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Hundeforum Der Hund
neko

Danke euch. Erlebnisbericht Patenkind, panische Angst und Paule

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hallo liebe Fories,


na, das war mal ein toller Nachmittag.


 


Paul war erstmal im Garten. 


Also konnte Jonas problemlos ins Haus kommen. 


War ja kein Hund da. 


 


Ich hatte beschlossen, dass wir gemeinsam zur Parzelle gehen.


Also los.


Paule an der Leine.


Jonas im großen Sicherheitsabstand hinterher. 


 


Große Angst bei Jonas. Und viel Skepsis.


Paule ist ja zum Glück, was Menschen anbelangt, tiefenentspannt.


Er war Besuchshund im Altenheim. Und ist so geduldig und gutmütig.


Sonst wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, dass er Trainerhund für Jonas werden kann.


 


"Ich hab Angst vor Hunden.", sagt Jonas.


"Jonas? Wer ist Jonas? Dieser kleine Hibbel, der immer wegrennt? Mir doch egal! Ich hab Wichtigeres zu tun.", denkt Paule. 


"Hunde sind gefährlich.", sagt Jonas. 


 Paul schnüffelt und markiert.


"Hunde beißen.", sagt Jonas.


 Paul schnüffelt und markiert.


Jonas im großen Sicherheitsabstand hinterher.


 


Dann wirds echt "gefährlich".


Am See angekommen, mache ich Jonas das erste Spielangebot für und mit Paul.


Leckerlies verstecken.


Dumm nur, zum suchen, muss ich Paule ableinen.


 


Spielspaß siegt bei Jonas.


"Okeeeee", sagt Jonas und versteckt Leckerlies in einem Baum.


Ich leine Paule ab.


Jonas versteckt sich hinter mir.


Paule sucht.


Jonas ist begeistert. Will mehr verstecken.


Aber Paule läuft ja frei.


 


Wieder siegt der Spielspaß und Jonas vergisst, das Paule keine Leine mehr trägt.


Er versteckt.


Paule sucht.


 


So geht es weiter, bis eine Bekannte mit ihrem Hund vorbeikommt.


Jonas rennt weg.


 


FREMDER HUND!


 


Emma und Paule beschnüffeln sich.


Jonas guckt.


Emma und Paule spielen.


Jonas läuft noch ein bißchen weiter weg und guckt.


 


Dann gehen Emma und Frauchen weiter und wir auf Parzelle.


Paule die ganze Zeit offline.


 


Jonas ist unsicher, vergisst aber in der Hängematte als Käptn Jack Sparrow bald Paules Anwesenheit und schaukelt hoch und höher.


Mir als Leichtmatrose in der Hängematte wird übel und übler.


 


Also, ich raus aus der Hängematte.


Jonas bleibt.


Paule sitzt neben der Hängematte und bleibt auch.


 


Jonas und Paule sind zum ersten Mal allein im Garten.


Kein Problem.


Jonas spielt.


Paule döst.


 


Und so gings weiter.


Das erste Eis war gebrochen.


Ich hab Jonas dann das Sitzzeichen beigebracht, dass er ziemlich ungenau ausgeführt hat.


Dafür mit viel Gerede. 


Und hab mich, DANKE FÜR DEN TIPP, hinter Jonas gestellt und auch ein Sitzzeichen gemacht.


Paule sitzt.


Jonas ist begeistert.


 


Und wurde immer unerschrockener.


 


Es fing an zu regnen. Paule und Jonas in einem Raum, nicht mal 20 cm voneinander entfernt. 


Jonas entspannt.


Paule entspannt.


 


Das Tollste war dann, als wir dann an der Weser in einem Café waren und Jonas sich ein Eis holte. Er musste an einem großen schwarzen Hund vorbei. Vorher völlig undenkbar. Ging. Zwar mit Angst und Vorsicht. Aber Jonas ging vorbei. 


 


Und danach, noch toller.


"Darf ich auch mal die Leine halten?"


"Na klar."


Unbeholfen. Hund führt Kind. Aber Jonas hatte Paule an der kurzen Führleine. Quatschte viel zu viel. 


Hab ihm erklärt, dass Paule das nicht versteht, aber Richtungswechsel und Angeben der Richtung, WENN ER ES MACHT UND NICHT SABBELT.


Jonas fing an das umzusetzen.


 


Rannte dann wieder weg, als uns auf der Brücke ein anderer Hund begegnete.


 


Finde ich jetzt aber nicht wirklich schlimm. 


Ich bleibe dran.


Hab nichts erzwungen, aber viel erreicht. Auch für diesen Tipp großes Danke.


 


Ich glaube, seine Angst kommt daher, dass er keinen Umgang mit Hunden hat. 


Generelle Unsichereheit.


Meideverhalten von Jonas. 


Wegrennen. 


Straßenseite wechseln.


Angstphantasien.


 


Ich hoffe, je mehr er mit Hunden, mit Paule zu tun hat, desto schneller geht die Angst weg.


Ich hoffe der Respekt bleibt.


 


Ich mache weiter. 


Und wünsche mir, dass Jonas bald sagt: "Ich habe keine Angst vor Hunden."


Auf jeden Fall fängt Jonas an, interessierte Fragen zu stellen.


"Wieso haben Hunde so kleine Füße?"


