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Darkangel89

Psychisch kranke Menschen und Tierhaltung

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Das klingt alles so einfach und einleuchtend. Schwierig wird es aber dann, wenn man die Verantwortung für ein Tier hat, welches man vermittelt. Jemand schrieb, dass sie ihrer Bekannten mit Borderline sofort einen Hund geben würde. Ich kenne jemanden mit Borderlline, dem würde ich keinen (zweiten) Hund geben - und das obwohl sie selbst einen hat und auch gut für ihn sorgt.

Aber was mache ich, wenn die Leute mir ehrlich erzählen, dass sie eine schwerwiegende psychische Störung haben, ich sie aber nicht kenne?

Ich kann euch sagen, was ich machen würde: Ich würde das Thema sehr ausführlich thematisieren und verlangen, dass jemand quasi dafür bürgt, das heißt, dass Mutti oder die beste Freundin dabei ist und ganz klar sagt, dass sie sich um den Hund kümmert, sollte es mal nötig sein (wenn sonst grundsätzlich nichte gegen einen Hund spricht).

Ich weiß schließlich nicht, ob der Betreffende gerade nur eine gute Phase hat und sich alles zutraut oder ob er immer ein verlässlicher Hundebesitzer ist.

Und das würde ich wie gesagt auch machen, wenn eine Krebserkrankung vorliegt.

Abgesehen davon haben die Leute ihre psychischen Störungen meist erst dann, wenn der Hund wieder weg muss. "Tut mir leid, ich kann nicht für ihn sorgen, ich habe xyz." Vorher wird es einem ja nicht unbedingt auf die Nase gebunden.

Und ja - ein Risiko ist es immer! Gerade gestern habe ich gehört, dass jemand seinen Hund zurückgibt, weil der neue Partner nicht mit ihm einverstanden ist. Oder der Welpe, den ich mal in Pflege hatte, weil Frauchen auf einmal einfiel, dass sie gehbehindert ist und überhaupt nicht mit ihm spazierengehen kann.

Alles ist möglich, wenn man mit Menschen zu tun hat, aber das ist hier ja nicht alles Thema.

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Hallo ihr vergesst das die meisten sogenannten psychischen Erkrankungen mit guten Medikamenten ohne Probleme in Griff zu bekommen sind. Der Mensch ist dann wieder der "alte" also quasi gesund wenn er regelmässig seine Medikamente nimmt und natürlich ist ärztliche Kontrolle angesagt. Oft ist die berufliche Belastung oder auch persönlche Probleme ausschlaggebend für Krisen - jeder muss einmal seine Ursache selbst suchen um Rückfälle auf Dauer zu vermeiden. Keiner ist vor einer Depression oder was auch immer gefeit - so gesund er auch jetzt sein möge. Natürlich kann man mit einem Armbruch besser umgehen - denn den sieht man ja - solche Erkrankungen sind nur schwer zu verstehen.

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Deshalb schrieb ich ja,nicht alles über einen Kamm scheren.

Ein unter starkem Beruhigungsmittel stehenden Menschen würde ich auch kein Tier geben.

Wie gesagt es kommt immer auf das Krankheitsbild an.

Außerdem brauchen Tierhalter immer ein Plan B.

Die versorgung im Notfall muß gesichert sein,egal ob psychischerkrankt oder nicht.

Lg. Monika

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Dann sind wir ja alle so ziemlich einer Meinung.

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Ja..lach denke ich auch.

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Am 13.1.2012 um 02:20 schrieb Darkangel89:

[ALIGN=justify]Angeregt durch eine Diskussion mit einer Freundin hab ich dieses Thema bezüglich psychisch kranker Menschen und Tierhaltung gestartet. Ich hab auch eine Weile überlegt ob es wirklich sinnvoll wäre ein solches Thema zu eröffnen, aber ich würde doch gerne schon mal ein paar weitere Meinungen dazu hören.

