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Hundeforum Der Hund
Kimura

BARF - Welpe, große Hunderasse

Empfohlene Beiträge

Also ich habe mich die letzten 2 Tage durch viel Lesestoff gewühlt. Unter anderem die Welpenbrochüre von Svanie Simon, die Links von @piper1981und alles was ich zum Teilbarfen gefunden hab.

 

Mein aktueller Plan sieht jetzt erstmal so aus:

 

Das Barfen hats mir angetan und Svanie Simon beschreibt gut was das zu beachten ist. Die 10 Euro für den Barf-Rechner speziell für Welpen geb ich auch gern aus. Ansonsten würde ich schauen, dass ich ein Trockenfutter finde was dem kleinen gut schmeckt und dieses als Leckerli verwenden, sowie einen Tag pro Woche regulär füttern.

 

Man liest beim Teilbarfen immer wieder, dass es zu Verdauungsproblemen kommt wenn man zwischen Barf- und Tofu-Mahlzeiten keine längere Pause einhält. Deshalb würde ich einfach nen ganzen Tag ersetzen. Das macht auch die Barf-Rechnerei leichter.

-> Was denkt ihr dazu? 

 

Ich werde das Thema nächste Woche auch nochmal in RL besprechen. Konnte inzwischen schonmal mit der Trainerin von der Hundeschule mit der ich arbeiten will gesprochen. Die hat mir einen Spezi für Hundeernährung empfohlen wo sie auch hingeht und der sich auch mit BARF auskennt. Da werde ich mir auch nochmal paar Infos holen. 

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Ich finde wenn man nach "natürlicher" Nahrung für Haushunde sucht muss man eher Historisch schauen als den Vergleich mit wild lebenden Tieren zu machen... 

Der Hund lebt nun mal schon seit zigtausend Jahren mit dem Menschen zusammen, Trockenfutter gibt's noch nicht einmal 200 Jahre. In der Zeit wird er, neben Schlachtabfällen und was auch immer der Hund auf dem Feld finden konnte (z.B. Nagetiere) eine recht Ähnliche Ernährung wie wir Menschen gehabt und vertragen haben. Da wird vermutlich auch viel Obst, Gemüse, Getriede, Milchprodukte und Einer in allen formen dabei gewesen sein. 

Bei Trockenfutter muss man halt bedenken wo die Prioritäten der Hersteller liegen: Das Zeugs muss vor allem Praktisch sein also sich lange halten, Nicht stinken und vom Hund gefressen werden. Eine "ausgewogene" Ernährung ist hier eher 2. Rangig und bei irgend einem Kibbel der sich nen halbes Jahr halten muss vermutlich auch gar nicht möglich. Meiner Recherche nach sollte man das Zeugs beim füttern mit ca. 10% frischem Grünzeugs & Gemüse etwas aufpeppen.

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Eigentlich wollte ich mich zu dieser ganzen Hund-Wolf-Thematik gar nicht äußern, aber da es eh immer wieder hochkocht gebe ich halt auch mal meinen Senf dazu.

 

Einerseits:

Es mag sein, dass der Hund seit mindestens 15.000 Jahren beim Menschen lebt und sich seitdem verändert hat und mit Wölfen nicht mehr ganz vergleichbar ist. Tatsächlich sind 15.000 Jahre evolutionär aber ein Wimpernschlag. Das Verdauungssystem des Hundes/Wolfes hat sich über Millionen Jahre entwickelt und Hunde und Wölfe sind genetisch auch noch zu über 99% identisch. Ich selbst bin wie eingangs schon geschrieben Sportler, seit über 20 Jahren in einem körperlich sehr fordernden Wettkampfsport und mit Mitte 30 fitnessmäßig immer noch ganz vorne dabei. Das liegt vor allem daran, dass ich mich viel mit Ernährung (bisher aber nur Menschenernährung) beschäftige und da sehr großen Wert drauf lege. Und das spannende ist, dass gerade die Ernährungsprinzipien die sich an die Ernährungsgewohnheiten unserer Vorfahren (bevor diese sesshaft wurden und Hunde züchteten) anlehnen sehr vielen Menschen gesundheitliche Vorteile bringen und Sportlern teilweise große Leistungssteigerungen ermöglichen. Unser moderner Ernährungsstil bringt hingegen zahlreiche Probleme mit sich. Auch beim Menschen spricht also zumindest viel dafür, dass die Evolution unseres Verdauungsapparats nicht mit unserer sonstigen Entwicklung mithalten konnte. Mir ist natürlich klar, dass gerade im Bereich Ernährung auch viele gegensätzliche Theorien existieren und wenig bewiesen ist. Ich persönlich tendiere gerade aus diesem Grund aber grundsätzlich sehr in Richtung BARF.

 

Anderseits:

Klar ist aber auch, dass wir andere Ansprüche an unsere Gesundheit und die unserer Vierbeiner stellen. Die Natur ist völlig zufrieden wenn wir lange genug leben um uns möglichst oft fortzupflanzen und unsere Gene weiterzugeben. Ich persönliche möchte aber nicht nach Ende meiner Zeugungsfähigkeit Tod umfallen, sondern möglichst lange und ohne Einschränkungen weiter leben. Und das möchte ich auch für meinen Hund. Nur weil in der Natur Welpen immer das gleiche fressen wie erwachsene Tiere würde ich das nicht zwingend genauso handhaben. Wenn ich zum Beispiel durch ein paar simple Nahrungsergänzungsmittel oder eine andere Gewichtung (mehr Knochen usw.) den Grundstein dafür legen kann, dass mein sehr groß werdender Hund auch als Senior noch gute Gelenke hat, dann lohnt sich das natürlich.

