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Hundeforum Der Hund
Luly79

Theo bedrängt Besuch sehr stark

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Hallo,

 

ich hab mich grad hier vorgestellt und beginne auch gleich mit dem ersten Problem, welches wir mit unserem Dicken haben. 

Unser Theo ist jetzt knapp 1,5 Jahre alt und ein sehr freundlicher, aber auch sehr ungestümer großer Hund. Er liebt wirklich alles und jeden - und genau das ist unser Problem, welches wir nicht in den Griff kriegen. 

Ich freu mich total, dass wir einen freundlichen Hund mit keinerlei bösartigen Ansätzen bei uns haben. Zumal er ja einen anderen Besitzer vor uns hatte. Wenn nun jedoch Besuch kommt, dreht er völlig durch. Er freut sich unheimlich und ist dann nicht zu bremsen. Es wird gekläfft, geleckt und vorallem - gesprungen! Das geht einfach nicht, denn mit seinen 30 KG hat er schon so manchem Besuch unbeabsichtigt Schmerzen und kleine Wunden zugefügt. Er lässt sich in dieser Situation von uns auch nicht ablegen, er reagiert null auf irgendwelche Befehle. Wahrscheinlich ist er in dem Moment so gestresst, dass er nichts an sich ranlassen kann. 

In die Hundeschule wollen wir nun auch gehen. aber es muss doch irgendwas geben, was wir nun zu Hause schon tun können.

Hinzu kommt, dass ich im vierten Monat schwanger bin, und dann auch nicht mehr so beherzt eingreifen kann, wenn er zu doll springt. Auch ist es mittlerweile so weit, dass ich derzeit keine Freundinnen mit kleinen Kindern einladen kann, weil ich Angst habe, dass er den Kleinen unbeabsichtigt weh tut. 

 

Ich hoffe, dass ihr mir ein paar Tipps und Übungsansätze geben könnt. Wir lieben unseren Theo, und gerade deswegen müssen wir das endlich irgendwie in den Griff kriegen. Nicht zuletzte auch deswegen, weil ab nächstem Frühjahr hier noch ein kleines Würmchen mit im Haus wohnt ;)

 

Liebe Grüße, Mellie mit Theo 

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Hat niemand nen Tipp für mich? Oder nen hilfreichen Ansatz?

 

LG Mellie 

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Leider fällt mir grad nix gescheites ein. Bin mir aber sicher, dass die foris noch mit schlauen Ideen kommen werden :D

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Hey,

 

erste mögliche schnelle Maßnahme wäre eine Hausleine. Habt ihr das schon mal probiert?

Oder eine Box/einen Kennel?

Zweitens, auch in Bezug auf den Säugling, der in nicht mehr all zu ferner Zukunft bei euch leben wird (glückwunsch!): habt ihr die Möglichkeit den Hund räumlich zu separieren zB durch ein Gitter? http://bild2.qimage.de/tuergitter-treppenschutzgitter-hundegitter-foto-bild-99823582.jpg

 

Das hält keinen gesunden, großen Hund davon ab, rüber zu springen oder das Ding umzunieten. Aber es ist eine optische Grenze, die man auch den wildesten Pappnasen relativ leicht beibringen kann NICHT zu überspringen. 

Der Hund hätte weiterhin Sichtkontakt und wäre nicht isoliert. Es ist eine erste Basis für ein Training.

 

Zu guter letzt: es ist höchste Eisenbahn um mit ihm zur Hundeschule zu gehen.

Nicht mehr lang, und du kommst mit Baby auf dem Arm nach Hause. Das möchte der wilde Kerl natürlich kennen lernen. Ihr müsst ihm bis dahin dringend beibringen, wie freundliche/vorsichtige Annäherung funktioniert. Ohne Konsequenz und Regeln geht das nicht.

Aber ihr habt noch genug Zeit, müsst nur jetzt loslegen.