Oft bekommt man zu hören, wenn man sich überlegt ein Tier anzuschaffen, das man sein eigenes Leben im Griff haben sollte oder das man mit sich selbst und der Welt usw. klar kommen sollte. Das man Vorrausschauen sollte und vorrausschauend planen sollte. Nun ist es ja so das psychisch kranke Menschen selten mit dem Leben bzw. der Welt oder sich selbst klar kommen, mitunter auch nicht wirklich Vorrausschauen können bzw. vorrausschauend planen können ( vllt auch wegen ihrer Krankheit ). Nicht selten herrscht Chaos ( Zweifel, Selbsthass, Unregelmäßigkeiten im Tagesablauf usw. ) im Leben solcher Personen. Nur darf ein psychisch Kranker deswegen keine Tiere halten oder sich welche anschaffen? Scheinbar ist das die Einstellung mancher Menschen, doch warum ist das so? Vorurteile oder berechtigte Einstellung?

Ich persönlich bin der Meinung das sich auch Personen die unter psychischen Krankheiten leiden Tiere halten bzw. anschaffen dürfen und befürworte das auch. Ein Tier bei sich zu haben kann doch eine enorme Verbesserung der Lebensqualität sein. Ein Tier kann dabei helfen einen geregelten Tagesablauf zu entwickeln. Ein Tier ist Verantwortung, ein Partner ( nicht falsch verstehen, ich meine hier nicht Ersatz für Menschen, aber mir fiel nichts Anderes ein ), schlichtweg eine Hilfe im Leben und Alltag. Wenn man z.B. einen Hund hat ist dieser doch ein Grund sich nach draußen zu begeben, selbst wenn das eigene Denken einen eigentlich drinnen halten will. Ich denke das trägt doch auch dazu bei sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Man kommt unter Menschen ( und sei es auch nur andere Hundehalter ), man hat Gesprächsstoff, ein wenig Normalität. Warum sollte man Menschen so etwas verbieten nur weil dieser Mensch vielleicht gewisse Erfahrungen im Leben gemacht hat die ihn haben „krank“ werden lassen? Da kann die Person an sich doch am Wenigsten für? Warum ihr ein Stück „Glück“ verleiden bzw. verbieten wollen? Wird davon ausgegangen das sie ihre Tiere schlecht behandeln oder warum trifft man mitunter auf ziemlich harte Aussagen zu diesem Thema?

Und nun bin ich mal gespannt auf eure Meinung bzw. Einstellung zu dieser Thematik.[/ALIGN]

Hallo 

Super Text. 

Ich bin offen und ehrlich und stehe dazu das ich psychische Probleme habe. Nach einem halben Jahr Hunde Rasen Bücher zu studieren, habe ich mich für ein Boston Terrier entschieden. Jetzt sind es bald 5 Jahre, das Xeno bei mir ist. Also zu dem Thema psychisch Krank und Hund. 

Seit ich Xeno habe, war ich nie mehr in der Klinik und mir geht es immer besser. 

Ich habe eine Verantwortung über nomen, die ich sehr ernst genommen habe. Ich, wo mich normalerweise zurück ziehe und nicht unter Menschen gehe. Bin völlig aufgeblüd. 

Wir hatten alle Hunde Schulen gemacht, die es gab. Gehen einmal pro Woche in ein Spass und Spiel Gruppe und ab und zu machen wir an Hunde Militari mit. 

Es ist das beste was mir passieren konnte.

Aber leider ist die heutige Gesellschaft so, dass sie über psychisch kranke Menschen negativ denken und sprechen. 

Habe auch schon gehört, psychisch krank und ein Hund, das geht doch nicht. Der arme Hund. 

Okey, nicht negativ gemeint und möchte mit den nechsten Aussagen niemanden angreifen. Aber warum den nur psychisch kranke Menschen. Was ist den mit Drogenabhängigen, Alkoholikern u.s.w? 

Ich finde man sollte jedem Mensch eine Chance geben und nicht einfach irgendwo in einer Ecke abstellen. 

Hoffe es gibt auch einige, die so denken wie ich. 

Machts gut und liebe Grüsse 

Sandra 

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