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Estray

Geschäftemacherei mit dem Leid der Patienten

Empfohlene Beiträge

KleinEmma   

Eigentlich kein unbekanntes Thema und dennoch immer wieder erschreckend. Bleibt die Frage, zu wem man gehen soll, wenn man ernsthaft krank ist. 

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gebemeinensenfdazu   
(bearbeitet)

Es gibt ganz viel Geldmacherei ZUM Leid des Patienten im Gesundheitswesen.

Gäbe es die Private Krankenversicherung nicht, wäre zumindest in dem einen geschilderten Fall, Leid erspart geblieben. Aber ich habe auch schon erlebt, wie zu früh abgestellt wurde. Auch das gibt es zu oft. Und neben der Geldgier gibt es Ärzte, die sich z.B. über Forschungsstudien mit neuen Medizinalprodukten und Veröffentlichungen profilieren wollen. Die z.B. eine Wäschklammermethode für'ne KlappenOP bei Patienten empfehlen, die bei chirurgischer, konventioneller OP sogar wiederhergestellt werden könnten, damit sie dafür das Doppelte der konventionellen OP abverlangen können.

Diese Um-Jeden-Preis-Schnell-Abstellen-Propaganda nervt aber auch, dazu fehlt mir ebenfalls das Vertrauen, wer schneller abstellt, kann schneller lukrativere Patienten behandeln.

 

Ethisch höchst fragwürdig finde ich den Interviewten allerdings auch, wenn er meint, für andere entscheiden zu wollen, wieviele Tage oder wieviel Hoffnungs noch lebenswert wäre. Paternalistisch wäre ein beschönigender Ausdruck.

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KleinEmma   

Das Ganze beginnt ja nicht erst im oder kurz vorm Sterbeprozess und nur bei unheilbar Kranken. Es ist z.B. bekannt, dass Bandscheiben-OPs und Knie-OPs oft gar nicht nötig gewesen wären und trotzdem gemacht werden. 

 

Wem vertraut man? Woher weiß man als Patient, dass der Arzt richtig behandelt oder nur Geld scheffeln will? Ich finde das sehr schwierig.

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Estray   

Mich hat die Beschreibung des natürlichen Sterbens sehr beruhigt.

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KleinEmma   

Stimmt, das klang beruhigend. Schon traurig wie wenig wir noch über einen natürlichen Sterbeprozess wissen. 

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TierfreundXOXO   

Finde diese Entwicklung in unserer Gesellschaft auch schrecklich, es geht nur noch um die Wirtschaftlichkeit und darum überall - egal ob bei Tod oder Krankheit - noch so viel Geld wie möglich zu machen...

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Gast   

Ein anständiger und mutiger Arzt, der die ungeschminkte Wahrheit veröffentlicht.

Krankenhäuser sind Firmen, das Sterben im Krankenhaus eine lukrative Industrie. Und das ist nur ein kleiner Zipfel des Eisbergs. Sinnlose und oft tödliche Behandlungsmethoden bei Langzeiterkrankungen wie z.Bsp. Krebs ein ganz anderer.

 

Aber: Es gibt gottseidank die Sterbeforschung, Elisabeth Kübler Ross: Interviews mit Sterbenden ( die fünf Sterbesphasen...), Raymond A. Moody etc.

 

Es gibt mittlerweile die Hospize und Palliativstationen und die leisten ganz großartige Arbeit. Dort kann man in Würde und Frieden und schmerzfrei sterben. Ich halte die Palliativmedizin für den größten Segen überhaupt.

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KleinEmma   

Naja, mein Stiefvater wollte in ein Hospiz verlegt werden. Die Verlegung wurde aber vom Krankenhaus hinausgezögert - es mussten immer wieder "wichtige" Untersuchungen durchgeführt werden. Er starb dann im Krankenhaus.

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Gast   

Das tut mir sehr leid. Ich arbeite hier bei uns mit einem Hospiz zusammen, und bin einfach immer wieder sehr froh, wenn ich sehe, wie wunderbar man dort mit den Patienten umgeht. das fängt bei der Küche an, jeder bekommt das gekocht, was er am liebsten mag, geht über traumhaft schöne Zimmer, viel Ruhe, einem sehr einfühlsamen Pflegepersonal und einer großartigen medizinischen Betreuung, die auf jeden Sterbenden individuell eingeht. Dazu gibt es auch schöne Freizeitangebote, Musik, zeichnen etc für den der will und noch kann. Angehörige werden in den Sterbeprozess einbezogen, und auch danach betreut ( Trauercafes etc)

 

Dort wird niemand allein gelassen, und die Patienten dürfen dort bis zum Schluss sie selbst sein und so, wie der Arzt es im Film beschrieb, in Ruhe und in Würde sterben. Sie werden tatsächlich so eingestellt, dass ein schmerzfreier Übergang möglich ist.

 

Mein Vater ist in der Charite gestorben, und was dort passiert ist, ist eifach nur schlimm. Junge überforderte Assistenzärzte, die weder vom Sterben an sich, noch vom Umgang mit dem Patienten, geschweige denn vom Umgang mit den Angehörigen die geringste Ahnung haben. Dort regiert nur die Angst und der Kommerz. Grauenvoll.

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