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your dog ...  Der Hund
Mark

Angriff ohne Vorwarnung ... wirklich?

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(bearbeitet)

Am Mittwoch dieser Woche habe ich einen wunderschönen Hund (Doggen-Dobermann-Mix) mit Frauchen im Wald getroffen. Eigentlich nichts besonderes, wenn sich nicht folgendes zugetragen hätte:

Die Frau hatte Ihren Hund an der Leine. Ich (was eigentlich so gut wie nie vorkommt) hatte meine beiden ebenfalls angeleint, da mein Spaziergang so gut wie beendet war. Bevor die Frau irgendetwas bemerkt hat, hat Ihr Hund meine beiden Hunde bereits starr fixiert. Innerhalb der nächsten Sekunden hat der dann zähnefleschend zum "Angriff" geblasen und dabei sein Frauchen zu Fall gebracht, einen halben Meter noch hinter sich her geschleift und sich dann los gerissen.

Was also in dieser Situation tun? Na, ist doch klar: Man lässt sofort die Leinen fallen und bleibt stehen und fxiert als Mensch ebenfalls den Hund. Nach einer Rauferei von wenigen Sekunden (bei denen die meisten Hundebesitzer schon einen mittleren Herzinfarkt bekommen hätten), enstpannte sich die Situation. Mein Großer hat danach noch ausgiebig die Genitalien sich angeschaut um dann mit einer Geste der Überlegenheit den Kopf auf den oberen Schulterbereich des fremden Hundes aufzulegen.

Und dann tat die Frau etwas, was man nie tun sollte: Sie eilte zu Ihrem Hund hin und "packte" ihn an seinem Halsband. Postwendend zeigte der Hund wieder massives Aggressionsverhalten.

Fazit: Ein Hund, der permanent an der Leine geführt wird und von dem Sie meinte, dass er zu gefährlich war, hat letztlich "nur" eine Angsaggression (...die teilweise natürlich wesentlich schlimmer als Dominanzaggression ist). Ich kann die Frau gut verstehen, dass sie Ihren Hund konsequent von anderen Hunden fern hält. Aber leider Gottes verschlimmert es die Situation nur noch weiter. Dieser Hund muss wieder kontrolliert unter Hunde.

Ich habe Ihr zumindest angeboten, dass wenn wir uns wieder treffen sollten, sie den Hund am besten sofort ableint (...halten kann sie ihn sowieso nicht). Meine beiden sind im Umgang mit ihm so souverän, dass er beim nächsten Zusammentreffen wesentlich weniger aggressiv sein wird.

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Und was hat sie gesagt??? Tut sie es?

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Hallo Mark!

Mal ehrlich.. wäre es nicht der richtige Weg, das der Grundgehorsam des Hundes verbessert wird und die Frau zunächst lernt ihren Hund zu lesen und vorallem zu kontrollieren?

LG,

Karl

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Da ist wohl grad mal wieder alles schief gelaufen bei dem anderen Hund, oder?

Falsches Frauchen, falscher Hund, falsches Verhalten und das dann täglich durch ständige Wiederholungen noch verfestigen...

Ich verstehe wirklich nicht, wie manche Menschen es aushalten, mit ihren Tieren zu leben. Für die Damen muß ja jeder Spaziergang die Hölle sein... Vor allem, was sie ihrem Hund dann letztlich damit antut.

Armes Tier, wäre schön, wenn Du einen Zugang zu der Frau finden würdest, damit sie mit Dir arbeitet. Oder so.

Die Situtionen, in denen alle mit Infarkt auf den Baum wollen, kenne ich auch. Meist ist nur Getöse und sonst gar nix.

Früher hab ich auch immer gemeint, ich könnte mit einem Brüller was trennen. Oft hat es auch tatsächlich kurz unterbrochen. Heute versuche ich immer, ganz ruhig zu bleiben bzw. die Situationen vorher zu erkennen...

Bei uns kommt ne laute Mackerei ganz selten mal in den Spielgruppen vor, wenn man grad mal einen Moment unaufmerksam war bzw. eine Situation nicht richtig eingeschätzt hat.

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Sie will es machen. Zudem war sie derart geschockt, dass sie nicht "von der Seite" angemacht wurde oder wüste Beschimpfungen geerntet hat. Sie fragte mich, wie ich da so ruhig bleiben konnte.

Na ganz einfach: Weil zu keiner Zeit irgendeine Gefahr bestand. Und zum anderen weil dieser Hund hinsichtlich des äußeren Erscheinungsbildes in der Lage ist vernünftige Kommunikation zu betreiben (also keine kupierte Rute hatte, keine extrem hängenden Leftzen, die Augen sich nicht hinter extrem viel Fell versteckten, er den Nasenrücken vernünftig runzeln konnte usw.)

Anders ausgedrückt: Bei einem Bobtail, der gleiches Verhalten gezeigt hätte, wäre die Situation nicht so schnell bereinigt gewesen. Der hätte richtig "Prügel" bezogen. Aber selbst hier wäre es letztlich kein Problem gewesen.

Beim nächsten Zusammentreffen wird er keinen Angriff mehr starten. :)

@Karl: Ja, das wäre der richtige Weg. Allerdings ist er sehr steinig. Man kann den Leuten nur Ratschläge geben. Aber leider werden sie meist nicht umgesetzt ... man redet gegen eine Wand. Neues Spiel, neues Glück ... vielleicht klappt es ja bei der Frau. Ich kann ihr allerdings nicht allzu viel Zeit anbieten, außer sie entscheidet sich für professionelle Einzelstunden.

Und ja, ich gehe davon aus, dass es für die Frau die absolute Hölle ist. Trotzdem bewundere ich sie, dass sie sich tagtäglich der Situation aufs neue stellt (wenn auch vollkommen falsch). Aber sie gibt Ihren Hund offensichtlich nicht deswegen ab. Wenn sie nun auch noch versuchen würde Ratschläge umzusetzen, dann würde zumindest die Chance bestehen, dass sich die Situation auf Dauer bessert.

PS.: Ich hätte den Hund sofort genommen. Ein wunderschönes Tier !!!

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Es klingt ja mal zumindest nicht ganz hoffnungslos...

Ja, man redet gegen die Wand. Ständig.

Hab auch lange Außenakquise betrieben, in dem ich den Leuten unterwegs bei augenfälligen Dingen mein "Wissen" aufgedrängt habe.

Inzwischen halte ich gepflegt meine Klappe (dooooch, das geht auch!) und versuche mit meim Bärenkind so viel Eindruck zu schinden, daß sie von alleine kommen und fragen. Dann noch etwas zieren... und schon haben sie angebissen.

Leider verlieren die meisten den Mut, wenn sie merken, wie steinig der Weg ist...

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Inzwischen halte ich gepflegt meine Klappe (dooooch, das geht auch!) und versuche mit meim Bärenkind so viel Eindruck zu schinden, daß sie von alleine kommen und fragen. Dann noch etwas zieren... und schon haben sie angebissen.

Leider verlieren die meisten den Mut, wenn sie merken, wie steinig der Weg ist...

Sehr gute Taktik Anja... :respekt::klatsch:

Das muss ich mir merken. Nur habe ich Shelly meistens nicht dabei... Schade.

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