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Hundeforum Der Hund
kaedschn

Erfahrung mit Sozialisierung erwachsener Hunde

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Hallo,

 

meine Fellnase ist aus einer Beschlagnahmung und wurde nicht mit "anderen" Hunden sozialisiert.

Nach langer eigenerfundener Übung haben wir es soweit gehabt das er sich beschnüffeln lässt und dann weiter geht, er is höchstens mal aus der Situation rausgehüpft.

Jetzt hat er einen Kastrationschip bekommen und wie erwartet vergessen wie mans macht (heißt wenn einer zum Schnüffeln kommt wird er steiff lässt sich kurz beschnüffeln und geht dann nach vorne, um den anderen Hund wieder auf Abstand zu bekommen), jetzt wollte ich gleich professionellere Ansätze verfolgen.

Ein vor ihn stellen ist für mich keine langfristige Alternative.

 

Hat vielleicht schon jemand damit Erfahrungen mit seinem Hund gemacht?

 

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Warum sollte er sich den beschnüffeln lassen????

 

Du lässt doch auch bestimmt nicht zu, dass dir jeder Fremde auf den Pelz rückt.

 

Ich glaube, du musst deine Vorstellung, was Sozialisation bei einem Hund bedeutet, generell überdenken. Viele Hundehalter denken, jeder Hund muss mit jedem anderen gut Freund sein. Muss kein Mensch und auch kein Hund.

 

Wenn ich mich erinnere, ist dein Hund ja mit sehr vielen anderen zusammen gewesen.

Da braucht er meiner Meinung nach etwas anderes.

Schutz von dir. Kein Ausgeliefertsein an fremde Hunde.

Zumal er durch die fehlenden Hormone sicherlich erneut verunsichert ist, ebenso wie die anderen Hunde, die sich fragen, wer oder was ist das jetzt.

 

Wenn ihr euch anderen Hunden nähert, nimm ihn erst einmal hinter dich oder zur abgewandten Seite. Oder gehe einen Bogen.

Lass nicht zu, dass der fremde Hund einfach so herankommt. Besonders nicht, wenn deiner dem ablehnend gegenüber steht. Evtl. Den anderen Hund Abblocken. Das wirkt Wunder.

Gerade kleine Hunde fühlen sich stark ausgeliefert. Die Unsicherheit meines kleinen Hundes habe ich auch erst in den Griff bekommen, als ich ihm den Schutz bieten konnte, den er auch als solchen empfand.

Entgegen der Meinung vieler anderer wird er nicht grössenwahnsinnig, wenn ich ihn hochnehme. Ich biete es ihm an und lasse ihm die Wahl.

 

Wenn man lernt, seinen Hund zu lesen, weiss man, wenn ihm etwas zu viel wird und lässt es nicht zu.

Dann muss er sich auch nicht aufregen.

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Also meine pustet jedem Hund was, der einfach ankommt und ohne Einladung an ihr rumschnuppert... ;)

Deine Beschreibung klingt jetzt etwas... Vielleicht magst du was dazu schreiben, wie früher so ein Hundekontakt insgesamt aussah (von der Sichtung an), und ab wann jetzt ein Problem auftritt.

 

Noch was: Du hast einen sehr kleinen Hund, an das vor ihn stellen, um ihn zu schützen, solltest du dich besser gewöhnen...

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also als ich ihn bekam ist er das ein oder andere mal einfach umgefallen vor Schreck.

also lange geübt mit vor ihn stellen... funktioniert wunderbar solangs keine kleinen Hunde sind die wuseln einfach an mir vorbei.

Generell geht er an anderen Hunden sowohl an als auch ohne Leihne einfach vorbei.

Ich hab dann "Nasenkontakt" Wochenlang im englischen Garten geübt mit kurz schnüffeln -> Keks usw... nach einiger Zeit war alles super... wenn einer kam wurde geschnüffelt und er ist weiter ohne Probleme... da würd ich gern wieder hin.