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Ich habe derzeit keinen Hund, der uns so stürmisch begrüßt, hatte aber vor 35 Jahren einen Kerry-blue-Terrier, der das gern tat. Ich habe es geschafft, ihm das abzugewöhnen, indem ich ihn beim Kommen völlig ignoriert habe und erst begrüßte, wenn er sich beruhigt hatte. Wenn er springen wollte, ging ich beiseite.

Zur damaligen Zeit wurde auch empfohlen, die Vorderpfoten festzuhalten, das wäre dem Hund wohl unangenehm und er unterläßt das Anspringen. Oder man sollte ihm sanft! und natürlich ohne Schuhe auf die Hinterpfoten treten (nur bei sehr großen Rassen). Ich weiss aber nicht, ob das heute noch so ist und da solltest Du Dich besser bei einem Hundetrainer erkundigen.

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Wird er erst wild wenn der Besuch eintritt oder schon beim Klingeln?

Wenns schon beim Klingeln los geht, kannst du das schön trainieren. Es klingelt, Hund wird auf den Platz geschickt/geführt,

dort abgelegt/notfalls angebunden, Belohnung.. Das mehrmals am Tag gemacht, dürfte schon etwas bringen.

 

Bei mir gilt grundsätzlich, dass ICH den Besuch begrüße-er kommt auch für mich! Also hat der Hund an der Tür/ im Flur

erstmal nix zu suchen. Mit einer Hausleine dran (wie eben schon vorgeschlagen) kannst Du ihn ohne große Diskussion

wegführen, wo fixieren/ablegen und belohnen.

 

Besucher sollte den Hund nicht beachten, auch nicht ansehen, wenn er sich benimmt wie ein Verrückter.

Sämtliches Hochpuschen mit Quietschestimme und Schenkelklopfen vermeiden bitte. Würde erstmal ne Zeitlang

den direkten Kontakt verhindern, Hund soll erstmal lernen ruhig zu bleiben. Versucht er dann, im direkten Kontakt wieder

hochzuspringen, sollte der Besuch sich abwenden-keinesfalls noch streicheln/tätscheln/Beachtung schenken.

Du solltest ihn dann ruhig aber bestimmt, zb mit einem "Na" vom Springen abhalten und ruhig zu seinem Platz führen.

 

 

Frag Freunde, ob sie mal Zeit haben 1-2x mit dir zu üben, mal kurz klingeln, reinkommen, wieder gehen.

Zu oft hintereinander an einem Tag bringt nicht unbedingt viel-lieber immer wieder mal. Wenn dein Hund auf seinem Platz

liegt und angespannt ist, kannst Du ihm etwas hartes zum Kauen geben,das baut Stress ab. Und lob ihn ruhig wenn er auch ruhig ist.

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Zweitens, auch in Bezug auf den Säugling, der in nicht mehr all zu ferner Zukunft bei euch leben wird (glückwunsch!): habt ihr die Möglichkeit den Hund räumlich zu separieren zB durch ein Gitter? http://bild2.qimage.de/tuergitter-treppenschutzgitter-hundegitter-foto-bild-99823582.jpg

 

Das hält keinen gesunden, großen Hund davon ab, rüber zu springen oder das Ding umzunieten. Aber es ist eine optische Grenze, die man auch den wildesten Pappnasen relativ leicht beibringen kann NICHT zu überspringen. 

Der Hund hätte weiterhin Sichtkontakt und wäre nicht isoliert. Es ist eine erste Basis für ein Training.

 

 

Mit dem Gitter ist gar keine schlechte Idee, so könnte er etwas in seine Schranken gewiesen werden. Das probieren wir mal aus. 

Eine Hausleine haben wir bisher noch nicht probiert. Da wäre dann für mich wahrscheinlich wieder das Problem des Festhaltens (was im Moment bei seinem Gewicht echt schwer für mich ist)

 

Mit Ignoranz haben wir es zumindest soweit geschafft, dass er meinen Verlobten und mich nicht mehr so stürmisch begrüßt. Da wird dann nur gewuselt und ganz schnell ein Spielie geholt. Klappt aber leider nur bei uns und bei Leuten, die er ganz häufig sieht - sofern die dann nicht plötzlich wieder in alte Verhaltensmuster zurückfallen, und Theo sofort quietschend begrüßen. Dann flippt er natürlich sofort volle Kanne aus.

