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Hundeforum Der Hund
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Gruseldinge benennen

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Ich habe hin und herüberlegt, ob dies das richtige Unterforum ist, je nachdem wie es sich entwickelt ggf verschieben...aber ich möchte den Kommunikativen Aspekt hervorheben, nicht den (scheinbar) "Problematischen" denn ich sehe mehr einen Lernprozess als ein Problem. Zum Hintergrund, Lotti (8Monate) ist in der Prägung extrem reizarm und  ohne Muttertier in einem Tierheim gehalten worden, und ist Neuem gegenüber erstmal "misstrauisch". Zudem konnte sie als kleiner Welpe aufgrund ihrer Behinderung nicht laufen, so daß sie in der Selbstverteidigung sehr stark ist und eher nicht flieht bzw erst an einem recht späten Punkt. Normalerweise benenne ich "Gruseldinge" schon bei der ersten Anfrage (melden), hier habe ich es für das Video jedoch laufen gelassen, um zu zeigen, welche Wirkung es auch zu einem späteren Zeitpunkt hat, wenn man sich auf diese wohlwollende Kommunikation einlässt und trotz "Getöse" gelassen bleibt.

 

 

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Ich finde ein Hund darf sich auch mal 'gruseln', sich selbst mit etwas Unbekannten auseinandersetzen. Dann lernt er wohl besser, dass nicht alles, was er nicht kennt schrecklich sein muss.

Dass du nach einiger Zeit eingreifst, die Situations auflöst, finde ich gut, sie soll sich ja nicht ängstigen.

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Ja, ich fördere es auch, daß sie hingeht und sich die Sachen anguckt wenn der erste Schreck vorbei ist.

Richtig kontroproduktiv wäre hier z.B. ein "Nein" etc. gewesen... Bei Gruseldingen fällt das natürlich nicht so schwer, wie z.B. wenn der Hund Menschen "anmacht", sieht man ja leider viel zu oft. Da werden "unerwünschte" Ausdrucksformen von Emotionen "verboten" und die Emotion dadurch bestätigt und verstärkt. Uschi war so ein Hund, dem man das Drohen "aberzogen" hatte. 

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Bei einem deprivierten Hund läuft das aber anders. Der lernt von alleine eben nicht, dass das Ding nicht gruselig ist ist. 

 

Das ist genau das Problem. Kann man sich auch schwer vorstellen, wenn man noch nie mit so einem Hund etwas zu tun hatte.

 

Der Hund wird immer wieder erstmal so vor der Sache stehen, als hätte er es noch nie gesehen. Man muss dann deutlich Dinge positiv verknüpfen.

Dann kommen die Fortschritte bis zu Tag X und der Hund geht auf Reset, alles ist wieder so als hätte er es noch nie gesehen.

 

Kann zwar besser werden mit Routine und Sicherheit, aber "normal" wird es nie. 

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Ist es denn so, daß es jedesmal neu ist? Daran liesse sich der Deprivationsgrad feststellen.

 

Wenn nicht finde ich das weitgehend normal für einen Hund in der Vorpubertät. Wenn der Hund nicht selber hingehen will und schnüffeln, würde ich vorgehen , auf das Ding zeigen, aufheben und benennen- Harmlosigkeit suggerierend.  Auch jetzt kommt das noch manchmal vor, daß z.B. Müllsäcke verbellt werden, die auf einmal mitten im Garten herumstehen iinnerhalb des Territoriums wird jede Abweichung besonders registriert. Allerdings geht sie dann selber hin und vergewissert sich, sie ist auch ziemlich kurzsichtig.

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Harmlosigkeit suggerierend wäre bei uns "Ach das ist nur ein Plastikbehälter, kein Problem" oder "Ach das ist nur ein Müllsack, kein Problem" oder irgendwas mit "Ach das ist nur " und "Kein Problem".

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vor 10 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Ist es denn so, daß es jedesmal neu ist? Daran liesse sich der Deprivationsgrad feststellen.

 

Das denke ich auch, Lotti kam mit 15 Wochen und hat daher noch deutlich bessere Chancen, als ein Hund, der länger so gehalten wurde...

 

Und die Rasse wird neben individuellen Eigenschaften auch eine Rolle spielen.

 

 

..Man war ja "bemüht" und hat "manchmal ein Radio laufen lassen" sie ist halt extrem Schreckhaft - vor allem, was Geräusche angeht-  die kann aus dem Tiefschlaf in millisekunden! vom Sofa springen und Vollbürste im Wohnzimmer stehen und nach Feind scannen weil ein neues Geräusch da war (z.B umgefallene Wasserflasche auf Fliesen)  gsd hat sie ein super Stressystem und kommt auch fast genausoschnell wieder runter. Geht aber Molossertypisch eher nach Vorne und dreht sich im wegspringen schon um. 

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Ich habe für meinen Hund damals alles angefasst, dabei benannt was es ist und ihn dann ermutigt es selber zu berühren (außer Menschen). 

 

Dein Video ist recht kurz, beruhigt er sich denn oder wie geht es weiter 

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Ja hat sie noch zweimal nachbrummelt und dann nur geguckt, ( mein Akku spinnt, und schaltet gerne beim speichern ab und dann ist alles weg, also filme ich nur so kurz es geht, bis ich dann mal einen neuen Akku habe)  Ich bin direkt zu dem Gruseltopf und habe ihr den gezeigt bzw auf den Tisch gestellt, damit sie schnuppern kann, war dann auch öde. 

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Emma ist nun 5 Jahre und macht das heute noch :) Sie ist aber nicht depreviert.

Bei Geräuschen, die für sie nicht alltäglich sind, springt sie sofort auf. Bei Dingen, die irgendwo stehen oder liegen, die sonst nicht dort stehen oder liegen, wird entweder gebellt oder der Rückzug angetreten. Ich gehe dann  mit ihr dahin mit den Worten "Komm, wir gehen mal gucken". Gemeinsam sind wir dann total stark und sehr mutig. Das Ding wird benannt, sie traut sich vorsichtig zu gucken und zu schnüffeln (zuerst indem sie sich sehr lang macht) und dann ist sie erleichtert, dass es kein Monster war :D 

 

 

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