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Hundeforum Der Hund
KleinEmma

Müssen alle Straßenhunde gerettet werden? - Gerd Schuster unterwegs

Empfohlene Beiträge

Ich denke gar nicht, dass es wirklich Straßenhunde sind, welche nach Deutschland gebracht werden, sondern Hunde aus ausländischen Tierheimen. Denn einen Straßenhund kann man ja nicht einfach einfangen und mitnehmen, der muss erstmal geimpft und gechipt werden.

 

Und so wie ich das sehe landen in diesen Ländern nur die Hunde im Tierheim, welche mal ein zuhause hatten, zu alt/krank für die Straße sind oder die einfach irgendwo auf der Straße gelebt haben wo sie gestört haben oder unerwünscht waren.

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So eine Art lernt man schon im billigsten Marketing ;-(

Stelle die "richtige" Frage für Deine Wunschantwort!

 

Niemand (außer ihm) hat je gesagt: "Alle Retten, alle hierher".

 

Das ist, was mich am meisten stört.

 

Er sucht nach Antworten auf eine Frage, die sich so niemand je gestellt hat.

 

ALLE TS-Orgas (und ich war in verschiedensten Ländern aktiv) wissen schon ewig, was er jetzt krampfhaft versucht in Stimmung (und Beifall für ihn) umzuwandeln.

Noch nie habe ich gehört, dass irgendwer "alle" nach D karren wollte (das wird rein platzmäßig nix). Z. B. die db-tierhilfe unterhält in Bulgarien große Stationen für ihre "unvermittelbaren". Die bekäme nicht mal ein direkt drauf nachfragender Interessent.

 

Andersrum ist für die Leute vor Ort sau schwer zu sagen: der kommt mit, der nicht ... Solange man selbst nicht in einer Tötung steht und täglich diese Entscheidung treffen muss, ist es leicht, sich großkotzig aus dem Fenster zu lehnen und alles doof zu finden.

 

Viel wichtiger ist die Suche nach guten, nachhaltigen Hilfen und Veränderungen vor Ort.

Meckern können wir alle allein, da brauch ich einen H. Schuster nicht.

 

ps.: Unser aktuelles TS-Tierchen ist ein Scheunen-Fund mitten aus D und die war wochenlang extrem gesichert, da völlig panisch und mit dem Leben überfordert. Mittlerweile lebt sie mit dem Iren aus dem Pound ein total entspanntes Leben.

 

 

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Öhm, klar werden die erstmal geimpft usw. Die Tierheime vermitteln ja eher selten ins Ausland. Die privaten Orgas sind die Vermittler. Und ja, die Hunde werden zum Teil eingefangen, denn nicht jeder Hund kommt begeistert zu Menschen hin. 

 

Eva, auch ich hatte mit Kimba eine Hündin, die sehr wahrscheinlich nicht sozialisiert war. Die Aggression gegen Artgenossen blieb ein Leben lang. Auf Menschen hat sie sich dann im Laufe der Jahre eingelassen. Auch nach mir hat sie am ersten Tag geschnappt. Sie kannte scheinbar kein Streicheln etc.. Mir hat sie dann schnell vertraut und hockte gerne auf meinem Schoß. Fremden gegenüber war sie viele Jahre lang skeptisch und scheu. Sie ließ sich nicht anfassen, wollte mit denen nix am Hut haben. Da sie schnappte, wenn ihr jemand zu nahe kam, hat sie es auch geschafft, Fremde auf Distanz zu halten. Klingt nu so, als hätte ich sie jeden schnappen lassen. Ne, das natürlich nicht, aber es gibt ja genug Leute, die nicht hören wollen und trotz Warnung den Hund anpacken.

 

Später, so ab 6-7 Jahre, hat sie sich immer öfter über fremde Leute - und dazu gehörten ebenso Menschen, die sie seit Jahren kannte - gefreut und noch später hat sie Menschen freundlich begrüßt.

 

Das kann also lange dauern und ich finde, das sollten die Menschen erfahren, die einen solchen Hund aufnehmen möchten. Sie sollten wissen, worauf sie sich einlassen. Und da wird oft der Fehler der Orgas gemacht. So was wird gerne unter den Teppich gekehrt.

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Danke Mara, ich sehe das genau wie du. 

 

Seriöse Orgas klären schon im eigenen Interesse auf, denn was hätten sie davon, wenn der Hund zurück gebracht wird? 

Vieles lässt sich aber einfach nicht Voraussagen..da braucht es Besitzer, die sich selbst informieren und mit viel Einfühlungsvermögen und Geduld an das Projekt Hund heran gehen. Viele positive Beispiele, wie man es richtig macht, haben wir in letzter Zeit hier im Forum miterleben dürfen: Krusi, Enzo und wie heißt Evas bezaubernde Hündin noch? 

