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Hundeforum Der Hund
Fidelia

Wie werde ich Hundetrainerin? Wie gehe ich am besten vor?

Empfohlene Beiträge

Hallo, ja eigentlich steht es ja schon im Betreff..

Wie werde ich am besten Hundetrainerin, wie gehe ich vor? Wo kann ich mich gut informieren?

Ich durchforste google fast täglich, aber es hilft mir nicht wirklich.

Vielleicht könnt ihr mir ja euren weg zeigen und mir helfen.



Freue mich auf eure Antworten

 

LG
Marie

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Es gibt einige Akademien, die eine Ausbildung anbieten. Allerdings gibt es keine richtige Berufsausbildung. Wenn du Hundetainer in einer Akademie werden möchtest, dann solltest du dir klar sein, nach welchem Prinzip du trainieren willst.

Rechtlich brauchst du, wenn du Hunde trainieren willst, die Erlaubnis nach §11 TierSchG oder eine erfolgreich absolvierte Prüfung bei einer anerkannten Stelle (z.B. die Bundestierärztekammer des Landes Schleswig Holstein). Am besten erkundigst du dich mal bei deinem zuständigen Veterinäramt. Die sind auf jeden Fall für die Erlaubnis nach §11 TierSchG zuständig.

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Es gibt diverse Anbieter auf dem "Markt", welche sehr viel Geld kosten. Angeboten werden Ausbildungen über 3 Jahre für weit über 10.000€ Gesamtkosten (Gebühren, Übernachtungen, Anfahrt etc.). Die IHK in Potsdam bietet nun eine Aus- und Weiterbildung an als "Hundeerzieher/in und Verhaltensberater/in IHK". Die Kosten sind ähnlich hoch, weil dort noch Praxisnachweise erfolgen müssen zusätzlich zu den Nebenkosten wie ggf. Übernachtungen und Anfahrt usw.

Ob man sich für eine dieser Einrichtungen entscheidet bleibt einem selbst überlassen. Einige Anbieter bieten auch Schnupperkurse, Kennenlernwochen an. Dort kann man sich ein Bild machen ob die Trainingsmethoden seins sind. Kostet natürlich auch wieder einiges an Geld.

 

Dann die Frage wie ist dein aktueller Wissenstand in Theorie und Praxis, außer die eigenen Hunden mal ausgenommen. Nein, auch ein paar Staffeln Rütter oder Milan angeschaut zu haben zählen für das Veterinäramt nicht ;-). Wie bereits geschrieben wurde erkundige dich am besten vorab bei deinem zuständigen Veterinäramt was für Voraussetzungen diese verlangen an einen Hundetrainer. Das ist leider auch nicht bundesweit einheitlich geregelt.

 

Und als weitere Überlegung was willst du als Hundetrainerin einmal deinen Kunden anbieten. Wäre schon hilfreich zu wissen, bevor du ggf. eine Weiterbildung, Seminare besuchst.

 

Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Glück bei deinem Unterfangen, wenn Fragen sind kannst Du gerne ein PN schreiben.

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Von den gesetzlichen Anforderungen mal abgesehen bzw. darüber hinaus hab ich es bis jetzt so mitbekommen:

 

- Seminare besuchen, Seminare besuchen, Seminare besuchen

- Theoriewissen anlesen, erkundigen, welche Bücher da etwas taugen

- wenn möglich in den Hundesport wie Agility gehen, weil man da viel darüber lernen soll, wie man richtig trainiert, grade bei Agility kann man auch nicht einfach "abkürzen", der Hund muss für Erfolg voll motiviert sein und gleichzeitig wirklich wissen, was er tun soll

 

ETA: Und zumindest in den USA ist es sehr häufig, dass man sich einen "Mentor" sucht, kA, wie das hier in De ist

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Es gibt die Möglichkeit bei erfahrenen Trainern ein Praktikum o.ä. zu machen. Einfach nachfragen.

