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Hundeforum Der Hund
gast

Wachdienst auf 4 Beinen gesucht

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Hallo zusammen,

Meine Eltern denken über einen Hund nach. Derzeit wohnt noch meine Schwester mit im Haus mit ihrer Hündin und besonders meine Mutter hat es sehr zu schätzen gelernt, dass die Hündin bellt, wenn sich jemand dem Haus nähert.

Mine Schwester zieht vermutlich im Läufe des Jahres um und dann wünscht sich meine Mutter einen Hund.

Nun beginnt das große Rasse-Raten. Der Hund hat 16 ha umzäunten Garten samt Haus zur Verfügung, er sollte zur Abschreckung eindrucksvoll aussehen, misstrauisch-distanziert gegenüber ihm unbekannte Personen sein, aber möglichst nicht gleich alles niederringen und die Kehle durchbeißen, was er nicht kennt.

Ich dachte ganz spontan an einen Herdenschutzhund, der selbständig arbeitet und seinem Job nachgeht. Familienanschluss hätte der Hund ausreichend, er wäre nur stundenweise alleine, in der Zeit kann er sich frei in Haus und Garten bewegen.

So, nun das ABER: Meine Eltern wären vermutlich inkonsequenter und nachlässiger in der Erziehung, als viele von uns das hier wären. Solange der Hund niemanden frisst, hätte er vermutlich alle Freiheiten.

Was macht das bei einem Herdenschutzhund? Kann da Inkonsequenz zu unerwünschtem Verhalten führen oder sind die Hunde eh so unabhängig von ihren Menschen, dass sie trotzdem weiter ihren Job machen?

Die Entscheidung fällt frühestens im Sommer.

Danke schonmal für Euren Input.

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Inkonsequente Erziehung kann bei allen Hunden aus dem Ruder laufen. Du solltest mit deinen Eltern klar erläutern was dieser Hund für Rollen übernehmen soll, wo er schläft, er für ihn verantwortlich ist, etc. Einfach nur ein Hund für den Hof finde ich bedenklich. Bei deiner Schwester war das sicherlich so, dass sie sich komplett um ihren Hund gekümmert hat. Dass er gebellt hat wenn jemand kam war nur ein "positiver" Nebeneffekt.

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Eine Rasse kann man für diesen Zweck sicherlich nicht empfehlen, von einem Herdenschutzhund würde ich abraten in diesem Fall. Inkonsequente Haltung würde im schlimmsten Fall dazu führen, dass der Hund seinen Job dann vielleicht tatsächlich etwas zu ernst nimmt und das kann dann gefährlich werden.

Vielleicht kann man im Tierschutz mal gucken, ob es einen passenden Hund gibt, der mit so einem Leben zufrieden ist, auch mal bellt (macht ja fast jeder Hund auf dem eigenen Grundstück) und der inkonsequentes Halten nicht ganz so übel nimmt. Guck doch mal bei den Schäferhunden, davon sitzen so viele im Tierheim, da gibt es bestimmt einige, die passen würden. Und ein Schäferhund wird sicherlich immer viel anschlagen und Eindruck macht er auch, ist aber in den meisten Fällen freundlich. Und wenn man ein älteres Tier nimmt, das nicht mehr so viel Beschäftigung braucht und das dann einfach dabei sein darf, tut man etwas Gutes.

Von einem Welpen würde ich ebenfalls abraten, zum einen, weil der seinen "Zweck" erst sehr viel später, wenn überhaupt, erfüllen würde und weil dieser ein Recht auf Erziehung und Beschäftigung hat. In einen Welpen müsste man schon recht viel Arbeit stecken, vor allem auch außerhalb des eigenen Geländes, Hundeschule, Hundekontakte, spazieren gehen, viel trainieren.

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Ein Riesenschnauzer, ja, das wäre eine Idee.

Es muss auch kein reinrassiger Hund sein und ein erwachsener Hund wäre ihnen eh lieber. Gerne auch aus dem Tierschutz. Da haben sie zwar die üblichen Vorurteile wie, ob der Hund sich überhaupt dann noch genug binden kann und ob da nicht nur "verpfuschte" Hunde sind, aber die lassen sich ja ausräumen, vielleicht durch einen Besuch bei einer Pflegestelle oder in einem Tierheim.

Klar hat die Hündin meiner Schwester meine Schwester erzogen. Ist ja auch ihre Hündin.

