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Hundeforum Der Hund
bibidogs

Boxer Apollo ist krank - Medikament gesucht

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Hallo,

es ist nicht mein Hund, aber der Hund einer lieben Bekannten aus einem anderen Forum!

Vielleicht wißt ihr ja einen Rat, ich würde mich tierisch freuen!!!

Ich kopiere mal den Text von ihr:

Hallo,

wir mussten Apollo im Dezember ja mit Antibiotika behandeln, er hatte sich diesen ekligen Husten eingefangen. 10 Tage, danach war alles ok.

Soweit so gut. Seitdem hat er immer wieder breiigen Kot und dann auch wieder gut. Also haben wir gedacht ok die Darmflora hat was abbekommen und haben Estefor gegeben. Alles zwischendurch immerwieder gut.

Jetzt ist mir am 15.02. der Kragen geplatzt und wir haben 3 Tage lang Kotproben gesammelt, ich wollte wissen was da genau los ist.

Hier ist d. Ergebnis :

Parasieten und Giardien : negativ

Aber :

Yersinia enterocolitica +

Proteus mirabilis +

Enterococcus +

E. coli +

Clostridium perfringens ++

Danach haben wir sofort ein Antibiogramm erstellen lassen und nun haben wir ein Problem.

Von 11 getesteten Antibiotika sind überhaupt nur DREI geeignet. Heisst dieser Yersiniamist reagiert darauf. Es ist irgendein Stamm der offensichtlich extrem hartnäckig resistent reagiert.

Marbofloxacin Sensibel - geht nicht, macht bei Junghunden die Knochen kaputt

Colistinsulfat ist für Kühe/Schweine- geht nicht, gibt es für Hunde nicht

Neomycin- da sucht unser Tierarzt grade wie wild, d. gibt es lt. erster Aussage auch nur für Schweine/ Kühe.

Wir haben gestern ausführlich am Abend mit dem Tierarzt gesprochen. In Deutschland wurden viele Medikamente in der Tiermedizin mit Auflagen belegt und daher von den Firmen vom Markt genommen. Das können wir gern in eimem eigenen Thread diskutieren. Allerdings telefoniere ich grade auch mit dem Ausland, ich lasse sonst was von da kommen. Aber wie gesagt, können wir andermal diskutieren, da hab ich grade keine Zeit , sorry.

Hier haben wir nun die Situation d. wir einen kranken Hund haben, dieser Sch kann aufs ganze System überspringen und ein multiples Systemversagen auslösen. Bis jetzt geht es ihm noch gut. ABER, bitte hat einer von Euch schon mal ein Medikament der oberen Aufzählung für den Hund benutzt. Oder an die User die Pferde haben, bitte habt ihr eines Eurer Pferdemedikament schonmal den Hunden gegeben. Meine Email ist freigeschaltet und ich gebe auch gern unsere Telefonnummern raus.

Ach ja, der Mist ist hochansteckend. Wir waren ausser hier in der Umgebung nirgends mit dem Hund. Laut Labor wurde dieser Sch in der Kombination seit Jahren nicht nachgewiesen. Mein Tierarzt hat es so nur 4x erlebt. Also wenn Ihr im Moment unklare Durchfälle habt, lasst um Himmelswillen die Hunde testen. Wenn ich nicht die Geduld verloren hätte und auf den Proben bestanden hätte dann passiert folgendes : dieser Mist springt vom Darm um auf d. ganze System und kann dann ein multiples Organversagen/Sepsis auslösen. Das heisst der Hund/Katze/Tier kann sterben.

Wer Kinder hat, passt bitte auf, es ist wirklich sehr ansteckend.

Vielen Dank für Eure Hilfe. L.G. Burgit

Wenn ihr einen Tipp habt, dann sind wir echt dankbar, wenn ihr euch meldet!!!

Liebe Grüße

Bibi, Dusty und Bibo

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(bearbeitet)

Ich würde beim Tierarzt mal nachfragen, ob nicht die möglichkeit einer Eigenbluttherapie besteht. Evtl. auch Auto--Sanguis-Stufen-Therapie, in dem eines der 3 genannten Mittel homöoptaisch Potenziert zugefügt wird. Ansonsten mal einen THP ansprechen. Besonders bei solchen Angelegenheiten kann eigenblut oder Auto-Sanguis sehr hilfreich sein. Organpräparate oder Nosoden können bei beiden Therapien ergänzend dazu genommen werden.

EDIT. Nosoden sind abgeschwächte Wirkstoffe des Krankmachenden ens, können also wie eine Impfung wirken und das Immunsystem stärken. In deinem Fall könnte der Körper darin unterstützt werden, gegen dieses Bakterium zu kämpfen. Die Nosoden müssen aber aus Kulturen erstellt werden, wenn sie nicht auf dem Markt verfügbar sind. Ist aber heute kein problem mehr.

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Hallo Sandra,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ich habe sie gleich weitergeleitet, vielleicht hilft es Burgit ja :)

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(bearbeitet)

Yersinia können tödlich sein!!!

Heute Morgen hat meine Bekannte nochmal geschrieben, ich stelle das hier nochmal rein, damit auch andere Hundehalter gewarnt werden!!

Guten morgen,

nachdem ich jetzt ausgeschlafen habe möchte ich noch für die anderen User hier etwas nachtragen .

Die Untersuchung der Kotproben von 3 Tagen haben wir veranlasst, ohne Rücksprache mit irgendwem. Wir fanden es einfach nur nicht ok d. auch nach 4 Wochen Darmfloraaufbau nach der abgelaufenen Antibiotikabehandlung der Hund immer noch nicht absolut " Kuhfladenfrei" war.

