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Hundeforum Der Hund
Illeka

Fast 15jährige Hündin frisst nicht

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Hallo,

vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.

Meine Hündin wird in einem Monat 15 Jahre alt.

Jetzt ist das Problem, dass sie nicht mehr frisst.

Eigentlich geht es schon lange, dass sie immer mal wieder eine bestimmte Nahrung verweigert hat, die

sie über lange Zeit bekommen hat. Das konnte ich aber immer noch ausgleichen mit einem anderen Angebot.

Jetzt ist es so, dass sie am Mittwoch noch ganz normal gefressen hat, aber sich dann erbrochen hat.

Und dieses Fressen (Yarrah) dann auch nicht mehr angerührt hat.

Der Kot war zu dem Zeitpunkt sehr hart und wurde auch immer weniger.

Ich bin dann zur Tierärztin, die hat geröngt. War alles OK, also es war nichts im Darm und der Magen war auch leer.

Und sie hat ein Blutbild gemacht. Das war bis auf einen Punkt alles im grünen Bereich.

Der Punkt im roten Bereich war ein Nierenwert, ein Harnstoffwert.

Die Tierärztin meinte, das deutet auf ein Magen-Darm Problem hin.

Sie hat mir Tabletten für den Magen (Omep) mitgegeben. und neue Schmerzmittel Previcox (vorher Remaldyn).

Und ich bekam Diätfutter von Hill mit (Trockenfutter gemischt mit Nassfutter). Das hat sie 1-2 mal gefressen und

dann Durchfall bekommen. Und hat das Fressen nicht mehr angerührt.

Ich habe ihr gestern dann Hühnchen mit Reis gemacht und das hat sie gefressen.

Aber die ganze Nacht Durchfall gehabt, aber letzten Endes kam gar nichts mehr.

Jetzt liegt sie und schläft - und frisst nicht. Heute mittag wollte sie aber gern ihren Mittagsspaziergang machen. Aber ganz langsam.

Da sie auch keine Leberwurst mehr frisst, dachte ich, ich biete ihr mal das Schmerzmittel mit Milchschnitte (@Tina+Sammy) an.

Leider auch komplett ignoriert.

Ich mache mir jetzt große Sorgen und weiß nicht, was ich machen soll.

Also, der Hund ist tatsächlich eigentlich sehr gut drauf - bis auf die Probleme mit der Athrose.

Wir sind am Donnerstag und am Freitag auch noch ca. 1 Stunde spazieren gegangen - ohne Probleme.

Am Donnerstag noch besser, weil sie da das neue Schmerzmittel genommen hat.

Ich habe schon gedacht, sie schläft sich jetzt gesund - aber vielleicht ist das zu naiv gedacht und versäume jetzt gerade

was ganz Wichtiges.

Ich habe noch genau eine Woche und einen Tag zu arbeiten, dann gehe ich in Rente. Und ich will so gerne noch

ein bisschen Zeit mit ihr verbringen.

Ich weiß grad nicht, wie ich sie zum Fressen bringen kann - oder ob ich sie vielleicht wirklich einfach in Ruhe lassen soll.

Hat jemand vielleicht Erfahrung und kann mir weiterhelfen.

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Hast du es schon mit der Moro'schen Karottensuppe probiert?

Ist der Kot auf Parasiten untersucht worden?

 

Wenn meine betagte Hündin, die auch öfters Magen- und Darmprobleme hatte, gar nichts mehr fressen wollte, gab ich ihr das:

https://www.tiershop.de/Hunde/Hunde-Diaetfutter/Hills-Prescription-Diet/Hills-Canine-i-d-Dosenfutter.html

Der TA damals empfahl es mir und ich lehnte ab, mit dem Gedanken: schon wieder ein TA, der sein Futter verkaufen will...

Er gab aber nicht auf, öffnete die Dose - und siehe da, die Nase von meiner Hündin wanderte zielsicher zum Doseninhalt und sie frass!

Das klappte eigentlich immer.

 

Einen Versuch wäre es wert, schau doch mal, ob dein TA das hat.

Wichtig ist halt schon, dass man Parasiten ausschliessen kann.

Wenn sie wieder frisst, dann lieber kleine Portionen geben, mehrmals am Tag. Und sorge unbedingt dafür, dass sie ausreichend trinkt!

