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Hundeforum Der Hund
LinShan

Versicherungsfall oder nicht?

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Hallo, hab da mal ein richtiges Problem.

Vor drei Tagen kam es zu folgender Situation auf dem Hunde Freilauf Platz. Mein Sharpei Balu spielte fröhlich mit ein paar Hundekumpeln. Als ein neuer Hund, eine Bordeaux Dogge auf dem Platz kam rannten alle hin wie bei jedem "neuen". Der Hund war nicht interessiert und lief neben seiner Besitzerin über den Weg bis ans andere Ende des Platzes. Als sie zurückkam war mein Balu in einem Gebüsch und kam raus, ging (nicht schnell oder so) auf die Dogge zu und wollte nochmal schnüffeln. daraufhin fletschte die Dogge die Zähne und sprang auf Balu zu. dieser sprang rückwärts weg und ich sah aus den Augenwinkel dass er mit einem Hinterbein sehr unglücklich aufkam da das Bein einfach wegknickte.

mein Hund rannte sofort weg und humpelte erst, dann lähmte er richtig und legte sich auf den Boden. ich war sofort mit meinem Hund beschäftigt und habe mich nicht um die Besitzerin der Dogge kümmern können. andere Hundebesitzer haben die Frau angesprochen, die einfach weiter gegangen war. Die meinte aber " ach, da ist schon nichts passiert" und verließ den Platz.

Da mein Hund starke schmerzen zeigte und nicht mehr auftreten konnte bin ich sofort zum TA. Leider habe ich noch keinen eigenen, also zum nächstbesten. dieser hat wenig gemacht aber mir das gut verkauft. Balu sollte sich mal ausruhen und wird schon wieder.

Die Nacht war schrecklich da mein Hund geschrien hat vor schmerzen. Also wieder zum Tierarzt. Gleiche Praxis, anderer Arzt. Diesmal gabs Schmerzmittel und eine bessere Untersuchung. Mit Schmerz Medikamenten wurde ich nach Hause geschickt. Hund soll ruhen, aber wenn es schlimmer wird soll ich in die Klinik.

gestern morgen konnte Balu weder das rechte noch daa linke hintere Bein bewegen. also bin ich sofort in die Tierklinik der FU.

Das erste mal nun eine richtig gründliche Untersuchung mit hinzuziehen eines Neurologen. dann ein CT. eine Stunde später war Balu im OP und wurde in einer, wie der Neurologe hinterher zu mir sagte, viel schwierigeren OP als erwartet operiert. durch den kleinen Sturz beim Wegspringen vor der Dogge gab es eine Quetschung der Bandscheibe, dort ist Material ausgetreten und es gab auch Einblutungen die bis ins Rückenmark gingen.

nebenbei, es geht ihm jetzt, einen Tag nach der OP irritieren gut, er pinkelt schon alleine ;)

Ist aber nach wie vor natürlich in der Klinik.

so, das zu dem was passiert ist. Meine Frage nun. was soll ich tun? Die anderen die auf dem Platz waren und die Situation bezeugen können sagten das sein ein klarer Versicherungsfall und die Haftpflicht der Dogge müsste dafür aufkommen, bisher bin ich bei knapp 2000€ TA Kosten.

allerdings kommt die Frau nur selten auf den Platz und keiner kennt sie wirklich.

Ich habe schon mehrere Hundebesitzer in der Nachbarschaft angesprochen und auch in den paar Geschäften hier gefragt. alle halten die Augen offen.

Wie verhalte ich mich jetzt richtig? Lohnt sich der Aufwand überhaupt? ist es ein Versicherungsfall?

Das sind meine Fragen. hoffe auf Antworten....

danke schonmal

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Hallo,

 

das klingt ja wirklich schrecklich :wacko:

aber vom Bauch heraus würde ich nein sagen.

Es waren beide ohne Leine !?

Deiner war ja praktisch der Auslöser, da er hingelaufen ist, die Bordeaux Dogge fand das blöd, hat deinen Hund aber nicht direkt berührt oder? Deiner hat sich nur "erschreckt" oder ist geflohen und ist dabei "blöd" aufgetreten !?

 

Ist vielleicht sehr vereinfacht aber stell dir vor zwei Kinder spielen und das eine erschreckt das andere, weswegen dieses hinfällt und sich weh tut. Da kann man ja auch nicht das andere Kind "anklagen". Das bekommt höchstens eine Ansage.

Auch wenns leider noch so blöd klingt...

