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Dein Hundeforum  Der Hund
Lissilein

Jagdverhalten bei Nordischen

Empfohlene Beiträge

gast   

Ui, das ist aber schon ein erstaunliches Bild! cool!!!

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Lissilein   

Echt toll das Bild!

Wie seid ihr auf die Rasse gekommen? :)

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Nasefux   

Meinst du mich, Lissilein?

 

Den ersten Shiba hab ich als Kind auf einer Ausstellung gesehen und war hin und weg. Seitdem war mir klar, dass ich mal so einen Hund möchte. Ich hab alles gesammelt, was ich gefunden habe und nach 12 Jahren warten, zog mein Rüde Shippo ein. Drei Jahre danach kam meine Momo dazu :) 

Es sind faszinierende Hunde und ich möchte sie nicht missen! Durch sie habe ich viel gelernt, erlebt und viele tolle Menschen kennengelernt :) 

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Lissilein   

Ja meinte dich mit deinen Shibas :) ich hab nur einmal in meinem Leben einen gesehen :) das Fell ist einzigartig :)

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Junie   

glaub es ist immer die Frage, wie der Hund im Inneren tickt. Wenn ich schnell genug bin und das richtige Timing habe, dann kann ich meinen (Wolfhund mit Malamute in der Linie) auch von einem flüchtenden Reh abrufen. Warum? Weil ich ihn im richtigen Moment abgelenkt habe und das dem Reh den entscheidenden Vorteil gegeben hat und er es nicht mehr sinnvoll hält dem Reh nach zu jagen. Er ist ein sehr überlegter Jäger und das macht es eben problematisch und unberechenbar. Er sieht Rehe in der Ferne und sie interessieren ihn nicht oder auch Enten, Gänse oder Schwäne am/im See, aber er springt auch an der Leine 1-2 m ins Gebüsch und aus dem rennt ein Hase weg oder fliegt ein Fasan hoch. Ich werde ihm nie seine Instinkte abtrainieren können, weil ich solche Situationen nicht nachstellen kann. Deswegen ist er in wildreichen Gebieten immer an der Leine.. 

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Nasefux   

Gut beschrieben. Mein Eindruck von Nordischen bzw. ursprünglichen Hunden ist, dass sie mit mehr Ernst.....mit mehr Hirn und Verstand jagen. Sie rechnen sich ihre Chancen aus und jagen oft erst richtig los, wenn sie sich auch Chancen auf Erfolg sehen. Das macht ihr Jagdverhalten schwieriger und unvorhersehbarer, als bei manch anderen Hunden.

Wie besagt, man kann trainieren so gut man will und dennoch ist irgendwann der Moment da, in dem einem der Hund abdampft. Mein ganz persönlicher Eindruck ist, dass ich den Rückruf noch so gut einüben kann, sich der Hund aber in bestimmten Situationen BEWUSST dagegen entscheidet.

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Lissilein   

Find ich auch super die Beschreibung "Junie"!

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gast   

Welche Nordischen meinst du denn überhaupt.

Ich bewerte das Jagdverhalten von den klassischen Schlittenhunden etwas anders als das der Jagdhunde oder Hütehunde, auch da gibt es allerhand nordische Vertreter.

Wahrscheinlich meinst du aber Schlittenhunde?
Ich fand bisher keinen Schlittenhund schlimmer als einen japanischen Shiba oder einen russischen Laika. ;)

Aber es ist bei den allermeisten natürlich da und einen Nordischen zur Kooperation zu überzeugen ist schwierig. Das ist auch der Grund, warum der Sibirische Husky, der Alaskan Malamute oder dr Grönlandhund z.B. vor den Schlitten gespannt wurden und nicht als Jagdbegleiter dienten. Nicht, dass der Shiba da einfacher wäre (er wird in Japan nicht umsonst kaum mehr eingesetzt)... aber diese Kooperation zu erlangen, dauert relativ lange und ist meiner Meinung weder über Zwang noch Gehorsam zu erreichen.


Ist kein gutes Bild, ich kann da nämlich kein entspanntes Bild mit der Kamera machen, sondern muss Acht geben, dass das Gelernte umgesetzt wird, da mein dunkler Shiba-Rüde ist ein ziemlich krasser Jäger, es wurde nach einiger Zeit richtig schlimm mit ihm und er hätte das Vieh auch geschreddert (auch heute jagt er Mäuse, erlaubt, so mit "Berechnung", dass er sie erwischt...). Er lässts ich von einem laufenden Tier eigentlich auch zurückrufen, viel schlimmer ist, dass er Fährten aufnimmt und dann verschwindet. Das war schlimmer als Sichtjagen!

