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Hundeforum Der Hund
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Der Titel "Tierpsychologe(in)" soll geschützt werden!

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Wie bestimmt den meisten hier bekannt, darf sich jeder hinz und kunz nach Lust und Laune Tierpsychologe nennen,

ohne fundiertes Studium, ohne psychologische Zulassung etc. Warum? Wer hat sich diesen Schwachsinn ausgedacht?

Psychologen dürfen sich erst dann Psychologen nennen, wenn sie ein abgeschlossenes Studium in Psychologie haben. Wer sich ohne dieses Studium "einfach so" Psychologe nennt, macht sich strafbar, ebenso wenn man sich einen Doktortitel gibt, ohne Doktor zu sein. Dies sollte ebenso in der Tierpsychologie der Fall sein, denn der Missbrauch dieses Titels wächst!

Studiert man nun Tiermedizin, kann man zusätzlich dazu noch die Fachrichung der Verhaltenstherapie mit studieren.

Dies halte ich für den einzig richtigen Weg, um sich hinterher Tierpsychologe nennen zu dürfen.

Mittlerweile ist es sogar schon so weit, dass eine Frau, die von sich behauptet irgendwelche paranormalen Fähigkeiten zu haben, sich als selbst ernannte Tierpsychologin selbstständig gemcht hat und auf ihrer Homepage anbietet, Krankheiten wie Tumore, Krebs, Herzprobleme usw. bei Tieren zu behandeln. Sie ist weder Tierärztin, noch Tierheilpraktikerin noch hat sie irgend eine fundierte und anerkannte Ausbildung in diesem Bereich.

Sind wir denn tatsächlich schon so weit, dass jeder x-beliebige Mensch sich eine eigene Praxis aufmacht, einen auf "ich behandle schwerwiegende Krankheiten bei Tieren" macht, nur weil er sich gesetzlich gesehen mal einfach so Tierpsychologe nennen darf? Würde man den Titel Tierpsychologe ebenso schützen, wie den Titel des Psychologen, wären wohl die meisten der herum laufenden Scharlatane aus dem Verkehr gezogen und der Beruf des Tierpsychologen würde nicht mehr von jedem ausgeübt werden können, der gerade Lust dazu hat.

Noch weiß ich nicht wie, aber würde mir vielleicht jemand irgendwie dabei helfen, die Berufsbezeichnung

des Tierpsychologen ebenso schützen zu lassen wie einen Dorkortitel oder auch die Bezeichnung als Psychologe?

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Den Begriff Hundepsychologie finde ich eh schon daneben. Verhaltenstherapeut oaky, aber ein Psychologe ? ;)

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"Diplomierte" Tierpsychologen hatten wir ja schon genug. Die hatten sogar die Möglichkeit die Grundlagen zu lernen, was daraus wurde konnte (und kann) man im Fernsehen bewundern.

Psychologie ist die Lehre vom Verhalten und Erleben des Menschen - Tierpsychologie geht also eher nicht, ist aber natürlich noch besser als "Kynopädagogik".

Verhaltenstherapie/therapeutin wäre auch der Begriff den ich verwenden würde wenn ich in diesem Beruf arbeiten würde, denn genau darum geht es beim Hund - kognitive Therapieformen fallen ebenso weg wie Gestalttherapie oder Psychotherapie. In Distanzierung vom Hundetrainer der "nur" aufgrund seiner Erfahrung bastelt wäre der Verhaltenstherapeut dann jemand der sich zusätzlich mit den Hintergründen befasst. Und da hakt es mit der Anerkennung, es wäre ein rein theoretisches Konstrukt und heraus kommen würden genau die "diplomierten", die die Fernsehwelt dominieren, gut quatschen können und keine echten Erfolge vorweisen können.

Wie sehr persönliche Erfahrungen eine Rolle spielen zeigen ja auch die Tieärzte mit Zusatz Verhaltenstherapie - gleiche Ausbildung, unterschiedlichste Ansätze. Gerade die Verhaltenstherapie lebt vom Gleichgewicht zwischen theoretischem Wissen und praktischer Erfahrung.

