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polar-chat.de  Der Hund
bobbele

Neuer Hund hat große Angst vor unserem Haus-Mitbewohner

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Hallo,

wir sind neu hier, weil wir ein richtig großes Problem haben. Wir wohnen in einem Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung. Oben mein 4 jähr. Sohn und ich, unten ein Arbeitskollege von mir.

Als ich dort eingezogen bin, hatte ich schon einen Hund. Da unser Mitbewohner sehr tierlieb ist, haben wir uns die Betreuung geteilt. Z.B. abwechselnde Spaziergänge und Urlaubsbetreuung oder 1mal monatl. für ein Wochenende. Das hat super funktioniert. Dann mußte ich meine Hündin nach 10 Jahren wegen eines Krebsleiden einschläfern lassen.

Wir haben uns nun 3 Jahre später entschlossen, uns wieder gemeinsam einen "Haushund" anzuschaffen und uns Kosten und Betreuung zu teilen.

Der neue Hund (Border-Collie-Pudel-Mix) Bobby war bei Abholung 8 Monate alt. Er war sofort super lieb zu meinem Sohn. Ließ sich von ihm an der Leine führen... Insgesamt etwas schüchtern aber sonst alles o.k. Bobby kommt von einem Bauernhof mit mehreren Hunden, Katzen, Pferden und Ziege. Hat aber wohl nur Kontakt zu den Reitkindern und sonst nicht sehr viel. Es weiß aber niemand, was evtl. am Zaun passiert sein könnte, da die Hund frei auf dem Grundstück liefen.

Wir (mein Sohn und ich) waren am Wochenende beim Opa. Dort zeigte sich der Hund ihm gegenüber ängstlich, ließ sich dann aber streicheln. Insgesamt ist er Fremden gegenüber zurückhaltend. Ignoriert man ihn, kommt er nach einiger Zeit zögerlich heran und nimm nach einiger Zeit ein Leckerchen oder läßt sich kurz streicheln.

Zuhause angekommen wollte unser Mitbewohner den Hund begrüßen und ist leider direkt auf ihn zugegangen. Bobby lief im Garten panisch weg und seitdem verbellt er unseren Mitbewohner und zeigt große Angst in dessen Gegenwart. Auch nach einem Monat ist es nicht besser. Bobby pinkelt die Wohnung voll, wenn unser Mitbewohner ihn morgens anleint um die Runde zu gehen. Bobby hört schon super auf Rückruf. Ist unser Mitbewohner in der Nähe, kommt er nichtmal mehr zu mir.

Wir können unser Problem schlecht angehen, indem wir auf Distanz gehen und uns langsam nähern, da wir ja praktisch in einer Wg zusammen wohnen und auch die Küche teilen. Bobby nimmt auch keine Leckerlis von mir, wenn Thomas in Sicht ist. Auch fressen ist ein Problem, da es unten in der Küche steht. Selbst wenn nur ich da bin, läuft Bobby ständig vom Futter weg, schaut sich um, kommt wieder...

Hat jemand eine Rat für uns? Wir wollen uns auf keine Fall von Bobby trennen, aber er hat zuhause so nur Streß.

Danke schonmal und liebe Grüße,

Kathy

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Bei Martin Rütter wurde dieses Thema schon zweimal behandelt. Such mal im Archiv von VOX. Dort ging es immer über sehr ruhige Annäherung und sup leckeres Futter.

Ich würde vorschlagen, dass sich Euer Mitbewohner mal mit Dir und dem Hund in einen setzt. Mit dem Rücken zum Hund und ihn einfach ignoriert. Vielleicht dabei mit Dir eine ruhige Unterhaltung führt. Es wäre gut, wenn Euer Hund im gleichen Raum bleiben muss, aber einen Rückzugsplatz hat. Generell sollte er sich sehr langsam bewegen und den Hund zu nichts zwingen. Sich nicht über ihn beugen und ihn nicht bedrängen.

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Erst einmal :winken: herzlich Willkommen!

Ihr müsst Geduld haben und Ihr dürft den Hund nicht bedrängen.

Vorschlag: Der Hund bekommt sein Futter direkt vom Mitbewohner aus der Hand. Kommt er nicht - gibt es nichts. Verhungern wird er nicht - auch dann nicht, wenn er mal 3 Tage nichts frisst.

Wichtig ist, den Hund nicht bedrängen. Zeit lassen und alle Schrecksitutationen vermeiden. Nichts einfordern. Der Hund soll entscheiden!

Bei ganz hartnäckigen Fällen wäre es auch möglich, den Hund anzuleinen. Jedoch darf innerhal seines Leinenradius nicht eingedrungen werden. Diese Zone muss Rückzuggebiet für den Hund bleiben.

Dass er so reagiert, liegt sehr wahrscheinlich daran, dass er keinen näheren Menschenkontakt in seiner Aufzuchtphase kennen gelernt hat und vielleicht auch eher negative Auswirkungen erfahren hat.

Viel Geduld - dann klappt das!

Gruß Christa

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