"Warum findet Paul die Leckerlies wenn die so gut versteckt sind?"


"Wieso hat Paul die Augen nicht zu? Er schläft doch, oder?" 


 


 


 


Ups, ist jetzt ein langer Text geworden.


Danke für all eure Tipps. (Auch die, die ich jetzt nicht erwähnt habe.)


Ihr habt mir alle wirklich und sehr geholfen.


 


Ich freu mich auf noch mehr Ideen.


Demnächst übernachtet Jonas zwei Tage bei mir. 


Nächste Herausforderung.


 


liebe Grüße

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Das ist ja richtig, richtig cool!!

Freut mich sehr, dass das Treffen ein so toller Erfolg war!

Ich denke, zunächst wird sich die Angst gegenüber dem einen Hund legen.

Und dann werden auch die anderen nicht mehr so "böse" sein. :)

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Toll, das ist aber schnell gegangen!

Wichtig finde ich jetzt, dass sich das festigen kann, wirklich nichts forcieren mit anderen Hunden, das braucht länger.

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Klasse, das freut mich für Jonas.

Weiter hier und da mit einbeziehen, irgendwann mal bürsten oder Futter zubereiten lassen (sofern Paule da ebenfalls tiefenentspannt ist), Dinge erklären und auch, falls ihr mal was nicht so nettes beobachtet (Hunde die sich anknurren oder bellen), in Ruhe mit Abstand beobachten und erklären. Streitereien kennt er ja schon aus dem Kindergarten, sieht halt bloß anders aus.

Viel Freude weiterhin mit den beiden!!!

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Das hat ja super geklappt, prima das Du so viel in so kurzer Zeit schon erreicht hast.  :)

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oh das hört sich ja echt super an, ihr werdet das zusammen schaffen

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Das ist wirklich richtig prima gelaufen und Jonas wird irgendwann sehr froh sein, dass er an und mit Paule üben durfte. Du hast das richtig klasse organisiert und durchgezogen. Paule ist klasse und Jonas lernt.

Weiter so, das ist wirklich schön. Ich hätte mir gewünscht, dass ich als Kind so jemanden gehabt hätte, der mir meine (von meiner Mutter anerzogene) Angst auf so einfühlsame Art genommen hätte.

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Sehr schön :)

 

Ich seh auch immer wieder Kinder, die "panische Angst vor Hunden" haben... und dann aber, bei näherer Betrachtung, nur einfach keinerlei Ahnung haben wie ein Hund so funktioniert und oft auch von Eltern eingeredet bekommen, sie hätten Angst.

 

Nicht, dass das bei Jonas so ist, das will ich nicht sagen. Aber vieles wird, gerade bei Kindern, heißer gekocht als es dann gegessen wird. Und leider führt es eben auch dazu, dass sich solche Angst nie legt als Erwachsene.

 

Wie gesagt, nicht dass das IMMER so ist. Aber eben doch sehr oft. 

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Super toll, das muss doch auch für Jonas ein tolles Erfolgserlebnis sein!

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hallo alle,

ja, das war ein echt schöner Tag!

 

Und klar, mache ich weiter.

 

Im Moment hat Jonas vor allem noch Angst bei schnellen Bewegungen von Paule. Oder wenn Paule ihn anguckt.

Ich kann das sooo gut verstehen, weil es mir lange Zeit mit Hunden auch so ging.

Und das möchte ich Jonas gerne ersparen.

 

Ich habe durch Paul meine Angst vor Hunden verloren.

Weil er so freundlich, geduldig, charmant und einfach nur liebenswert Paul ist.

Und dafür liebe ich meinen verrückten, anarchischen Hund. :wub:  (Natürlich nicht nur deswegen.)

 

 

Jonas fiebert dem nächsten Treffen jedenfalls schon entgegen.

Mit großem Lust-Gruseln...

Ich finde toll, wie Jonas diese Herausforderung annimmt.

 

Jonas möchte gerne die zwei Tage hier übernachten und malt sich schon aus, dass Paul nachts ans Bett kommt und schnüffelt. Und gruselt sich. Aber traut sich auch.

Ich werde neben ihm schlafen und ihn "beschützen".

Und natürlich ist die Tür zu. Paule kann also nicht ungebeten hereinkommen.

Es sei denn, Jonas will das. :)

 

 

Er hatte auf jeden Fall am Wochenende ein Erfolgserlebnis.

Aber die Angst ist natürlich noch da. Sein bester neuer Schulfreund hat einen jungen Hund. Den sperrt die Oma zwar weg, wenn Jonas kommt, aber Jonas will nicht kommen, weil da der Hund ist. 

 

 

Und ich glaube auch, wie ihr, dass es Zeit braucht, aber wenn er mit Paule vertraut ist, dann wird es auch mit anderen Hunden klappen.

 

Und Futter geben das ist eine gute Idee. Da ist Paul zwar alles andere, nur nicht tiefenentspannt. Aber er kann auf Zeichen sitzen und warten. Und auf Zeichen an den Napf gehen. 

Und bürsten? Mal gucken. Das ist ein nächster großer Schritt.

 

Hach ich bin einfach nur stolz auf die beiden. Und freu ich.

 

Und berichte gerne weiter.

 

liebe Grüße an euch alle und gute Nacht.

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