Alles Gute - ich wünsche dir einen schönen Anfang deiner Rentenzeit!

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@Renegade Danke für deine Antwort.

Das mit der Moro´schen Karottensuppe werde ich mal probieren. Aber ich habe ihr bis vor kurzem immer viel Gemüse gegeben, das hat sie dann komplett abgelehnt.

Hat es auch zu kleinen Teilen erbrochen.

Der Kot ist nicht untersucht worden, da werde ich am Montag mal nachfragen. Aber im Moment ist gar kein Kot zum Untersuchen da.

 

Das Fressen, das du vorgeschlagen hast, ist genau das, was sie jetzt ablehnt. Und ich habe noch eine Palette hier zu Haus.

 

Aber ich habe hier (im Polar Chat) nochmal alles durchsucht (hatte ich vorher schon, aber wusste nicht so recht, was ich als Stichwort eingeben sollte).

So habe ich mein Thema eingegeben und da Interessantes gefunden.

 

Zum Beispiel: das es länger dauern kann, eine Teilnehmerin hat geschrieben, dass ihr Hund 2 Tage durchgeschlafen hat und sich dann berappelt hat.

Oder auch Babynahrung geben - habe ich heute gekauft.

 

Das mit dem Trinken - danke, da werde ich drauf achten. Sie trinkt eher wenig, darum gebe ich Wasser mit ins Essen. Und auch auf die kleinen Portionen.

 

Danke für deine guten Wünsche.

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Nochmal zum Thema Trinken:

Falls sie ihr Futterverweigert, hilft es ja nichts, wenn die Flüssigkeit darin auch nicht ankommt.

Du kannst ihr ja Wasser per Spritze - natürlich ohne Nadel ;) - zwischen die Lefzen träufeln.

 

Ich will darauf nicht herumreiten, doch ist es mir bei besagter Hündin passiert, dass sie beim TA gleich an den Tropf musste, weil sie jegliche Nahrungs- und Wasseraufnahme verweigert hatte. Daher würde ich persönlich in so einer Situation niemals 2 Tage warten bevor der Hund dem TA vorgestellt wird. Und schon gar nicht bei einem älteren Tier.

 

Die Karottensuppe wird bei uns ganz gut angenommen, wenn sie relativ dickflüssig ist und ganz fein püriertes Hühnerfleisch drin ist.

Aber....verallgemeinern kann man das natürlich nicht.

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Trinkt sie denn genug? Hört sich auch nach schlimmer Verstopfung an. Dehydrierung führt auch dazu:

https://www.purina.de/hunde/gesundheit-ernaehrung/verstopfung-hund

 

Wenn ihre Niere ok ist, kann man zum Harnstoff beim Menschen dies hier lesen (ist in diesem Fall genauso bei Hunden, soweit ich das von meinen Seniorenhunden weiß):

https://www.netdoktor.de/laborwerte/harnstoff/

"Wesentlich ungefährlicher sind erhöhte Harnstoffwerte infolge einer erhöhten Zufuhr von Eiweiß mit der Nahrung. Bei einer Austrocknung des Körpers (Dehydratation) werden ebenfalls erhöhte Harnstoffwerte gemessen. Harnstoff selbst ist ungiftig, kann jedoch in hohen Konzentrationen zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, Erbrechen und starkem Zittern führen."

 

Meine Senioren wurden mit dem Alter immer empfindlicher mit ihrer Verdauung,. Da gab es dann bei altgewohntem Futter plötzlich Erbrechen und Durchfall z.B. bei reinem getrocknetem Hühnerfleisch als Leckerli. Habe dann den vegetarischen Anteil erhöht. Yarrah war da aber noch verträglich. Hat sie etwas schwer Verdauliches mit hohem Fleischanteil gefuttert? Insgesamt würde ich aus der Ferne zu mehr Wasser und weniger Fleisch raten.

