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Hundeforum Der Hund
babsi54

Mein Collie pöbelt an der Leine und bellt, wenn wir das Haus verlassen

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Hallo....Mein Name ist Barbara...wir haben vor 2 Jahren einen Collie, den Morris...(er ist unser 5. Collie in Folge),  aus Ungarn vom Rettungsverein Lelence bekommen. Alles völlig korrekt und der Hund ist gesund. 

Er kam mit sehr vielen Baustellen, bellte, bzw. griff Autos, Fahrräder, Menschen und andere Hunde an. Wir sind bis vor Kurzem auch in einer Hundeschule gewesen....

Ohne Leine auf einer Hundefreilauffläche hat Morris kein Probleme mit anderen Hunden. Wird es mal ernster, geht er den Situationen aus dem Weg. Das Verhalten wegen der Fahrräder, Menschen und Autos hat sich stark gebessert....Mittlerweile kennt er auch so einige Hunde in unserer Umgebung und begegnet ihnen ruhig. Sobald die Hunde aber dunkel und größer sind pöbelt er mit vollem Körpereinsatz an der Leine. Der Versuch mit den anderen Hundehaltern zu üben...das wir stehen bleiben und uns unterhalten.... funktioniert nur sehr selten. Morris beruhigt sich nicht. Mittlerweile akzeptiert er auch keinen Hundebesuch in der Wohnung mehr und weist die Besucherhunde in die Schranken, sodass die Besitzer ihre "Kleinen" hochnehmen müssen. Dann ist Ruhe und Morris kann sich hinlegen, 

Es gibt tolle Tage, da denke ich wow...klasse Hund... und dann wieder Tage, da verzweifel ich völlig. Wir kommen aus der Tür...vor der er erst Sitz macht, wartet, bis ich die Tür auf mache...dann einige Schritte in Ruhe losgeht um dann für mindestens 2 Minuten zu bellen.....Begegnen uns die ersten Hunde, die er anpöbelt, fährt Morris sich hoch wie ein Akku und ist nur schwer wieder zu beruhigen. Man hat das Gefühl, sein Oberstübchen ist dann nicht mehr erreichbar. Ich hab es mit Richtungswechsel versucht....gelingt nur 1-2 mal, das er sich beruhigt. Auch das einfache warten bis Ruhe ist, klappt nur bis ich wieder mit ihm losgehe..Ausschimpfen, Anschreien, was Klapperndes werfen....hilft alles nicht....Seit ein paar Tagen versucht er mich zu umkreisen, was ich immer unterbinde....oder er steht neben mir und schaut mir bettelnd in die Augen....

Ich muß dazu auch noch schreiben, das er auch schon mal geschnappt hat, weil ich ihn zu kurz gehalten hatte um ihn nicht mit einem anderen Hund aneinander geraten zu lassen....

Im Hause und Garten ist er unglaublich lieb.

 

stolzer-morris.jpg

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vor 20 Stunden schrieb babsi54:

..wir haben vor 2 Jahren einen Collie, den Morris...(er i Alles völlig korrekt und der Hund ist gesund. 

 

Er kam mit sehr vielen Baustellen, bellte, bzw. griff Autos, Fahrräder, Menschen und andere Hunde an.

 

Wir sind bis vor Kurzem auch in einer Hundeschule gewesen....

 

Ohne Leine auf einer Hundefreilauffläche hat Morris kein Probleme mit anderen Hunden. Wird es mal ernster, geht er den Situationen aus dem Weg. Das Verhalten wegen der Fahrräder, Menschen und Autos hat sich stark gebessert....Mittlerweile kennt er auch so einige Hunde in unserer Umgebung und begegnet ihnen ruhig.

 

vor 20 Stunden schrieb babsi54:

Sobald die Hunde aber dunkel und größer sind pöbelt er mit vollem Körpereinsatz an der Leine. Der Versuch mit den anderen Hundehaltern zu üben

 

Ich muß dazu auch noch schreiben, das er auch schon mal geschnappt hat, weil ich ihn zu kurz gehalten hatte um ihn nicht mit einem anderen Hund aneinander geraten zu lassen....

