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Hundeforum Der Hund
Mark

Der Absolutsheitsanspruch - Hundeverhalten und wiss. Erkenntnisse

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Ein Absolutheitsanspruch oder alleinige Wahrheit ist bei (der Interpretation von) Hundeverhalten denklogisch ausgeschlossen. Trotz wichtiger wissenschaftlicher Erkenntnisse, ist es einem Menschen (leider) verwehrt, sich in die Gefühlswelt von Hunden hineinzuversetzen.

 

Warum z.B. ein Hund "schleckt" kann man allenfalls aus Beobachtungen folgern. Es werden Hypothesen aufgestellt. Wir werden aber nie auch nur ansatzweise uns in die Gedankenwelt von Hunden hinein begeben können. Was sie genau in dem Moment fühlen, was sie dazu bewegt etwas zu tun  oder ob es mitunter fast ein Automatismus ist ohne nennenswerte Relevanz für den Hund.

 

Gleiches gilt für die Analkontrolle oder allein die Geruchswelt. Wir können uns nicht einmal in andere Menschen vollständig hineinversetzen. Bei Tieren ist das zwangsläufig völlig ausgeschlossen.

 

Wir ziehen Schlüsse, wir interpretieren, wir übernehmen Meinungen und vermeintliche Erkenntnisse anderer. 

 

Das sollte man bedenken, wenn man aus seiner Sicht Hundeverhalten mit eigenem Absolutsheitsanspruch beschreibt.

 

Wir sollten häufiger den Konjunktiv benutzen.

 

PS.: Mir ist das an einigen Stellen aufgefallen, zuletzt bei dieser Aussage: "... manche lecken sich über die Nase, um sich selbst zu beruhigen, also bei großer Aufregung zum Beispiel." 

 

PPS.: Wir werden es nie erfahren, ob es so ist oder ganz anders.

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Richtig. Aber das gilt doch für jedes Lebewesen und auch für Menschen.

Ich find es immer schwierig, wenn ein phsychologe ganz klar für sich bestimmt was jetzt sein soll und warum der Mensch so ist oder anderes.

Klar sowohl beim Hund und Mensch kann man vieles sagen. Und mit Mensch sprechen aber zu 100% wird man es nie wissen.

Was zum Beispiel im kopf eines Mörders abgeht oder warum jemand sein eigenes Kind schlägt.

Warum der eine an ner Behinderung zerbricht und der andere erst recht dass leben lebt.

Und ich finde es eigentlich auch gut das Hunde ihre welt haben und auch das nicht jeder weiß was ich denke und warum ich das so oder so mache.

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MANCHE ist doch bitte schon kein Absoluheitsanspruch. Also wenn dir was auffällt, dann bitte auch tatsächlich etwas wie "Hunde markieren, weil sie größenwahnsinnig sind.". Das ist ein Absolutheitsanspruch.

Im Kontxt ging es eh schon darum, dass eine Beschwichtigungsgeste eben immer im Kontext zu sehen ist und vielleicht acuch gar keine sein muss, weil Schlecken noch viele andere Gründe hat.

Doch, das ärgert mich gerade ziemlich, dass du ausgerechnet diese Aussage genommen hast und sie dann auch noch zerhackstückelst hast.


P.S. Der Konjunktiv ist in der Praxis durchgefallen, als ich ihn verwendet habe, wurde er mir ziemlich deutlich angekreidet, weswegen ich ihn nicht mehr verwenden werde.

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Ach so hier gehts wieder um andere threads und aussagen vin irgendwem irgendwann.

Langsam langweilt das

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So sehe ich es auch, Mark.

Alles reine Interpretation. Klar kann man vieles immer wieder erzeugen und gleich beobachten.

Menschen zum Beispiel lächeln in der Regel jemanden an, weil sie ihn mögen,

aber auch, weil sie meinen, dass es ihnen in einer bestimmten Situation einen Vorteil verschafft.

Menschen kann man fragen und wenn man Glück hat antworten sie ehrlich.

Tiere/Hunde kann man nicht fragen und es ist nicht nur schwierig zu interpretieren, sondern oft

auch unfair. Wer bin ich, dem ich dem Hund/Tier zu unterstellen er würde gerade dies oder jenes

denken oder fühlen. Viel zu oft lege ich doch meine eigene Emotionen in den Hund.

Habe ich mit einem Tier Mitleid, werde ich viel eher davon ausgehen, dass es z.B. Angst empfindet.

Deshalb sollte man versuchen Situationen sachlich zu bewerten, soweit man das kann.

Wenn ich zum Beispiel ein Video von meiner Hündin einstellen würde, in dem ich etwas von ihr möchte

und sie fängt an sich zu kratzen, dann würden viele da alles mögliche reininterpretieren und versuchen

mir zu helfen das weg zu bekommen. Dass dieser Hund sich schon immer kratzt, wie du oben schreibst

komplett automatisiert, sogar im Schlaf/Traum, weiss ja kein Außenstehender. :)

Alle Emotionen, die einem nicht vom Empfindenden bestätigt werden können, sind reine Spekulation, weil individuell.

Edit: man kann ja hier trotzdem unabhängig davon auf welche Aussage/welchen Thread Mark

sich bezieht mal darüber sprechen, einfach als Abkopplung vom Ursprung.

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Das war ist nur ein Beispiel gewesen, dass ich wahllos herausgegriffen habe um die Sache selbst zu verdeutlichen. Jedwedes Hundeverhalten ist immer Interpretation, die aus Beobachtung resultiert. 

