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Hundeforum Der Hund
Vicky96

Angst ignorieren?

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Bauchgefühl

Ich glaube, dass genau das oft das Problem ist...

Das viele nicht mehr auf ihren Bauch hören...

Ich handle / reagiere immer nach Bauchgefühl.... ich habe es mit einem Hund zu tun, und nicht mit einem Roboter der nach Schema F gestrickt ist...

Wir kommen so gut klar. Sammy vertraut mir... und wenn er Schutz braucht, bekommt er ihn....ohne dass ich seine Unsicherheit in dem Moment verstärken muss/will .....

Je nach Sitution gibt es einen unkommentierten "Schutz" ....manchmal streichel ich ihn auch und sage.... ist alles gut mein Bube.......

Wie schon gesagt, einfach aus dem Bauch und aus dem Herzen .... :)

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Also wenn Kuro vor etwas wirklich Angst hat dann sucht er meine Nähe. Und ich denke ihm das zu verwehren wäre Blödsinn. Immerhin sieht er mich als jemandem der ihn beschützen kann - vor was auch immer- und es ist mein 'Job' als sein ''Anführer'' ihm den Schutz zu gewähren. Soll heißen: ich lass ihn bei mir sitzen, auch mit engem Körperkontakt, manchmal lege ich auch meinen Arm um ihn, so ganz locker. Aber streicheln tu ich ihn in der Regel nicht. Ich bleibe stumm und ganz entspannt. Das funktioniert ganz gut.

Aber kein Hund ist gleich und ich denke jeder Besitzer sollte sein Verhalten seinem Hund eben anpassen, und wie Sylke schon sagt, auch mal auf sein Bauchgefühl hören.

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Ich würde einen Hund, der bei Angst meine Nähe sucht, auch nicht ignorieren. Eher cool bleiben, Ruhe ausstrahlen. So wie eine Mutter, die ihr ängstliches Kind bei Gewitter optimalerweise in den Arm nimmt und sagt, dass es keine Angst zu haben braucht, weil ein Gewitter nichts Schlimmes ist.

Ich hatte aber auch nie einen ängstlichen Hund, nur Fricka hat sich bei Gewitter/Silvester vekrochen. Da habe ich sie einfach in Ruhe gelassen, alles andere hätte sie nur zusätzlich gestresst.

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Lilly ist ein Angsthund. Aber ich bestätige sie nicht. Ich gebe Ihr Schutz, wenn sie ihn braucht. Ich streichle sie, wenn sie aus einer Angstphase zu mir kommt, gehe dann aber meist einfach weiter und lenke sie ab.

Das funktioniert sehr gut. Ich denke, man sollte Angst nicht forcieren. Betüdeln bringt nix, aber ignorieren ist auch Mist. Ein kleines Kind würde man ja auch in den Arm nehmen und trösten und es ablenken.

Warum das also auch nicht beim Hund tun?

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Ich habe letztens einen Bericht über "Desensibilisierung" bei Hunden gelesen.

Das hörte sich sehr schlüssig an und kann bei verschiedensten "Störungen", eben

auch Ängsten angewendet werden.

Z.B. Angst vor dem Staubsauger. Immer wenn der Staubsauger läuft und der Hund

Angst zeigt, wird geklickert und belohnt. HÄ? dachte ich zuerst, bestätigt man da nicht

die Angst? die Autorin sagt aber, dass man so das Gefühl verändert, dass bei dem Geräusch

auftritt....man dreht die Situation sozusagen um, von einem schlechten Gefühl in ein gutes.

Der Hund wird in dem Moment der Angst durch den Klick kurz aus seiner Situation gerissen,

da er sich durch den Klick (wenn er das denn kennt) kurz auf seinen Menschen konzentrieren

wird, damit wird die Angstkette unterbrochen.

Wenn man das lange genug macht, soll es irgendwann nur noch ein positives Ding sein,

wenn der Staubsauger läuft, dann kann das klicken und die Leckerchen wieder abgebaut werden.

Die negative Erfahrung wurde dann auf Dauer in eine positive umgewandelt.

Soll auch bei anderen Dingen (z.B. Leinenagression) wirken.

Wenn das wirklich so gut funktioniert, könnte man sich viele Dinge einfach "schönklickern". :D

einen Versuch wärs in jedem Fall wert!

