsatz Probleme auf. Erst nur leicht erschwert, gestern bekam er dann extreme Schmerzen. Natürlich waren wir direkt beim TA. Die linke Hernie ist wieder da. Was aber die Tierärztin verwundert hat ist, das er keinen Schließreflex im Schließmuskel zeigt, Po steht quasi offen, und der Kot weich genug wäre um trotz Hernie abgesetzt zu werden. Er wurde von der TÄ geräumt und hat einen Einlauf bekommen. Mit Erfolg. Aufgrund des fehlenden Reflex hat die Ärztin nun den Verdacht eines Bandscheibenvorfalls gehabt, der den Nerv kleimmt der für diesen Bereich zuständig ist. Daher hat Butch eine Spritze mit einem Entzündungshemmer bekommen.

Stand heute ist, dass er Kot absetzt, der Po aber offen ist und er extrem stinkt. Schmerzen zeigt er keine mehr, hält auch den Schwanz wieder entspannt. Er ist ziemlich müde, frisst aber gut und läuft im Gegensatz zu gestern auch ohne größere Auffälligkeiten. Um 17 Uhr haben wir wieder Termin beim TA.

Uns wurde gestern wenig Hoffnung gemacht das es ausreichend Wirkung oder eine Lösung sein wird. Und mir ist bewusst das er mit der Hernie nicht noch einmal operiert werden wird und es nicht lange gut geht. Aber wie würdet ihr es denn einschätzen? Bzw hat jemand einen Hund dessen Schließmuskel aufgrund des Rückens Probleme macht? Wie kann ich Butch da helfen?

Er bekommt Paraffinöl seit einem Jahr. Außerdem Cetirizin wegen Pollen Allergie und Traumwelt bei Bedarf wenn er sich über lastet hat.

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Hi,

 

eine meiner Barsoihündinnen hatte im Alter keine Kontrolle über den Schließmuskel mehr und verlor Kot, beinahe wie und wann er eben kam, besonders im Liegen.

Ich habe alle Liegeplätze dauerhaft mit leicht waschbaren Decken ausgelegt, Bett und Couch mit wasserdichten Unterlagen zusätzlich "gesichert", ihr, wenn sie schlief, auch noch Küchenkrepptücher o.ä. unter den Po gelegt. So haben wir das die letzten Lebensjahre gut durchgehalten. Vorübergehend hatte Akupunktur mal ganz gut geholfen, wenn ich mich recht entsinne.

 

Ich würde eine Entscheidung pro oder contra Operation immer davon abhängig machen, ob der Hund leidet und man handeln MUSS und davon, ob sie eine Verbesserung seines Zustands bringen kann. Jedenfalls würde ich nie grundsätzlich sagen, dass eine Operation nicht in Frage kommt, auch unabhängig vom Alter.. 

Wieso bekommt Dein Hund denn regelmäßig Paraffinöl? Ich kenn das nur als Hilfsmittel bei Verstopfungen.

 

Alles Gute für Euch!

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Hallo Andrea,

danke für deine Antwort.

Wie ich ja geschrieben hatte, hatte Butch eine beidseitige Perinealhernien Operation. Dadurch muss sein Kot sehr weich, aber formbar bleiben.Nun, nachdem er links wieder eine Aussackung hat, umso wichtiger. Das Paraffinöl dient also der dauerhaften leichten Abführung, bzw um den Kot geschmeidiger zu halten.

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Mein Rüde war in Folge des Bandscheibenvorfalls auch stuhlinkontinent. Primär ist dabei die Frage, ob der Nervenschaden entzündlich oder degenerativ ist. Bei einer entzündlichen Schädigung lassen sich bei Cortisongabe binnen weniger Tage Verbesserungen verzeichnen. Falls nicht, kann man versuchen, mittels Vit. B-Komplex und Physiotherapie eine Verbesserung zu erreichen, in dem man eine potenziell ansatzweise "Wiederverknüpfung" der Nerven anregt. Ein guter Physiotherapeut kann Euch da bestimmt gut beraten, auch hinsichtlich der Aussichten im Fall einer Wirbelsäulen-OP.

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Das Parafinöl führt leider zusätzlich dazu, dass es enorm stinkt und ständig ausläuft, hatte auch eine Hündin, die das bekommen musste. Hast du mal mit Zellstoffpulver versucht, den Kot weich zu halten? Bei meiner Hündin hat das später ausgereicht und dann hat man auch das Problem mit dem Tröpfeln und vor allem der Gestank wurde erträglicher.

 

Beim Menschen wird bei Bandscheibenvorfällen ja mittlerweile sehr viel weniger operiert und mehr physiotherapeutisch gearbeitet, oder auch zusätzlich bei Schmerzen denerviert. Evtl. mal einen Physiotherapeuten wenden.

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Termin für Physio hab ich schon gemacht. Montag geht es los.

Wir sind bei Paraffin weil er es verträgt. Von anderen Mitteln wie Lactulose bekam er immer Bauchgluggern und Blähungen, oder es half nicht genug. Kommen mit dem Paraffin aber ganz gut zurecht. Es ist selten das er mal "ölt" ;-)

Operation kommt nicht in Frage weil er ja beides hat. Hernie und Wirbelsäule. Nach der beidseitigen Hernien op vor einem Jahr hat er ja links einen Rückfall. Und beides zusammen ist aufgrund von Alter und einer nicht vollständig schließenden Herzklappe für ihn zu viel. Er hat nach der letzten op schon 5 Monate gebraucht sich zu erholen. Und dann auch noch eine Blasenentzündung bekommen

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@ Glory da er auf einen Entzündungshemmer angesprochen hat geht der Arzt von entzündlich aus.

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Ich würde MSM-Pulver geben, das hilft wirklich sehr gut gegen Entzündungen!

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@ chibambola wieviel muss ich davon denn geben und wie oft? Egal welches? Gibt ja einige. Butch wiegt 22 kg. Würde es gerne ausprobieren

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Beobachte den Stuhlgang unter MSM gut, allgemein würde ich es als sehr empfehlenswert einstufen und es kann durch die Einwirkung auf die Darmwände auch die Gleitfähigkeit des Stuhlgangs verbessern, bei einigen Hunden wird jedoch auch der Kot minimal fester. Einen Versuch ist es aber mit Sicherheit wert.

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