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Hundeforum Der Hund
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Tierärzte und das liebe Geld

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Bei unseren jetzigen TÄ habe ich mich sehr gewundert, dass keine Verkaufsvitrine zu finden war... :unsure: irgendwie doof, wenn man sich darüber schon wundern muss...

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Ich habe mir den Beitrag eben angesehen, und wirklich gefallen hat mir ehrlich gesagt keine von "beiden Seiten". Auf der einen Seite ist es wirklich oft unverschämt, was man in manchen Kliniken bezahlt. Auf der anderen Seite fand ich diese Billig-Massenabfertigung auch nicht wirklich sympathischer.

 

Die Frage wurde hier glaube ich etwas zu sehr vereinfacht. Es geht doch nicht unbedingt darum, teuer oder billig, sondern ob man ungerechtfertigt "abgezogen" wird, und ob nicht zu Lasten des Tieres zu viel gemacht wird, was gar nicht nötig wäre.

 

Als ich auf der Suche nach einem neuen TA war, nachdem unsere langjährige Haustierärztin in Rente ging, habe ich beides erlebt. Mein erster Versuch war auf Empfehlung einer Bekannten. Kaya hatte eine kleine Erkältung, nichts was wirklich einen TA nötig gemacht hätte. Also gerade richtig für einen ersten Test. Große geräumige Praxis, erst mal natürlich ein ausführliches Formular ausfüllen, dann warten. Beim Arzt wurde meine Seniorin dann kurz generaluntersucht, ein Medikament verschrieben mit dem Hinweis, wenn es nicht nach zwei Tagen besser wird müsse noch ein Antibiotikum gegeben werden. Außerdem empfehlen sie natürlich eine komplette Herzuntersuchung, Husten könne auch daher kommen. (Auch wenn der sich ganz anders anhört, Glenny hatte im Alter ja Herzprobleme und ich von daher durchaus schon ein Ohr dafür.) Dann bekam ich noch mitgeteilt, ich solle Kaya zur Zahnpflege unbedingt irgendwelche speziellen Kekse geben, die gäbe es hier in der Praxis auch zu kaufen - und zum Beweis, wie toll das ist, bekamen Kaya und Sandor ohne mich zu fragen sofort auch einen ins Maul geschoben. Hä?? Der ganze Spaß kostete dann knapp 80 Euro, aber für die war ich immerhin auch um eine Erfahrung reicher. Nur gut, dass es kein Ernstfall war, sondern ein erster Testbesuch.

 

Im darauffolgenden Frühjahr bin ich dann auf eine weitere Empfehlung hin zur "Jahresinspektion" zu dem homöopathischen TA hier ganz in der Nähe. Die Praxis hatte einen eher nostalgischen Charme, die einzige sichtbare Technik stand vorne im Flur. Kein Formular auszufüllen, kein volles Wartezimmer. Dafür ein TA, der sich richtig Zeit für uns genommen hat, alles sorgfältig in seine Karteikarte schrieb und mich erst einmal mit ewig vielen Fragen gelöchert hat, bevor meine Hunde - die sich bis dahin deutlich beruhigt hatten, dieser Mann im weißen Kittel war offenbar nicht so gefährlich wie die meisten seiner Art - dann auf den Tisch kamen. Dort wurde mit einer freundlichen Ruhe eine gründliche Untersuchung durchgeführt, selbst Fräulein Kaya blieb beim Blutabnehmen für ihre Verhältnisse ruhig. Kleinigkeiten wurden gleich mit erledigt, Sandor bekam seine erste Konstitutionsbehandlung verordnet. Am Ende war ich knapp 200 Euro los, dafür anderthalb Stunden in der Praxis gewesen, und kam mir überhaupt nicht abgezockt vor. Und dieser Eindruck hat sich seitdem immer wieder bestätigt. Es ist auch nicht eben günstig, aber hey, von irgendwas muss auch ein Tierarzt leben. Dafür bin ich mir sicher, dass er sich wirklich für das Tier einsetzt, keine unnötigen Behandlungen durchführt, jederzeit für uns da ist, selbst sonntags oder an Feiertagen genügt eine Nachricht auf dem AB und es kommt zeitnah ein Rückruf. Am Anfang wurde ich gefragt, ob meine Hunde einen der dort verteilten selbstgebackenen Kekse haben dürfen, und jetzt wissen TA und Helferin selbstverständlich, worauf Sandor allergisch ist und was er nicht haben darf. Man merkt, sie KENNEN ihn, und zwar nicht erst nach einem Blick auf die Kartei. Und als sich der kleine Spinner letztens eine Zecke abgebissen hat, konnten wir selbstverständlich nach meiner Arbeit noch vorbeikommen, obwohl die Sprechzeit so lange gar nicht geht, und das Herausmontieren des Zeckenkopfs ging dabei mal eben auf's Haus...

 

Medikamente kann man dort übrigens auch kaufen, beispielsweise das Umgebungsspray gegen Flöhe oder so etwas. Aber ohne Verkaufsvitrinen. Und die homöopathischen Mittel bekommt man ohnehin dort mit, klar, da müsste man in der Apotheke ja sonst jedes mal erst darauf warten. Aber Futterverkauf? Wozu? Ich kann mir zwar vorstellen, dass er das macht wenn jemand es unbedingt will, aber wenn man unseren TA fragt bekommt man eher eine ausführliche Anleitung, wie man für dieses spezille Tier am besten die Ernährung selbst frisch zusammenstellt.

