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Hundeforum Der Hund
bonyamin

Fragen zu Dogwalking/Betreuung

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Hallo, Liebes Forum!

Ich habe mich heute mal hier angemeldet, nachdem ich schon länger durch das Forum stöbere. Letztens habe ich in der Zeitschrift, ich glaube es war "Der Hund", einen Artikel über "Dogwalker" gelesen. Wahrscheinlich hätte ich das nicht gelesen, wenn da "Gassigeher" gestanden hätte. Doch ich habe den Artikel gelesen und fand ihn sehr sehr interessant. Mich hat überrascht, dass man mit Gassigehen und einer Tagesbetreuung für Hunde sein Geld verdienen kann.

Nach diesem Artikel habe ich mich an den meinen Rechner gesetzt und ein paar interessante weitere Infos gefunden.

Das Leben mit Hunden macht mir Spaß, da wir selber Hunde züchten. Meine Mutter und Schwester züchten nun schon mehrere Jahre Hunde und gehen erfolgreich auf Shows. Unser Leben gehört den Hunden und da ist es bei uns naheliegend seinen Beruf in diesem Gebiet zu suchen. Meine Schwester hat dies schon getan, in dem sie Produkte für den Hund verkauft und auch Hunde pflegt.

Ich selber werde nächsten Monat 19 und mache im nächsten Jahr mein Abitur und möchte bis dahin natürlich wissen, was ich machen werde.

Durch diesen Artikel fasziniert, habe ich mir Überlegungen gemacht, ob für mich der Beruf "Dogwalker" und "Hundebetreuer" geeignet wäre. Ich habe für mich herausgefunden, dass es mir viel spaß macht mit Hunden spazieren zu gehen. Nicht nur mit unseren Hunden gehe ich spazieren, sondern auch oft mit unseren "Gasthunden", wobei das wirklich nur selten mal ein Hund von Bekannten ist.

Ich habe mich über Ausbildungen informiert und Seminare die man durchaus machen sollte, so zum Beispiel "Verhaltensbild Hund" oder ähnliche. Außerdem habe ich wegen Versicherungen mich versucht zu informieren, jedoch finde ich nicht wirklich das richtige und was es kostet. Ich denke es ist eine Haftpflichtversicherung, aber ob das alles deckt weiß ich nicht.

Was für Ausgaben würde eine Versicherung bedeuten? Wie viel würde eine große und geeignete Wiese für die Hunde kosten (Miete oder Kaufpreis; am Besten Beispiele mit m² und Preis).

Was ich mir überlegt habe, was man anbieten könnte, wären Tagesbetreuung (mit Übernachtung möglich), Dogwalking (Gassigehen) und eventuell Gruppenkurse um eigenes Wissen (angeeignet auf Ausstellungen, eigene Erfahrungen und vielleicht Fortbildungen) weiter zu vermitteln. Was denkt ihr wäre auf "professioneller" Basis ein geeigneter Preis für die Angebote?

Ich lebe momentan in einer Gemeinde mit 25.000 Einwohnern, ich weiß es gibt hier viele Hunde, und auch den einen oder anderen der diesen Service nutzen würde. Jedoch denke ich nicht das dieses Gebiet ausreicht. Eine größere "Stadt" mit 50.000 Einwohnern ist 15 Minuten entfernt und ansonsten liegt unser Grundstück zwischen Wolfsburg, Braunschweig und Hannover, was alles unter einer Stunde zu erreichen ist.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir Meinungen sagt, Tipps gibt und mir so helft. Ich denke ich habe noch Zeit, doch würde ich schon gerne einmal Meinungen einholen. Für den Sommer habe ich eventuell ein Praktikum in dem Gebiet mit Hunden geplant, sofern ich einen Praktikumsplatz finden kann.

Danke, Bonyamin

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Ich denke, dass Du grundsätzlich ganz gute Voraussetzungen mitbringst, jedoch solltest Du Dich vielleicht auf ein bestimmtes Spezialgebiet fokussieren, auch in Hinsicht auf den zu erwartenden Bedarf bzw. der Konkurrenzsituation.