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Eine Bekannte von mir war mehrere Jahre Trainerin im Hundesportverein bis hin zur Spartenleitung für die Basisausbildung (Welpen, Junghunde, Quereinsteiger usw.). Dann hat sie sich als Hundetrainerin selbstständig gemacht. Allerdings weiss ich nicht wie es gerade bei ihr läuft. Habe im Moment keinen Kontakt, muss mal nachfragen.

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Vielleicht hilft dir es ja ein wenig wie mein Einstieg anno damals in den Bereich Hundetraining begonnen hat. 10 Jahre bin ich darin nun tätig.

 

Angefangen hat alles als Gassigänger in einem Tierheim, doch recht flott zeigte sich auch ein Händchen für Hunde. So dass ich nach einem halben Jahr durch die Tierheimleitung auch an internen Fortbildungen teilnehmen durfte und weiter mit den Hunden ehrenamtlich unter Aufsicht anfangen durfte zu arbeiten. Mir wurde sehr viel Praxis vermittelt in den folgenden Jahren. Mein Handicap zu Beginn war, aus meiner Sicht, das fehlende Theoriewíssen. Dies habe ich durch Fachbücher und spezielle Seminare nachgeholt.

Natürlich kamen mit der Zeit auch Praxisseminare und Trainerwochen hinzu, sowie Praktika bei Hundetrainern. Viel wurde in den letzten Jahren auch mit Videoanalysen gemacht, was mir wirklich sehr geholfen hat den ein oder anderen Fehler bei mir zu entdecken, bzw. bestimmte Praktiken zu verbessern. Im Agility bin ich früher selbst aktiv gewesen und habe an Turnieren teilgenommen und Hunde einige Jahre trainiert.

 

Über die Jahre habe ich sehr viele "Zettel" gesammelt usw., so dass ich kein Problem hatte die §11 Genehmigung zu erhalten. Mein Veterinäramt besteht darauf, dass jeder Hundetrainer in deren Gebiet mind. einmal im Jahr eine Fortbildung besucht.

 

Wie du siehst habe ich keine dieser Einrichtungen für eine Ausbildung genutzt, sondern individuell mich ausbilden lassen. Und wie mit den Trainingsmethoden, hat auch dazu jeder seine eigene Sicht. Einige schwören auf die mehrjährige Ausbildung div. Anbieter, andere auf das Angebot der IHK, wiederum andere auf Individualität und andere schauen Rütter/Milan und meinen sie wissen was Sache ist :P . Vom Finanziellen her war es in etwa auch die Summe welche Anbieter für die Ausbildung verlangen über die Jahre.

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Es kommt auch ganz darauf an, wie du das meinst. Als Übungsleiter in einem Verein ist der Weg relativ einfach, dazu musst du nur einen passenden Verein finden und dich dort schulen lassen. Meist wird dort erst einmal reichlich Praxis an der Seite von erfahrenen Übungsleitern vermittelt, dann geht es auf die Schulungen des jeweiligen Verbandes, der dann auch den Trainerschein erteilt. Das ist alles die ehrenamtliche Schiene.

 

Soll es gewerblich werden, führt kein Weg am zuständigen Veterinäramt vorbei. Zwar kannst du dich vorher bei allen möglichen Instituten erkundigen, aber die Voraussetzungen für eine Genehmigung nach dem §11 sind regional z.T. extrem verschieden. Es kann also schon sein, dass du mit der gleichen Ausbildung je nach Standort mal sachkundig bist und mal nicht. Und es wäre ja doof, viel Geld für eine Ausbildung zu investieren die hinterher in deinem geplanten Wirkungsfeld gar nicht anerkannt wird.

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Vielen Dank ihr Lieben!
Das hilft mir schon ungemein weiter.. also werde ich mich erstmal an mein Veterinäramt wenden und mich dort kundig machen.

Mein Plan ist es mich damit, zumindest erstmal nebenher Selbstständig zu machen, kein Verein.

Arbeiten möchte ich, so ist zumindest mein Plan, über positive Verstärkung zu arbeiten, mich ein wenig „spezialisieren“ auf Ridgebacks, bzw Sensible Hunde… hoffe man versteht was ich meine :)

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