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Hundeforum Der Hund
Fiona01

"Hunde lieben es, wenn man mit ihnen in Babysprache spricht!"

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Das Ömchen hat anfangs bitterböse geknurrt wenn man Babysprache gesprochen hat:lol: Keine Ahnung warum, hat sich gelegt. 


Normalerweise spreche ich durchaus hoch und freundlich (also merklich anders als normal), aber nicht aufgeregt und das funktioniert gut mit dem Ömchen. Der Neuzugang steht aber total auf "überdrehte" Babysprache, was mir wenig liegt, aber es lockt ihn aus seinem Schneckenhaus. Muss mal schauen, ob ich das öfter machen kann, aber wie gesagt, ist nicht meins. 

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Dieser neue Befund legt nahe, dass Babysprache bei Hunden sowohl die Aufmerksamkeit verbessert als auch die Bindung zum Menschen festigt

Wohl eher "Aufmerksamtkeit erregt".

 

Dass eine hohe Tonlage und ansteigende Sprachmelodie das Erregungsniveau in positiver Weise erhöht, ist ja nichts neues. Deshalb funktioniert ja auch das "Feiiiiiin!" so gut (außer eben wenn der Hund nach dem fünften Versuch endlich "Platz!" gemacht hat und liegen bleiben soll...).

 

Weil in dem Artikel etwas unklar bleibt, ob mit "Babysprache" eher die Tonlage oder der Inhalt gemeint sind, habe ich mal die Arbeit überflogen:

https://link.springer.com/article/10.1007/s10071-018-1172-4?wt_mc=Internal.Event.1.SEM.ArticleAuthorOnlineFirst

 

(In dem Welt-Artikel steht also teilweise Quatsch, in der Arbeit wird z.B. "Hundesprache" in ausdrücklicher Unterscheidung zur "Babysprache" verwendet und in den Experimenten der Yorker Wissenschaftler kamen gar keine Welpen vor.)

 

Da drängt sich gleich eine große Lücke auf: Im ersten Experiment wurden "Hundeworte im Hundetonfall" gegen "Erwachsenenworte im Erwachsenentonfall" getestet, im zweiten wurde der Tonfall getauscht. Im zweiten Test waren die Reaktionen neutral, was zwei Schlüsse zulässt:

  1. Ausgewachsene Hunde reagieren auf Schlüsselwörter genau so stark wie auf den Tonfall.
  2. Ausgewachsene Hunde reagieren nur auf die Kombination bekannter Schlüsselwörter mit dem richtigen Tonfall.

Es hätte also noch eines dritten bis sechsten Experiments bedurft, zweimal mit jeweils identischem Wortlaut in unterschiedlichem Tonfall und zweimal mit unterschiedlichem Wortlaut in jeweils identischem Tonfall.

Dann wüssten wir mehr, als dass der Tonfall eine Rolle spielt und erwachsene Hunde bestimmte Schlüsselwörter erkennen. Denn die Erkenntnis ist jetzt irgendwie... öhm... redundant?

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Ich bekenne mich auch dazu mit Emma in Babysprache zu sprechen :ph34r: gehören alberne Kosenamen eigentlich auch dazu :think:

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vor 2 Stunden schrieb Shyruka:

Pupsi von Quintastein.

:lol: find ich klasse.. Ich bin nicht allein... :blush:

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vor 8 Minuten schrieb Curly81:

gehören alberne Kosenamen eigentlich auch dazu

 

Klar, bei uns wird auch geschnuffelpuffelt, gekasihasit und gevinnipopinniet!

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Überflogen. Ja.

 

Es geht um "natürliche an Hundd gewandte Sprache", also so wie Menschen mit Hunden von sich sprechen würden.

Diese Sprache weist Parallelen zur "Babysprache" auf.

