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Hundeforum Der Hund
KleinEmma

Müssen alle Straßenhunde gerettet werden? - Gerd Schuster unterwegs

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Ich habe in Facebook den Gerd Schuster vom Hundezentrum Mittelfranken entdeckt. Er ist derzeit in Rumänien und Bulgarien unterwegs, um sich selbst ein Bild der Straßenhunde und den Umgang mit ihnen zu machen. Er besucht auch Tierheime.

 

Das finde ich sehr interessant, denn er sagt, er sieht natürlich auch Leid, aber in erster Linie sieht er nicht das, was überall propagiert wird. In den Städten scheinen die Straßenhunde zufrieden zu leben und von den Menschen akzeptiert zu werden. Auch sind Videos von freilebenden Hunden in Wäldern zu sehen, die nicht unglücklich wirken.

 

Es geht ihm auch um die Frage, ob man wirklich allen Straßenhunden einen Gefallen damit tut, sie nach Deutschland (oder in andere Länder) zu karren und sie zu "retten".

 

Wenn er wieder in Deutschland ist, will er wohl Vorträge halten und seine Erfahrungen schildern und ebenso ein Buch über diese Hunde-Beobachtungen schreiben.

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Ganz ehrlich? Die sinnvollsten Projekte dahingehend sind für mich die, die Strassenhunde kastrieren und/oder medizinisch versorgen und dann wieder auf die Strasse lassen. Man muss nicht jeden Strassenhund retten.

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Sehe ich wie Hilde.

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Ich könnte mir auch vorstellen, dass viele (nicht alle) Hunde in einem lockeren Verband zum Menschen gar nicht mal so unglücklich sind.  Gewisse Faktoren wie die Kastration, ganz wichtig, die medizinische Versorgung und auch die Futterfrage, müssten dann abgedeckt sein. wie Hilde schon sagt. 

 

Schwierig wird es aber sein, gerade den medizinischen Aspekt und die Kastration auch abzudecken. Wenn kranke Hunde sich verkriechen, wer achtet dann auf sie, wer wird im Zweifelsfall die Behandlung bezahlen? Hunde mit Mittelmeerkrankheiten oder alte Hunde mit ihren Beschwerden, wer versorgt die?

 

Fly ist ja aus Rumänien und wenn ich mir vorstelle, dass sie dort auf der Straße geblieben wäre und dann Probleme mit den Analdrüsen bis zur Entzündung bekommen hätte, wer bemerkt denn da sowas? Eine Allergie mit starkem Juckreiz (hatten wir gerade erst wieder), wer hilft dann dem Hund, wenn er sich beißt usw.? Wir reden ja hier nicht von ein paar hundert Hunden, sondern von wievielen, die beobachtet und versorgt werden müssen?

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Gerd Schuster stellt Behauptungen auf, die ich ganz anders sehe. Das fängt schon damit an, dass er sagt, dass der Großteil der geretteten Hunde aus dem Ausland hier in Deutschland an der Seite von Menschen schlecht zurecht kommt (bissig, ängstlich, der Freiheit beraubt, sehnsüchtiger Blick in die Ferne..und andere Floskeln).

Dem stimme ich schon absolut nicht zu..seit 1999 hatte ich Kontakt zu Hunderten von Hunden aus dem Ausland und meine Erfahrung ist, dass der überwiegende Teil dieser Hunde hier (nach einer Weile) wunderbar zurecht kommt. Hunde sind extrem anpassungsfähig.

Und Hunde möchten mit Menschen zusammen sein, das macht sie aus. Sie suchen Anschluss und gehen Beziehungen mit Menschen ein, das ist genetisch verankert. 

 

Später mehr...habe nicht so viel Zeit, aber mir liegt noch viel auf der Zunge zu dem Thema :)

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...noch ganz kurz: er filmt im Sommer in touristischen Gebieten und Großstädten. Da sind die Hunde gerne mal propper.

Im Winter und in wenig belebten Gegenden, sieht das Ganze schon anders aus. 

 

Die Frage ist doch auch: was sind Straßenhunde? Wie landeten sie auf der Straße? Viele Straßenhunde sind entsorgte Familienhunde. Diese Hunde waren zu Anfang ihres Lebens bei Menschen, sind darauf geprägt.

 

Die Frage: "Müssen Straßenhunde gerettet werden?" lässt sich ganz sicher nicht kurz mal beantworten, sondern ist in höchstem Maße individuell zu sehen. 

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Wenn ich manche Dokumentationen sehe über Straßenhunde die in den Tierheimen untergebracht sind, denke ich auch manchmal das die Hunde auf der Straße "glücklicher" waren als in den überfüllten Zwingern. Natürlich ist die medizinische Versorgung schwieriger aber sie ist auch deutlich besser geworden.

 

Vor kurzem habe ich einen Internetkurs über gestresste Hunde mitgemacht und es waren auch einige Hundehalter mit ehemaligen Straßenhunde dabei. Und die Trainerin meinte das ehemalige erwachsene Straßenhunde öfters Probleme mit ihren "neuen" Leben haben, besonders die in (Groß)städte leben.

Bei Welpen finde ich es gut, dass sie zu uns kommen aber bei älteren Hunden finde ich es nicht immer die passende Lösung.

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Das Thema beschäftigt mich natürlich auch und ehrlich gesagt möchte ich nicht jeden Hund von hier in Deutschland sehen. Ah, gleich mehr, muss weg :)

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Was sind denn "Strassenhunde" überhaupt?

Eine Wildtierart?

Oder vielmehr zum allergrößten Teil eigentlich Hunde wie eure, allerdings nicht gehätschelt und gepaeppelt, sondern aus den verschiedensten Gründen auf der Strasse gelandet!

Mag durchaus sein, dass seit Generationen so lebende Hunde (das sind bestimmt nicht viele), sich an diese Art des "freien" Lebens anpassen, aber wo gibt es die?

Bestimmt nicht in den Städten, höchstens in irgendwelchen Dörfern, weit ab vom Schuss!

Und leider ist es auch mit Kastrationen alleine nicht getan, denn es gibt x Fälle wo Hunde, kastriert und gekennzeichnet, wieder in ihrem Umfeld "frei" gelassen werden und ja, da gibt es durchaus Menschen, die sich kümmern und trotzdem landen sie in kürzester Zeit wieder in Tötungsanstalten.

Denn es reicht, wenn sich ein Bewohner beschwert, bzw. braucht es oft nicht mal eine Beschwerde.

An diesen Hunden wird Geld verdient und denen, die es verdienen, ist es wurscht, ob der Hund kastriert und versorgt wird.

Es wird immer so dargestellt, als wenn es für die Tierschützer vor Ort nix Schöneres gäbe, als sämtliche Strassenhunde aufzusammeln und aus dem Land zu karren, ich weiss nicht, wo in Rumänien und Bulgarien Herr Schuster unterwegs war und welche TH er sich da angeschaut hat und bin mal wieder sprachlos...!

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Wobei ich jedem Hund eher einen frühen Tod in Freiheit wünsche, als in einem staatlichen Shelter über Jahre eingepfercht zu sein. Dann lieber kastrieren und wieder frei lassen, was aber auch nur Sinn machen würde, wenn sie nicht sofort wieder eingefangen werden, sondern man ihnen ein freies Leben garantieren kann. Solange viele Staaten ein Kopfgeld auf gefangene / getötete Straßenhunde aussetzen, ist die Lösung des Problems nicht möglich. Alles nicht so einfach..

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