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Hundeforum Der Hund
fils98

Aufgedrehter Hund,Leinenproblem,etc etc

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Hallo Ihr Lieben, das ist das erste Mal, dass ich vor lauter Ratlosigkeit in einem Forum etwas schreibe. Nachdem ich bisher eher wenige Tipps von Hundeschulen bekommen habe, dachte ich, dass ich vielleicht in solch einem Forum Hilfe bekommen könnte. Ich habe eine 8  Monate alte Hündin. Sie ist zu 50 % ein Sibirien Husky, der Rest ist mit Labrador/ Schäferhund gemischt. Ich habe sie, seit dem sie acht Wochen alt ist. (04.04.2020). Sie hat auch einen großen Bruder, den super lieben und Gehorsam  Labradorrüden Leo, von meinem Freund. Das zur Einleitung, nun zu den Problemen: meine Elli ist ein absoluter Wirbelwind. Bei den kleinsten Geräuschen oder Bewegung, oder wenn man irgendwo hingeht, muss sie als aller erstes die Lage checken. Ich versuche eigentlich seit Beginn, dass sie hinter mir beziehungsweise nach mir aus der Tür geht, aber das stellt sie jeden Tag mehrmals wieder infrage und versucht, sich durchzudrängen. Wenn wir die Treppen runter gehen um rauszugehen, besonders das erste Mal am Tag, werden die letzten drei Treppenstufen runter gesprungen, sodass ich jedes Mal fast auf den Bürgersteig falle. Leinenführigkeit ist genau so ein Problem, gerade wenn sie halt wie gesagt zum ersten Mal  am Tag rausgeht. Da ist die Vorfreude bei ihr scheinbar zu groß, um die altbekannten Regeln zu beherrschen. Sie kann auch nicht gut ruhen, vorallem nicht, bei Bewegungen oder Geräuschen.  Sie zieht und zerrt, bei Fuß versteht sie scheinbar nicht, die Umdrehen-Methode bringt nichts, die Stehenbleiben-Methode bringt nichts und ihr ein leckerli vorhalten bringt auch nichts. Und sobald sie einen Hund sieht, eskaliert sie. ich weiß nicht ob aus Aggressivität, oder aus Angst heraus. Der riesige Kamm wird sowieso immer gestellt, es wird durchgehend gebellt und sie versucht mich immer dorthin zu zerren. Es ist nicht so, dass sie keine Hunde kennt, ganz im Gegenteil: da ist die Begegnung zwar immer genau so, wie oben beschrieben, dann beim näheren Aufeinandertreffen will sie sich verstecken und dann ist alles okay. Dann wird meist gespielt. Wir sind öfter auf einer abgezäunten, Großen Hundewiese, wo bis zu 15 Hunde sind. Das war am Anfang auch für sie schwierig, sich dort einzugliedern, weil sie sich immer bei mir zwischen den Beinen versteckt hat. Naja… Wenn sie mit Leo alleine zu Hause ist, dann weiß man immer, dass man eine böse Überraschung zu erwarten hat, wenn man nach Hause kommt. Leo ist die treueste und freundlichste Seele, er stiftet sie zu gar nichts an, denn er macht überhaupt nichts. Elli ist auch nicht blöd. Sobald wir weg sind und wiederkommen, sehen wir, was sie angerichtet hat: sie war wieder mal am Katzenklo und hat die Katzenscheiße gefressen, sie ist auf die Eckbank, dann auf dem Esstisch gekrabbelt, frisst das Katzenfutter leer, und zerstört sogar die Katzennäpfe! Sie springt mit den Vorderpfoten auf die Küchenzeile und klaut sich Essen, das eine oder andere Mal wird auch -etwas eigentlich nicht essbares, beispielsweise die Zewa Rolle- zerfetzt. Dass sie das alles nicht darf, weiß sie natürlich ganz genau. Ich sehe bei der Begrüßung an der Haustür sofort, ob sie wieder was verbrochen hat oder nicht, was zu 90% der Fälle so ist. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie tief mich das verletzt, dass ich mit diesem Hund nur Probleme habe. Ich weiß nicht, was ich noch tun soll. Alle meine Bekannte (das verletzt mich auch sehr), mögen Sie sogar nicht gut leiden, weil sie eben so stürmisch und nervend ist. Wenn Besuch kommt, den sie schon 1000 mal gesehen hat, dann wird durch die Wohnung gerast und geflitzt, als gäbe es kein Morgen mehr. Und das ist auch so ein Thema, wenn man sie kurz in den Garten lässt oder anderweitig aus dem Haus geht, läuft sie nicht wie Leo ganz normal gemütlich durch die Wohnung, nein. Sie joggt, bzw galoppiert-gerade wenn man sie ruft und versucht wieder mal die erste an der Tür zu sein. Vielleicht wird euch das erschrecken, aber sie hat wirklich überschüssige Energie. Neulich war ich mit ihr Fahrrad fahren, da hat sie sogar fast einwandfrei auf mich gehört. Wir waren 8 km Fahrradfahren!!! sie ist entweder gejoggt, oder gerannt. Als wir dann zu Hause waren, war noch längst kein Feierabend. Leo wurde wieder angestiftet zum Spielen. Da frage ich mich wirklich, was ich falsch mache. Sie bekommt momentan jeden zweiten Tag, da wir unser Haus renovieren, an verschiedensten Orten Auslastung mit Leo. Ob Bällchen werfen, durch die Wälder gehen, Fahrradfahren, Schwimmen, oder an neuen Orten zu schnüffeln, ich habe das Gefühl, dass es ihr einfach nicht reicht. Zu Hause beschäftige ich sie dann mit ihren beiden, ziemlich schwierigen, wie nennt man das… Activity Spielen? Da streue ich Leckerlis rein  und sie muss sie durch schwierige, verschiedene Techniken rausbekommen, Leo versteht es überhaupt nicht, sie schon, wie gesagt, sie ist sehr schlau. Also auch vom Kopf her ist sie eigentlich genug ausgelastet, körperlich auch, aber anscheinend ja irgendwie doch überhaupt nicht. Falls irgendwer einen Tipp hat… Ich bitte drum. Ich fühle mich wie eine überforderte Mutter… Und natürlich bin ich auch konsequent. Kofferraum im Auto auf, heißt nicht gleich, dass sie raus springen darf, beziehungsweise rein springt und das kann sie auch. Auf dem Feld oder auf der Wiese lassen wir sie immer von Anfang bis Ende frei laufen, beide Hunde. Wenn ich sie da anleinen würde, würde sie mir den Arm abreißen... Das weiß sie auch, manchmal fängt sie beim parken auf einer freien Wiese leicht an zu fiepen vor Freude. Dann stehe ich erst recht länger an der geöffneten Kofferraumklappe und warte, bis sie sich beruhigt hat. Man Brauch allerdings nur einmal lauter einzuatmen, da wird schon gezuckt, weil sie es kaum abwarten kann, weil sie halt so aufgedreht ist und das immer so. Sie macht auch das, was sie selber nicht möchte: wenn sie frisst und Leo ihr zu nahe kommt, knurrt sie. Das finde ich auch an sich jetzt nicht ganz so schlimm. Jedoch wenn Leo frisst, nimmt sie sich natürlich alle Freiheiten raus, weil sie weiß, dass  Leo so ziemlich alles über sich ergehen lässt. Sie steht dann ganz dicht hinter ihm und geht sofort in den Napf, wenn er fertig ist. Das macht er wiederum nicht, denn Leo weiß, dass die beide nie zur gleichen Uhrzeit gefüttert werden. und wenn das gerade nicht sein Futter ist, was gerade zubereitet wird, geht er ganz gechillt aus dem Raum raus. Ich würde mich so sehr über Hilfe freuen!!!! Tausend Dank!

