Jump to content

Erstelle in weniger als 30 Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich mit Deinem Facebook oder Google account ein.
 

 Registrieren oder einloggen 

Hundeforum Der Hund
ufi

Immer größer werdende Angst bei Geräuschen - weiß jemand Rat?

Empfohlene Beiträge

Seit ein paar Tagen fange ich an mir ein bißchen Sorgen um Finjas Verhalten bei Geräuschen draußen zu machen. Es geht um Geräusche wie Knall, Schuß oder ähnliches. Ich habe das Gefühl, sie steigert sich da in was rein und ich habe keinen richtigen Einfluß mehr drauf.

Aber von vorne: Finja war als Welpe eigentlich nicht übermäßig angstlich auf Geräusche. Erstes Silvester (da war sie 3 Monate) voll verpennt, Spaziergang am Schützenheim oder im Wald auch bei Rumgeballer kein Problem, Gewitter im grünen Bereich, ein bißchen eingeschüchtert, aber nicht übermäßig.

Angefangen hat glaube ich alles mit heftigen Gewittern im 2 Sommer. Leider wohne ich in einer Wohnanlage mit Biotop im Innenhof, wo anscheinend schon mal gerne der Blitz reinknallt, verbunden mit einem richtigen Knall und schriller Helligkeit, finde ich dann auch schon nicht mehr ganz so lustig, bin aber nicht panisch. Nach dem ersten Erlebnis dieser Art hatte sie massiv Angst vor Gewitter, was sich ausdehnte auf Feuerwerk und später Schußlärm. Sind wir in der Wohnung verkriecht sie sich in die dunkelste Ecke, ich laß sie dann auch in Ruhe und machen, wie sie meint, weil ich sie nicht bestätigen will in ihrer Angst. Anfängliche Angebote zu mir zu kommen lehnte sie ab.

Die letzte Zeit wurde bei uns im Wald recht viel gejagt, weil wir anscheinend viel zu viele Wildschweine hier haben. Mit dem Ergebnis Finja bleibt beim Hören des ersten Schußes stehen und weigert sich weiter zu gehen, wenn sie dann auf Zureden kommt, will sie am liebsten auf den Arm. Ich habe mich immer versucht so zu verhalten, als wäre der Lärm das normalste auf der Welt. Leider funktioniert aber auch nicht die Masche Ablenkung, kein Spielen möglich, Leckerchen suchen uninteressant.

Auch vielleicht noch interessant, Finja mag keine Fußballspiele. Wenn ich bei mir aus dem Innenhof rausgehe, laufe ich auf einen Garagenhof zu, wo Kinder schon mal gerne Fußball spielen und den Ball natürlich mit Vorliebe gegen die Tore ballern. Da ist sie auch schon gerne panisch und meidet auch Fußballspiele auf der Wiese, wo kein Lärm ist.

Mittlerweile sind wir an nem Punkt, wo ich das Gefühl habe, das Ganze verselbstständigt sich. Jegliche Geräusche draußen, die sich wie ein Schuß anhören und sind sie noch so leise und haben teilweise ganz andere Ursachen versetzen Finja in Panik. Heute morgen blieb sie am Waldrand wie festgenagelt stehen und wollte nicht in den Wald, obwohl weit und breit nichts von Jagd zu hören war. Nach anfänglichem Rufen und Weigerung zu kommen ihrerseits, bin ich dann einfach weitergegangen und hab sie stehen lassen, bis sie dann irgendwann angeflitzt kam, danach entspannte sie sich dann zum Glück recht schnell. Heute nachmittag im Feld aber wieder ähnliches. Irgendwas gehört, Stehenbleiben und Verweigerung. Erst als ich sie holen ging und wir an der Leine weiter sind, lief sie erst geduckt und verschreckt neben mir her, bis sie dann irgendwann wieder entspannte und ich sie wieder ableinen konnte.

Mache ich was falsch? Langsam habe ich keinen Spaß mehr an der Sache und reagiere vielleicht auch forsch und genervt. Also, wenn wirklich jetzt noch Schußlärm wäre, hätte ich ja mittlerweile Verständnis für ihre Not, aber heute morgen war gar nichts. Das ist ja schon fast Meideverhalten. Und ich weiß nicht wirklich, wie ich damit umgehen soll. Habe halt auch Angst, wenn ich ihr nachgebe brauchen wir demnächst gar nicht mehr Spazierengehen, sondern laufen nur noch hier um den Block zum Pissen und Sch...... Das kann es ja irgendwie auch nicht sein.