Dog-Walking, Tagesbetreuung, Pension, Hundeschule - das sind alles sehr verschiedene Dinge, die ganz verschiedene Voraussetzungen verlangen. Und wenn man das alles alleine machen will, kann das recht schnell zu viel werden.

Da Du noch sehr jung bist und noch Abitur machen willst, würde ich mir sehr genau überlegen, danach sofort in eine Selbstständigkeit zu stürzen. All diese Berufsbilder sind mehr oder weniger nicht geschützt und Du musst dann selbst dafür sorgen, finanziell über die Runden zu kommen.

Vielleicht kannst Du Dich nach dem Abitur ja für eine Ausbildung zum Tierpfleger (Tierheim- und Pension) bewerben. Diese Ausbildung ist anerkannt und Du kannst eine Menge lernen. Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, diese Ausbildung direkt in einer Hundepension mit angeschlossener Hundeschule zu machen. Dann kannst Du drei Jahre lang (bzw. 2, wenn Du mit Abi verkürzen kannst) erst mal schauen, ob Dir die Arbeit wirklich Spaß macht. Und Du hast mit Abschluss der Ausbildung etwas Handfestes und eine gute Basis für eine eventuelle Selbstständigkeit.

Zwischendurch kannst Du vielleicht noch das ein oder andere Praktikum machen und Seminare besuchen und Dir genau überlegen, ob Du noch eine spezielle Ausbildung anschließen willst wie z.B. zum Dogwalker, Hundetrainer oder Hundebetreuer.

Diese kosten jedoch einiges an Geld und Zeit.

Guck zum Beispiel mal bei www.dogument.de).

In einigen Jahren kannst Du vielleicht dann eine Selbstständigkeit in Angriff nehmen. Du musst vorher genau planen, welche Kosten und Einnahmen Du zu erwarten hast, Du braucht Kenntnisse in der Buchhaltung und Marketing.

Gute Infos zur Existenzgründung findest Du zusammengefasst z.B. in diesem Buch:

http://www.amazon.de/Das-Unternehmen-Hund-Leitfaden-Existenzgr%C3%BCnder/dp/3942335220/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1334668123&sr=8-1

Für Dogwalking brauchst Du abgesehen von Deiner Qualifikation erst mal nicht so viel an Auflagen zu erfüllen. Kenntnisse über Gruppenverhalten von Hunden, Gewerbeschein, Führerschein, Versicherung, Erste-Hilfe-Kenntnisse usw. Dann darf das eigentlich jeder machen.

Für Tagesbetreuung sieht es ähnlich aus. Da wäre allerdings eine eigene eingezäunte Wiese sinnvoll, die wahrscheinlich auch vom Veterinär- bzw. Umweltamt genehmigt werden muss.

Räumlichkeiten für eine Unterbringung fallen weg.

Einen Nachweis über Deine Qualifikation wird das Vet-amt verlangen.

Für die Unterbringung von Hunden über Nacht gibt es eigene Auflagen, was die Größe der Raumlichkeiten, der Fenster usw. vorgibt.

Hundetrainer kann sich ebenfalls jeder nennen, auch ohne Ausbildung. Gewerbeschein - fertig. Eigenes Gelände ist schön, man kann aber auch mobil arbeiten.

Betriebshaftpflicht macht immer Sinn.

Und bitte mach Dir auch bewusst, dass all diese "Berufe" wenig Freizeit ermöglichen. Gerade im Betreuungssektor bist Du da, wenn die Kunden Dich brauchen. Was Pension angeht, sind das hauptsächlich die Ferienzeiten, Feiertage usw. Freie Tage hast Du wenig, eigenen Urlaub kannst Du fast komplett streichen, Überstunden sind normal.

Wenn Du komplett davon leben willst, musst Du im Vorfeld gut kalkulieren. Wenn Du selbstständig bist, musst Du Dich selbst krankenversichern (der Betrag ist recht hoch), selbst für Deine Zukunft sorgen (Rente bekommst Du vom Staat nicht) Steuern bezahlen, diverse Versicherungen, alle Betriebskosten - da kommt recht schnell einiges zusammen und davon halbwegs leben willst Du ja auch noch.