 

Heute hatten wir erst die Situatuation: Wir waren Gassi meiner war nicht angeleint, ich hab gesehn das von hinen ein an der Flexileinezerrender Yorki kam bin dann mit meinem Hund auf die Seite um die vorbei zulassen (für meinen kein Problem) der andere stand da... und stand... und stand... dann bin ich noch mal weiter zurück gewichen... und dan stand der immer noch mit seinem Frauchen... irgendwann sind die dann weiter... Ich hab kurz gewartet bin dann hinterher... dann saß der hinter einer Ecke mitten auf dem Weg das wir nich vorbeigekommen sind. Ich bin stehn geblieben und hab die Frau geben ihren Hund zu sich zu nehmen damit wir vorbei können und dann geht bei ihr auch schneler wenn ihr Hund in die richtige Richtung zieht (das dacht ich mir nur) Sie hat ihren Hund dann hochgenommen und 20 Meter weiter wieder abgesetzt. grad als ich dann mit meinem vorbei bin hat sie die Flexileine ausklinken lassen und der Hund stand auf einmal vor uns, der Nici wurde kurz beschnüffelt ich wollte sofort dazwischen und schon ist er dann nach vorne gegangen. Ohne Verletzungsgefahr. Danach sind wir einfach vorbei.

Das wäre so eine Situation die ich mit ihm Üben möchte das er da einfach standhaft bleibt und danach entspannt weiter geht.

WIr hatten das ja mal... deshalb würde ich das gerne wieder haben weils für uns beide stressfreier ist.

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Das er kein Kontaktfreudiger Hund ist weis ich schon... muss er auch nicht, ich werd auch nicht gerne von Fremden einfach umgerannt und umarmt... aber ich kann denen ja dann auch nicht immer gleich eine hauen :D


Achja die Hundetrainerin meinte dadurh das er den Chip erst mit 5 bekommen hat wissen andere Hunde sehrwohl ob er ein Männlein oder ein Weiblein ist... auch wenn er etwas neutraler riecht.

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achso also generell gab es nie lange Schnüffeleien... das war wirklich nur -Hund kommt-Eskimoschnüffeln-weitergehen- nicht am Popo oder an den Geschlechtsteilen riechen.

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Ich bin mir ziemlich sicher, dass Hunde auch bei normal kastrierten Hunden das Geschlecht erkennen ;)

An Luisa kann ich ablesen, ob ein entgegenkommender Welpe männlich oder weiblich ist...

 

Der Hund meiner Mutter traut sich eher zum Eskimoschnüffeln, wenn mein Hund dabeisteht und mitmacht. Vielleicht hat Nici ja einen größeren ruhigen Hund in der Nähe, der nicht so unheimlich ist wie die anderen und zu ähnlichen Zeiten gassi geht?

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Ja das denke ich auch. Nur bei Rüden die zu früh kastriert wurden (ich glaube unter 7 Monaten) die riechen neutral.

 

So jemanden habe ich hier leider nicht. Als ich regelmäßig mit einer Freundin und ihrem Hund gassi war hab ich aber festgestellt das es dann so ist das sich meiner komplett raushält und einfach weiter geht (vermutlich weil er nicht auf Kontakt steht). Er würde nie auf einen zu gehen... es ist eben nur die Situation das andere Hunde zu uns kommen, manchmal zeigt er auch ganz deutlich an das er keinen Kontakt will, das verstehen die meisten auch, die dies nicht verstehen da helf ich dann. Manche Hunde sind aber auch einfach zu schnell.

 

Eine Hundetrainerin hatte mir den Tipp von ABSOLTEM BLEIB ans Herz gelegt, damit er nicht nach vorne geht oder flüchtet.. aber dann würd ich doch meine Übung vorziehen... und das langsam wieder aufbauen...

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Hallo kaedschn!

