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Hundeforum Der Hund
Flora5515

Hund bei Gewitter

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Hallo,

 

ich habe seit Januar eine 3 Jahre alte Hündin aus dem Tierschutz aus Bosnien. Mittlerweile läuft alles prima außer, dass sie seit ca 2 Wochen nicht mehr gern gassi geht u nur rumliegt. Ich habe es mal auf die fast täglichen Gewitter geschoben aber trotzdem mache ich mir total sorgen. 

Ist so ein Verhalten normal? Gestern hat sie sich unter einem Auto versteckt, obwohl das Gewitter längst vorbei war und ich kurz vorm schlafengehen noch schnell ne runde gehen wollte. Konnte sie nur mit dem Nachbarshund vorlocken. Auch jetzt gerade wollte sie keine 5 Meter gehen obwohl alles wieder vorbei ist u kein Regen oder ähnliches mehr in Sicht ist. Heute morgen war es ganz normal- jetzt nicht Mega motiviert aber ich musste sie immerhin nicht nachziehen.

ich werde morgen zum Tierarzt gehen, vl hat sie ja weh u mag deshalb nicht mehr gehen?

sie ist mein erster Hund u ich will alles richtig machen... 

ich freue mich über eure Erfahrungen zum Thema regen u Gewitter - danke schonmal 

 

glg Flora 

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Ich kann mir schon vorstellen dass sie aufgrund der Gewitterangst nicht mehr spazieren gehen will. Ist auch nach Sylvester oft so dass die Hunde tagelang unsicher sind. Wenn es bei euch auch mehrere Tage hintereinander Gewitter hatte befürchtet sie evtl. es geht gleich wieder los. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Hunde die Angst haben das Gewitter lange vor mir bemerken und dann schon nicht mehr raus gehen.

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Danke für deine Antwort, 

ja ich schätze so ist es leider wirklich bei ihr- mal gucken wie es jetzt wird.

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Emma speichert die negativen Knall- und Zischerfahrungen (Gewitter und Feuerwerk) und ist danach tagelang verunsichert. Sie geht zwar raus, aber sehr skeptisch und beim leisesten Knaller zieht sie Richtung Haus und dort am besten unter den Tisch. Hunde spüren auch atmosphärisch die Gewitterspannung und auch sich anbahnende Erdbeben. Emma war letztes Jahr in Portugal einmal sehr unruhig, wollte immer unter den Tisch und blickte uns suchend an, dann spürten wir auch die Erschütterung und am nächsten Tag hatten wir neue Risse am Haus und auf der Erdbeben - App ein Erdbeben der Stärke 4.9, also gar nicht mal so schwach. Wir haben hier recht häufig Erdbeben, so dass das nichts Besonderes war. Aber sie hat es im Vorfeld gespürt.

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@Flora5515 

 

wenn es irgendwie geht, sei in Ihrer Nähe, zeig ihr, dass es nicht schlimm ist, sei ganz ruhig und bitte nicht so in der Art, ach du arme Maus, das schlimme Gewitter.....

 

Versuch es positiv rüber zu bringen, sag mit heller Stimme, ui, ein Gewitter, das ist aber laut aber gar nicht schlimm. Bitte nicht die Spirale in Richtung Mitleid drehen und es dadurch noch bestärken.

 

Vielleicht kannst du dich dann auf den Boden setzen, dein Hund sucht dann die Nähe zu dir, kraul ihr ganz unaufgeregt den Bauch und teile ihr so mit, ja das ist laut, die Blitze sind doof, aber das ist überhaupt nicht schlimm. Wenn man sich evtl. selber noch erschreckt bei Donner, wäre es nicht so gut.

 

Klar hören die Hunde es viel früher als wir, vielleicht kannst du da schon reagieren. Wenn du merkst dass sie sich verändert und evtl. auch Angst bekommt obwohl du noch gar nichts siehst, benenne es , ach, kommt da gleich ein Gewitter, tolle Maus, dass merkst du schon, so in der Art, finde das Verhalten also positiv und nicht so in der Richtung, ach man, kommt da gleich wieder das blöde Gewitter, du armer ....

 

Ist ein Weg, nicht ganz auf die Schnelle zu üben , aber wenn du so das Vertrauen deines Hundes gewinnen kannst, ganz nach dem Motto, ok. Frauchen ist ganz ruhig dann kann es nicht so schlimm werden, alles gut.