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Danke für eure Antworten :)

zu cheshire cat: Nein, natürlich müsst ihr die Links nicht lesen, ich dachte nur ich gebe mal Beispiele damit man das mal nachlesen kann wenn man möchte ;)

Also ich sehe das so ähnlich wie die meisten von euch auch, also nicht ignorieren aber auch nicht völlig betüddeln. Ich mach es jetzt meistens so, dass ich mich hinhocke, dann kann Viete sich bei mir verkriechen oder es auch sein lassen, ganz wie er will. Oft quetscht er sich dann irgedwie under meine Beine. Nach einiger Zeit, beruhigt er sich meistens ein bisschen und wird auch oft neugierig. Dann gehen wir zusammen hin und schauen uns das ganze mal an (z.B. bei bösen Eimern oder Plastiktüten ;) )

Lg Vicky :)

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Ich habe noch nie ignoriert, wenn mein Hund vor etwas Angst hat. Einen Menschen, der Angst hat, würde man (hoffentlich) auch nicht ignorieren. Was soll das auch bringen? Höchstens, dass der Hund sich nicht ernst genommen fühlt, meiner Meinung nach.

Wie oben schon steht, Hund sind keine Roboter, sondern lebendige und äußerst intelligente Wesen. Sie danken es einem im Allgemeinen, wenn man ihnen nichts vorspielt.

Sylke und Kerstin haben es gut auf den Punkt gebracht, finde ich.

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Wie Skita finde ich, dass es situationsabhängig ist, welche Reaktion erfolgen sollte.

wobei: Wenn ich ignoriere, dann das "Ding" welches meinem Hund Angst einflößt - aber nicht meinen Hund ;)

Ignoranz ist in vielen Situationen ein Zeichen von Stärke, ich messe Etwas keine Bedeutung zu, es ist uninteressant, kann mir /uns nicht gefährlich werden.

Dass ich diese Ignoranz nicht meinem Hund gegenüber zeige, ist irgendwie logisch, oder?

Je nach Wichtigkeit führe ich meinen Hund in kleinen Schritten an dieses "Ungeheurer" heran - oder ignoriere es.

Was mir dabei aufgefallen ist: Wichtig ist, dass der letzte Schritt, also die tatsächliche Kontaktaufnahme (Beschnüffeln, Anstupsen, genau in Augenschein nehmen) vom Hund aus freien Stücken getätigt werden muss, also OHNE Einsatz von Leckerchen.

Sonst passiert, dass der Hund das auf dem Objekt abgelegte Leckerchen zwar nimmt - ihm dieses Objekt aber tatsächlich noch weiterhin unheimlich ist.

Mit einem Leckerchen kann man den Hund ermuntern, die Distanz zu einem solchen Objekt zu verringern - aber der letzte Schritt, eben die Überwindung, mutig und neugierig zu sein, kann der Hund nur von sich aus bewältigen.

Wenn wir das Objekt ignorieren, vermitteln wir dem Hund damit unsere eigene angstfreie Haltung - wobei hier durchaus, je nach Reaktion des Hundes, auch mal eine kurze, beruhigende Einwirkung von uns erfolgen kann (quasi ein kurzes Feedback für den Hund: ich habe bemerkt dass du Angst hast, aber glaube mir, es gibt keinen Grund dafür).

Hier greift übrigens das so häufig empfohlene "Schauen und Benennen": In einer dem Hund noch angenehmen Entfernung sehe ich mir dieses "Ding" gemeinsam mit ihm an; damit signalisiere ich dem Hund, dass ich dieses Objekt genau so sehe wie er - nur dass ICH dem eben eine ungefährliche Bedeutung beimesse. Anschließend zeige ich ihm, wie er lernen kann, damit umzugehen und selber so relaxt zu bleiben wie ich es tue - nämlich durch so großräumiges Umgehen, wie der Hund es in dem Moment selber braucht.

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Wie Skita finde ich, dass es situationsabhängig ist, welche Reaktion erfolgen sollte.

wobei: Wenn ich ignoriere, dann das "Ding" welches meinem Hund Angst einflößt - aber nicht meinen Hund ;)

Ignoranz ist in vielen Situationen ein Zeichen von Stärke, ich messe Etwas keine Bedeutung zu, es ist uninteressant, kann mir /uns nicht gefährlich werden.

Dass ich diese Ignoranz nicht meinem Hund gegenüber zeige, ist irgendwie logisch, oder?

Je nach Wichtigkeit führe ich meinen Hund in kleinen Schritten an dieses "Ungeheurer" heran - oder ignoriere es.

;)

Ja, das meinte ich mit "ignorieren" ...und dabei den Hund / die Hunde im Auge behalten und evt meine Haltung (situationsabhängig!) abzuändern :)

Meine Hunde kann ich gar nicht ignorieren ;)

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Maike, genau so hatte ich das auch verstanden :party:

ich schaff's nur nicht, das in so kurze Worte zu fassen... :whistle

Edit: Das "wobei" bezog sich nicht auf dich sondern auf die so häufig pauschal gegebene Empfehlung des Ignorierens (die ich aus diesem Grunde genauso falsch finde wie diese pauschale Empfehlung des "Hunde unter sich Ausmachen-Lassens"...)

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