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Hundeforum Der Hund
Zeus2015

Arm im Fang - Wieso?

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Klar gerne.

Er ist an sich super im Umgang mit Menschen. Lässt sich von jedem streicheln und ist immer begeistert wenn er jemanden trifft. Nur ist es eben auch vorgekommen, dass man ihn streichelt und plötzlich springt er auf und fängt an in die Hose und die Extremitäten zu zwicken. Nicht offen aggressiv, aber doch so, dass es ordentlich weh tut und dicke Blutergüsse gibt. Nur um ein Beispiel zu nennen.

 

Wir wissen ja nun nichts über seine Vergangenheit, nur dass sie nicht rosig war sonst wäre er nicht ausgesetzt worden. Wir schätzen aber, dass er in einer sehr reizarmen Umgebung aufgewachsen ist und wenig soziale Kontakte hatte.

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Danke - so schnell habe ich gar nicht mit einer Antwort gerechnet!

 

Nun könntest Du dazu eigentlich einen eigenen Thread aufmachen. Vielleicht (!) hängt es aber auch mit diesem zusammen.

 

Wenn Du von "ordentlich weh tun" und "dicken Blutergüssen" schreibst, ist das in meinen Augen KEINE Lapalie mehr, die im Eifer des Gefechts mal passieren kann.

 

Du kennst das ja hier...aus Forumssicht und weit entfernt kann man nur Vermutungen anstellen und wichtig wäre ein guter, einfühlsamer Trainer vor Ort, der sich den schönen Zeus und Umfeld mal in Ruhe ansieht.

 

Erste Vermutung meinerseits wäre Unsicherheit. Dafür spricht, dass das VH nicht bei jedem Menschen und in jeder Situation vorkommt (das wäre wohl auch der seltenere Fall), sondern von etwas abhängt. Wovon es abhängt, wäre herauszufinden.

 

Im Raum stünden:

 

- menschenspezifisch (bekannt, unbekannt, welches Alter, Geschlecht; was macht er bei Dir/beisst er Dich auch in der o.a. Form, was macht derjenige Mensch

  körpersprachlich: bedrohlich/unbedrohlich, ignoriert ihn/ignoriert ihn nicht usw.)

- situationsbezogen (wann zeigt er das beschriebene VH, zu Hause, unterwegs, wo unterwegs, etc.)

- gesundheitlicher Zustand (akute/latente Schmerzen, irgendwelche bekannten Erkrankungen)

 

um nur einiges aufzuführen.

 

Zur Erklärung von Unsicherheit ganz grob aus meiner Sicht:

Der Hund kann das VH von Menschen nicht einschätzen, weil er entweder

- zu wenige Erfahrungen gemacht hat (das wäre per se kein Grund zu beissen, da kann er das Menschenchinesisch auch später noch lernen, wenn
  genügend Geduld und Verständnis menschlicherseits vorhanden ist)

 

oder 

- er hat schlechte Erfahrungen damit gemacht.

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Ich würde sagen, im zweiten Beispiel des heftigeren Zupackens, kommt es auch drauf an, wie der Hund sich sonst verhält in der Situation. Damit will ich nicht sagen, dass es ok ist, dass er das macht, aber es muss nicht zwingend aggressiv sein. Mein Gedanke ist, wenn er nicht mit Menschen richtig sozialisiert wurde, hat er nie gelernt, dass Menschen empfindlicher sind als Hunde, er hat gelernt, wie man mit Hunden spielt, da wird geknufft und gezwackt, die halten schon was aus und wenn er was lustig findet, oder gekitzelt wird, reagiert er mit Einstieg ins Spiel. Wenn er zu wild energisch gestreichelt wird, könnte er das evtl. auch als Spielaufforderung sehen und entsprechend mit Zwacken reagieren, so wie hier schon jemand beschrieben hat, dass Hunde untereinander sich an den Beinen packen und auch reinbeissen, natürlich nie so fest, dass es blutet oder ordentlich weh tut, aber schon so, dass es uns weh täte, wenn sie es bei uns genauso machen. Ich seh diese Art Spiel mehr als Kitzeln und Trazeln an, als als Streicheleinheit. Im 1. Fall ist er aber sehr zärtlich und das find ich auch sehr schön, denn daran sieht man, dass er durchaus auch anders kann! Es sollte also möglich sein, ihm beizubringen, dass man so wildes Spiel nicht mag, indem man das Spiel dann einfach unterbricht und dann etwas später wieder sanfter aufnimmt.