Ich war diejenige die ins Labor direkt gefahren ist und einfach folgende Untersuchungen bestellt hat :

komplette Parasitologie

komplett auf Bakterien

Dann kam erst die Parasitologie, also keine Giardien und keine Würmer. Fein, Freude bei uns und vier Tage warten auf die Bakteriologie. Da fängt mein Ärger auf mich selber an. Ich hätte es wissen müssen, Ihr werdet gleich verstehen warum.

Montag kam ein Anruf vom Laborchef, wir haben Yersinia gefunden, ein Bakterium in einer Form die SO hier lange nicht nachgewiesen wurde. Also wollte ich ein Antibiogramm, ich wollte einfach wissen worauf diese Biester positiv reagieren. Dienstag kam dann der wirkliche Hammer. Sie habe auf alle normalen Antibiotika getestet und von 17 möglichen waren 14 absolut resistent. Es gab 3 Möglichkeiten der Behandlung wobei die eine Möglichkeit mit annähernd 100 %tiger Sicherheit Knorpelschäden bei Junghunden unter 15 Monaten macht. Unser Tierarzt setzt es nicht ein und ich war sehr froh d. er so gut informiert war. Dann ging halt meine Sucherei los.

@all

Falls Euch jemand sagt, d. sind doch alles normale Darmbakterien. Das stimmt nur bedingt. Yersinien in der Form die Apollo gerade hat sind hochansteckend. Wenn sie auf Menschen überspringen muss d. dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Heißt in der Familie bricht der Ausnahmezustand aus .

Jeder Halter muss selber wissen was er tut und wie weit er sich durchsetzt.

Ich habe mehrfach mit dem Leiter des bakteriologischen Institutes gesprochen und nachgehakt. Ich habe jedes Bakterium selber nochmal nachgelesen und ich habe mehrfach mit meinem Tierarzt telefoniert der sich so dermassen erschreckt hat d. wir mindestens 3x pro Tag am Telefon waren. Das Antibiogramm dauert ja 24 Stunden extra. Seine Erklärung ist wahrscheinlich die logischte für relative medizinische Laien. Alles was nachgewiesen wurde kann überall vorkommen. Das gemeine bei diesem Yersiniamist ist aber die RESISTENZ auf alle üblichen Mittel. Heisst, dieser Bakterienstamm hat bereits mehrere Stufen in mehrereren Tieren durchlebt und muss auch mit mehreren Antibiosen behandelt worden sein. Deswegen ist er auf 14 verschiedene Sorten Antibiose auch resistent.

Dieses Mistzeug hat sich unser Hund wo auch immer geholt. Wir haben jetzt d. Problem gehabt von den verbleibenden 3 Möglichkeiten die zu behandeln, die weder seine wachsenden Knorpel schädigt noch ihn ganz umbringt weil nur für Ochsen geeignet. Unser Tierarzt hat gesagt " eine Verkettung unglücklicher Umstände und ihr habt jetzt d. Problem " .

Das Problem mit der Beschaffung muss man isoliert sehen, d. hängt an der deutschen Gesetzgebung. Wenn ich mich von dem Schreck von gestern erholt habe werde ich vielleicht mal dazu einen Thread aufmachen. Jetzt bin ich zu erschöpft und will nur noch den Kram aus der Schweiz hier auf dem Tisch haben um diese Zeug in unserem Hund platt zu machen. Wenn d. was er da im Moment im Bauch hat nicht absolut sauber ausbehandelt wird kann dieser Stamm der durch zig Wirtstiere gegangen sein muss explodieren. Dann passiert d. was mir mein Tierarzt auch beschrieben hat. Es kommt zu einer Sepsis und damit zu einem kompletten Systemversagen d. nicht mehr behandelbar ist. Die Email die Bibi mir geschickt hat von der Dame in Hannover, da war genau d. beschrieben. Es deckt sich exakt mit unserem Befund und dem was unser Tierarzt auch gesagt hat.

Ich danke Euch d. Ihr Euch gestern nicht mit irgendwelchen Vermutungen aufgehalten habt. Für den Zuspruch und dafür d. Ihr den Thread immerwieder nach oben geschubst habt. Wer ein paar von unseren Beiträgen gelesen hat der weiss d. wir niemals so einen Wind machen würden ohne einen wirklichen Grund zu haben.

Jeder von Euch kann uns wenn er will erreichen. Per PN, Mail oder wenn er mag auch telefonisch. Die Erfahrung wünsche ich keinem und ich werde immer Zeit für jeden haben der eine konkrete Frage dazu hat.

Mein Ärger über mich ist einfach folgender. Ich habe eine medizinische Ausbildung und hätte wissen müssen d. auch nach einer Antibiotikabehandlung wie bei uns im Dezember spätestens nach 14 Tagen wieder alles lupenrein hätte ok sein müssen. Ich habe zu lange gewartet. Im Momet habe ich eine dermaßene Wut auf mich selber.

Bitte verlasst Euch nicht auf Allgemeinplätze und auf Aussagen wie " ist doch normal, d. dauert" Nur weil der Aufbau der Darmflora nach Antibiotika Wochen dauert darf trotzdem der Hund keinen einzigen Tag mehr diese "Kuflade " haben. Alles was wiederkommt hat einen tieferen Hintergrund. In Zukunft werde ich die Reißleine viel schneller ziehen. Wenn solche Bakterienstämme rumschwirren die auf fast nix mehr reagieren dann braucht der Hund Hilfe, egal woher.

Apollo bekommt jetzt Emorex N, sobald es aus der Schweiz eingetroffen ist.

________________

L.G. Apollo und Burgit

Liebe Grüße

Bibi, Dusty und Bibo

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