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Zum einen:

Der Hund ist mit 8 Monaten in der Pubertät, da kann man froh sein, wenn überhaupt was klappt.

 

Dann:

Wieso beziehst du die Art, wie dein Hund ist, in der Form auf dich, dass du dich "verletzt" fühlst?

Finde ich sehr merkwürdig. Das liegt sicherlich nicht in der Absicht des Hundes.

Ich interpretiere dich mit deiner Äußerung so, dass du dich durch einen nicht funktionierenden Hund  vor dir selbst und vor deinen Freunden als Versager fühlst.

Das ist Quatsch.

 

Du beschreibst, wie du deinen Hund versuchst zu erziehen:

zuerst durch die Türe gehen etc.

Dann bezüglich Leinenführigkeit: Stehenbleiben, Umdrehen: das alles führt zu sehr viel Frust beim Hund und damit zu noch mehr Theater.

Da klingt insgesamt noch sehr viel Dominanztheorie durch, die heute völlig überholt ist.

Versuche es mit positiver Verstärkung! Bitte suche dir einen Trainer bzw. eine Hundeschule, die nach diesem Prinzip arbeitet. Lies darüber.

Oft weiß dein Hund nicht, was du genau von ihm willst. Macht er etwas richtig, belohne ihn. Du sagst ja, dass sie sehr intelligent ist. Nutze das!

 

Dass sie was anstellt, wenn ihr weg seid, liegt daran, dass sie dann Stress hat. Wie habt ihr denn das Alleinsein aufgebaut? Da gäbe es noch viel zu tun.Kauen, zerstören erleichtert Stress.

 

Und wenn sie das Katzenfutter und die Katzenscheiße frisst? - Wieso kann sie denn in eurer Abwesenheit da dran?

Meine völlig harmlosen Hunde würden zu allererst, wenn sich die Türe hinter mir schließt, sich über das Futter hermachen.

Das gehört in einen Bereich, in dem es für den Hund nicht erreichbar ist.

 

 

Etwas ganz Wichtiges:

Wieviel ruht der Hund?

Das muss er lernen!

Ihr denkt, er bräuchte mehr Auslastung, dabei braucht er evtl. mehr Ruhe!

8 km am Rad ist viel, auch wenn da Husky mit drin ist. Fahrt euer Programm mal deutlich runter, besonders im Haus, lehrt ihm Ruhe. Vielleicht wird es dadurch deutlich besser.

Vielleicht kennst du den Spruch bei Kindern: nach müd kommt blöd. Er  muss lernen, runterzufahren. Dabei muss du ihm behilflich sein.

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@fils98 hallo und willkommen hier im Forum,

 

eine Bitte, schreib mal bitte mit mehr Absätzen, ist echt schwer zu lesen und es wäre  schade, wenn es manchen zu viel ist uns deshalb nicht alles so lesen.

 

Gatil hat ja schon viel Gutes geschrieben, gerne möchte ich meine Sicht einbringen, auch wenn das aus der Ferne kaum möglich ist.

 

Ich empfinde es sehr durcheinander, ohne Konzept irgendwie, der Frust von dir ist spürbar, dies gilt es als erstes anzugehen. Erst einmal musst du völlig locker werden, klappt was, super, klappt was nicht, sch..... drauf, nächstes mal evtl. Oder halt irgendwann.

 

das mit Kofferraum und Tür, egal ob jetzt oldschool oder nicht teile ich, bei mir heißt  Tür auf oder Kofferraum auch nicht direkt, und los jetzt, man kann da schon vereinbaren, darfst du, aber bitte auf Handzeichen, nicken, was auch immer aber.......... das macht man erst dann, wenn da Ruhe und Vertrauen aufgebaut ist. Macht es, so wie es den Anschein macht, zu früh oder zum falschen Zeitpunkt, baut es nur Frust auf und genau das Gegenteil von Ruhe passiert.

 

Ihr macht glaube ich so den klassischen Fehler, man meint, man muss mehr machen, mehr laufen, Rad fahren, Ball werfen, immer mehr, dass ist meist nicht korrekt, Hund dreht oft immer mehr auf, nu mach, nu mach, nu mach...... das gilt es anzupassen.

 

So gesundheitlich ist alles gut, Schilddrüse so als Stichwort.

 

Nun, was würde ich versuchen umzustellen. Ich kann mir jetzt noch gut vorstellen, dass er dich nie alleine lässt, immer bei dir am Fuß hängt, kann das sein?

Das Versuch ganz kleinschrittig im Haus zu üben, ein Hund darf auch mal liegen bleiben wenn ich in die Küche gehe, bau diesen Platz sehr positiv auf, also auf der Decke liegen die tollen Spielsachen, wenn s ein Leckerchen gibt als Belohnung immer auf der Decke, dieser Platz, wo auch immer, ist der tolle Platz, der Hundeplatz, der Rückzugsort. Hier kann Hund komplett zur Ruhe kommen.

 

dann versuch, dich selber runter zu bekommen, freu dich auf alles was mit dem Hund gemacht wird, cool, jetzt gehen wir raus, super kleine Runde mit dem Rad, zusammen mal einfach auf der Bank sitzen oder Baumstamm, die Gegend genießen, anderen Hunden zu sehen runter kommen halt, zusammen. Läuft was blöd, rennt er einfach los, nicht denken man, son Mist, blöder Hund, versuch zu denken, ach du, mal wieder los, da arbeiten wir in Zukunft mal dran, freu mich schon drauf dir das noch zeigen zu dürfen, klingt komisch, ist mir bewusst, aber das ist ein Weg, irgendwann merkst du, dass es ganz spielerisch klick gemacht hat. Such dir evtl, recht ruhige Hunde und HH zum gemeinsamen Runde drehen, dass dein Hund am anderen Hund auch sieht, jo, man kann Mann toben, nun ist aber auch mal gut, wir gehen mal ganz langsam weiter....

