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Hundeforum Der Hund
Ronya MP

Kuvasz in der Nachbarschaft

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Hallo

Heute schreibe ich im Auftrag meiner Großeltern in Ungarn. Sie leben seit etwa 5 Jahren in ihrem jetzigen Haus. Ihre Nachbarn hatten schon seit sie dort leben Hunde. Anfangs nur Flocki, einen kleineren Mischling und seit ca. 2-3 Jahren haben sie auch einen Kuvasz. Sie hatten nun vor etwas mehr als einem Jahr die Idee mit ihr zu züchten, da sie auch häufig mit ihr auf Ausstellungen gehen und regelmäßig Preise gewinnen. Die Hunde Leben im Garten und sind jetzt schon zu siebt, da Dana (der Kuvasz) letztes Jahr Nachwuchs bekommen hat und fast alle Welpen wieder zurück gekommen sind. Das könnte auch an der sagen wir mal mangelhaften Aufzucht liegen. Jedenfalls sind sie hochgradig aggressiv.

So jetzt zu eigentlichen Problem. Meine Großeltern können mittlerweile nicht mal mehr wirklich in den Garten, da sofort 6 bellende und und zähnefletschende Hunde in Ponygröße am Zaun stehen. Auch reagieren diese Hunde auf jedes kleinste Geräusch und daher herrscht eigentlich permanent Gebell. Meinen Großeltern ist jetzt schon ziemlich Angst und Bange, da schon mehrmals Löcher in den Zaun gebissen wurden. Auch hat die "Bande" neulich eine Katze regelrecht zerfetzt und auch schon den Althund krannkenhausreif gebissen.

Nun haben meine Großeltern schon mehrfach versucht die Hunde kennenzulernen, damit diese nicht mehr so reagieren, aber bis jetzt hat nichts geholfen. Was können Sie noch tun, damit sich dieser Zustand verbessert? Ich will mir nunmal nicht ausmalen was wäre wenn plötzlich 6 Kuvasz im eigenen Garten stehen. Einer war schon mal fasst drin und wollte meinen Opa beißen. Habt ihr Tipps was meine Großeltern machen können?

Danke für eure Hilfe

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Das ist ein furchtbarer Zustand. Ich weiss nicht, ob es in Ungarn Zweck hat, Behörden einzuschalten, vermutlich aber eher nicht und sicher wollen Deine Großeltern auch mehr ihre Ruhe und keine Behördengänge absolvieren. Da ich glaube, dass die Nachbarn mit so vielen großen Hunden in jeder Beziehung überfordert sind, könnten Deine Großeltern Kontakt zu einer Tierschutzorganisation aufnehmen, die sich mit den Nachbarn gütlich auf eine Übernahme der Hunde in den Tierschutz einigen könnten.

Auch wir haben mal in einem Haus gelebt, wo die Nachbarn einen hochaggressiven DSH hatten, der ständig versucht hat, unsere beiden kleinen Rüden zu attackieren. Unsere erste Maßnahme war, einen Sichtschutz über die gesamte Zaunlänge anzubringen, dass wir ihn wenigstens nicht mehr sehen mussten sondern nur noch sein "Gebrüll" hörten.

Da er aber auch draussen aggressiv war und ihn seine Halter überhaupt nicht in der Hand hatten, sind wir nach 2 1/2 Jahren ständiger Angst um unsere Beiden umgezogen.

Damals habe ich mich gescheut, einen Nachbarn anzuzeigen, heute würde ich das tun.

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Was sagen denn die Besitzer der Hund dazu?
Ich würde als erstes darum bitten - eindringlich! - dass die Besitzer der Tiere einen sicheren Zaun aufstellen, der tunlichst auch gleichzeitig als Sichtschutz dient.
Oder wäre es Deinen Großeltern selbst möglich, solch einen Zaun aufzustellen?

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Erstmal danke für eure Antworten.

Behörden einschalten bringt nichts und leider ist das ne ziemlich blöde Lage, dadurch, dass der Nachbar auch noch mit vielen aus Dem Tierschutz - Bereich verwandt ist. Klingt zwar unglaubwürdig scheint aber so. Er steckt auch mit anderen aus der Tierschutzbehörde unter einer Decke, da er sonst nicht mal die Erlaubnis hätte zu züchten, da er zu viele Hunde auf einem Grund hat.

Zaun aufstellen geht rein finanziell nicht. Meine Großeltern bekommen so um die 300€ Rente zusammen. Die Halter sind davon überzeugt, dass das normal ist. Aber die Hunde sind selbstverständlich nicht erzogen und hören auch nicht.

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Oh Mann, das ist eine blöde Situation.

Wenn weder der Behördenweg, noch der Weg über eine Tierschutzorga Sinn macht, dann bleibt wohl nur Selbsthilfe.

Kannst Du nicht in der Verwandtschaft eine Art Spendenaufruf starten, um Geld für den Zaunbau zu sammeln und evtl. den Großeltern im Urlaub helfen, einen sicheren Zaun aufzustellen?