Hat jemand da nen Tip? Ich bin mir nicht sicher, ob Geräusch-CD da was bringt, weil ich bisher zu Hause den Eindruck hatte, sie kann genau unterscheiden, was aus dem Radio oder Fernseher kommt und normal ist und was von draußen kommt.

Medikamentös stehe ich da auch auf dem Schlauch. Das mag zwar mal was sein für einmalige Sachen wie Silvester, aber doch nicht als Dauerlösung für jeden Tag.

Puuh, ist jetzt doch recht lang geworden, aber ich hoffe, Ihr lest es trotzdem und es hat jemand ein paar gute Tips.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Such dir einen Tierarzt oder Trainier der sich auf solches Verhalten spezialisiert hat. Die Tierärztliche Hochschule Hannover haben wir wegen einem ähnlichen Problem auch schon mal angerufen.

Geräusch CDs helfen alleine da nicht mehr, das schaukelt sich immer weiter auf. Meiner hatte dann Angst vor schwarzen Wolken und Regen ... da gewitterts ja. Weg gekriegt hab ich das nicht, hier gabs auch keine Trainer oder TÄ die sich damit ausgekannt hätten. Es wurde erst besser als mein Hund im Alter taub wurde.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Na das hört sich ja echt zuversichtlich an:-(

Aber trotzdem danke. Ähnliches habe ich schon fast befürchtet. Aber ich hoffe ja noch auf ne jagdfreie Zeit, vielleicht vergißt sie dann ja auch wieder.

Andere Idee war schon mal mit jemanden zu gehen, dessen Hund bei sowas unerschrocken ist. Leider hat sich diese Idee aber auch schon wieder zerschlagen, weil ihre Schwester, die bei sowas keinerlei Angst hat, ihre keine Sicherheit vermittelt. Aber vielleicht wäre es noch was anderes mit einem ganz anderen Hund, weil bei ihrer Schwester hat Finja eigentlich immer eher das Gefühl auf sie aufpassen zu müssen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Oje Ute :(

Und wie wäre es, wenn Du den Anfang eines Spaziergangs immer an der Leine machst, bis Du merkst, sie entspannt sich? Das härt sich ja echt nicht so dolle an :(

Denke mir halt, dass es vorerst nicht verkehrt wäre, sie an der Leine im sicheren Handling durch solche Situationen zu führen :think:

Zusätzlich würde ich wirklich mal herumtelefonieren, welcher Trainer darauf einwirken kann und bei welchem Trainer sich Dein Bauch gut anfühlt :)

Mensch, ich hoffe, dass sich das ganz bald ändert, und zwar ins Positive!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

vielleicht solltest Du sie einfach an der Leine laßen.

So kannst Du sie sicherer führen. Indem Du wortlos einen Richtungswechsel nimmst.

Es kann schon sein,das Du unbewußt ihre Ängste erweiterst.

Als Jule kam hatte sie Panik vorm Staubsauger.Ich dachte schon ...hoffentlich springt sie nicht aus dem offenen Fenster.

Mein erstes handeln dies teilnahmlos zu schließen.Nicht beachtet nur vor mich hingesummt.

Nach dem saugen abgestellt und ihren Feind stehen gelaßen.nur so cirka 5 Minuten.

Als sie dann vorsichtig vom Stuhl kam hab ich gelacht.Den Sauger genommen und weggestellt.

Dies jeden Tag.Immer mit den worten ..so jetzt kommt dein Feind.

Er steht in einer nische hinterm Vorhang sie schaut heute noch vorsichtig aber nicht mehr Panikartig .Dann lach ich und frag..wo ist dein Feind.

Hört sich zwar blöde an,hat aber gewirkt. Sie schaut nämlich dann hinter den Vorhang.

Lange Rede kurzer Sinn.

Ich würde sie an die Leine nehmen und anfangen zu summen oder singen,wenn sie anspannt.Dies macht dich auch lockerer.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Ich habe mit Louis beinahe das gleiche Problem. Gehen wir spazieren und er hört irgendwo was Schussähnliches, dann kriegt er Panik.

Ich gehe nun folgendermaßen vor. Louis läuft ohne Leine...hört dann ein Geräusch.

Ich gehe zu ihm hin und sage freundlich "Soll ich Dich anleinen?" (er kennt das Kommando anleinen)

Er kommt beinahe zu 100% auf mich zu, ich leine ihn an. Anschließend nehme ich ihn einmal in die Arme(also ich in die Hocke und umarme ihn) und knuddel ihn etwas durch und sage "Ist gut, ich bin da".

Er wird es so vermutlich nicht verstehen, aber anscheinend beruhigen ihn die Worte etwas.

Nun gehe ich mit ihm an der Leine weiter. Er ist dann meistens noch nicht richtig entspannt, aber er läuft mit.