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Da kann ich Klein-Emma nur beipflichten ;-)
Leider läuft die Vermittlung oft nicht gut genug. Mittlerweile sind ja auch hier in diversen Tierheimen viele dieser deprivierten Hunde als "Wanderpokale" unterwegs, weil die Besitzer mit der Pflege, dem Training und der Verantwortung für diese Hunde einfach überfordert sind.

Das tut mir am meisten leid, vom Regen in die Traufe :(

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Ein Hund, der sein ganzes Leben in Freiheit gelebt hat, kann nicht mal eben in unser Leben mit allen Anforderungen und Bedürfnissen überwechseln.

Eine nicht stattgefundene Sozialisierung und Prägung kann nicht nachträglich nachgeholt werden, daran scheitern viele erwachsene Hunde.

 

Was unterscheidet eigentlich den Hund, der im italienischen Tierheim, das den Namen nicht verdient, sondern einfach eine Verwahranstalt für Vierbeiner ist, vom Straßenhund. Beide sind in miesen Verhältnissen geboren, haben keine Sozialisierung erfahren und beiden geht es mehr oder weniger mies.

 

Und trotzdem, so meine Erfahrung, die komplett  von Deiner Aussage abweicht, finden sich gerade alte Hunde im neuen Leben hier in Deutschland gut zurecht. Und schnell dazu.

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Es geht ihm auch um die Frage, ob man wirklich allen Straßenhunden einen Gefallen damit tut, sie nach Deutschland (oder in andere Länder) zu karren und sie zu "retten".

 

 

Ich kenne keinen vernünftigen Menschen, der es als Rettung bezeichnet, jeden Hund wahllos in ein anderes Land zu "karren".

 

Ich bin aber der Meinung, dass ausnahmslos jeder Straßenhund gerettet werden muss. Gerettet vor Tierfängern, die die Hunde gegen Geld in Tötungsstationen bringen, gerettet vor besagten Tötungsstationen, gerettet vor diversen brutalen Übergriffen, gerettet vor dem möglichen Hungertod.

Erreichen kann man das, indem man Tötungsstationen abschafft, Tierfängern diese Einkommensgrundlage entzieht, Futterstellen für Straßenhunde einrichtet, die Tiere einfängt und kastriert (rechtzeitig, also bevor sie sich überhaupt fortpflanzen können, das bedeutet Frühkastration mit allen möglichen Risiken) und den Tieren einen Schutz bietet, der auch dem letzten Deppen zeigt, dass es Menschen gibt, denen diese Tiere etwas wert sind auch wenn sie auf der Straße leben.

 

Alle Vereine, die ich als serös bezeichne, arbeiten an solchen Lösungen. Seit Jahren. Da ihre Arbeit aber (aus verschiedenen Gründen) einem Kampf gegen Windmühlen gleichkommt, bleibt die Vermittlung von Hunden (Straßenhunden wie ausgesetzten Haus- und Hofhunden bzw. deren ungewollte Nachkommen) als derzeit beste Möglichkeit, die Situation vor Ort zu entspannen.

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Schade, dass das Thema hier nicht in alle Richtungen beleuchtet wird.
Ihr wisst doch alle, dass es Hunde gibt, die sich hier nicht ohne weiteres eingliedern und anpassen können. Was ist mit denen? Wer kümmert sich darum? Wer ist da verantwortlich?

 

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Ich bin froh, dass hier so viele Leute seine Berichte nicht abfeiern  :) . Hatte schon die Befürchtung, hier würde ähnlich unreflektiert über den Auslandstierschutz geurteilt wie auf facebook. Da empfinde ich es leider oft so, dass ausgerechnet die Leute mit Züchterhunden nun applaudieren, denn endlich kriegen wir "Gutmenschen" mit unserer "wahllosen Retterei" mal eine vor den Bug. Nicht auszuhalten. :mellow:

Genau diese Menschen argumentieren, dass wir hier genug eigenes Leid im Land hätten, adpotieren aber selbst auch keinen Hund aus einem deutschen Tierheim. Es wird gar nix adoptiert, sondern beim Züchter gekauft. Nur kann man jetzt, dank Gerd Schuster, auch den "Hunderettern" einen Vorwurf machen. Schließlich berauben wir die Hunden ihrer Freiheit. 

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Ihr wisst doch alle, dass es Hunde gibt, die sich hier nicht ohne weiteres eingliedern und anpassen können. Was ist mit denen? Wer kümmert sich darum? Wer ist da verantwortlich?

 

 

Und dann kommt hinten bitte noch die Frage: Was passiert dann, mit genau diesen Hunden??

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