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Hundeforum Der Hund
Ari_Rosh

Moin moin... aus Haifa

Empfohlene Beiträge

Ja ich weiss, ich wohne dort wo andere Urlaub machen. Schoene lange und saubere Straende, die ich auch recht oft nutze, wir haben jetzt sogar einen Hundestrand,
und so vieles mehr.

Alles wissenswerte ueber mich steht bereits in meinem Profil.


Kurzum, ich bin in Deutschland geboren, 62 Jahre lang dort gelebt,geschieden, ohne Kinder und 2018 nach Israel uebersiedelt und habe seit gestern wieder eine Huendin.
Erste Mal im Leben keinen Welpen.
Meinen ersten Mischlingsruede mit 12, der leider nicht geimpft war und ein recht trauriges Ende nahm.
Dann eine CollieHuendin, die meine Eltern damals nach vielen Jahren leider weggeben mussten, da wir vom Land wieder in die Stadt zogen, in eine Wohnung wo Hunde verboten waren. Sie blieb dagegen in der Lueneburger Heide, wo sie sich schon als Welpe wohl fuehlte.

 

Und weil in Israel kuerzlich das Gesetz verabschiedet wurde, Vermieter duerfen den Mietern keine Hunde verbieten, hab ich mich gleich umgehoert, wer Welpen ueber hat. Rasse oder Mix egal, ich mag sie alle. Eine Freundin erzaehlte dann von einem Kuenstler in Tiberias, der kaum noch Zeit fuer den Hund hat und sich umhoerte, welche liebevolle Haende vorhanden waeren. 

Man merkt auch an der Huendin, sie hat fast keine Erziehung und massenhaft schlechte Angewohnheiten und dazu wohne ich in einem Stadtviertel von Haifa, wo 99% aller Nachbarn panische Angst vor Hunden haben. Warum auch immer. Ich sage dann immer mit meinem extrem duennen hebraeisch bei Kindern "Kelev tov" (guter Hund) und Erwachsenen "Kol besseder" (Alles in Ordnung). Das loest etwas die Spannung.

Hab gesucht aber nichts gefunden, wie man die ersten Tage mit adoptierten Hunden umgehen sollte.
Weiss hier jemand mehr darueber?

Sorry, kann keine Umlaute schreiben und Linux auf deutsch umgestellt, keine Lust die korrekten Tasten auf meiner amerikanischen Tastatur zu suchen.
Zu stressig
 

Bella.jpeg

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Willkommen!

 

Schöne Vorstellung und schöner Hund.

 

vor 23 Minuten schrieb Ari_Rosh:

wie man die ersten Tage mit adoptierten Hunden umgehen sollte.
Weiss hier jemand mehr darueber?

 

Alsoooo: Es führen ja bekanntlich mehrere Wege nach Rom oder wohin auch immer. Das ist auch in diesem Fall der Fall und es gibt kein pauschales Rezept für den Umgang mit einem adoptierten Hund. 

 

Hier werden sicherlich noch andere Hundehalter schreiben und von ihrem Vorgehen berichten.

 

Mein Vorgehen sieht so aus: In den ersten Tagen erwarte ich vom Hund so gut wie gar nichts. Er bekommt ja zig neue Dinge vor die Nase gesetzt und keiner kann ihm erklären, warum er jetzt gerade dort bei diesen Menschen und in dieser Wohnung gelandet ist.

Ich lasse ihn somit erstmal ankommen und sich an die Neuheiten gewöhnen. 

Bei Unarten wie z.B. aufm Tisch springen oder so was, sage ich ihm allerdings direkt, dass ich so was ziemlich doof finde. 

 

Bei den Spaziergängen lasse ich Neulinge erstmal an der Leine. Man weiß ja nicht, wie der Hund auf verschiedene Sachen reagiert und vielleicht panisch die Flucht ergreifen will o.ä. Außerdem weiß er auch noch nicht, wie dein Rückruf klingt und wahrscheinlich weiß er auch noch nicht, was der überhaupt zu bedeuten hat.

 

D.h., in den ersten Tagen lasse ich ihn die Wohnung erkunden, mich beobachten, seinen Lieblingsschlafplatz finden usw. Ich sehe zu, dass er nicht viel Action hat, sondern viel Zeit zum Ruhen bekommt. Wobei manche Hunde auch noch keine Ruhe finden - eben weil alles neu ist.

 

 

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Akklimatisieren...
So in etwa denke ich auch erst einmal.
Beim Gassi laeufts fast problemlos rechts, aber nicht wenn Bella eine wilde Katze sieht, die es bei uns massenhaft gibt. 
Oder weil hier so viele Angst haben, will Bella diese Leute immer anspringen.
Zieht sie extrem an der Leine, bleibe ich stehen, gehe ggf sogar rueckwaerts, bis sie wieder auf meiner Hoehe ist und die Leine schlaff ist.
Das funktionierte auch gut bei meiner letzten Huendin.