Nach einer kurzen Weile nehme ich ihn nochmal in den Arm und mache danach etwas den Clown, so nach dem Motto " Schau mal was ich tolles gefunden habe" (Hohe Stimme und etwas auf den Boden suchend)

Es wird dann immer besser und nach ca. 5 Min. läuft er wieder entspannt.

Wenn er nach 15 Min. immer noch entspannt ist, dann kommt die Leine wieder ab.

Ich habe allerdings das Glück, dass Louis in Panik nicht wegläuft, sondern immer zu mir kommt.

Ich wünsche Dir viel Glück mit Deiner Fellnase.

Vielleicht würde auch das etwas helfen(quasi als Kur angewendet)

http://www.grau-gmbh.de/epages/Grau.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/Grau/Products/00002191&GCP=/Shops/Grau/Categories/Hund/Nahrungsergaenzung/amiQure

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

So, nach 2 forumfreien Tagen bin ich mal wieder hier und wollte mich noch für Eure Antworten bedanken.

@Pudelmania: Panikartig wegrennen tut sie zum Glück nicht. Sie bleibt halt stehen und will nicht recht weiter. Sie kommt ja dann irgendwann. Heute nachmittag bot sich mal die Gelegenheit sie auf gut übersehbarer Fläche stehenzulassen und um die nächste Ecke zu biegen. Da kam sie dann direkt angesaust und entspannte dann auch recht schnell wieder. Scheint also schon zu funktionieren. Das Problem ist nur, ich kann sie nicht überall stehen lassen, bis ich außer Sichtweite bin, weil sie halt auch manchmal Blödsinn im Kopf hat. Wenn da einer käme und sie anspricht oder womöglich sie sogar versucht anzufassen, weiß ich nicht wie sie reagiert, weil sie halt nicht unbedingt jemand ist, der sich über fremde Zuwendung freut.

Zuviel betüddeln will ich sie nicht, weil ich bei ihr das Gefühl habe, ich mache es schlimmer statt besser. Also fällt in den Arm nehmen und beruhigen aus.

Nachdem ich die letzten Tage sie bei solchen Vorfällen einfach komentarlos an die Leine genommen habe und einfach weitergegangen bin, scheint sie zumindest soweit zu sein, daß sie kapiert hat, es hilft ihr nichts, wenn sie einfach stehenbleibt, sie muß trotzdem weiter. Sie läuft zumindest wieder auf mich zu und mit mir weiter, wenn ich umdrehe um sie abzuholen. Aber entspannt ist anders.

@jule26: Das mit dem Summen habe ich früher in anderen Situationen schon mal gemacht und auch jetzt wieder. Es scheint ein bißchen zu helfen, aber der große Durchbruch ist es nicht. Keine Ahnung, ob das was bringt.

Konfrontation mit Schußlärm habe ich bei uns am Schützenplatz auch schon mal mit Aussitzen und Abwarten probiert. Sie bleibt zwar bei mir sitzen, fühlt sich aber sichtlich unwohl, ist megagestreßt. Lob oder Leckerchen werden nicht wirklich angenommen (und wenn mein Hund Leckerchen ablehnt, das heißt schon was bei dem Freßsack).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das Problem kenne ich auch - nur mein Problemfällchen wiegt 60 kg, die dann nicht mehr gehen wollen. Sind wir erst so ca. 1 km von zu Hause weg, bleibt sie umgehend stocksteif stehen, dreht sich auf der Stelle um und marschiert zurück.

Sind wir weiter weg bleibt sie auch stehen, aber ich kann sie eng neben mir weiterführen und komme auch mit fröhlichem Singen - möglichst lautstart - sehr zur Verwunderung meiner beiden anderen, die keine Angst haben, weiter. Nach einer Weile beruhigt sie sich dann.

LG Angelika mit ella, Sam und Brandl

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich bin da mal gemein.

Kein Lob und keine Leckerli.Es soll ja für sie Normalität werden.

Wenn Du es aussitzt einfach nur aufstehen und unbeteiligt weggehen.

Also bei Jule hat dieses summen und lachen auf Dauer was gebracht.

Natürlich nicht sofort.

Heute schick ich sie bewußt zum Vorhang bevor ich den Sauger vorhole.

Sie schielt dahinter..Ich muß dann immer lachen und nehm ihn dann raus.

Sie liebt ihn immer noch nicht aber sie rennt nicht mehr weg.

Es gab allerdings nie ein Lob von mir.

Ich weiß ich bin böse. :yes:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das Singen ist zwar bei mir nicht schön,aber es lockert einen selber.

Ich hoffe immer auf Nichtzuhörer. :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.