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Hundeforum Der Hund
Bruno2017

Mein Adoptiv-Pudel

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

 

vor einer Woche bin ich unerhofft auf den Pudel gekommen: Bruno ist ein Zwergpudel, knapp 2 Jahre alt und wurde aus Krankheitsgründen abgegeben (zumindest offiziell ...). Es ist nicht mein erster Hund und ich komme mit Bruno zum großen Teil gut klar. Er lernt superschnell und ist auch immer sehr bemüht, mir alles recht zu machen.

 

Und nun zum Problem: Bruno kläfft alle Menschen und Hunde ab einer gewissen Distanz an. Das gilt auch für meinen Mann und meinen Sohn, die mit mir zusammen im Haus leben. Er spielt aber mit den beiden auch, lässt sich von ihnen füttern, streicheln usw.- und in der nächsten Sekunde kläfft er sie wieder an wie ein Irrer. Wenn sie sich im Haus nur bewegen oder Geräusche machen, kläfft er völlig hysterisch. Sprechen sie ihn dann ruhig an, geht er zu ihnen hin und lässt sich auch streicheln. So ganz kann ich das irgendwie nicht einordnen.

Zu mir ist er durchgehend freundlich, würde mich aber auch am liebsten auf Schritt und Tritt verfolgen, was ich aber immer wieder auch unterbinde und er auch gut mitmacht.

 

Er ist ja noch nicht lange bei mir und ich arbeite gerade an Bindung und Auslastung sowie dass er bei "Nein" aufhört zu bellen. Letzteres klappt ein kleines bisschen, aber nicht wirklich zuverlässig. Im Moment ist es so, dass jeder Menschenkontakt für ihn Stress bedeutet, selbst mit meinen Männern. Auf der anderen Seite ist er heute nacht zu meinem Mann ins Bett gestiegen und hat dort friedlich geschlafen. Heute morgen hat er ihn dann wieder wie verrückt angekläfft. Wie gesagt, so ganz steige ich da bei ihm nicht durch.

 

Ende Oktober gehen wir zur Hundeschule. Hat jemand von Euch schon mal dieses Problem gehabt?

 

LG Susa

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Ich habe auch so einen Hund, der viel bellt, wenn er irgendetwas nicht einordnen kann. Ein "Nein" würde sicher nichts nützen, bzw. es würde ihn frustrieren. Er möchte genau erklärt bekommen, ob eine Situation gefährlich ist oder nicht. Ich sage ihm, was es ist, was ihn beunruhigt und schätze es für ihn ein. Damit gibt er sich immer zufrieden und hört tatsächlich auf zu bellen. Er möchte ernst genommen werden und verstehen. Er bellt nicht einfach so. Dein Bruno ist erst so kurz bei Euch. Vieles kennt er noch gar nicht. Hilf ihm dabei und sprich ruhig mit ihm. 

Viel Freude mit dem neuen Mitbewohner 😀

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Könnte er vielleicht schlechte Erfahrungen mit Männern (vielleicht sogar im eigenen Haushalt) gemacht haben?

 

Ich rate erstmal zu Geduld. Dein Mann und dein Sohn sollten darauf achten, zunächst den Hund immer zu sich kommen zu lassen, also erstmal gar nicht selbst auf den Hund zubewegen, sondern die Annäherung komplett dem Hund überlassen. Und dann darauf achten keine ruckartigen Bewegungen (vor allem mit den Händen) zu machen, nicht über den Hund beugen, nicht von oben auf den Kopf fassen/streicheln,... Und natürlich jede Kontaktaufnahme durch den Hund positiv bestärken, loben, Keks - was auch immer für den Hund eine Belohnung ist. Zeigt der Hund an, dass es ihm reicht, sofort zurückziehen und ihm wieder den nötigen Raum geben. Hier möglichst es gar nicht erst zum bellen kommen lassen, sondern schon auf vorherige kleine Signale achten (Kopf wegdrehen, schmatzen, Schnauze lecken)

 

Ich denke, dass der kleine dann schnell Vertrauen in deine Männer fasst.

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So was dauert, weiß ich aus eigener Erfahrung.

 

Carlos kam zu uns aus der Pflegestelle - schon damals hieß es, er kann nicht mit Männern.

 

Er ist jetzt zwei Jahre bei uns und immer noch bellt er die Söhne an, wenn sie vorbeikommen. Er freut sich, regt sich aber erstmal kurz und deutlich auf. Immerhin geht er mit ihnen raus, allein das hat Monate gedauert. Entweder hat er sich anfangs geweigert oder ging nach dem ersten Pinkeln gleich wieder nach Hause. Meinen Mann hat er sehr schätzen gelernt. Beide Kerle gehen gerne auf ein Bier. Aber auch das hat gedauert.

 

Verboten habe ich ihm das Bellen nie, es nervt, klar. Ich/ Wir haben immer nur benannt mit Namen desjenigen, der da kommt. Und dann Leckerlies gegeben. Aber nach zwei Jahren macht man es nicht mehr. Da stehen dann noch zwei andere und wollen auch......

 

Ein Mitarbeiter meines Mannes, der immer noch heftig verbellt wird, trotz Benennung etc. meinte letztens: Es ist halt seine Art der Begrüßung.

Das fand ich entspannend.

Ansonsten, außerhalb seiner vier Wände, hat er allerdings Probleme mit niemandem. Er ist auch nicht gestresst. Er ist eher der Aufpasser und hat den Eindruck, bei Männern deutlicher Laaut geben zu müssen.

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