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Hundeforum Der Hund
asti

Gedanken zum Welthundetag

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Viele Menschen, die in unser Tierheim kommen, wissen schon genau, welcher Hund bei ihnen einziehen soll. Die einen wollen einen großen Hund, andere einen Kleinen. Bei den einen soll ein Welpe einziehen, wieder andere möchten einen erwachsenen Hund, wieder andere einen Senior. Und auch bei Farben, Gewichtsklassen und Geschlecht des Hundes gibt es oft ser genaue Vorstellungen.
Ich kenne das auch. Für mich war immer klar, mein Haushalt ist ein Frauenhaushalt. Mit einem rüpelnden,markierenden Rüden meine Wohnung zu teien, das konnte ich mir absolut nicht vorstellen. Klar für mich war auch, ein Hund fängt beim Knie an. Je größer und haariger, desto besser. Zudem sollte es ein genügsamer, ruhiger Couchpotatoe sein, denn auch ich liebe die Gemütlichkeit. Ich wollte eine Bärin. Berner Sennenhund, Neufundländer, Leonberger - all diese Rassen spukten in meinem Kopf herum.
Eines Tages kam ich (ehrenamtliche Mitarbeiterin des Tierheims) noch zufällig nach meiner Arbeit am Tierheim vorbei und ich hielt an. Die damalige Tierheimleiterin bat mich, doch einen Blick in die Mitarbeiterküche zu werfen auf einen neuen Hund.
Als ich die Tür öffnete, sah ich ihn: er (Tom) war winzig klein, hatte knapp 3 kg, kaum Fell am Körper und war ein Rüde. Ängstlich saß der vier Monate alte Knirps in der Ecke und knurrte mich an.
Tom war aus absolut schlechter Haltung befreit worden. Bis dato hatte er nur in einer Flugbox gelebt aus der er 10 Minuten am Tag in der Wohnung laufen durfte und wurde geschlagen, wenn er in die Box rein machte.
Ich nahm den wuseligen Zwergpinscher-Mix zur Pflege mit zu mir, damit er lernt, dass nicht alle Menschen schlimm sind. So konnte er schon nach 2 Monaten in sein endgültiges Zuhause ziehen.
Nun, acht Jahre später, liegt mein Traumhund neben mir. Das endgültige Zuhause von Tom ist bei mir. Ich musste mir eingestehen, dass Hunde nicht erst beim Knie anfangen, sondern die kleinen Knirpse auch voll und ganz Hund sind. Rüden markieren auch nicht ständig und alles. Tom iat auch kein Couchpotatoe, sondern ein kleiner, aufgedrehter Wuselhund, der mich Gemütlichkeitsliebhaber ganz schön fordert.
Aber ich habe genau den richtigen Hund erwischt. Einen besseren, treueren Gefährten hätte ich sicherlich nicht finden können.
ich würde mir wünschen, dass die Menschen, die zu uns ins Tierheim kommen, auch ein wenig von ihren vorgefertigten Vorstellungen abweichen und auch mal nach den anderen Vierbeinern schauen. Im Tierheim sitzen so viele Traumhunde, die vielleicht nicht dem Schönheitsideal entsprechen, aber in denen sicher ein Traumhund steckt.

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Schöne Worte Astrid und dem kann ich mich nur anschließen :)

Ich bekam auch immer etwas völlig anderes, als ich mir vorgestellt habe und es passte immer ;)

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Tolle, rührende Geschichte. Ich finde es schön, wenn man offen ist und auch einem Hund, der (optisch) nicht den eigenen Vorstellungen entspricht, aufnimmt.

 

Dennoch denke ich, dass es gut ist, wenn Hundesuchende feste Kriterien haben - das zeigt, dass sie sich Gedanken gemacht haben. Ein Hund begleitet einen nicht selten 15 wundervolle Jahre, die man unbedingt genießen können sollte. Ich finde es wichtig, dass man bei der Auswahl vor allem Wert auf den richtigen, den gewünschten Charakter legt und dabei eventuell auch einen Hund nicht nimmt, der es schwer hatte und der einem leidtut. Wenn es nur um die Optik geht, ist es toll, wenn man seine Ideale über Bord wirft, aber beim Wesen sollte man, auch, wenn man dafür lange warten muss, um Optik und Wesen zu bekommen, keine Abstriche machen.

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ach Astrid, das ist einfach schön, wie Du  zu Deinem Tom gekommen bist.

 

Wir haben Paule auch nicht ausgesucht. 

Er hat uns gesucht.

 

Und wie sind seit Jahren überglücklich, dass wir Paule haben.

Wer sucht da eigentlich wen aus?  ;)

 

 

Anarcho-Grüße von Paule in die Welt.

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Dennoch denke ich, dass es gut ist, wenn Hundesuchende feste Kriterien haben - das zeigt, dass sie sich Gedanken gemacht haben.

 

Du hast in gewissen Punkten recht. Wenn es um Temperament oder Charakterzüge geht, so sehe ich das auch so. Beusst habe ich daher nur Äußerlichkeiten und das Alter aufgezählt.

Viele kommen aber und wollen einen kleinen Hund, weil sie diesen für genügsamer und anspruchsloser halten. Aber dass dies nicht immer der Fall ist (z.B. Berner Sennen vs. Jack Russel), ist uns, denke ich, klar. Aber von genau diesem Traum an Äußerlichkeiten sollten sich viele mal trennen. Sie verpassen so vielleicht ihren Traumhund.

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Astrid, das ist eine schöne Geschichte, die Ihr zusammen habt!

 

Keiner der Traumhunde aus Kindertagen zog je bei mir ein, dennoch waren alle meine Schätze Traumhunde.

Das liegt einfach in und an der Art.  

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Ich denke, es muß einfach ein Funke überspringen.

 

Ich habe Tierheime die Türen eingerannt, ich wollte immer einen Großen, und alle wurden mir verwehrt, als Ersthundebesitzer ohne Garten und mit Job. Ich bekam dann so kleine Pfiffis angedreht, wo nichts übersprang. Der einzigste Kleine, der mir gefiel, war ein Fundhund, mit der Option, ihn wieder abzugeben, wenn der Besitzer wieder auftaucht. Auch nicht wirklich eine Option.

 

Ich mag wirklich gerne einem Gebrauchten eine Zukunft geben, aber ich mag mich nicht in eine Schublade einsortieren lassen. Ich möchte auch eine Chance haben, dem Hund, der mir paßt ein Zuhause zu geben. Und ich weiß, daß ich das leisten kann, und Leute, die mich kennen wissen das auch. Warum wird es einem so schwer gemacht?

 

Das sind so meine Gedanken zum Welthundetag.

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Schön geschrieben, Astrid :)

 

Da fällt mir immer das hier ein was ich mal im Internet gefunden hatte:

 

Ich wollte einen Hund
- Ich bat um Stärke, um ihn perfekt zu erziehen
ich wurde schwach und verwöhnte ihn mit Häppchen
- Ich
wollte einen Hund der gehorcht, so daß ich stolz sein könnte,
ich bekam einen widerspenstigen, der mich demütigte.
- Ich
wollte Gehorsam, um überlegen zu sein,
Es wurde ein Clown, der mich zum Lachen brachte
- Ich hoffte auf einen Begleiter gegen meine Einsamkeit.
Ich bekam den besten Freund, der mir das Gefühl der Liebe gab.
Ich bekam nichts, was ich wollte,
aber alles, was ich brauchte


 

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