 

Verhalte dich mehr oder weniger wie auch bei Sonnenschein und versuche das Verhalten früh zu erkennen.

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vor 32 Minuten schrieb BVBTom:

@Flora5515 

 

wenn es irgendwie geht, sei in Ihrer Nähe, zeig ihr, dass es nicht schlimm ist, sei ganz ruhig und bitte nicht so in der Art, ach du arme Maus, das schlimme Gewitter.....

 

Versuch es positiv rüber zu bringen, sag mit heller Stimme, ui, ein Gewitter, das ist aber laut aber gar nicht schlimm. Bitte nicht die Spirale in Richtung Mitleid drehen und es dadurch noch bestärken.

 

 

Das ist überholt, Tom, social support bei Ängsten ist angebracht, man bestärkt damit keine Angst.

 

Zitat

In der Verhaltensbiologie gibt es für das Phänomen des Tröstens einen Fachausdruck, Social Support! Das bedeutet “Soziale Unterstützung” und ist eines der Kriterien für kooperatives Verhalten in Gruppen. Menschen zeigen dieses Verhalten, aber auch viele andere Tiere, die in Gruppen leben, sind dazu fähig, geben und holen sich Social Support. Social Support bedeutet, Gruppenmitgliedern in stressenden Situationen durch körperliche Nähe und Zuwendung zu helfen. Körperliche Nähe und Zuwendung durch Bindungspartner senkt Blutdruck, Herzfrequenz und Spiegel der Stresshormone, und hilft, beängstigende Situationen besser zu bewältigen. Würde Social Support zu einer Verschlimmerung von Angstzuständen führen, hätte sich dieses sozio-positive Verhalten im Verlauf der Entwicklungsgeschichte nicht erhalten können!

Keine Gruppe kann es brauchen, dass ihre Mitglieder immer ängstlicher werden.

Hundehalter sollten sich am Wissen über Sozialverhalten orientieren und ihren Tieren ausreichend Social Support geben, um ihnen durch die stressende Silvesterzeit zu helfen. Alles, was den Hund wirklich entspannt, ist Social Support und damit erlaubt. Ignorieren oder gar Wegschicken beschädigen die Beziehung zwischen Mensch und Hund, und sind darüberhinaus auch noch asozial!

Quelle:Dr. Ute Blaschke-Berthold, 2011

 

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Man kann festhalten, trösten ist nicht gleich trösten...einen Hund nicht mit ohwieschrecklichsograuenhaft zu überschütten bedeutet ja nicht, ihn allein zu lassen oder sich sozial abzuwenden und ihn allein zu lassen ;) Die Message sollte halt stimmen, daß es garnicht so schlimm ist daß man selbst keine Angst hat und das es einen nicht stresst.

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vor 2 Stunden schrieb benno0815:

Das ist überholt, Tom,

 

ach wisst ihr, es ist mir völlig egal ob das überholt ist oder nicht, ob es neue sogenannten wissenschaftliche Erlkenntnisse gibt und immer dieses hin und her zwischen alten Ansichten und neuen Aspekten.

 

Ich kennen so viele Wege die immer zum Weg führen, die sind fast nie identisch, wie auch die Hunde immer verschieden sind.

 

MIr ist es egal ob ich Erfolg mit einer Methode von vor 200 Jahren habe, oder nach letzter Woche gerade neu gewonnener Erkenntnisse.

 

Auf den Punkt wird man es nie bringen, wenn man einem Tier helfen kann in einer Situation, alles gut für mich.

 

Ich habe schon so viele Fälle gehabt, wo man mit klassischer Methoder gar nicht weiter kam, andere Ansätze plötzlich den Erfolg brachten.

 

Für mich gibt es nur ein Ziel, geht es Hund und HH später besser als vorher, ist mir der Weg dahin eher egal, fast zumindest.

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vor 17 Minuten schrieb BVBTom:

Für mich gibt es nur ein Ziel, geht es Hund und HH später besser als vorher, ist mir der Weg dahin eher egal, fast zumindest.

 

Seh ich vollkommen anders. Der Weg dahin ist genau so wichtig wie das Ziel, läßt man das außen vor, läßt sich vieles rechtfertigen.

Ich denke, mit das Wichtigste im Umgang mit Hunden ist authentisch zu sein. Ein "gar nicht so schlimm" dürfte recht wenig bringen wenn man selbst zittert. Dann lieber gemeinsam Angst haben und sich gegenseitig trösten.

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