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Hundeforum Der Hund
Ati´s Frauchen

Erfahrung mit Rüden-Kastration

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Hallo Ihr lieben!

Nachdem wir jetzt den 3.Tag nach der Kastration unseres fast drei-jährigen Mischlings Atilla hinter uns haben, möchte ich euch erzählen wie es war bzw. was für Ängste und Sorgen ich mir gemacht habe.

Schon Wochen vorher habe ich das Internet durchforstet, was auf uns zukommt, wie wir ihm danach helfen können etc. Ich muss dazu sagen, wir haben ihn seit er 9 Wochen alt ist und der kleine Kerl leidet tierisch wenn eine läufige Hündin in der Nähe ist. Er schläft nicht, er frisst nicht. Er jammert und heult fast den ganzen Tag und lässt sich mit wirklich überhaupt nichts ablenken. Also der schwere Schritt zur Kastration.

Ich war am Tag der OP fix und fertig. Wir wurden über alles aufgeklärt und hatten ca. eine Woche vorher einen Beratungstermin mit durchchecken, da wir neu in der Tierklinik waren. Zurück zum OP-Tag. Wir haben ihn um ca 12 Uhr mittags abgegeben, die Voruntersuchung lief wie folgt, Blutentnahme mit Zuckertest und Blutauswertung um die genaue Dosierung für die Narkose feststellen zu können. Erst dann wurde das ok für die OP gegeben. Außerdem wurde noch die gleichzeitige "Entfernung" seines kleinen Nabelbruches besprochen.

Um ca. 18.30 Uhr durften wir unser Schätzchen abholen. Oh man, war ich fertig und mein Hündchen erst. Mit seinem Hartplastiktrichter, noch total mitgenommen, saß er in seiner Box und schaute mich traurig an. Die strikte Anweisung lautete, Trichter 10 Tage dran- als Leckschutz unbedingt notwendig!!

Kontrolle in 4 Tagen, wenn was sein sollte 24h Notdienst in der Klinik. 4 Schmerztabletten, keine Creme, kein Pflaster auf Kastrationswunde, nur beim Nabelbruch. Meiner Nachfrage nach Arnica D12 Globuli wurde zugestimmt, könne dadurch nur besser verheilen. Auf dem Weg nach Hause weinte er bitterlich in seiner Box. Mir war alles andere als wohl, da ich mir sowas immer total zu Herzen nehme und sehr mitleide wenn was mit Atilla ist. Der erste Abend war furchtbar, der Trichter störte und Ati war noch totmüde. Er schlief (wenn man das so nennen kann) im Sitzen! Anscheinend zwickte es noch sehr. Die Nacht über machte ich kein Auge zu, ich schlief mit ihm auf dem Boden, da er ständig Kontakt und Nähe sucht. Am nächsten Morgen war es ein kleines bißchen besser und mir fiel ein Stein vom Herzen, als er mit gesundem Appetit aß. (Zur Info: nach Anraten der TÄ, Reis mit Nassfutter in kleinen Portionen) Der Tag verlief "normal"...nur wollte Ati einfach nicht pinkeln, egal wie oft ich ihn in die Wiese setzte. Also rief ich nach einigem Hin und Her in der Tierklinik an, wir sollten morgen zum kontrollieren kommen. Der Kleine würde wohl Angst vorm Pinkeln und Haufen machen haben deswegen hält er es zurück. Ca. 2 Stunden später zittert Ati am ganzen Körper, wenige Minuten später hechelt er... :??? Wieder hab ich mir irre Sorgen gemacht. Wir waren zwar kurz vorher draussen aber auf Anraten meiner Schiemu ging ich erneut mit ihm raus. Plötzlich pinkelte er los!!! Juhuuu! Bestimmt ne Minute lang saß er im Gras und pinkelte. Er hob nicht sein Bein, er saß, anscheinend war das angenehmer. Ich rief dann am nächsten Morgen in der Tierklinik an und gab die Auskunft das er klein gemacht hat und daraufhin sollten wir um Ati den erneuten Stress der Fahrt und die Angst vorm Tierarzt zu ersparen doch erst am Montag kommen. Das war mir sehr recht, da es ihm ja soweit gut ging. Nachdem ich mich dann auch am 2.Tag traute mit ihm ne kurze Gassi Runde zu laufen, machte er nen Haufen und er pinkelte im Stehen. Es ging aufwärts. Momentan ist unser einziges Problem, dass die Wunde anscheinend wie irre juckt, da Ati ständig versucht daran zu lecken...und soll ich euch was sagen?! - der verbiegt sich so das er auch noch rankommt! Also ständig aufpassen, damit er net ran kommt. Nach den Gassigängen tupfe ich vorsichtig mit einem feuchten Tuch und ein bißchen Octenisept die Wunde ab um etwaigen Bütenstaub und Schmutz zu entfernen. Atilla rutscht mit seinem Popo oft über den Teppich um den Juckreiz zu stillen, ich hoffe je mehr Zeit vergeht umso weniger muss der kleine Kerl sich rumplagen.