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Doris, es geht ums Verdienen an Medikamenten. 

Der Tierarzt hat einen Apotheker Status. Warum sollte er dann nicht auch daran seinen Obolus verdienen? Macht der Apotheker doch auch.

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Also ich finde das nicht schlimm. Wenn man seinem Tierarzt vertraut und wenn nicht dann wechseln.

Ich kann Vivos spezialfutter im Intetnet bestellen viele ältere können das vielleicht nicht da ist es doch wunderbar das es das Futter auch beim Tierarzt gibt.

Ich kenne auch so einen der einem allen Scheiß andrehen will und ne Vitrine voll zeug hat, meiner aber nicht.

Und ich denke Metacam wird oft gegeben weil es viele wohl vertragen.

Mein TA hat mir noch nie irgendwas angedreht. Ich war immer die die gefragt hau ob die auch dies und das haben und er sagte dann sogar "Ja aber das ist nicht billig und ob das in ihrem Fall so gut wäre bezweifel ich"

Er rät mir also auch oft ab irgendwas zu kaufen was ich bzw die Hunde nicht brauchen oder die Wirkung nicht so gut ist. Meistens waren das Pflanzliche Sachen.

Angedreht hat er mir nie was. Auch bei Impfungen sagt er das man nicht alles impfen muss jedes Jahr.

Warum sollte er auch nichts an medizin verdienen. Er berät mich ja sogar viel besser wie ne Apotheke

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Weildie Gefahr besteht, dass Medikamente in einer Form verordnet werden, die gar nicht nötig ist.

Entwurmungsmittel, Zeckenzeug, Antibiotika bei nem Schnupfen etc...

Und weil einem leider, und da spreche ich azs eigener Erfahrungen,eben oft nur Medikamente verordnet werden und Hausmittel gar nicht in Erwägung gezogen werden. Wenn mein Hund lahmt, dann wäre es einfach toll, wenn ein Tierarzt mir auch sowas wie Retterspitzwickel empfiehlt statt nur Medis.

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Ich finde es total gut, dass Tierärzte Medikamente verkaufen dürfen.

 

Ist doch super, dass man nicht erst noch in der Apotheke bestellen 

und wieder losfahren und abholen muss.

 

Ich vertraue unserem Tierarzt-Ehepaar, natürlich, sonst würde ich einen anderen Vet. wählen.

Die Beiden sind völlig prima, nehmen sich total viel Zeit, machen Hausbesuche,

kommen wenn nötig nachts um Zwei in die Praxis, und heulen mit, wenn ein längjähriger Patient stirbt.

 

Weshalb ein Tierarzt nicht an den Medikamenten verdienen soll, erschließt sich mir nun gar nicht.

Die Apotheke täte es doch auch.

 

Meine Schwägerin ist Tierärztin, eine richtig gute wie ich glaube. Sie macht Hausbesuche,

guckt nie auf die Zeit und bildet sich ständig fort, aber reich wird sie ganz sicher nicht.

 

Wenn man ordentlich Kohle scheffeln möchte, sollte man einen anderen Studiengang wählen.

 

 

 

 

 

 

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Weshalb ein Tierarzt nicht an den Medikamenten verdienen soll, erschließt sich mir nun gar nicht. Die Apotheke täte es doch auch.
 Die Apotheke verordnet die Medikamente aber nicht selbst :) .

 

Wenn beides aus einer Hand geschieht, ist die Gefahr nicht zu leugnen, dass mehr verschrieben wird um mehr zu verdienen.

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 Die Apotheke verordnet die Medikamente aber nicht selbst :) .

Ich möchte nicht wissen, wir häufig am Tag  jemand mit einer Erkältung in einer Apotheke steht und um Beratung und entsprechende Medikamente bittet.  Und  mit wie viel - teiweise überflüssigen - Medikamenten die Menschen dann nach Hause gehen.

 

Da ist mir die Beratung bei meiner Tierärztin und die anschließende Mitgabe von Medikamenten doch sympatischer, denn dort fühle ich mich gut beraten. Und dann darf sie auch gerne an den Medikamenten verdienen, immerhin erspart sie mir den Gang in die Apotheke und teilweise lange Wartezeiten.

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Ich finde das gar nicht schlimm, dass TÄ ihre Medikamente selber ausgeben. Meine neigt da wirklich nicht zum Übertreiben und wird dadurch nicht reich. Und vom Preis her ist sie auch günstig. Und wenn sie bestimmtes Spezialfutter verkauft, finde ich das ebenfalls in Ordnung. Hier auf dem Land bekommst halt nur die üblichen Supermarktsorten, oder fährst in die nächste Stadt oder Internet.

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Ich schaue mir den Beitrag nachher mal an, nur eins vorweg - Apotheken verdienen sich dumm und dusselig an Medikamenten.

Warum soll der Tierarzt es dann nicht tun? Der hat in dem Sinne doch sogar mehr damit zu tun, als wenn ich mit meinem Rezept in die Apotheke dackele.

Ich möchte bitte dass das auch weiterhin so bleibt, also dass ich alles vor Ort bekomme und nicht von A nach B fahren muss.

 

Natürlich ist es eine zweischneidige Geschichte aber ehrlich gesagt wurde mir in der Apotheke schon mehr Mist versucht aufzuquatschen als beim TA ;)

Wichtig ist wirklich einen TA zu haben dem man vertrauen kann. Der nicht einfach mit AB und Cortison um sich schmeißt sondern Ursachenforschung betreibt anstatt nur Symptome zu bekämpfen.

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