Ich weiß - eigentlich ist das nicht deren Verantwortung, aber zum Schutz für Leib und Seele wäre mir das dann egal Hauptsache Oma und Opa sind gesichert.

 

Ansonsten würde ich auf alle Fälle den Großeltern sagen, dass sie die Hunde nicht provozieren sollen, indem sie um Kontakt buhlen. Das könnte genau das Gegenteil bewirken, was sie erreichen wollen. Besser  den Hunden signalisieren, dass man keinesfalls in "Ihr" Territorium eindringen will, anstatt aktiv drauf zugehen, damit sie nicht zum Verteidigen herausgefordert werden.

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Hallo Ronja,

 

das ist ein wirkliches Problem, das Deine Großeltern da haben.

Ich habe auch einen Kuvasz und lebe zeitweise in Ungarn. Von daher kann ich das Problem gut nachvollziehen.

Sind Deine Großeltern Ungarn oder Deutsche und leben dort? Wenn sie Deutsche sind, können sie sich gut in der Landessprache verständigen?

Ich frage deshalb, weil ihnen eigentlich nur bleibt sich mit den Nachbarn zu verständigen und zu bitten, dass diese die Hunde etwas besser kontrollieren und den Zaun besser sichern.

 

Von meinem Kuvasz weiß ich, dass diese sehr auf Umweltreize reagieren. Auch wir hatten ständiges Gebell am Zaun und zu den Nachbarn. Da hilft nur das ständig zu unterbinden und für den Hund verständlich zu bewerten. Z.B. die Nachbarn werden nicht angebellt. Mit der Zeit lernt der Hund, das ist ungefährlich und ich muss nicht melden.

 

Versuche z.B. durch den Postboten, sich einzuschmeicheln machen den Hund erst recht böse. Davon kann ich auch nur abraten, zumal es sich um ein Rudel handelt und das entwickelt eine ganz andere Dynamik als ein einzelner Hund.

 

Der Tierschutz wird wohl nicht helfen, die haben ganz andere Probleme als Hunde die am Zaun bellen und die Nachbarn stören.

Man könnte in der Gemeindeverwaltung vorsprechen, aber im dörflichen Umfeld wird Hundegebell als üblich angesehen.

 

Als Sicherung von Eurer Seite fällt mir als schnelle Lösung ein elektrischer Weidezaun ein. Der könnte im geringen Abstand vom eigentlichen Zaun installiert werden und verhindert, dass die Hunde auf das Grundstück der Großeltern gelangen.

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Nun haben meine Großeltern schon mehrfach versucht die Hunde kennenzulernen, damit diese nicht mehr so reagieren,

Wie sah das aus?

Mein erster -wahrscheinlich unrealistischer- Gedanke war, dass deine Großeltern bei der Fütterung dabei sein könnten, selbst ein paar Brocken dazuwerfen. Ein paar Mal die Fütterung ganz übernehmen, natürlich in Anwesenheit der Besitzer. Zudem die Erlaubnis bekommen, ab und zu einen Futterbrocken durch den Zaun zu reichen.

Damit könnten sie vielleicht in die Gemeinschaft integriert werden -oder zumindest akzeptiert.

Natürlich nur, wenn den Besitzern der Hunde etwas an der ganzen Sache liegt und deine Großeltern in keinem Moment in Gefahr geraten.

Andere Aktionen wie gemeinsamer Spaziergang sind ja wohl leider nicht möglich.

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Dabei sein beim Füttern - das halte ich für keine gute Idee. In so einem Rudel herrscht gewöhnlich Futterneid und dann als Fremder dazwischen :wacko: . Ich möchte nicht mal bei einem einzelnen Kuvasz, der als aggressive beurteilt wird, und anscheinend durch die Besitzer nicht richtig gehändelt werden kann bei der Fütterung nahe dabei sein.

 

Futter über den Zaun werfen, an sich keine Idee, bei einem Einzelhund. Aber die Nachbarn müssen zustimmen und ehrlich, ich persönlich würde das nicht gestatten. Hier werden immer wieder Hunde vergiftet und da gewöhne ich meinen Hund nicht daran Futter von Fremden zu nehmen.

Außerdem - wer trennt die 6 wenn sie sich wegen dieser einzelnen Futterbrocken in die Haare kriegen?

 

In meinen Augen geht es nur über Nichtbeachtung der Hunde und mit Hilfe der Besitzer, damit sie sich irgendwann an die Nachbarn gewöhnen. Das sie mal zutraulich werden, damit ist nicht zu rechnen.

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Mir ist selbst klar, dass es ziemlich unrealistisch ist.

Aber gegen die Hunde zu arbeiten (Zaunbau, Sichtschutz) scheint nicht möglich. Dass die Hunde irgendwann ignorieren... darauf würde ich nicht hoffen. Gibt es also nur drei Möglichkeiten, wegziehen, weiter in der Gefahr leben oder versuchen sich auf irgendeine Art mit dem Hunden gut zu stellen.

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Weihnachtsgeschenk der Verwandtschaft an die Grosseltern, elektrischer Schafzaun und Sichtschutzmatten.

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