Morgen müssen mein Mann und ich wieder arbeiten und wir hofften eigentlich, dass er teilweise allein bleiben kann, aber das ist uns zu gefährlich. Wir machen jetzt ab morgen Schichtdienst sodass wir das versuchte Lecken im Griff haben. Übrigens hatte er den Trichter nur zum Gassi unten! Manchmal hüpft er wie von der Tarantel gestochen hoch um zu versuchen an die Wunde zu kommen...der blöde Juckreiz... Bald haben wir es geschafft (hoffe ich... ;) )

Ich hoffe ich konnte auch was interessantes erzählen und eure Ängste ein bißchen verringern!

Viele liebe Grüße!!!

Atilla und Frauchen

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Hallo und herzlich Willkommen hier bei uns im Forum :winken::winken:

Schön das ihr soweit alles gut überstanden habt.

Vielleicht kannst du deiner kleinen Maus ja auch nen Body anziehen, dann kann er nicht so unbedingt dran lecken und vielleicht lindert das ja auch den Juckreiz ein wenig.

Weiterhin alle Gute.

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Hallo,

unser Attila (ein Dobi-Rüde, der jetzt 21 Monate alt ist) wurde im Alter von 8 Monaten kastriert. Ging absolut problemlos. Unser kleiner Mann hatte bereits mit 4 Monaten eine umfangreiche Herz-OP, da war er einige Stunden in Narkose. Das war weit dramatischer. Bei der Kastration waren es 'nur' 10 Minuten. Und danach: keine Probleme. Er ließ die kleine Naht in Ruhe, so konnte ich ihn von Body und Trichter befreien. Habe trotzdem immer noch etwas Wundsalbe darauf geschmiert, was den Juckreiz auch lindert. Sofort nach der OP funktionierten auch wieder alle 'Geschäfte'. Sehr angenehm: die Tröpfelei hörte sofort auf, das Markieren bereits nach 2 Tagen. Nach einigen Wochen dann auch keinerlei Interesse mehr an läufigen Hündinnen und vor allen Dingen kein Stress mit anderen Rüden (um eben läufige Mädels). Natürlich ist er noch immer ein Rüde und auch ein Dobermann. Er hat also durchaus ein gesundes Selbstbewußtsein.

Zu Hause ist er ein absoluter Schmuser und Kuschler. Ach ja, und er 'müffelt' auh nicht nach Rüde.

In einigen Tagen ist alles vergessen und Du wirst sehen, es wird von Tag zu Tag entspannter. Am besten schenkst Du ihm nicht all zu viel Beachtung. Hunde merken schnell, dass sie nur richtig jammern müssen, um einfach mehr Beachtung und Bedauern zu bekommen. Klingt vielleicht ein bisschen 'hart', ist aber so. Und je ungestresster Du bist, um so einfacher für ihn.

Viele Grüße von Attila zu Atilla

bombo mit Attila

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Erstmal, herzlich Willkommen :winken:

Ich wünsche Euch, dass Ihr nie Schlimmeres durchstehen müßt!

Du scheinst ja noch mehr zu leiden, als Dein Hund ;)

Hey, wenn keine ernsthaften Probleme aufgetreten, sind das auch erstklassige Schauspieler, schließlich tut Deine Aufmerksamkeit ja auch gut *lach*.

Ich würde übrigens die Finger von Creme lassen, so lange die Wunde noch nicht richtig zu ist.

Das kann auch ein hervorragender Herd von Keimen sein.

Das ist so eine kleine Narbe. Natürlich juckt sie, aber ich denke, jeder Floh ist schlimmer!

Das Schlimmste ist überstanden. Kommt zum normalen Leben zurück.

Alles Gute, Nessie (selbst mit über 3 m Narben am Körper)

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