Im Hause und Garten ist er unglaublich lieb.

 

stolzer-morris.jpg

Du warst in der Hundeschule, alles war gut, alles hat sich super gebessert.

 

na, dann würde ich das NUR .... weiter in der Hundeschule trainieren.

 

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Warum erlaubt ihr ihm überhaupt zu entscheiden, ob er Hundebesuch in der Wohnung akzeptiert oder nicht ?

 

Unsere Hunde hier, auch die, die nur auf Zeit hier sind, müssen Besuch nicht toll finden, egal ob Hund, Kind oder Erwachsener, aber sie müssen lernen diesen zu tolerieren.

Ich empfange Gäste und sorge dafür, dass die Vierbeiner in Ruhe gelassen werden, wenn sie dies wünschen. Und umgekehrt wird kein Gast von einem meiner Hunde belästigt.

Benehmen sich alle Seiten gesittet und ist gegenseitiger Kontakt erwünscht, erlaube ich dies selbstverständlich. Bin ja kein Spielverderber....

 

Es  ist eine grundsätzliche Entscheidung am Anfang zu treffen:

Soll mein Hund aufpassen und gegebenenfalls eigenständig agieren ? (Super bei abgelegenem Haus+Grundstück) Dann muss ich auch die eventuellen negativen Begleiterscheinungen akzeptieren.

Oder bin ich für Besuch zuständig ? Dann hat der Hund nur minimales Mitspracherecht.

 

Das ist wie mit Hochspringen oder nicht. Zur Begrüßung ja, aber mit feinen Klamotten und bei Oma/Kleinkind nein. Damit haben eine Menge Hunde Schwierigkeiten.

 

Immer wieder spannend zu beobachten, finde ich, wie neue oder Gasthunde bereit sind, sich geltenden Hausregeln anzupassen, ganz egal was vorher war.

Dazu braucht es aber einen konkreten Plan im eigenen Kopf. M.E.n. scheitert es oft daran (und natürlich am richtigen Timing und Durchhaltevermögen)

Von daher ist Hundeschule oder Einzelstunde beim Trainer sicher eine gute Idee.

Normalerweise hat sich die ungute Situation über einen längeren Zeitraum dahin entwickelt und es braucht Verhaltensänderungen auf beiden Seiten.

Ein Aussenstehender, sofern er sein Handwerk versteht, kann das viel besser beurteilen, als die, die mittendrin stecken.

 

 

 

 

 

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@saicdi sehe ich auch so.

Ich denke, euer Hund weis nicht, ob er sich auf Dich verlassen kann.

 

Als ich meinen Hund bekam, wurde er aus der vorherigen Familie in den Tierschutz gegeben, weil eben alles selbst entschied, seine Menschen nicht mehr ernst nahm.

Er lies keinen mehr ins Haus usw.

 

Erst mal gehören meine Hunde auf ihre Plätze, wenn ich Besuch ins Haus bekomme.

Erst wenn ich es ihnen erlaube, dürfen sie die Gäste begrüßen.

Egal wer da so kommt, Kinder und Gasthunde eingeschlossen.

Und begrüßen heißt riechen, sich streicheln lassen .Kein Anspringen, aufgeregt sein, erst gar kein Bellen.

Geht das nicht, wird Hund wieder auf seinen Platz geschickt.

Natürlich habe ich das mit viel Leckerli trainiert und jedes "Bleib" wird sofort belohnt.

 

Bei Ramse habe ich zuerst mit Babygitter gearbeitet, die so zwischen die Türen festgeklemmt werden können. ER war dabei, konnte zusehen, es gab viel Leckerlis, aber er konnte keinen angreifen.

 

Draußen arbeite ich bei unangenehmen Begegnungen entweder mit der "Futtertreibmethode". also Futter in der Faust, an die Nase des Hundes, aber erst Freigabe, wenn wir vorbei sind.

Oder ich lege beide Hunde ins Platz und fessel ihre Aufmerksamkeit mit zwischen ihre Pfoten fallende kleine Leckerlis, die sie sich zwischen ihren Pfoten aufsammeln müssen.