Bestimmt weiß jemand anders noch etwas mehr als mein Bauch ;)

 

Natürlich gute Besserung für deinen Hundefreund. :)

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Am einfachsten wäre deine Versicherung fragen. Die kennen sich da ja aus und können die da genau sagen was sache ist.

Allerdings gehe ich stark davon aus das du nichts zurück bekommst da das ganze ja deine bzw die schuld deines Hundes ist der einfach dahin gegangen ist. Der andere Hund hat darauf absolut angemessen reagiert.

Das sind halt die Gefahren solche Auslaufplätze.

Teures Lehrgeld

Alles Gute für deinen Hund

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Ich denke, einklagen wirst Du nichts können, da die Dogge Deinen Hund nicht verletzt hat.

Aber, vielleicht ist die Besitzerin ja so freundlich und meldet den Vorfall dennoch ihrer Versicherung, denn ihr Hund war ja Auslöser des Unfalls, wenngleich es Dein Hund war, der zur Dogge hinlief. Nun sind Hundekontakte in Ausläufen normal und Sinn der Sache, insofern hat auch Balu nichts falsch gemacht. Dass er sich erschreckt hat und bei seinem Fluchtversuch einen folgenschweren Unfall hatte, kann passieren. Genau für solche Situationen hat man doch eine Versicherung. Ob die das letztlich auch so sehen, bliebe abzuwarten. Aber fragen kostet nichts. Wenn Du die Frau also wieder mal siehst, sprich sie freundlich an, erzähle ihr von den Folgen des Sturzes und dann werdet ihr hoffentlich eine Lösung finden.

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Erst mal: Alles GUTE für Deinen Hund!!

 

Dann: Wäre das gleiche mit einem Menschen passiert, wäre es sehr wohl ein klarer Versicherungsfall. Da reicht "Erschrecken + Stürzen" als "Verwirklichung der Tiergefahr".

 

Bei Hund zu Hund würde ich sagen, dass Dir nichts zusteht. Immerhin hast Du ungehindert Deinen Hund dort hin gelassen ;-( Und der Dappes (das meine ich jetzt echt liebevoll, hab auch so einen Hasenfuß) hat sich übermäßig erschreckt ...

 

Stell Dir mal vor, DU gehst mit Deinem angeleinten oder dicht und gut bei Dir laufenden Hund irgendwo lang und ständig kommen "DERTUTNIXE" angerannt und Deiner an der Leine knurrt nur - der "TUTNIX" stürzt von dannen und Du wirst danach auf Schadenersatz oder ähnliches verklagt.

Bitte wie hätte sich das Gegenüber denn verhalten sollen, damit das ganze nicht passiert? Sie hatte doch überhaupt keine Chance ... Jedoch hättest Du Deinen Hund dort nicht hin lassen dürfen ;-( Es gibt verdammt viele Hunde, die mal "beschnüffelt" werden möchten.

 

Ganz nebenbei sind solche starken Verletzungen auch oft Veranlagung. Wenn so ein kleiner Fehltritt reicht, dann wäre es höchstwahrscheinlich so oder so in Kürze passiert (kleinere Vorschäden sind da durchaus zu vermuten).

 

Ich empfehle JEDEM eine OP-Kosten-Versicherung ... Denn ähnliches passiert tatsächlich ganz schnell mal ;-(

 

Nochmal GUTE BESSERUNG!

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Mich würde interessieren, warum die Zeugen der Meinung sind, dass dies klar ein Versicherungsfall sei?
Ich bin nicht dieser Meinung. Unsere Mila mag auch nicht beschnüffelt werden und würde ebenso reagieren. Ok, wir meiden daher auch Massenausläufe für Hunde, aber dennoch ging Dein Hund zu dem Fremdhund. Eigene Schuld :-)

Alles Gute dem Patienten!

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Ich wüsste nicht, wieso die Doggenhalterin zahlen sollte. Das wäre ein Fall für eine Hundekrankversicherung falls du eine hast, aber nicht für die Haftpflicht der Doggenhalterin.

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OK, danke. Wollte mir wie gesagt nur mehrere Meinungen einholen da ich eben unsicher war. meine eigene Logik sagt mir eben auch dass das eben mein eigenes Risiko war.

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Ich schließ mich da den Vorschreibern an, es ist kein Versicherungsfall.

Die Dogge hat ja deinem Hund nichts getan, ausser Zähne gefletscht und auf ihn zugesprungen.

Dass jetzt deiner so einen Schaden hat ist schon traurig, ich wünsch ihm gute Besserung.

Falls du eine Hundkrankenversicherung hast, kannst es dort probieren, ob die zuzahlen.

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