 

Mal von Fußhupenhalterin (mein Chihuahua ist ein fast vier Jahre alter, unkastrierter Rüde, ich habe ihn seit ca. zehn Monaten) zu Fußhupenhalterin:

 

Ich glaube, du machst einen Fehler.

 

Dein Hund möchte keinen Kontakt, genausowenig wie meiner.

 

Als ich Chico bekommen habe, war ich der gleichen Meinung wie du. Ich dachte auch erst, er kennt keine Hundebegegnungen und wir müssten daran arbeiten. Ich habe ihn ignoriert, wenn er auf den Arm wollte und dachte eben: Da muss er durch :redface . Die Folge meiner Aktion war: Chico hat mir nicht weiter getraut, als er mich sehen konnte. Zuhause ist er mir permanent hinterher gelatscht. Allein bleiben? Fehlanzeige. Er hat gejault und einen kompletten Teppich zerlegt, bei dem verzweifelten Versuch sich unter der Tür durchzugraben.

 

Ich habe meine Denkweise geändert, nachdem ich viel hier im Forum gelesen habe (Danke nochmal!). Ich habe eben einen kleinen Hund- vorher hatte ich nur große und habe mich auch schwer über Leute gewundert, die ihre Minis auf dem Arm haben- und wenn ich ihn beschützen muss, beschütze ich ihn. Also habe ich gelernt, andere Hunde rigoros von Chico fernzuhalten. Wer einfach so unangeleint auf uns zugaloppiert kommt wird geblockt und weggeschickt, festgehalten bis der Halter kommt oder was auch immer. Wenn nix geht, kommt Chico auf den Arm. Chico entscheidet, mit wem und ob er Kontakt will. Bei ruhigen Hunden möchte er manchmal sogar.

Aber wie gesagt, das entscheidet ER. Wenn er sich hinter mir versteckt, wird mit Sicherheit nicht an ihm geschnüffelt.

 

Nachdem ich das einige Wochen durchgezogen hatte, änderte sich auch sein Verhalten: Kein Gekläffe an der Leine, ich kann mich in der Wohnung bewegen ohne das er mir hinterher tapert, er nimmt es gelassen zur Kenntnis, daß ich auch mal ohne ihn weg gehe (meistens kommt er noch nichtmal mehr zur Tür, wenn ich wieder da bin, sondern pennt ungerührt weiter) und ist insgesamt viel entspannter geworden. Ich glaube, er weiß, daß er sich auf mich verlassen kann.

 

Ich denke auch nicht, das ein "ABSOLUTES BLEIB" etwas bringt oder sinnvoll ist. Auf uns ist mal im Wald eine sehr ungestüme, junge Labbi- Dame zugeschossen. Sie kam aus einem Maisfeld und ich habe sie nicht rechtzeitig gesehen. Chico ist ins Unterholz geflüchtet wo sie aufgrund ihrer Größe nicht hinterher kam. Wäre er geblieben, hätte das böse ausgehen können. Klar, sie wollte nur Hallo sagen, aber wenn sie Chico (2,8 KG) aus lauter Begeisterung ins Kreuz gesprungen wäre....

 

So, jetzt hab ich genug gepredigt, ich wollte dir auch nur mal meine Erfahrung schildern. 

 

LG Kerstin

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Meine Hündin ist auch die ersten 1 1/2 Jahre komplett isoliert aufgewachsen

 

Sie hat ein paar wenige Hunde Hundekumpels aber alle anderen Hunde können ihre gestohlen bleiben

Ich habe auch am Anfang versucht das sie vielen Kontakt bekommt und das Ende war das sie dann auch noch übel gebissen wurde was das ganze nicht besser gemacht hat

Sie respektiert andere Hunde aber will einfach ihren Abstand und dafür muss ich sorgen sonst agiert sie

 

Akzeptier das dein Hund keinen Kontakt will und schütze ihn vor Raudis die mal eben Hallo sagen wollen

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