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Hundeforum Der Hund
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Sunny 01.08.2010 - 27.06.2020

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Unser Sunny kam im November 2011 als Zweithund zu uns.

 

Er ist in Spanien in einem Tierheim als Welpe fast verhungert, da er von den anderen Hunden nur gemobbt wurde.

In Deutschland kam er zu einer Katzenfamilie, wurde laut Tierärztin nur in den Garten gelassen und durfte selten raus.

 

Wir trafen ihn im Oktober 2011, als wir mit unserem Hund im Feld spazieren waren, und ich war sofort verliebt.

Er spielte mit unserem Balu und ließ sich streicheln als ob er uns schon immer kennen würde.

 

Die damaligen Besitzer wollten ihn uns schon im Feld abtreten. Nach einigen Wochen überlegen haben wir ihn aufgenommen - größtenteils auch, weil die Tierärztin erklärte wie schlecht es ihm in seinem derzeitigen zu Hause ging.

 

Zu Beginn war es sehr schwer mit Sunny, er war nicht erzogen, kannte spazieren gehen überhaupt nicht, war nicht leinenführbar, zerkratzte die Tapete....

Er liebte es zu schmusen, ich konnte ihn wie ein Baby auf den Arm nehmen und am Bauch streicheln - meist schlief er so auf meinem Arm ein.

 

Er gewöhnte sich schnell an uns und sah an Balu, wie sich ein Hund verhält, und liebte es. Er fing an, Vögel aufzuscheuchen, Katzen zu verbellen, Spaziergänge zu lieben und die vielen Gerüche draußen zu erkunden.

 

Wir hatten wundervolle Jahre, verbrachten viel Zeit an Fluss, Seen oder Meer und noch mehr Zeit verbrachten wir schmusend auf der Couch.

 

Am Freitag , den 26.06.2020, änderte sich dies. Wir waren Abends spazieren, gegen 21 Uhr bekam der halb verhungerte Sunny endlich sein essen und war glücklich.

Da es ein warmer, schwüler Tag war, durften Balu und Sunny in den Garten.

Nach mehrfachem Rufen kam gegen 22 Uhr jedoch nur Balu, Sunny war verschwunden. Er ist im Garten zusammengebrochen und war nicht ansprechbar.

Natürlich sind wir sofort zum Tierarzt gefahren - Vorhofflimmern, Arrhythmie und Perikarderguss. Großer Schock, denn Sunny hatte noch nie Herzprobleme, er war sogar erst im Februar an den Zähnen operiert worden, da war die Rede von einem starken Herzen.

 

Die Tierärztin verschrieb Tabletten, etwas zur Kräftigung des Herzschlags und Betablocker um die Arrhythmie in den Griff zu bekommen.

Den Samstag ließen wir in aller Ruhe angehen - wenige, kleine Futterportionen, keine große Anstrengung, gemeinsames Sonnenbad, kuscheln auf dem Sofa.

Um 16 Uhr nochmals zur Tierärztin, leider keine Besserung der Lage, das Herzflimmern war genauso wie am Tag zuvor. Sie wollte mit einem Kollegen Rücksprache halten und mir telefonisch eine neue Dosis der Medikamente mitteilen. Dies geschah gegen 18 Uhr.

Ich wollte daher meinem Hund Leberwurst mit den Tabletten vorbereiten und geben, leider kam ich dazu nicht mehr.

 

Er kam die Treppen hochgelaufen, sah mich in der Küche stehend, und freute sich, dass er ein Leckerlie bekommt.

Dann hustete er und brach zusammen. Er ließ unter sich und war ohnmächtig. Atmete schwer. Wurde nochmals kurz wach um sich zu schämen das er urinierte und ließ seinen Kopf kraftlos in meine Hand fallen. 