 

Ist ihr Magen noch in Ordnung? Sie bekam ja bereits Schmerzmittel und die gehen schon mal auf den Magen. Da mag man auch nicht mehr essen und jede Tablette macht es schlimmer.

https://www.tiermedizinportal.de/medikamente/rimadyl/512251

Frag doch mal, ob ein Magenschoner etwas nützen würde. Und die Schmerztabletten sind ja jetzt auch gewechselt worden. Manche Hunde vertragen sie sofort super, andere bekommen Probleme. Mein Senior hat z.B. von Onsior, das als sehr verträglich gilt, sofort Durchfall bekommen. Noch ein Gedanke: bei Magenproblemen ist zu kaltes Wasser ziemlich schmerzhaft (eigene Erfahrung), deshalb habe ich es immer handwarm gegeben. Futter habe ich auch etwas angewärmt, dann riecht es auch intensiver für die alten Nasen.

 

Vielleicht in schlechten Phasen mal ungesüßten Zwieback mit Ziegenmilch anbieten, wenn du weisst, dass sie Milch verträgt? Bei den Babyfläschchen kann ich die reinen Fleischsorten von Hipp empfehlen. Kann man ja auch mixen, kam hier jedenfalls sehr gut an und ist als Fleischanteil leichter verdaulich, weil fein püriert. Vielleicht mal mit dem Finger was Leckeres auf die Zunge aufbringen, um sie schmecken zu lassen. Manchmal wollen sie dann doch mehr, manchmal wird es aber auch angeekelt ausgespuckt (dann einfach in Frieden lassen, da muss man nicht noch mehr Not machen als sie schon haben). Etwas stinkiges Pansenpulver oder ganz wenig Lieblingsleckerli über das Futter krümeln hilft manchmal auch, den anfänglichen Abscheu vor Essen etwas zu überwinden. Leider merken sie sich ja oft, wenn ihr Futter mal Beschwerden und Schmerzen gemacht hat.

 

Auf die Schnelle ... mal zum Weiterlesen (am Besten deine Tierärztin fragen, was sie von Ziegenmilch hält):

https://www.ich-will-futter.de/marengo-352.html

"Ein besonders effektiver Tipp ist die zeitweise Zufütterung der Marengo Ziegenmilch, die sogar mit Erfolg auch zusätzlich zum Marengo Alleinfutter eingesetzt werden. Ziegenmilch liefert nicht nur ein Plus an hochwertigen Eiweissen, natürlichen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen sondern fördert den Aufbau einer gesunden Darmflora. Ziegenmilch zeigt auch bei erwachsenen Hunden eine gute Verträglichkeit und kann daher in kleineren (diätetischen) Mengen mit Erfolg eingesetzt werden."

 

Ich habe stattdessen die Andechser Bio H-Ziegenmilch 3% im Tetrapack vom Rewe genommen, etwas ins Trinkwasser oder etwas mehr mit Brot. Die trinke ich selber, weil ich die besser vertrage. Leider verträgt nicht jeder Hund Milch.

 

Bei plötzlichem Futterwechsel kann es auch schnell mal zu Durchfall kommen oder dein Hund verträgt das neue Futter einfach nicht. Manche Inhaltsstoffe sind im Diätfutter auch nicht so toll, wie ich finde. Ich koche bei kranken Hunden lieber selbst eine Schonkost, so wie du es schon gemacht hast. Bei Huhn darauf achten, keine Haut mitzufüttern, denn die ist so fett, dass da Durchfall sehr wahrscheinlich ist. Wenn es ganz, ganz schlimm stand, habe ich Royal Canin Recovery mit dem Finger auf die Zunge gegeben. Es gibt ein paar Krankheiten, da darf man es nicht geben, am besten die Tierärztin fragen. Schien superlecker zu sein oder vielleicht ins Trinkwasser einrühren?

https://www.zooroyal.de/royal-canin-vet-diet-nassfutter-recovery-fuer-hunde-katzen-12x195g

 

Gute Besserung für dein altes Mädchen und noch eine lange, schöne Zeit zu zweit!

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@Renegade

Danke für deine Antwort.

Also inzwischen hat sie getrunken, nicht so viel, aber doch soviel, wie es mit dem Träufeln wäre.

Die Suppe habe ich gekocht und tatsächlich mit Hühnchenfleisch zusammen gemixt und ihr angeboten. Leider habe ich es dann noch mit Hüttenkäse gemischt, weil sie vorhin auch Babyhühnchenfleisch mit Hüttenkäse gefressen hat, nicht viel, aber immerhin. Aber auch ohne Hüttenkäse wird es ignoriert.

Aber eben habe ich ihr eine Pansenstange gegeben, die hat sie zur Hälfte gefressen und dann noch eine Reisstange.

