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Fragen über Fragen zum Thema Chihuahua!

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Die Fakten: Chihuahua, Rüde, 6 1/2 Monate alt, Spaziergang 2 x am Tag ca. 1,5 h gesamt, 1-2 x pro Woche leichtes Joggen von 30 - 60 min.

1) Wenn wir einem anderen Hund begegnen, beschnuppern sich die beiden (sie könnten auch abgeleint miteinander spielen) und sobald wir weitergehen, fängt mein Hund an, dem anderen Hund nachzubellen. Woran liegt das und wie kann ich es ihm abtrainieren?

2) Begegnet er abgeleint einem sehr großen Hund, läuft er zu ihm und bellt ihn an wie ein Wahnsinniger. Warum tut er das? Ist sein Motto "Angriff ist die beste Verteidigung?" Was kann ich machen, dass er sich auch mit großen Hunden versteht? (Ich vermute, diese Abneigung großen Hunden gegenüber kommt aus seinen ganz jungen Monaten. Da wurde er zweimal von zwei unterschiedlichen großen Hund gehetzt, die ihm nichts getan haben, ihm aber anscheinend eines Todesangst eingejagt haben.)

3) Warum bellt mein Hund speziell Kindern an? Keine Erwachsenen, keine Jugendlichen, nur Kinder.

Wie kann ich ihm beibringen, dass er bei niemandem einfach so zu bellen hat?

Ich habe gelesen, dass man, sobald der Hund anfängt, etwas oder jemanden anzubellen, einfach in die entgegengesetzte Richtung gehen soll. Ich habe das nun oft genug gemacht und es interessiert ihn nicht die Bohne. Ich muss ihn hinter mir her schleifen und nach einer Weile stellt er das Bellen ein.

4) Niemand kann ihn, wenn er nicht schläft, streicheln. Er will nach wie vor immer nur in Hände und Arme beißen. "Aus" interessiert ihn genauso wenig wie Abwendung. Er sucht sich etwas an einem, was er zwicken kann. Leicht zu Boden drücken, sodass er merkt, dass man selbst der Stärkere ist, animiert ihn noch mehr zum Spielen. Auch bei seiner Spielkameradin (Rehpinscher), die im Haus wohnt, interessiert es ihn nicht, wenn sie ihn "disziplinieren" will. Sie legt ihre Pfote auf seinen Rücken, dann ist es für 5 Sekunden ruhig und dann fängt er wieder von vorne an.

Ich habe die anderen Posts hier im Forum zu dem Thema gelesen und das einzige, was hilft, ist ihn "wegzusperren". D. h. aber, dass wir nie mehr zum Spielen kommen würde. Irgendwelche Tipps?

5) Ich kann mich morgens nicht in Ruhe im Bad fertig machen. Er steht daneben und versucht mich zu hypnotisieren. Wenn ich ihn nicht ins Bad lasse, sitzt er vor der Tür und weint. Was tun?

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!

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Puh, das sind aber viele Fragen. Ich beginne mal mit einer davon, nämlich Frage 5.

Wie habt ihr mit ihm denn das Alleinbleiben geübt? Wie verhält er sich, wenn er ansonsten allein gelassen wird?

Marley war am zweiten Tag hier auch noch mit im Bad, als ich geduscht habe. Das hat mich aber fürchterlich genervt. Ab dem dritten Tag musste sie in ihrer Box in einem anderen Raum bleiben, was für sie sehr schnell ganz normal und okay wurde.

Ich habe von Anfang an drauf bestanden, dass mich der Hund nicht in der Wohnung verfolgt. Ich brauche keinen Stalker. Der Hund hat einen festen Platz und wenn ich es wünsche, muss er auf diesem bleiben. So oft zurückbringen, bis es klappt.

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Hallo Svenja,

Alleinebleiben ist kein Problem, wenn ich z. B. aus dem Haus bin. Ich lasse ihn allerdings mit Vorliebe alleine, wenn er ohnehin schon müde ist. Dieses auf die Nerven gehen, kommt dann, wenn er raus möchte. Ob es jetzt wirklich für sein Geschäft ist oder einfach, weil er es draußen schöner findet. Ich lasse ihn bestimmt keine viertel Stunde warten, aber die Toilette möchte ich schon gernen noch benutzen können, ohne, dass der Kleine neben mir steht und schon anfängt, seinen Schwanz zu fangen, um mir zu zeigen, wie gelangweilt er ist.

