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Hallo Ihr Rentner!
Mein Name ist Lady und ich bin ein 10jähriges Riesenschnauzermädel. In letzter Zeit macht mir meine Arthrose immer mehr zu schaffen, aber das soll mich nicht am Erzählen aus meinem inzwischen schon recht langem und vor allem bewegten Leben hindern.
Vor über neun Jahren wurde ich auf Berlins Strassen aufgegriffen, wo ich mich einige Zeit alleine durchgeschlagen habe. Recht erfolgreich habe ich mein Futter aus Papierkörben und Mülleimern rausgesucht und in Grünanlagen gefunden - es hat Jahre gedauert bis ich verstanden habe, dass ich das nicht mehr brauche und jeden Tag Futter aus einem Napf gereicht bekomme.
Als ich dann die ersten 5 Tage hinter Gittern hinter mir hatte, die Menschen (im Tierheim)nannten das Quarantäne, hat mich mein Frauchen von der anderen Seite des Gitters angesehen. Ich war zwar zu dieser Zeit ein Magermodell mit Filzwolle, aber mein Frauchen hat sich trotzdem in mich verliebt. Am nächsten Tag hat sie mich aus dem Gitterzuhause herausgeführt und ich wurde zu einem komischen Kasten auf Rädern gebracht. Da sollte ich einsteigen. Ich hatte aber grosse Angst. Dann hat mich das Frauchen einfach reingehoben. Als dieser Kasten dann auch noch anfing zu wackeln und zu rollen, da hat sich sofort mein Magen geleert. Aber keiner hat mit mir geschimpft.
Heute sind wir auch wieder Auto gefahren. Ich habe mich sofort hingelgt und friedlich geschlafen.
Inzwischen weiß ich, dass jedes Mal nach dem Autofahren etwas aufregendes passiert - wir gehen immer da spazieren, wo es toll riecht oder wo ich mit anderen Hundekumpels zusammen sein kann.
Ach so, apropos Hundekumpels. Ich habe schon mit vielen zusammengelebt und noch mehr unterwegs getroffen.
Früher musste ich immer beweisen, das ich die Chefin bin - heute habe ich dazu jüngere Gefährten, denen ich das gerne überlasse und nur eingreife, wenn sie es mal nicht so gut hinbekommen wie ich.
Das wars für heute.
Ein anderes Mal kann ich Euch mehr erzählen - wenn es Euch interessiert.
LG Eure Lady und Frauchen Heike
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