Heute wollte sie zweimal spazierengehen, nicht weit und ganz langsam. Dann schöpfe ich wieder Hoffnung.

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@Laikas Danke für die ausführliche Antwort.

Ich muss mich da erstmal durcharbeiten.

 

Also, ich denke, sie hat in der Vergangenheit tatsächlich zu wenig getrunken.

Und ich glaube, ausgelöst hat dieses Unglück tatsächlich wohl ein Futter von Edeka (also das Biofutter), das sie ganz gern gefressen hat und das ich mit Yarrah gemischt habe. Davon habe ich ihr wohl zuviel gegeben, so sehe ich das im Nachhinein.

Diesen harten Stuhlgang hat sie tatsächlich auch erst seit dieser Woche, vorher war es noch OK.

 

Zum Magen: Der scheint nicht in Ordnung zu sein. Sie hat ein Medikament bekommen, das den Magen schonen soll (ummanteln). Das soll sie zu allererst nehmen, und der Trick mit der Milchschnitte hat dann doch noch funktioniert.

Außerdem habe ich in alten Beiträgen hier im Polar chat vom Dezember ´19 gelesen, dass die Hunde manchmal so husten, als hätten sie etwas im Hals. Das tut sie auch und das ist dann vielleicht ein Hinweis auf Magenschleimhautentzündung (hoffentlich habe ich das richtig in Erinnerung). Und auch so eine Unruhe.

Da sie das Remaldyn dann verweigert hat, nehme ich an, dass ihr das nicht bekommen ist. Es hat zum Schluss auch nicht mehr gewirkt. Das neue Medikament hat sie zwar nur einmal genommen, aber da konnte sie ganz prima laufen.

 

Ja, das kann gut sein, das die Umstellung auf das Diätfutter zuviel war, denn daraufhin kam ja der Durchfall.

Da war auch noch aufgeweichtes Trockenfutter vom gleichen Typ dabei, das kam dann danach gar nicht mehr in Frage.

 

Ich weiß nicht, ob sie Milch verträgt. Da ich selbst Veganerin bin, habe ich keine Milch da. Aber ich werde morgen mal zu Rewe fahren (ich glaube, die haben offen), um es ihr zumindestens anzubieten. Inzwischen habe ich schon soviel weggeschmissen, da kommt es da auch nicht mehr drauf an.

 

Das Hähnchenfleisch war ohne Haut, aber heute hat sie es auch verweigert.

Aber die Pansenstange und die Reisstange hat sie weggepulvert und jetzt ist sie auch ruhiger.

 

Die arme Maus, sie ist trotz allem noch so fit und hat so viel Kraft.

 

Danke für die guten Wünsche. Ich hoffe auch, dass wir noch viel Zeit zusammen haben.

 

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Hauptsache, sie frisst und trinkt überhaupt etwas, in so einer Situation ist man froh darüber.

Wenn du bisher noch keine Erfahrung mit Milch gemacht hast bei deiner Hündin - gerade jetzt würde ich das nicht versuchen, ehrlich gesagt.

Milch verursacht leicht Durchfall, wenn sie nicht vertragen wird.

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@Illeka Wenn dein Hund noch nie Milch getrunken hat, würde ich dann doch lieber abwarten, bis der Darm sich erholt hat. Sonst weißt du ja nicht, ob sie es verträgt und es wird womöglich noch schlimmer. Ist ja auch neues Futter. Ich kannte aber noch keinen Hund, der Probleme mit Milch hat, weiß das nur aus der Theorie. Ich empfehle es nur gern, weil ich mich immer so gefreut habe, wenn die sehr schwachen Oldies kurz vor dem Abschied immer noch ihre verdünnte Milch weggeschleckt haben. Aber da seid ihr noch lange nicht! Ihr bekommt das in den Griff!

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@Renegade ja, das hatte ich mir auch (heute Nacht) überlegt, das Milch vielleicht im Moment keine gute Idee ist.

Im Moment trinkt sie wieder nicht. Sie riecht daran und geht dann weg. Das mit der Spritze hat eben auch nicht funktioniert.

Jetzt bleibt nur noch Arzt oder Klinik. Leider. Das bedeutet auch Autofahren, was für sie eine Tortour ist. Schei.....

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