Aber du kannst Recht haben mit dem Alleinesein. Das haben wir nicht sehr viel geübt. Wir verbringen sehr viel Zeit am Tag miteinander und ich nehme ihn mit, soviel ich kann. Wenn ich ihn alleine lassen muss (z. B. wenn ich einkaufe), dann legt er sich auch ganz artig hin und schläft (z. B. im Auto). Trotzdem habe ich jedes Mal ein schlechtes Gewissen. Das muss ich eigentlich nicht haben, oder?

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Wenn Marley mich nervt, muss sie in ihr Körbchen gehen und dort bleiben. Das kann z.B. beim Kochen sein, weil sie hofft, dass was runterfällt, was zugegebenermaßen oft der Fall ist. :D Nervt mich ihr Gebettel zu doll, muss sie halt ins Körbchen. Das Gesabber ist auch etwas eklig.

Kann es sein, dass du den Hund generell etwas sehr viel beachtest? Du sagst, ihr macht viel zusammen, er ist fast überall dabei etc. Hebst du ihn möglicherweise auf einen Thron, der etwas sehr hoch ist?

Du kannst den Hund selbstverständlich eine Viertelstunde "warten lassen". Das klingt schon, als hättest du selbst ein Problem damit. Ich nehme z.B. gern ein Bad und aus Rücksicht auf meine Mitbewohner darf der Hund meist nicht mit ins Bad. Das heißt, das arme Tier muss über eine Stunde vor dem Bad warten bzw. woanders in der Wohnung, denn das Warten vor der jeweiligen Tür hat sie ganz schnell eingestellt. Sowas geht auch nicht, das stört ja. Ich möchte nicht aus einem Raum kommen und über den Hund fallen. Der soll nicht stundenlang da sitzen und warten, dass ich wiederkomme, sondern sich ganz normal verhalten.

Nein, ein schlechtes Gewissen musst du sicher nicht haben, sofern du den Hund nicht 5 Tage die Woche von morgens bis abends allein lässt. Ich hatte für die Eingewöhnung meines Welpen damals 4 Monate Zeit, in denen ich wenig gearbeitet habe. Danach fing die Uni an und es waren bis zu 6 Stunden, ein- oder zweimal die Woche. Alles überhaupt kein Problem.

Heute war Marley zweimal knapp 4 h alleine, weil ich einen speziellen Nebenjob für diese Woche habe. Ich habe trotzdem kein schlechtes Gewissen, weil ich vorher mit ihr normal Gassi war, in der Mittagspause nur kurz Pipi und jetzt gehen wir nochmal schnell raus. Das ist alles in Ordnung. Das Hundeleben kann nicht 24/7 nur Party sein. Gehe ich nicht arbeiten, kann ich ihr kein Futter kaufen. Sie wird schon überleben, wenn sie mal etwas alleine ist. Insgesamt betrachtet ist es ja immer noch sehr selten, bei dir wohl auch.

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Die Fakten: Chihuahua, Rüde, 6 1/2 Monate alt, Spaziergang 2 x am Tag ca. 1,5 h gesamt, 1-2 x pro Woche leichtes Joggen von 30 - 60 min.

Wie verlaufen denn die Spaziergänge? Machst du unterwegs was mit ihm? Ist das nicht viel zu viel für einen nicht ausgewachsenen Hund?

1) Wenn wir einem anderen Hund begegnen, beschnuppern sich die beiden (sie könnten auch abgeleint miteinander spielen) und sobald wir weitergehen, fängt mein Hund an, dem anderen Hund nachzubellen. Woran liegt das und wie kann ich es ihm abtrainieren?

Darf er nie mit anderen Hunden ohne Leine zusammensein? Spielen, Toben etc.?