 

Diese beiden Methoden müssen natürlich erst ohne Reize trainiert werden, dann mit immer mehr Außenreizen.

 

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@babsi54 Hallo und erst mal willkommen hier im Forum.

 

das klingt in der Tat nach Streß, für euch beide. Das kann jetzt aber auch 100 und 1 Gründe haben und ist aus der Ferne nicht zu beurteilen, ich möchte aber gerne mal meine Gedanken schreiben.

 

Für mich klingt es so, als wenn ihr etwas überfordert seit und keine Linie habt. Ihr habt bestimmt auch so einiges im Fernsehen mal gesehen, also was werfen, anschreien etc, dass führt leider nicht zum Ziel. Du schreibst von verzweifelt, dass muesst ihr zuerst bearbeiten, also eure Verzweiflung und evtl. Ärger.

 

Für mich habt ihr jetzt viel versucht, es gibt aber keine Linie für mich, euer Hund, euer Partner muss sich an euch orientieren und euch vertrauen können, ganz nach dem Motto, o.K. mei Partner hat das alles super in der Hand, ich muss nicht aufpassen und sie beschützen evtl. oder die Situationen regeln.

 

Habt ihr Freilauf, trefft ihr andere Hunde im Freilauf. Auch wenn es hier verschiedene Meinungen gibt, für mich ist das wichtig und ganz oft löst sich da auch was, zum einen kann sich der HUnd auspowern, noch viel wichtiger ist aber das Hundehalter Vertrauen lernt, sich entspannt, dadurch der HUnd automatisch auch lockerer wird.

 

Das mit dem schnappen klingt für mich nach völligem Streß in der Situation, der Hund ist in einer Ecke, wo er nicht mehr weiter kommt, aber es gab da mit Sicherheit vorher eine Entwicklung, dass kommt nicht von jetzt auf gleich.

 

Habt ihr schon mal was von zeigen und benennen gehört und damit verbunden auch Bogen laufen. such da hier mal nach, da gibts etliche gute Hinweise.

 

Wenn ihr noch mehr und genauer etwas schreibt, gibt es bestimmt noch gute Hinweise hier, aber macht das so step by step, in kleinen Schritten, dann kann man besser darauf reagieren, alles so auf einmal ist kaum möglich sonst.

 

Beobachtet den Hund ganz genau, wann macht er was, bei wem, wie seid ihr dann drauf, locker oder genervt, ist die Lene da schon auf Zug, gerade erst, oder schon lange. Das alles sind so Entwicklungen, die man sehr Kleinschrittig ansehen muss. Habt ihr die Arme unten mit der Leine, oder schon im Winkel, weil ihr denkt, gleich geht es los?

 

Vielleicht war etwas im Ansatz schon mal dabei, wo ihr euch wieder findet

 

 

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übrigens, was ich bei Ramse gelernt habe.

Rufe ich ihn bei Fuss, Leine ihn an, ist er sofort am Suchen nach dem Grund für die Aktion.

(wo ist der Feind, grins)

Also habe ich trainiert, an jeder unübersichtlichen Ecke, wenn ich Wege kreuze, aber besonders viel einfach so, weil ich wollte.

Das Ritual "hier", "Sitz", an Leinen, viel Leckerlis , Lob, streicheln, und dann weiter an Leine.

Es gibt keinen Grund, nur so.

 

Und dieses "Ritual" spule ich jeden Tag öfter ab.

So sind meine Zwei auf die Tätigkeit "sitz, platz, such Leckerlis" konzentriert, sehen nicht die Gegend ab nach "Feinden".

(wobei Lucie keine Feinde kennt, nur Freunde, da will sie hin, jaul, bell)

Natürlich lege ich beide mit dem POPO zum Reiz (vorbei laufenden Hund) ab.

 

Bellt Fremdhund laut , dann lasse ich beide aufstehen und laufe (schnell) in andere Richtung.