 

So zumindest ist meine persönliche Sicht der Dinge. Zumal ich hier auch andere sehr spannende und sicher sinnvolle Ansätze gelesen hab. Vielleicht durchdenke ich das als Hundeanfänger aber auch zu theoretisch...

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vor 6 Stunden schrieb Kimura:

Eigentlich wollte ich mich zu dieser ganzen Hund-Wolf-Thematik gar nicht äußern, aber da es eh immer wieder hochkocht gebe ich halt auch mal meinen Senf dazu.

 

Einerseits:

Es mag sein, dass der Hund seit mindestens 15.000 Jahren beim Menschen lebt und sich seitdem verändert hat und mit Wölfen nicht mehr ganz vergleichbar ist. Tatsächlich sind 15.000 Jahre evolutionär aber ein Wimpernschlag. Das Verdauungssystem des Hundes/Wolfes hat sich über Millionen Jahre entwickelt und Hunde und Wölfe sind genetisch auch noch zu über 99% identisch.

 

ich hoffe jedoch, dass es klar ist, dass sich Haushund über den "Wimpernschlag" hinaus genetisch sehr weit vom Wolf entfernt hat.

Sein Verhalten hat sich fest auf den Menschen geprägt, aber auch sein genetisch veranlagtes Verdauungssystem.

(siehe Getreideverträglichkeit z.B.)

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vor 2 Stunden schrieb agatha:

ich hoffe jedoch, dass es klar ist, dass sich Haushund über den "Wimpernschlag" hinaus genetisch sehr weit vom Wolf entfernt hat.

Sein Verhalten hat sich fest auf den Menschen geprägt, aber auch sein genetisch veranlagtes Verdauungssystem.

(siehe Getreideverträglichkeit z.B.)

Naja...da wäre aber anzumerken, dass viele Hunde mit getreidehaltigem Futter eben nicht klarkommen, während kein einziger Hund Probleme hat wenn er kein Getreide bekommt. Scheinbar geht die Umstellung also nicht so schnell. 

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@Kimura Es gibt sehr viele Hunde, die Probleme haben, wenn sie kein (pseudo) Getreide in ihrem Futter haben. Sei es im Verhalten oder mit Organen. Bloß wird das häufig von den Haltern nicht erkannt, weil in den Köpfen verankert ist, Hunde müssten ausschließlich oder größtenteils mit Bergen von Fleisch ernährt werden.

 

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Wenn wir uns ernsthaft mit der Entwicklung des Hundes gegen über des Wolfes  auseinander setzen, dann werden wir wirklich lernen müssen, das Wolf sich Genetisch wie im Verhalten als wild lebendes Tier auszeichnet.

 

Nur der Hund eben nicht, weder genetisch noch im Verhalten. Das beinhaltet auch seine Ernährung.

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@neongolden: Spannend, wusste ich nicht. Danke für die Erkenntnis. 

 

@agatha Sorry, aber das kann man so nicht stehen lassen. Genetisch ist das eben nichts anderes:

 

"Das alle unsere Hunde vom Wolf, Canis lupus, abstammen, ist inzwischen einwandfrei nachgewiesen. Fast 250 Jahre lang wurde der Hund in der Zoologischen Systematik als eine eigene Spezies angesehen und trug den Namen Canis familiaris.

Im Jahr 1993 wurde dieser Fehler korrigiert. Die korrekte wissenschaftliche Bezeichnung für den Hund ist nun Canis lupus familiaris. Das bedeutet, das alle Hunde zur Spezies lupus (Wolf) gehören und denn zur Subspezies familiaris gehören. Übersetzt bedeutet der wissenschaftliche Name Canis lupus familiaris nichts anderes als "Wolf, domestizierte Hausform"!

Bestätigt wurde diese Korrektur in der 1993er Ausgabe "Mammal Species of the World", dem Referenzwerk der Smithsonian Institution zur Klassifizierung und geographischen Einordnung der Säugetiere dieser Welt. Dieses Werk wird in Zusammenarbeit mit der American Society of Mammalogists und der International Commission on Zoological Nomenclature erarbeitet und herausgebracht.

Doch wie weit sind Wolf und Hund miteinander verwandt? Allgemein bekannt ist ja, das Wölfe und Hunde sich problemlos miteinander paaren können und zeugungsfähige Nachkommen zu Welt bringen. Moderne genetische Untersuchungen haben aber nicht nur für eine Neuklassifizierung des Hundes in der Wissenschaft gesorgt, sondern zeigen weitaus verblüffenderes:

Die Untersuchung der Mitochondrien-DNS * ist eine Standardmethode um Populationen verschiedener Spezies, auch Wölfe, zu testen. Verschiedene Enzyme, incl. Hind lll, Eco RI, und Bam HI, wurden benutzt, um die Wolf-DNS aufzuschlüsseln.

Genetische Untersuchungen der Mitochondrien-DNS von Wölfen und Hunden in den USA zeigten, daß die genetischen Unterschiede zwischen verschiedenen Wolfpopulationen durchschnittlich 0,16% betrugen. Der genetische Unterschied zwischen Wolf und Kojote betrug etwa 3,1%, und der Unterschied zwischen Hund und Wolf betrug 0,2% !"

(Quelle: Wolves: DNA Pawprinting, Connie Cusick, Woodrow Wilson Collection) 

 

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@Kimura sorry, keine Lust mehr darauf  zu antworten.

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