2) Begegnet er abgeleint einem sehr großen Hund, läuft er zu ihm und bellt ihn an wie ein Wahnsinniger. Warum tut er das? Ist sein Motto "Angriff ist die beste Verteidigung?" Was kann ich machen, dass er sich auch mit großen Hunden versteht? (Ich vermute, diese Abneigung großen Hunden gegenüber kommt aus seinen ganz jungen Monaten. Da wurde er zweimal von zwei unterschiedlichen großen Hund gehetzt, die ihm nichts getan haben, ihm aber anscheinend eines Todesangst eingejagt haben.)

Was hast du denn gemacht, als die großen Hunde ihn gehetzt haben? Nicht eingegriffen?

Wie lange ist das her? Ist der andere Hund bei den Begegnungen angeleint? Wie reagierst du, wenn er so einfach auf einen großen Hund zuläuft?

3) Warum bellt mein Hund speziell Kindern an? Keine Erwachsenen, keine Jugendlichen, nur Kinder.

Wie kann ich ihm beibringen, dass er bei niemandem einfach so zu bellen hat?

Kinder haben meist keine "eindeutigen" Bewegungen, das irritiert manche Hunde.

Hat er keinen Kontakt mit Kindern, damit er den Umgang lernen kann?

Ich habe gelesen, dass man, sobald der Hund anfängt, etwas oder jemanden anzubellen, einfach in die entgegengesetzte Richtung gehen soll. Ich habe das nun oft genug gemacht und es interessiert ihn nicht die Bohne. Ich muss ihn hinter mir her schleifen und nach einer Weile stellt er das Bellen ein.

Die Frage ist wohl auch, warum bist du so uninteresant für ihn, dass er nicht auf dich achtet...

4) Niemand kann ihn, wenn er nicht schläft, streicheln. Er will nach wie vor immer nur in Hände und Arme beißen. "Aus" interessiert ihn genauso wenig wie Abwendung. Er sucht sich etwas an einem, was er zwicken kann. Leicht zu Boden drücken, sodass er merkt, dass man selbst der Stärkere ist, animiert ihn noch mehr zum Spielen. Auch bei seiner Spielkameradin (Rehpinscher), die im Haus wohnt, interessiert es ihn nicht, wenn sie ihn "disziplinieren" will. Sie legt ihre Pfote auf seinen Rücken, dann ist es für 5 Sekunden ruhig und dann fängt er wieder von vorne an.

Abwenden ist das falsche Signal... ein hoher, kleiner "Schrei" z.b. "Au" und das "Spiel" unterbrechen hilft sicher weiter...

Kennt er die Bedeutung des Befehles "Aus"?

Leicht zu Boden drücken? Das ist in der Situation nicht angemessen...

Was mich hier irritiert: einmal sagtst du beissen und dann spielen... was nun?

Kann es sein, dass du ihn nicht ernst nimmst?

Warum streichelst du ihn überhaupt, wenn er schläft?

Ich habe die anderen Posts hier im Forum zu dem Thema gelesen und das einzige, was hilft, ist ihn "wegzusperren". D. h. aber, dass wir nie mehr zum Spielen kommen würde. Irgendwelche Tipps?

Verstehe das nun nicht, warum willst du ihn wegsperren?

Warum kannst du "nie mehr mit ihm Spielen"?

Kannst du hierzu bitte noch mal definierter schreiben? Ich glaube, dass hast du nicht richtig verstanden

5) Ich kann mich morgens nicht in Ruhe im Bad fertig machen. Er steht daneben und versucht mich zu hypnotisieren. Wenn ich ihn nicht ins Bad lasse, sitzt er vor der Tür und weint. Was tun?

Wie lange hast du ihn denn schon?

Hat er eine Decke, Körbchen? Dann schicke ihn auf seinen Platz. Das muss aber schon eine Zeitlang (und nicht nur in dieser Situation) geübt werden

Gehst du mit ihm in eine Hundeschule?

Ich glaube, er vertraut dir nicht. Du gibst ihm keine eindeutigen Signale....

