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Hundeforum Der Hund
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Verpflichtung, Loyalität oder doch was anderes

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Loyalität?

 

Woran will man die festmachen (bei einem Hund)?

 

Selbst in beruflichen Verhältnissen ist das nicht eindeutig zu beschreiben. Und dazu kommt noch: von welcher Seite aus betrachtet "loyal".

Der eine gilt schon als loyal, weil er sich nicht deutlich gegen die beknackte Managemententscheidung xy wehrt (aus Sicht des Managements) - der andere findet seinen Coworker loyal, weil er sich gegenüber Vorgesetzten mal positiv in Punkt xy für seinen Mitarbeiter ausspricht.

 

Loyalität impliziert für MICH immer eine bewusste Entscheidung basierend auf so unterschiedlichen Punkten wie:

 

1)Gefühlsnähe

2)Abwägung, was dem eigenen Individuum nützlich ist 

3)Solidarisierung aus übergeordneten Gründen

 

und deren Mischformen.

 

Ob für unsere Haushunde Ersteres oder Zweiteres oder ganz was anderes zuträfe, wage ich nicht zu beurteilen.

Genauso wenig, wie ob einer der Gründe überhaupt zutrifft. Wenn dann, evtl. 3).

 

Ich kann Dir also schlicht gar nichts zu diesem Thema sagen  :) ! Und das meine ich völlig loyal - zumindest so wie unter 3) angegeben.

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Ok. Aber mal unabhängig von der Definition einzelner Begriffe ... gibt es bei Euch so Momente, wo Du den Eindruck hast, der Hund entscheidet sich zu Deinen Gunsten gegen das, was er gerade tun wollen würde? (Er will im Körbchen pennen, kommt aber ins Bett, weil Du so gerne kuschelst // er geht mit Dir nach Hause, obwohl jemand aus der Familie mit Keksen winkt oder ähnliches)??????

Mir fällt da bei meinem so gar nichts ein ... Maximal, dass er mitkommt, wenn ich weitergehe, obwohl er gerne noch spielen würde. Aber selbst da - je nach Intesitaet des Spieles muss ich ihn darauf aufmerksam machen, dass ich gerade gehe

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Hmm...

Wenn dann hatte ich das zu Anfang ein einziges mal bei Tosch. Ich persönlich würde das nicht mit Loyalität in Verbindung bringen. Sie kannte mich noch kaum.

 

Sie hatte ein Trauma mit Autos. Nicht mit Fahren oder Übelkeit usw. Sondern die Wegbeförderung machte ihr extreme Angst. Zurückkommen war recht schnell mit grosser Erleichterung verbunden. Wegfahren war schlimm. 

 

Ein Hund, der sonst vor wirklich gar nichts Angst hat, macht sich klein wie ein Dackelwelpe und versucht unsichtbar zu werden, wenn es um Auto ging.

 

Ich beschreibe jetzt nicht langwierig, was ich dazwischen mit diesem Thema angefangen habe. Ich musste sie aber etwa 3-4 Monate nach ihrer Ankunft hier nach Bayern mitnehmen. Der Termin war für mich (und sie) sehr wichtig. 

 

Ich hatte pauschal einfach 2 Stunden zusätzlich eingeplant und musste einfach nur ankommen. Der Termin selbst war erst einige Tage später.

 

Sie verkroch sich (wie gedacht) im ersten Stock in ihrem Bett. Also Leine dran und warten. Dass ich diesen erwachsenen Hund nicht zu seinem Glück überrumpeln sollte, war mir wohl damals schon klar. Mag ich auch ansonsten eher nicht. Sie brauchte also 40 min um vom Lager aufzustehen - ich habe einfach nur mit Leine dran gewartet. Sie wusste sowieso und selbstverständlich, worum es ging.

 

Dann ist sie in ihr nächstens Körbchen im Erdgeschoss gegangen. Leine ohne Zug dran - 30 min warten. Ich habe ruhig gesessen - sonst nichts gemacht. Die Wände angeguckt. Und ich weiss noch genau, was mir damals durch den Kopf ging. Dass ich genau diesen Hund in dieser Situation niemals zwingen werde. Das hat sich von Grund auf falsch angefühlt.

 

Plötzlich ist sie einfach aufgestanden und in flottem Tempo zur offenen Tür gelaufen. Ich hinterher. Sie rechts abgebogen auf dem Hof in Richtung schon offenem Kofferraum.

Reingesprungen und fertig.

Ich verneige mich vor dem Mut und Vertrauensvorschuss  dieses Hundes bis heute. Sie hat es einfach - Augen zu und durch - gemacht. Alleine schon deshalb könnte ich diesen Hund nie enttäuschen.

 

Ob das Loyalität ist? 

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Ein Hund ist auf seine Menschen angewiesen, ihnen sozusagenn auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Der Hund sieht das bestimmt nicht negativ, es seine Heimat, die er nicht verlieren will. Sogar wenn die Halter ihn schlecht behandeln.

 

 

Vielleicht leiden unsere Hunde ja eher am Stockholm-Syndrom.

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Vielleicht leiden unsere Hunde ja eher am Stockholm-Syndrom.

 

Durchaus, aber das ist anscheinend typisch für Wesen, die in Gemeinschaft leben.

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Echt? Dann zähle ich da wohl nicht dazu.

Ich lasse mich nicht lange von Leuten schlecht behandeln...oder bin gar noch nett zu ihnen.

Den Grad und die Form der Abhängigkeit können gesunde Menschen doch weitgehend selbst bestimmen heutzutage...

Aber hier soll es ja um Hunde gehen.

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Mh, bin nun mal gedanklich verschiedene Situation durchgegangen. Emma kuschelt gerne und kommt auch kuscheln, wenn ich rufe: Komm mal kuscheeeeeln :D Aber dieses Kuscheln kommen wenn ich das rufe, sieht sie bestimmt eher als lustiges Spiel an. Ich werfe mich dann halt - albern wie ich bin - aufs Bett oder Sofa und sie kommt fröhlich dazu gesprungen, dreht sich auf den Rücken und lässt sich kraulen.

 

Wenn ich nun gehen würde und jemand würde mit einem Fleischstück oder einer gegrillten Wurst wedeln, sie würde mit mir gehen wollen...aber würde sich bestimmt zuerst schnell das Leckerchen schnappen.

 

Sie unterbricht allerdings sehr schnell das Spiel mit anderen Hunden, wenn ich weitergehe. Auch wenn das direkt vor oder in unserem Garten geschieht und sie ja nicht mitgehen müsste (sie ist ja Zuhause und müsste nicht fürchten, dass sie mich verliert oder so). 

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In wie weit treffen dann aber Rassebeschreibungen zu.

 

Nur als Beispiel:

Schäferhund: Wachsam, Gehorsam, Loyal, Konzentriert, usw.

 

Wovon wird also sowas abhängig oder überhaupt greifbar gemacht?

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Loyal ist vermenschlicht ausgedrückt, das passt einfach nicht auf das Verhalten von Hunden.
Ich finde den Ausdruck hier völlig unpassend. ;)

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Aber habt ihr nicht auch manchmal das Gefühl bei euren Hunden das es so ist?

Ist das tatsächlich nur Abhängigkeit?

 

Ich meine, mein Hund könnte sich auch einfach in sein Bett legen wenn er keine Lust auf kuscheln hat, tut er aber nur sehr selten.

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