 

Dann würde ich viel mehr Kopf und weniger körperlich machen. Apportieren, Suchspiele, Fährten suchen, versteck Spiel, was auch immer.

 

Also gerade hinstellen, tief durchatmen, hey ein neuer toller Tag wo wir was zusammen erleben können, komm mein Partner, ich zeig dir noch ein paar Dinge, wo wir noch etwas zusammen machen können 

 

und zuletzt, rede eher weniger als viel, arbeite mehr mit deine Gestik, Handzeichen, Körpersprache, fast immer redet mal viel zu viel.

 

Vielleicht war der eine oder andere Gedanke dabei, wo du mal ansetzen kannst.

 

mach wirklich ein nach dem anderen, nicht zu viel am Tag, dann wird das werden.

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Ich denke auch, dass deine Emotionen ein nicht unerheblicher Teil des Problems sind.

Der Hund ist jung und lebhaft. Das ist anstrengend aber nicht soo ungewöhnlich. Bei dieser Rassemischung darf man schon damit rechnen.

Bist du angespannt oder erregt, kann dein Hund nicht ruhiger werden.

Solche Typen brauchen unbedingt einen Besitzer, der absolut ruhig und souverän ist und genau weiss, was er will. Sie erkennen Lücken im System in Sekundenbruchteilen und nutzen diese gnadenlos aus. Ihnen irgendetwas vorzuspielen oder so tun als ob, kannste glatt vergessen - wobei das für fast alle Hunde gilt.

 

Da der Husky keinen Kadavergehorsam kennt, würde ich mich vorerst auf das Allerwichtigste beschränken.

Bei mir wäre das: auf Zuruf herkommen, Platz+bleib, andere nicht belästigen, nicht an der Leine ziehen.

 

Das ist jetzt sicher unangenehm, aber da du sie hast seit sie 8 Wochen alt ist, bist du auch für das bisher Erreichte verantwortlich.

Das ist nicht so schlimm, denn Menschen sind ja zum Glück lernfähig. Möglicherweise hast du unrealistische Vorstellungen davon wie lange es dauert bis Erziehung anschlägt.

Allerdings dauert schlechte Angewohnheiten abtrainieren noch viel länger....

 

Warum darf sie den anderen Hund beim Fressen bedrängen ?? Das zu unterbinden ist deine Aufgabe !

Wenn der Gute sich eines Tages wehrt, heisst es wieder, dass es “plötzlich“ zur Beisserei gekommen ist...

Wieso darf sie bei Besuch durch die Wohnung rasen ?? Wenn sie tobt, wird sie eben angeleint und nicht beachtet bis sie sich beruhigt hat. Wenn sie sich so benimmt, wie du dir es vorstellst, darf sie den Besuch (ruhig+freundlich) begrüssen. Um ihr zu helfen, würde ich in nächster Zeit nur 1-2 Personen empfangen und die Besuche möglichst ruhig und entspannt gestalten.

 

Mit einem übermäßig aufgedrehten Junghund, würde ich niemals eine Hundewiese mit 15 anderen Hunden besuchen. Er dürfte gerne regelmässig mit 1-2 Kumpels toben bis er Sternchen sieht. Viel lieber würde ich aber die Gesellschaft von ruhigen, souveränen Althunden suchen, die sich nicht auf der Nase rumtanzen lassen.


Schwimmen finde ich eine super Möglichkeit um überschüssige Energie loszuwerden. Dazu ( also Energie loswerden) sollte ein junger, nein eigentlich jeder Hund täglich 1x die Möglichkeit haben. Dafür ist aber zuhause Ruhe angesagt. Meine Hunde werden da die meiste Zeit nicht gross beachtet. Schließlich habe ich auch noch anderes zu tun und alle jungen Wesen müssen nun mal akzeptieren lernen, dass sie nicht der Nabel der Welt sind.

Gegen ruhige Kopfarbeit ist natürlich nie was einzuwenden.

 

Hey, und welcher normale, gesunde Hund verschmäht Katzenfutter, wenn er es erreichen kann ???

Meine letzten 3 Hunde leerten mit Wonne das Katzenklo, wenn sich die Möglichkeit bietet bzw. tun es noch.

Das zu verhindern ist meine Aufgabe !

 

 

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