 

 

Infant-directed speech (IDS) is a special speech register thought to aid language acquisition and improve affiliation in human infants. Although IDS shares some of its properties with dog-directed speech (DDS), it is unclear whether the production of DDS is functional, or simply an overgeneralisation of IDS within Western cultures. One recent study found that, while puppies attended more to a script read with DDS compared with adult-directed speech (ADS), adult dogs displayed no preference. In contrast, using naturalistic speech and a more ecologically valid set-up, we found that adult dogs attended to and showed more affiliative behaviour towards a speaker of DDS than of ADS.

 

In einer neueren Studie zeigen Welpen eine Affinität zur "Hundebabysprache" auf, dies war durch das Vorlesen eines Skripts/Drehbuchs getestet worden, adulte Tiere zeigten keine Präferenz. 

Tatsächlich aber zeigten in dem weiteren Versuch (um den es geht, der wäre besser aufgebaut gewesen) auch erwachsene Tiere ein verbundeneres Verhalten gegenüber Personen mit "natürlicher Hundesprache" (die der Babysprache ähneln).

 

Der nachfolgende Versuch (man tauschte Prosodie und Inhalt, sodass diese nicht mehr zueinander passte) konnte das Ergebnis so nicht bestätigen (dass es allein an der Sprache läge), es wird also die von dir angesprochene Kombination vermutet, witzigerweise ist nämlich der Inhalt alleine auch nicht ausschlaggebend. 

"Hundebabysprache", die an Hunde gerichtete Prosodie + für den Hund relevante Information  beinhaltet, stärkt Aufmerksamkeit des Hundes, statt "wie wir als Erwachsene miteinander reden würden". Des Weiteten fördert diese so getätigte Hundebabysprache wohl die Bindung von Mensch und Hund.

 

Dies widerlegt sogar die oft propagierten Phrasen in Hundeschulen.  

 

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Mit hoher Stimme und lobüberhäufend- ja kommt oft vor. Normal aber auch. Babysprachenvokabular kann ich nicht leiden.

Ich hab' es als Kind nicht gemocht, ich mag auch nicht, wenn man Kindern solche Worte beibringt. ALso wenn das Kind sagt "Da kommt ein Wauwau" sagt es das eben, aber ich sage dann, "ach ja da kommt ein Hund".

Je nach Situation rede ich auch unterschiedlich. Immer gleichförmig fände ich unpassend -und sie auch. Wenn der Hund gerade wegen eines Geräusches wacht, rede ich in normalem Ton mit ihr und sage: "Ah , das ist wahrscheinlich das und das , komm' das gucken wir uns mal an". Da fange ich nicht an zu Jauchzen und Quietschen wie beim Spiel. Dafür würde ihr auch der Sinn in der Situation fehlen.

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Neiiin ich würde NIE BAUCHHI quitschen, oder "Auau" zu einer Biene sagen, oder den Hund gar Lotti nennen *ernsthaftkopfschüttel* :P

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vor 26 Minuten schrieb Hoellenhunde:

witzigerweise ist nämlich der Inhalt alleine auch nicht ausschlaggebend

 

Das geht woraus hervor? Das Unentschieden im zweiten Experiment kann ja sowohl 0:0 als auch 1:1 bedeuten (bezogen auf die Wirkung von Inhalt und Tonfall alleine auf die Hunde).

 

Wobei die Experimente, bei denen Inhalt und Tonfall nicht zusammenpassen, sowieso unter der Notwendigkeit leiden, dass die Texte von Menschen gesprochen werden müssen, die sich von diesem Widerspruch nicht frei machen können.Sie kommen sich dabei albern, unbehaglich oder wie auch immer vor -und tranportieren das natürlich auch über ihre Stimme.

 

 

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vor 1 Minute schrieb KuK:

Das geht woraus hervor? Das Unentschieden im zweiten Experiment kann ja sowohl 0:0 als auch 1:1 bedeuten (bezogen auf die Wirkung von Inhalt und Tonfall alleine auf die Hunde).

 

The results revealed no significant effect of speech type, or content, suggesting that it is maybe the combination of the acoustic properties and the dog-related content of DDS that modulates the preference shown for naturalistic DDS.

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