LG, Karin!

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Studiert man nun Tiermedizin, kann man zusätzlich dazu noch die Fachrichung der Verhaltenstherapie mit studieren.

Dies halte ich für den einzig richtigen Weg, um sich hinterher Tierpsychologe nennen zu dürfen.

Diesen Satz kann ich voll und ganz unterschreiben.

Leider gibt es einige mehr oder weniger seriöse Anbieter, die ein so genanntes "Fernstudium" zum Hundepsychologen anbieten. Damit habe ich mehrere Probleme:

1) Studium ist für mich nur etwas, das nach einer bestandenen Hochschulreife gemacht werden kann. Dieses so genannte "Studium" kann jeder bestellen, der es bezahlt.

2) Für mich ist das nicht viel mehr als ein paar Hundebücher lesen und ein paar Fragen danach zu beantworten.

3) Was ist mit der Praxis? Wo lernen die Leute das praktische Arbeiten?

4) Eine ehemalige Kollegin von mir schmückte sich mit diesem Titel und ritt ziemlich penetrant darauf herum, das Hundewissen "studiert" zu haben und somit per se im Recht zu sein. Die Praxis in ihren Gruppen nebst eigenem Hund sah und sieht allerdings anders aus. Für mich nicht tragbar.

Die Menschen können mit den Füßen abstimmen, in dem sie einfach nicht mehr dort hin gehen, wo ihnen nicht geholfen wurde. Mit der Zeit werden diese ganzen "Praxen" verschwinden, wenn die Kunden merken, dass die Qualität nicht stimmt.

Damit möchte ich nicht verallgemeinern, leider habe ich nur bisher noch niemanden mit einem solchen Studium getroffen, der mir das Gegenteil meiner Erfahrungen beweisen konnte.

LG Anja

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Studiert man nun Tiermedizin, kann man zusätzlich dazu noch die Fachrichung der Verhaltenstherapie mit studieren.

Dies halte ich für den einzig richtigen Weg, um sich hinterher Tierpsychologe nennen zu dürfen.

So sehe ich das auch. Alle anderen finde ich irgendwie doch unglaubwürdig. Ich würde es gut finden, wenn sich nur noch Leute Tierpsychologe nennen dürfen, die dieses Studium erfolgreich absloviert haben.

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Habt ihr vielleicht eine Idee, wie man so etwas gesetzlich binden kann? Zwar bin ich nicht 100% überzeugt, dass man so etwas durchbringen würde, aber versuchen könnte man es doch? Nur weiß ich überhaupt nicht wie :( Ich bin aber 100% sicher, dass unsere Tierärzte in der Umgebung solch einen Beschluss ebenfalls unterstüzten würden.

Bei uns in der Region gibt es mehrere Tierkliniken (Kleintiere und auch Pferde) und auch sehr viele Tierarztpraxen. Glaubt ihr denn, man würde was erreichen, wenn man eine Art "Unterschriftenliste" erstellt, wo dann alle Leute unterschreiben, die dafür sind? Aber an wen sollte man diese Liste dann schicken? :???

Ergänzung:

Ich habe einfach mal eine Unterschriftenliste erstellt und für alle hier zum Runterladen breitgestellt. Vielleicht bekommen wir ja alle einige Unterschriften zusammen. Ich versuche das jetzt jedenfalls einfach mal!

unterschriftenliste tierpsychologie.pdf

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Kann man versuchen, aber ich wüsste auch nicht an wen man die Liste schicken soll. An die Regierung?

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Frag doch mal bei der IHK nach.

Der Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater kämpft für den Berufsschutz von Hundetrainern und hat bei der IHK Potsdam einen Etappensieg erreicht. Dort gibt es inzwischen Wege zu Prüfungen für den "Verhaltensberater" und für einen "Hundefachwirt".

Oder frag mal beim BHV, was da für Erfahrungswerte vorliegen. Link: http://www.bhv-net.de/

Mir sind Titel nicht wichtig, ich engagiere mich schon sehr viel ehrenamtlich, unterstütze Dein Projekt aber gerne mit Ideen.

LG Anja

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