 

Das muss man sich nur immer wieder vor Augen führen. Es kann in dem Bereich zwangsläufig keine Wahrheit geben, jedenfalls keine die ein Mensch erfahren kann.

 

Anders verhält es sich bei geistigen Leistungen von Tieren. Diese sind mehr oder minder messbar, lassen sich einteilen, vergleichen usw.

 

Hundeverhalten und dessen Ursachen beschäftigen uns jedoch viel mehr. Siehe auch hier einfach die Rubrik "Hundeerziehung und sonstige Probleme". Und genau da kann es nur Erklärungsansätze und vielleicht Lösungen (ohne den Zusatz Ansätze) geben.

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Wenn sich Beobachtungen, die in möglichst ähnlichem bis gleichem Kontext gemacht werden überwiegend ähnlich oder gleich wiederholen, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es da Zusammenhänge gibt, die sich auch gezielt erzeugen lassen.

Mit Absolutheit nicht - aber mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit.

 

Beispiel: Wenn nun mein Rüde die Rute untern Bauch klemmt, tut er dies mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit nicht, weil er diese Rutenstellung so geil und super angenehm empfindet, sondern die Situationen, in denen er das macht, lassen schon einen ziemlich sicheren Rückschluss zu, warum er das macht.

Habe auch schon viele andere Hunde in ähnlichen und fast identischen Situationen beobachtet und es waren keine freudigen Situationen.

Kann ich zwar nicht mit Absolutheit behaupten - aber ich persönlich bin mir ziemlich sicher, warum er das tut.

 

Es ist nicht alles schwarz oder weiß und dementsprechend gibts auch meiner Meinung nach durchaus  Dinge, die man als nahezu gesichert annehmen kann , aber auch Dinge, die man lieber hinterfragen und reflektieren sollte und ne Menge Teil-und Halbwahrheiten und Puzzleteilchen, die  zusammengesetzt wahr sein könnten oder zumindest ein ziemlich klares, aufschlussreiches Bild ergeben können - während jedes Teilchen für sich alleine  noch gar keinen Rückschluss zuläßt.

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Wenn Hunde menschliche Emotionen erkennen können, dann können Menschen sehr wahrscheinlich auch hündische Emotionen erkennen. Das macht die beiden so attraktiv füreinander.  :)

 

War ja auch gestern in der Reportage nochmal schön zu sehen. 

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Wenn Du das vermittelnd meinst, Mark, kann ich Dir zustimmen.

 

Ansonsten hat ja Duoungleich schon eine sehr sinnige Anmerkung dazu gemacht.

 

Auch in der Kindererziehung (wo es nichtmal um interartliche Probleme geht) gibt es in Wellenbewegung regelmässig wiederkehrende - und auch immermal wieder um neue und wissenschaftlich angereicherte - Fragen/Grundsätze.

 

Gestern erst habe ich dazu einen interessanten Artikel gelesen https://magazin.spiegel.de/digital/?utm_source=spon&utm_campaign=inhaltsverzeichnis#SP/2016/5/142149852. (auch wenn der nix mit Hunden zu tun hat).

 

Für Hundehalter verlange ich sozusagen erstmal nur, offen zu sein für Ideen/Erkenntnisse und zu lernen, den Hund zu lesen. Das lernt man in den vielen Hundeschulen leider nur sehr selten, da es oft gerade dahingehend an Kompetenz mangelt. Manchmal ist es mir wirklich lieber, jemand hat kompetente Freunde und der Hund lernt gewisse Dinge nebenbei (ein breites Feld, was hier nicht zur Diskussion steht).

 

Einen Absolutheitsanspruch könnte ich für mich selber nie ableiten - allein schon, weil die wenigen Hunde, mit denen ich es längerfristig zu tun hatte, mir zeigten, wie unterschiedlich die Bedürfnisse/Psyche/Sozialisation sind. Und wie viele Möglichkeiten wir als HH haben, darauf einzugehen.

Dabei gibt es durchaus Dinge, die ich hinterfragen muss (oder müsste - ich tue es nicht immer). Z.B. wenn ein User schreibt, dass die Probleme seines innerartlich aggressiven Hundes durch HTS sich nebenbei auch in Luft aufgelöst haben...und es gäbe noch einige Beispiele mehr.

 

Aber so ist es: ein Austausch, wo man sich anhört was der andere zu sagen hat, es auf seine Erfahrungen gedanklich ummünzt und dann in Ruhe überlegt:

"Nö - das KANN es für mich/den Hund nicht sein" oder" Toll, auf diese Idee bin ich noch nicht gekommen" oder eben auch "Das ist furchtbar - so sollte man Hundeverhalten nicht sehen". 

 

Wer sich davon hochziehen lässt, muss sein persönliches standing noch finden (und damit meine ich NICHT seine Meinung - die kann und darf man durchaus im Laufe der Erfahrungen auch anpassen/ändern). Soweit das, was mir spontan dazu einfällt :) .

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"Nö - das KANN es für mich/den Hund nicht sein" oder" Toll, auf diese Idee bin ich noch nicht gekommen" oder eben auch "Das ist furchtbar - so sollte man Hundeverhalten nicht sehen".    Wer sich davon hochziehen lässt, muss sein persönliches standing noch finden (und damit meine ich NICHT seine Meinung - die kann und darf man durchaus im Laufe der Erfahrungen auch anpassen/ändern). Soweit das, was mir spontan dazu einfällt
Gut geschrieben.  :)  

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