Ich schnappte Sunny brachte ihn ins Auto, und fuhr zur Tierärztin. Sunny fiel es immer Schwerer zu atmen, seine Lefzen wurden blau. Die Tierärztin konnte nichts mehr machen, außer Sunnys Tod um 18:40 Uhr festzustellen. 

Er ist in meinen Armen eingeschlafen und musste nicht lange leiden.

Dennoch schmerzt es unglaublich, ihn ohne Vorwissen so schnell gehen lassen zu müssen. Mit nicht einmal 10 Jahren.

 

Gerne hätte ich noch so viele Kuschelabende mit ihm auf der Couch verbracht, ihm tausend Leckerchen gegeben, ihn angemotzt weil er auf der Wiese abgehauen ist um Grashüpfer zu fangen und nicht auf mein Rufen reagiert. Wie gerne hätte ich ihn noch oft mit Balu im Garten spielen, rennen und bellen gesehen.

 

Doch leider bleibt mir dies nun für immer vergönnt.

Mir bleibt der Trost, dass Sunny nicht viel gelitten zu haben scheint. Dennoch werde ich mich immer fragen, wieso die Tabletten keine Wirkung zeigten, wieso das Herz so plötzlich so schwach wurde.

 

Meine kleine Knutschkeule, du bist mein Seelenhund, ich werde dich nie vergessen und immer vermissen!

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Herzliches Beileid! Es ist immer zu früh....

 

Ein so plötzlicher Tod ist wirklich schockierend, andererseits hatte dein Hund keine lange Leidenszeit...

 

Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit des schlimmen Vermissens! - Dein Sunny war ein sehr hübscher Hund. 🥰

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Das tut mir so sehr leid, ganz viel Liebe steckt in diesem nachruf. 

Leider lassen sich schwere Rhythmusstörungen nicht gut medikamentös kontrollieren in vielen Fällen. Wenigstens musste er nicht lange leiden. Ganz viel Kraft. :(

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Es tut mir auch sehr leid.

Vielleicht ist es dir ein Trost, dass Sunny ja doch noch sehr viel Glück gehabt hat, in dem zu euch kommen konnte. Sowas zu hören, freut mich immer so sehr.

Ganz viel Liebe und Kraft für euch.

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Es tut mir so leid, dass man Sunny nicht mehr helfen konnte und er so schnell von euch gegangen ist. Bestimmt ein großer Schock für euch, aber vielleicht tröstet es euch ein wenig, dass euer hübscher Bub nicht lange leiden musste.

 

Ganz viel Kraft wünsche ich euch jetzt :(

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Danke für eure lieben Worte! Doch leider, leider ist es sehr wenig Trost, der Schmerz wohl doch zu tief.

Die Vorwürfe, ihn nicht einfach die Treppe hochgetragen zu haben, wiegen momentan leider noch viel größer, genau wie der Gedanke, dass die Tabletten hätten helfen können, wenn wir nur etwas mehr Zeit gehabt hätten welche zu verabreichen... 😭

Wunderschön war Sunny, das stimmt 🥰. Er sah immer aus wie ein Welpe, da seine Schnauze sehr klein war 😍

Nur leider mochte er nie in die Kamera schauen, auf vielen Fotos schaut er in die Ferne oder hat die Augen zu.

 

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Mach dir keine Vorwürfe, ihr habt getan, was möglich war.

Eigentlich fast jedes (Hunde)leben endet so, dass sich die, die hinterblieben sind, fragen, ob sie etwas hätten besser machen können.

Das ist leider so, ich halte diese Gedanken in der Tat schon für den ganz kleinen Anfang der Trauerbewältigung.

 

Deine Beschreibungen und Fotos haben mich schon deshalb sehr berührt, weil unser erster Hund vor vielen, vielen Jahren ein süßes dreifarbiges Cockermädchen war.

Auch sie musste absolut überraschend mit gerade mal 6 Jahren von uns gehen.

Ich kann deine Gedanken sehr, sehr gut nachvollziehen.

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