 

Kann natürlich auch sein, dass er abwehrend aggressiv reagiert, weil ihm das Streicheln dann doch zu aufdringlich wird und er damit anzeigt, dass er jetzt genug hat (in dem FAll würde ich einfach früher aufhören und auf kleine Körpersignale achten, die andeuten, dass es jetzt langt). Aber eigentlich muesste man das unterscheiden können, ob er spielerisch etwas energiegeladen reagiert, oder ob er aggressiv reagiert und seine Ruhe haben will, in dem Fall würde er sich nach dem Zupacken zurückziehen, im anderen Fall würde er versuchen weiter zu machen (sofern ihr nicht eingreift).

 

In jedem Fall muss er lernen, dass es so zu heftig ist!

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In erster Linie sollte man herausfinden, WAS ihn WANN dazu bringt.

Ich würde selber gerne (im Sinne der TE) an eine mangelnd erlernte Beisshemmung glauben - hört sich aber für mich nicht wirklich danach an  :mellow: .

Alle Fälle versuchen, ins Gedächtnis zu rufen und aufschreiben. Das hilft schonmal  :) !

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Nun, um die ausführlichen Antworten zu ordentlich zu antworten brauche ich wohl ein wenig mehr Zeit. :)

 

Zur Historie, unser Hund war in Spanien ausgesetzt und ist nun seit einem halben Jahr etwa bei uns. Der kannte wirklich NICHTS! Wir haben ihm das Treppensteigen beibringen müssen, dass man in ein Haus gehen kann und auch, dass man mit einem Ball spielen kann. 

 

Das was ihm oft fehlt ist das Feingefühl. Er hat mich während dem Spiel schon öfter aus Versehen mit den Zähnen erwischt, das hat immer gleich gut geblutet...auch wenn es um Futter geht, stürzt er sich wie wild darauf und hat hin und wieder auch mein eigenes Fleisch erwischt. Das sind jedoch immer Versehen und so langsam lernt er es - "Captain sensible" wird er aber wahrscheinlich nie :D

 

Was das Knapsen betrifft, ich weiß inzwischen dass er schnappt, wenn er überfordert ist. Deshalb nehme ich ihn rechtzeitig aus der Situation heraus.

 

Es ist nunmal die Kombination die einen vorsichtig sein lässt. Es ist ein junger Hund, er ist stürmisch, hat viel Power und wir wissen was dieser Kiefer alles kann. 

Ich sehe aber bei meinem Beispiel auch keinerlei Anzeichen von Aggression. Er liegt auf dem Rücken, wirkt nicht gestresst aber - nennen wir es "freudig erregt". :D und er hält den Arm auch nicht lange fest, sondern nimmt ihn nur kurz aber eben ganz leicht. Er drückt nicht zu.

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Das klingt nach der klassischen "Schäfer im Trampelalter-Phase", wenn sie noch nicht herausgefunden haben, dass Menschen empfindlicher sind und vor Eifer manchmal überschäumen. Natürlich ist es etwas anstrengender, wenn sie diese Phase durchlaufen, es an Erfahrungen fehlt, wie empfindlich Menschen sind, und schon ausgewachsen sind, aber das kann man alles nachholen. Und ein bisschen Trampeligkeit scheint so manchem Schäfer auch in den Genen zu stecken, aber mit liebevoller Konsequenz wird das schon.

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ja ein Trampel ist er wirklich - aber das hat manchmal auch etwas sehr niedliches.

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Womit soll ein Hund denn sonst irgend etwas oder jemanden festhalten? Wenn er weh tun wollte, würde sich das anders anfühlen. Das machen hunde übrigens auch mit Artgenossen, gerade auch Welpen, um denen zu zeigen, wo es lang geht. Wenn es bei Dir in diese Richtung ginge, wäre Vorsicht angebracht, und müsste unterbunden werden.

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