Beide sind dann ziemlich verdutzt. Erst wenn Objekt der Agression etwas weiter weg ist, alsse ich Beide nach ihnen sehen (0hne Kommentar),  Lobe (ich säusle" alles gut" oder so), und gehe dahin, wo ich hin will.

 

Und das Thema "zeigen und benennen" finde ich super, da war mein Hund immer super auf Wacht.

Da kommt ein Hund, sieh, der ist bestimmt lieb, ach das ist der große schwarze Dobermann von Nachbarn, ,,,, blabla,,, fand Ramse super.

 

Ich finde "nicht zeigen, sondern ablenken, ein Ritual abspulen " bevor Hund in die Aggression springt ,  besser.

 

Außer dieses "Zeigen, benennen", finde ich@Asisina Ratschläge  gut.

 

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und noch eins.

Ich brauchte wenigstens ein Jahr, bevor ich für Ramse die richtige Einstellung , heißt Körpersprache , aufbringen konnte.

Ich hatte schon vor Ramse viele DSH vom Tierschutz, aber Ramse war besonders .

(aggressiv, hatte ich nie vorher)

 

Diese innere Haltung, jetzt kommt mir da ein Fremdhund entgegen, egal, ich schaffe das mit Ramse!!!

Egal, ich und Ramse und die doofe Lucie dazu.

Das Egal, ich habe wirklich lange gebraucht.

Ramse unterstützt mein "Egal, ich und die Hunde" mit einem Maulkorb in der Stadt.

Meine Angst, er könnte angreifen, ist so weg.

 

Lucie kennt mein Klopfen an der Leckerlitasche , da klebt sie dann dran.

Also ohne Leckerlibeutel kein Raus.

 

Und im Haus waren es erst die Babygitter, dann das Ritual " bleib auf deinen Platz", wenn alle sitzen, darst Du kommen, bekommst auch leckeres.

 

Ich konzentriere mich genau so wie meine Hunde auf die ablaufenden "Rituale", nicht auf die Fremdhunde draußen, dass gibt mir Kraft, eine sichere Körperhaltung, die auch der Hund liest.

Und will Ramse ausbrechen aus unserer Situation, hilft ein Treten auf die Leine, Bleib ein Platz und Leckerlis werfen, lange geübt.

 

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vor 6 Stunden schrieb agatha:

Natürlich lege ich beide mit dem POPO zum Reiz (vorbei laufenden Hund) ab.

Das mache ich grundsätzlich nicht. Ich lege mit Blick zu anderen Hunden ab.

Lege ich einen Hund mit Rücken zu anderen Hunden, erzwinge ich für ihn eine "Feiglingposition".

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vor 52 Minuten schrieb Gerhard:

Das mache ich grundsätzlich nicht. Ich lege mit Blick zu anderen Hunden ab.

Lege ich einen Hund mit Rücken zu anderen Hunden, erzwinge ich für ihn eine "Feiglingposition".

ich habe festgestellt, dass Ramse so abgelenkt ist, dass ihm alles am POPO vorübergeht, lach.

Ich habe natürlich echt einen Abstand von mehr als 2m beim Ablegen.

(sonst müssen wir da durch gehen, ohne den Abstand kein Ablegen, sondern ein "Bei Fuss ich habe das Sagen!"   !)

Und Ramse mutiert leider nicht mehr zum "Feigling", da kann ich legen, wie ich will.

Aber ich lasse ihn nachher nachschauen, so wird er hoffendlich weniger "MUTIG; zum Angreifer".

Nein, Gerhard, meinen ehemaligen Yerom hätte ich nie so wie Ramse abgelegt, nie, der war wirklich ein Ängstling.

Aber Ramse, da hoffe ich immer auf "nicht gesehen,  nicht wichtig" . Also Ablenkung pur.

 

Und ja, du hast recht, zwingt man Hund, dem anderen Hund in sehr geringer Entfernung seinen POPO zuzuwenden, ist der Hund der Unterliegende,Devote.

Gerade Fremdmenschen, die uns entgegenkommen, puh, Mann der wie sein ehemaliger Züchter und Ausbilder aussieht groß, Klatze... da wird er echt nicht nett.

 

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