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Eine Ferndiagnose ist immer schwer. Aber für mich hört es sich so an, als ob er ziemlich unsicher wäre. Vielleicht hat er keine Kinder kennengelernt und kennt diese somit nicht. Falls nicht unbedingt nachholen! Mit großen Hunden hat er ja schlechte Erfahrungen gemacht. Versuch ihn doch mal ganz, ganz netten vorzustellen.

Irgendwie verstehe ich es nicht: Du hast ihn nicht ans alleinsein gewöhnt, aber bleiibt beim einkaufen in Auto? Wie lande joggst du denn? Joggen im so jungen Alter kann extrem schädlich sein!

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Ich finde übrigens auch, dass das Gesamtpensum relativ hoch ist, vor allem das Joggen mit 6 Monaten geht überhaupt nicht. Das hatte ich vorhin vergessen.

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Svenja: Ja, ich glaube, ich hebe ihn auf einen Thron. Ich schenke ihm meine volle Aufmerksamkeit. Es geht soweit, dass ich nicht zu all den Dingen komme, die ich tagsüber vorhabe, weil ich mir einrede, dass die Bedürfnisse meines Hundes wichtiger sind. Ich bin quasi die Woche über alleine mit. Am Wochenende ist mein Freund mit da. Ich habe mir den Hund angeschafft, weil ich wollte, dass ich ein Lebewesen habe, dass mit mir lebt. Ich weiß, er ist trotzdem noch ein Hund und ich glaube, das ist mein Problem.

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Svenja: Ja, ich glaube, ich hebe ihn auf einen Thron. Ich schenke ihm meine volle Aufmerksamkeit. Es geht soweit, dass ich nicht zu all den Dingen komme, die ich tagsüber vorhabe, weil ich mir einrede, dass die Bedürfnisse meines Hundes wichtiger sind. Ich bin quasi die Woche über alleine mit. Am Wochenende ist mein Freund mit da. Ich habe mir den Hund angeschafft, weil ich wollte, dass ich ein Lebewesen habe, dass mit mir lebt. Ich weiß, er ist trotzdem noch ein Hund und ich glaube, das ist mein Problem.

Das finde ich aber schon heftig, wirklich. Was machst du denn beruflich, dass du soviel Zeit für den Hund hast?

Ich bin auch alleine mit dem Hund, immer, aber trotzdem komme ich ganz sicher zu allem, was ich sonst so vorhabe. Ich gehe normal einkaufen, putze meine Wohnung gründlich, gehe in die Therme oder ins Kino, arbeite, studiere und gehe am Tag eben Gassi oder fahre mit dem Hund an den Strand etc.

Vielleicht solltest du mal dein Leben fortführen, das du vor deinem Hund geführt hast. Was hast du denn da tagsüber gemacht? Ich könnte mir vorstellen, dass der Hund dann auch "normaler" wird, weil er merkt, dass sich nicht alles nur um ihn dreht...

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Zum Thema Joggen: Ja, ich weiß, dass alle sagen, man soll auf keinen Fall mit einem Hund in diesem Alter joggen gehen. Ich muss dazu sagen, dass mein Joggingtempo so langsam ist, dass er locker nebenher laufen kann. Es ist quasi sein normales Spaziergeh-Zieh-Tempo, wenn ihr versteht, was ich meine. Ich vermute sogar, dass manche in meinem Joggingtempo spazieren gehen mit ihren Hunden. Ich habe damit angefangen, weil er einfach auch von langen Spaziergängen nie ausgelastet zu sein scheint. Wir machen viele Trinkpausen.

Zum Thema Kinder: Kinder hat er nicht kennengelernt. Nicht, weil ich es nicht wollte, sondern, weil in meinem Umfeld einfach keine Kleinkinder sind.

Zum Thema große Hunde: Jedesmal, wenn uns ein großer Hund angeleint entgegenkommt, konfrontiere ich ihn mit diesem, weil ich nicht möchte, dass er denkt, dass er Angst vor ihm haben muss. D. h. ich nehme ihn dann nicht auf den Arm und bleibe bewusst stehen, sodass sie sich beschnuppern können. Die großen Hunde tun ihm auch nichts. Die meisten fragen sich wahrscheinlich, was der Kleine für ein Problem hat und gehen dann mir ihrem Herrchen oder Frauchen weiter.

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