Für Donnerstag habe ich eine Freundin mit Baby eingeladen, die schon lange nicht mehr hier war. Und das bereitet mir echt schon Kopfzerbrechen, wie ich das bewerkstelligen soll  :rolleyes: 

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Nach meiner Erfahrung haben Hunde, die in aufregenden Situationen kaum zu bändigen sind, meist auch in anderen Lebensbereichen einen Mangel an Selbstbeherrschung.

Kann er bleiben und ruhig warten, wenn du ihm das sagst, auf einer Stelle, egal ob stehend, sitzend oder liegend?

Kann er "halt" oder "stop" wenn er flott unterwegs ist?

Kann er ruhig zugucken, wenn du Futter zubereitest?

Kannst du ihn aus dem Spiel mit anderen Hunden herausrufen?

Kannst du ihn problemlos wegschicken? Oder aus einem Zimmer rausschicken?

Gibt er Sachen her, mit denen er gerade spielt?

Die Liste könnte man jetzt noch fortsetzen, aber das sind erst mal ein paar Anhaltspunkte zur Einschätzung.

Wenn hier noch Defizite bestehen, würde ich an denen beginnen zu arbeiten. Die Stichworte heißen neudeutsch Impulskontrolle und Frustrationstoleranz :)

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Mit dem Gitter ist gar keine schlechte Idee, so könnte er etwas in seine Schranken gewiesen werden. Das probieren wir mal aus. 

 

 

Man darf das jetzt nicht falsch verstehen.

Die Kombi darf nicht sein: Gitter - Hund dahinter frustig.

Sondern es muss sein: Gitter - gezieltes Training - Hund in Maßen frustig - Erfolgserlebnis.

 

Es bringt absolut gar nix den Hund hinter ein Gitter zu sperren und ihn dort mit seinem Frust allein zu lassen. Im blödesten Fall tobt er sich dort wunderbar aus und steigert sich noch rein. Der Lerneffekt wäre fatal.

Also habt das als Mittel zum Zweck und Trainingshilfe im Kopf.

 

Ist Theo euer erster Hund?

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Nach meiner Erfahrung haben Hunde, die in aufregenden Situationen kaum zu bändigen sind, meist auch in anderen Lebensbereichen einen Mangel an Selbstbeherrschung.

Kann er bleiben und ruhig warten, wenn du ihm das sagst, auf einer Stelle, egal ob stehend, sitzend oder liegend?

Kann er "halt" oder "stop" wenn er flott unterwegs ist?

Kann er ruhig zugucken, wenn du Futter zubereitest?

Kannst du ihn aus dem Spiel mit anderen Hunden herausrufen?

Kannst du ihn problemlos wegschicken? Oder aus einem Zimmer rausschicken?

Gibt er Sachen her, mit denen er gerade spielt?

Die Liste könnte man jetzt noch fortsetzen, aber das sind erst mal ein paar Anhaltspunkte zur Einschätzung.

Wenn hier noch Defizite bestehen, würde ich an denen beginnen zu arbeiten. Die Stichworte heißen neudeutsch Impulskontrolle und Frustrationstoleranz :)

Aaaaaaaaaaaalso....was das füttern angeht, haben wir ihn mittlerweile soweit, dass er erst nach Aufforderung durch uns und/oder eine "Gegenleistung" wie eine kleine Trickfolge an seinen Napf geht. Hat sehr lange gedauert, aber für uns doch ein großer Erfolg.

Alles andere klappt mal mehr, mal weniger gut. Allerdings auch nur, sofern es im Haus bzw. im eigenen Garten passiert. Auf Spaziergängen funktioniert leider gar nichts...unsere zweite große Baustelle  :blink:

 

Und ja, Theo ist unser erster Hund. Wir sind da vielleicht etwas unbedarft rangegangen, wahrscheinlich auch, weil er sehr schnell einen neuen Besitzer brauchte. Aber das soll uns nicht daran hindern, das trotzdem alles gut hinzukriegen.

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