Inkonsequente Erziehung würde ich so auch nicht sagen, da muss ich meine Eltern verteidigen. Ich habe geschrieben "inkonsequenter" als vielleicht hier der Standard ist wo wir uns sehr viel mit unseren Hunden beschäftigen. Heißt, der Hünd würde natürlich schon gesagt bekommen, was er darf und was nicht. Das aber eben nicht mit Clicker oder so sondern mit klaren Ansagen zur passenden Zeit.

Der Hund müsste allerdings eine gewisse "Gutmütigkeit" mitbringen damit er z.B. nicht jede Inkonsequenz mit z.B. aggressivem Verhalten beantwortet.

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Klar hat die Hündin meiner Schwester meine Schwester erzogen. Ist ja auch ihre Hündin.

Wer hat denn jetzt wen erzogen? Die Hündin Deine Schwester oder umgekehrt :???:???

:zunge::zunge:

Herdenschutzhund würde ich auch abraten - ich glaube, bei denen hängt mehr dran, als dass sie ihren Job machen müssen - den sie ja wirklich gut machen - und hin und wieder mal eine Inkonsequenz wird sicher nicht schlimm sein - aber ich würde einen HSH einfach nicht empfehlen :think:

Riesenschnauzer ist ne tolle Idee - Auch der ganz "gemeine" DSH fällt mir auf die Schnelle ein.

Sicherlich findet Ihr was im Tierheim-/ oder Schutz - aber Riesenschnauzer ist wirklich ne tolle Idee :)

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das mit der Konsequenz kann täuschen.

es gibt einige "Hofhunde" die prima drauf sind, bei denen die Besitzer aber in keiner Hundeschule waren und vom "Lernverhalten" nie was gehört haben.

Vielleicht ist die Rasse nicht das entscheidende - wäre ein Hund aus dem Tierheim evtl. geeignet? Die tun sich doch mit der Vermittlung von großen, etwas älteren Hunden immer schwer.

Herdenshcutzhunde können unterschiedlich drauf sein.

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(bearbeitet)

Silvi!!! Zur Klarstellung für alle Wortklauber: Klar ist die Hündin meiner Schwester von meiner Schwester erzogen worden. Die Hündin meiner Schwester ist schließlich die Hündin meiner Schwester und nicht die Hündin meiner Eltern. Das Haus ist sehr offen, meine Schwester hat dort ein Appartement, wenn sie nicht da ist, dann stehen die Türen offen und die Hündin kann sich frei im Haus bewegen. So.

Hofhund ist der richtige Ausdruck. Genau danach hab ich bei meinem ersten Post gesucht. Einen richtigen Hofhund-Charakter bräuchte der Hund. Er muss keine Agility-Wettbewerbe gewinnen, auch keine Obedience-Preise, aber er sollte zuverlässig immer in der Nähe des Hauses bleiben - auch wenn mal jemand vergisst, das Tor zu schließen, wenn meine Mutter Abends noch rausgeht zum Holz holen, sollte der Hund mitgehen, er sollte nicht gleich neurotisch werden wenn nicht jeden Tag jemand Zeit hat für Unterhaltungsprogram, freundlich sein zu Besuchern, die in friedlicher Absicht kommen, wachsam bei Besuchern ohne friedliche Absicht.

Einen Schäferhund hat meine Mutter als Erstes genannt, allerdings können die doch arg aus dem Ruder laufen, wenn man nicht intensiv mit ihnen arbeitet. Die nehmen das Leben doch recht ernst, kommt mir manchmal so vor. Alle Schäfer, die ich kenne sind zumindest nicht ohne und brauchen sehr viel Arbeit. Ok, ein älterer Schäferhund würde vielleicht gehen.

Bei einer, sagen wir mal, gutmütigeren Rasse (oder Mischung) hätte ich ein besseres Gefühl.

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:kaffee:

Ich würde doch denken, dass ein Herdenschutzhund passen könnte.

Wie schon geschrieben, es gibt solche und solche.

Da Deine Eltern auch ein erwachsenes Tier aus den Tierschutz übernehmen würden kann man ja sicherlich auch einen "freundlichen" Herdi finden.

Nach meinen Erfahrungen binden die sich sehr fest an die Familie. Der Punkt ist nur der, dass sie (Eltern) bei Anwensenheit von Besuchern das Heft in der Hand behalten. (Aber man liest auch immer wieder von besucherfreundlichen HSH, wobei auch diese dem Einbrecher nicht die Tür öffnen ;) )

Wie sieht denn die Inkonsequenz Deiner Eltern aus? Was könnten sie denn Deiner Meinung nach nicht durchsetzen?

LG

Charlotte

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