Und ich fordere mein Glück auch nicht heraus: Merke ich, dass die Nase in der Luft Witterung aufnimmt, odr er am Bodene iner Spur nachgeht oder konnte er sich schon mal bei einem Tier beherrschen, kommt er sofort an die Leine und bleibt da auch. Trotz allen Trainings, denn das ist nur eine Hilfe, obwohl er schon mit mir "Jagen geht" - außer bei Mäusen und Ratten, die dürfen alleine gejagt werden.

Am schlimmsten waren Wasservögel (und jetzt sind es eher Hasen), schau... mit Jadgersatztraining und Geduld. Wäre vor drei Jahren Gänsemassaker gewesen:

 

post-30444-0-92078100-1446515156_thumb.jpg

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Ivy2   

Ich frage mich immer, wenn das mit der unkontrollierbaren Jägerei bei den Nordis (Schlittenhunden) wirklich so schlimm ist: Wer ist dann so verrückt und stellt sich auf einen Schlitten mit einem Gespann von Huskies/Malamuten/Grönis/Samojeden? :D

Je nach Konstitution des Schlittenfahrers, kriegt man schon zwei stattliche Malamuten kaum noch mit Muskelkraft gebändigt, geschweige denn 12 Sibirier. Ein bisschen erziehbar sind sie ja zum Glück doch.

 

Ich sehe, was die Schlittenhunde betrifft, eher einen Kritikpunkt in verfehlter Zuchtpolitik (sofern denn so ein Nordi heutzutage überhaupt mal vom Züchter kommt, der überwiegende Teil tut es leider nicht). Statt auf schnelle Beine, die auch im mitteleuropäischen Matsch brillieren können, sollte man vielleicht hier und da auch mal auf Charakter setzen. Wenn man als Züchter schon die Möglichkeit hat.

Als weiteren Punkt, der mir persönlich einfach zum Halse raushängt, muss ich noch die elende Trapper-Romantik anbringen. Die Nordis mögen sich zwar aufgrund ihres hübschen Äußeren hervorragend zum Märchenerzählen eignen. Aber man sollte Jack London bitte als das nehmen, was es ist: Fiktion. Nicht etwa eine Betriebsanleitung für Nordische Schlittenhunde. Es glaubt ja auch keiner, dass Wölfe ganze Großmütter am Stück verschlingen. Hoffe ich jedenfalls.

Ich glaube, diese sehr ungesunde Mischung aus einer Zucht mit falschen Schwerpunkten und der Verklärung, die bis heute in sämtlichen Medien betrieben wird, haben die Nordis ihren nicht ganz verdienten schlechten Ruf als Hörtnixe.

Eine gute Bekannte und Huskykennerin sagte mal: Sie sind durchaus kooperationsbereit, nur eben nicht unterordnungswillig. Ich denke mal, das kann man in ähnlicher Weise auch für die anderen Nordischen Schlittenhunde stehen lassen, auch wenn sie natürlich alle ihre Eigenarten haben.

Mit viel Geduld und Spucke (und noch mehr Schleppleinentraining, dem längeren Atem als sein Hund, ausreichender Motivation und Spaß bei der Sache), kriegt man zumindest bei den Sibsen die Jägerei schon soweit in den Griff, dass sie nicht ihr Leben lang Leinenknast haben müssen. Eine entsprechende charakterliche Veranlagung und entsprechende Kooperationsbereitschaft vorausgesetzt. Die bringen aber sicher mehr Hunde mit, als ihnen gemeinhin nachgesagt wird. Man darf sich halt nicht drauf ausruhen, "ist ja ein Husky, den kann man nicht erziehen". Auf der anderen Seite muss man natürlich auch seine Grenzen erkennen und seinen Hund richtig einschätzen können. Sowas braucht Zeit und die haben heute leider die wenigsten.

Btw. kann ich auch bestätigen, dass die Sibse v.a. Sichtjäger sind. Wenn man sich in seinem Revier ein bisschen auskennt, kann man das eigentlich gut händeln. Ich glaube, ich fände einen Spurjäger anstrengender.

 

Und ab und zu rappelt es halt auch so einen Nordi, genau wie jeden anderen Hund. Dann sollte man einfach mal tief durchatmen. :D

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leki   

Wenn dich interessiert wie Jagdverhalten abläuft dann kann ich dir dasBuch " Anti Jagdtraining"empfehlen.

Ginook ein Sib. ist gut abrufbar, wenn ich jedoch Waldspaziergänge mache, würde ich ihn niemals von der Leine lassen. Bei uns spazieren Rehe ganz gemütlich mal so eben über die Forststraße ;)

Er kannin unserem Garten und hinterm Haus frei toben, ausser zur Brunft , da kommt das Wild quasi bis zur Tür :)

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