Genaue Berechnungen findest Du in dem empfohlenen Buch, ebenso, was Du für die verschiedenen Tätigkeiten vorweisen musst und welche Genehmigungen Du brauchst.

Wenn Du bereit bist, aus Liebe zu den Hunden und diesem Beruf, Dein Privatleben mehr oder weniger aufzugeben und auch gut mit wenig Geld zurecht kommst - dann kann das eine erfüllende Tätigkeit sein.

Zu einer möglichen Preiskalkulation kann ich nur sagen, dass man sich an den lokalen Preisen orientieren sollte und die Einnahmen-Ausgaben-Situation mit einbezieht. Und vor allem in der Lage sein sollte, sich ein Polster zu schaffen für Zeiten, wo man mal nicht viel einnehmen kann.

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Ich denke es ist sinnvoll, erstmal einen "richtigen" Beruf zu erlernen.

Dann haste du einen Plan B, wenns nicht so läuft . Hundetrainer / Betreuer etc. ist auch ziemlich von den Jahreszeiten abhängig. Ich mache das jetzt seit fast 5 Jahren und kann sagen, daß im Winter die Einnahmen drastisch zurück gehen.

Ich habe aber auch noch meinen Hauptjob als Krankenschwester, bin deshalb von den "Hundegeschäften" nicht abhängig.

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Vielen dank für deinen Text, sehr sehr hilfreich. Ich freue mich, dass nach einem Tag schon eine Antwort da ist :) Und dann gleich so ausführlich :)

Finanzielle Unterstützung bekomme ich sicher am Anfang durch meine Eltern, und auch durch angespartes von mir selber habe ich erstmal denke ich für den Start genug Geld zusammen. Meine Schwester ist ebenfalls selbständig, wie ich bereits schrieb. Man merkt, dass zu Beginn alles noch nicht so gut anlief, aber mit der Zeit wird die Nachfrage immer größer und langsam hat sie auch größere Bestellungen.

Wegen "Ausbildungen" habe ich schon geschaut, ich habe von "CANIS" was gefunden, weiß jetzt aber gerade nicht die URL. Habe mir das aber irgendwo aufgeschrieben. Dogument hatte ich auch schon gefunden, das geht alles in eine Richtung. So etwas würde ich aufjedenfall machen. Zum Thema Praktikum, da suche ich zurzeit eins im Raum Hannover für die Sommerferien. Da möchte ich den Beruf mal kennen lernen.

Das Thema Geld ist nicht so wichtig wie ich finde, mir ist es wichtiger, dass ich einen Job habe, der mir Spaß macht und von dem ich trotzdem leben kann. Das mit der Rente ist mir auch bewusst, aber selber etwas zurückzulegen ist da das kleinste Problem. Wie gesagt, mir geht es hauptsächlich darum mit Hunden zusammenzuleben und am besten meinen Job damit zu verbinden. Tierarzt wäre nichts für mich, es geht mir mehr um das Leben mit den Hunden, also sowas wie Dogwalking, Tagesbetreuung und eine kleine Pension.

Das Thema Marketing ist natürlich sehr wichtig, vorallem am Anfang um sich erstmal einen Namen aufzubauen. Aber ich denke, dass ich durch eigene, durchaus kreative, Ideen das Ganze gut vermarkten kann. Aber auch dort gibts es Kurse, um sich in dem Bereich zu bilden. Buchhaltung wäre das selbe, auch hier bzw vorallem hier würde ich wahrscheinlich einen Kurs belegen.

Das Buch habe ich bereits einmal hier im Forum gefunden, ich wollte mal schauen, ob ich es mir kaufe. Ich denke das werde ich auch tun. Mich würden noch weitere Informationen und Meinungen interessieren.

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Neben dem ganzen "betriebswirtschaftlichen Kram" würde mich als HH interessieren, wie gut (oder schlecht) du mit Menschen umgehen kannst.

Denn selbst wenn die Haltung 1A wäre und du kämst mir irgendwie "blöd", dann hättest du mich als Kundin nicht.