Von der Leine lassen auf keinem Fall. Will mir noch eine Schleppleine zulegen, dass sie auch mal im Park mehr laufen kann.

Leider frisst sie zZt ueberhaupt nichts und hat nicht mal fuer Leckerlies Interesse. Ex-Besitzer gab mir ne Tonne Futter mit.

Trinkt, aber frisst nicht. Napf bleibt unberuehrt.
Anfangs ass sie noch gerne Karotten und steintrockenes Roggenbrot, aber jetzt laesst sie es auch liegen.
Backe ich selber, weil, echtes deutsches Roggenbrot bekommt man hier nicht unter (umgerechnet) 20 Euro pro Pfund. Selbst gebacken 3 Euro.

Hoffentlich ists nur wegen der Umgewoehnung.
Also, nicht wie bei Hunden in den besten Jahren, wo Herrchen stirbt, der Hund am Grab wachend nichts mehr frisst und dort verhungert.

Jault aber und kratzt an der Tuer, wenn ich auf die Toilette gehe und die Tur zu mache, weil sie mir sonst nach kommt.
Komme ich wieder raus, freut sie sich wahnsinnig. Also bin ich da wohl schon der BezugsAlpha.

Bild: Da liegt sie auf meinem Bett, wo sie das Roggenbrot zerkruemelte und mein Bettzeug durcheinander brachte. Wollte da nicht wieder runter, als ich schlafen wollte. Hab sie dann wortlos darunter geschleift und ausgesperrt, wo sie dann noch ne Stunde an der Tuer jaulte und kratzte. Ja, was haette ich sonst anderes tun koennen? Mich in ihre Koje legen?

 

wo soll ich schlafen.jpeg

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Willkommen hier im Forum! - Eine süße Bella hast du da "geerbt"!

 

Zu deinem Bericht: Manches hört sich doch schon recht gut an, z.B. dass sie sich schon an dich hängt und nicht gerne hat, wenn du sie fürs Klogehen "verlässt"... 😉

 

Mit dem Fressen kommt hoffentlich bald, weil ganz ohne Essen auf Dauer ja nicht so gut ist. 😉 Schlimmstenfalls würde ich dann doch mal zum Tierarzt, vielleicht auch  generell, um sie mal vorzustellen und durchzuchecken.

 

vor 26 Minuten schrieb Ari_Rosh:


... Da liegt sie auf meinem Bett, wo sie das Roggenbrot zerkruemelte und mein Bettzeug durcheinander brachte. Wollte da nicht wieder runter, als ich schlafen wollte. Hab sie dann wortlos darunter geschleift und ausgesperrt, wo sie dann noch ne Stunde an der Tuer jaulte und kratzte. Ja, was haette ich sonst anderes tun koennen? Mich in ihre Koje legen?
 

 

Dein Bett gehört natürlich dir und sie da rauszuschmeißen ist dein Recht, aber ich verstehe nicht, warum sie nicht zumindest mit in deinem Zimmer sein / schlafen darf, vielleicht auf einer Hundedecke neben oder in der Nähe des Betts. Möchtest du das generell nicht oder wolltest du sie damit für den (unerlaubten?) Bettbesuch ein wenig bestrafen? Das war für sie sicherlich ziemlich stressig.

 

Wenn du sie nicht mit im Schlafzimmer lassen möchtest, würde ich sie generell nicht in dieses Zimmer lassen, damit sie weiß, dass das ein Bereich ist, der für sie tabu ist. Das gab es bei uns auch: Unser Hund durfte fast in jedes Zimmer, nur zwei waren tabu, und nachdem wir ihn da konsequent erst eine Zeitlang mit geschlossener Tür rausgehalten haben, konnten wir nach einer gewissen Zeit sogar die Tür offen lassen, ohne dass er da reinging.

 

Dennoch durfte er nachts neben mir auf einem eigenen betthohen Kissen schlafen und hat das auch schön gefunden. Hunde sind eben nicht so gerne allein.

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Wegen dem Fasten: Probier doch mal mit ihr zusammen zu essen. Hier half das bei einem ängstlichen Hund im Tierheim, der auch nichts mehr essen wollte:

Youtube: Vet eats Breakfast with timid dog

 

Bei alten, kränklichen Hunden hilft es auch, das Essen, also Dinge, die man auch mag (Brot, gekochtes Fleisch), etwas vorzukauen und es dem Hund aus der Hand anzubieten. Das, was ihre eigenen Menschen essen, ist für Hunde ja immer total interessant. Wölfe würgen ihren Welpen ja auch die Beute wieder aus dem Magen heraus. Vielleicht kommt das daher. Dann könnte der Appetit auch wiederkommen, wenn die ersten Brocken lecker waren, und man kann dann den gefüllten Napf als Nachschub anbieten.

 

Ich würde sie auch nicht aus dem Schlafraum aussperren, wenn sie so an dir klebt. Du scheinst da jetzt der einzige Anker in ihrer neuen, unbekannten Welt zu sein und sie sucht und braucht wohl die Nähe, um sich zu beruhigen und wieder etwas sicher zu fühlen. Das legt sich bestimmt bald wieder, sobald sie sich eingelebt hat. Meine Hunde durften auch auf dem Bett schlafen, wenn ich drin war. Da kam eine Überdecke über das Bettzeug und sie haben ihre Schlafmulde bei den Füßen gehabt. Sie sind ja schon etwas schmutzig, aber so geht es dann. Man kann sie als Kompromiss aber auch genauso gut vor dem Bett auf einer Decke schlafen lassen. Meine Schlafzimmertür war immer offen und sie konnten selbst entscheiden, wo sie schlafen. Meistens sind sie zu mir ins Schlafzimmer gekommen, noch bevor ich eingeschlafen war. Ist ja auch normal, dass das Rudel zusammen liegt und das scheint sehr vielen Hunden zu gefallen.

 

Ich wünsche euch eine tolle Zeit zusammen!

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Sie kann selbstverstaendlich -neben- meinem Bett schlafen, zumindest bis mehr Vertrauen vorhanden. Aber gestern liess sich sich nicht davon wegbringen, in meinem Bett zu liegen. Raus gezogen, ein Sprung, wieder in meinem Bett. Bei dritten Mal wurde mir das zu bloede.  Nicht als Strafe, sondern um sie von meinem Bett fern zu halten und ich hundemuede war. Zumal, mir waere es persoenlich lieber, wenn sie in ihrer Ecke (Bild) schlaeft. Hab das mit den anderen Hunden auch nie anders gemacht. Im EFH im Vorraum oder im Haus, in einer gesonderten Ecke. Hoffe das laeuft besser, wenn das Schmusebett fuer Hunde diese Woche von Aliexpress kommt. Die (siehe Bild) ist sogar kuscheliger als meine Matratze. 

Ich habe eine sehr kleine Wohnung, knapp 16qm, da ist Vorraum und Kueche eins, und eben Schlaf-Wohn-Arbeitszimmer. Wohnungen sind hier extrem teuer, da muss man Kompromisse schliessen und darf nicht anspruchsvoll sein. Fuer ein EFH kann man hier leicht eine Monatsmiete von (umgerechnet) 10.000 Euro los werden. Israel steht an den teuersten Laendern zur Lebenserahltung an achter Stelle.
Ich haette auch lieber wieder eine 60qm-Wohnung mit Balkon wie einst in Deutschland, aber die wuerde hier satte (umgerechnet) 2000 Euro netto kosten. Mein Einkommen liegt aber nur bei etwa 1100 Euro. Fuer meine Buzze zahle ich nur 325 netto, also Brutto ca. 500 Euro. Nein, ohne Kompromisse kommt man hier nicht weit.

Kuschelnest.png

Belles Ecke.png

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VIelen Dank Laikas, das teste ich gleich mal aus. Hab eh noch nicht zu Abend gegessen.

War mir nicht angenehm sie auszusperren, aber sie lies mich nicht mehr in mein Bett.

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"Hund" heisst auf hebraeisch KeLev. Lev heisst Herz.
Als Adam in Garten Eden allen Tieren die Namen vergeben musste, sah er den Hund und nannte ihn Kelev,
Weil das in etwa heisst, verbunden mit (menschlichem) Herzen.

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Konsequent und stur bleiben! :) Vielleicht klappt es besser, wenn du sie belohnst, immer wenn sie eine Weile auf ihrem Schlafplatz geblieben ist, und wenn nicht, würde ich sie etwas unmutig anschauen (aber gelassen und möglichst emotionslos, soweit das geht ...) und vom Bett schicken. Ich zeige nur mit meinem Gesichtsausdruck und ein paar ermahnenden Worten, wenn mir etwas nicht passt, und freue mich ehrlich und demonstrativ + Leckerli, wenn Hunde etwas gut machen. Nach meiner Erfahrung schläft man dann ein und etwas kommt im Dunklen aufs Bett gehüpft. Da darf man dann möglichst nicht nachgeben. Wenn man todmüde ist, kann man aber auch mal Fünfe gerade sein lassen, finde ich, bevor es eskaliert, ja, oder rausschicken - und dann wieder reinlassen. Bis sie es verstanden hat. Hunde sind ja klug und man lebt so viele Jahre mit ihnen, dass man das Zusammenleben noch lange genug beibringen kann, wenn es anfangs nicht so klappt. Also keinen Streß! Viel Erfolg und gute Nerven! :)

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vor 52 Minuten schrieb Laikas:

Wegen dem Fasten: Probier doch mal mit ihr zusammen zu essen. Hier half das bei einem ängstlichen Hund im Tierheim, der auch nichts mehr essen wollte:

Youtube: Vet eats Breakfast with timid dog

 

Hey, 1000 Dank, sie frisst wieder. Zwar nur aus meiner Hand, aber es ist ein Anfang

 

Frisst wieder.jpg

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