Beispiel (damit man versteht was ich meine): Du bist der Meinung mein Hund sei viel zu dick und du stellst fest, daß der Hund damit Probleme hat (im Auslauf, beim Laufen, wo auch immer). Was würdest du tun? Wie würdest du mir ans Herz legen, daß mein Hund dringend abspecken sollte?

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Das Buch kann ich Dir dringend empfehlen, da steht alles drin, was Du wissen musst.

Du meinst wahrscheinlich die Ausbildung von www.canis-kynos.de. (Michael Grewe)

Kann man empfehlen, denke ich.

Bei dogument steht ja Nadin Mathews dahinter, die jahrelang bei Canis als Dozentin tätig war und nun ihre eigene Ausbildung anbietet. Ich finde ihr Programm fast besser, vor allem, weil sie fast alle Dozenten von Canis mit genommen hat.

Auf Deinen Bedarf ist die Ausbildung sicherlich besser zugeschnitten, weil die auch speziell etwas für Dogwalker/Hundebetreuer anbieten.

Zu empfehlen ist auch diese hier: www.hundetrainerausbildung-owl.de

Und canisland soll auch nicht ganz verkehrt sein.

Trotz allem würde ich Dir raten eine "richtige" Tierpflegerausbildung vorab zu machen.

Dann hast Du für den Fall der Fälle noch etwas, auf das Du zurückgreifen kannst.

Habe ich auch gemacht, zwar nicht direkt nach dem Abi, aber auf einem Umweg über eine zunächst kaufmännische Ausbildung.

Heute habe ich meine eigene Hundepension mit Gruppenhaltung, die sehr gut läuft. Allerdings war das von mir jahrelang vorbereitet mit eigenem bebauten Gelände mit Wohneinheit, Finanzierung, Businessplan, allen Genehmigungen - das war ein langer und harter Weg, der sich aber auf jeden Fall gelohnt hat.

Dass die Familie dahinter steht, halte ich für sehr wichtig. Und etwas Kapital sollte man auf jeden Fall auch im Rücken haben, sonst ist das nicht realisierbar.

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Du meinst wahrscheinlich die Ausbildung von www.canis-kynos.de. (Michael Grewe)

Kann man empfehlen, denke ich.

Wenn man auf solche Methoden der Ausbildung steht, dann vielleicht

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Neben dem ganzen "betriebswirtschaftlichen Kram" würde mich als HH interessieren, wie gut (oder schlecht) du mit Menschen umgehen kannst.

Denn selbst wenn die Haltung 1A wäre und du kämst mir irgendwie "blöd", dann hättest du mich als Kundin nicht.

Beispiel (damit man versteht was ich meine): Du bist der Meinung mein Hund sei viel zu dick und du stellst fest, daß der Hund damit Probleme hat (im Auslauf, beim Laufen, wo auch immer). Was würdest du tun? Wie würdest du mir ans Herz legen, daß mein Hund dringend abspecken sollte?

Ich kann eigentlich recht gut mit anderen Menschen umgehen. Bei Spaziergängen begegnet man ja immer wieder anderen, und da versteh ich mich schnell mit den Leuten und unterhalte mich durchaus mal länger.

Zu deinem Beispiel: Ich würde sie fragen, wie viel der Hund zufressen kriegt am Tag, und freundlich sagen, dass ich denke der Hund könnte ein wenig abnehmen. Vielleicht leigt es nicht an den Hauptmahlzeiten, sondern er bekommt viele Leckerlis.

Danke auch an alle anderen. Ich habe mir das Buch, was oben einmal angegeben war nun bestellt. Die Idee mit der Ausbildung zum Tierpfleger ist sicher nicht schlecht, aber wenn müsste die Ausbildung in einem Bereich vorwiegend mit Hunden stattfinden. Ich bin zwar allgemein tierlieb, aber ich möchte eben besonders mit Hunden arbeiten.

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Danke für deine Antwort. Mir würde die gefallen...

Mir ist schon klar, daß das ein Nebenaspekt ist, aber durchaus auch wichtig. Manche können wunderbar mit Tieren, aber nicht mit deren Halter/innen. :D

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