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Hundeforum Der Hund
gatil

Dominanz und Rudelführer: kurze Erklärung der heutigen Sichtweise

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Es ist mir heute wieder einmal passiert:

ich gehe mit drei Hunden durch den Wald und begegne einer Frau mit Hund an der Leine. Ich rufe meine zu mir und nehme Phoebe hoch. Da komme ich mit der Frau ins Gespräch über Hundeverhalten allgemein und in Bezug auf meine Hunde und schon kommt von ihrer Seite:

"Da sind sie wohl der Rudelführer oder ist das die kleine Hündin? Weil sie die hochnehmen? Wenn die so andere Hunde angeht, ist sie wohl die dominate in ihrem Rudel?" Usw.

 

Jetzt bin ich selbst über die alten Theorien zu Dominanz und Rudelführergedöns hinaus, auch wenn ich - da ich bisher nur Terrier hatte - durchaus an ein bestimmtes Statusstreben einzelner so veranlagter Hunde glaube (nur will ich das hier nicht diskutieren).

 

Mir fehlten nur auf die Schnelle - und das nicht das erste Mal - die richtigen Worte -  kurz und knackig, aber insbesondere auch EINLEUCHTEND - hier diesen Glauben daran, das Hunde die Weltherrschaft an sich reißen wollen, zu erschüttern.

 

Ich fange immer an mit Gehegewölfen und Forschung und soziale Gruppe und und....... und komme ziemlich verschwurbelt daher.

 

 

Wie erklärt ihr jemandem, der noch immer nichts anderes kennt als die längst überholte Dominanztheorie, der vermutlich zu viel CM geschaut hat -

wie erklärt ihr so einem zufällig auf dem Weg getroffenen Hundehalter zur besseren Sicht auf seinen Hund und mit dem Ziel, hier einige Erziehungsmethoden zumindest zu hinterfragen, die neue Sicht auf den Hund ohne diese beiden Begriffe.

Für einen Unbekannten oder nur wenig bekannten Menschen, innerhalb von wenigen Minuten.

Ohne dass man komisch rüberkommt.

 

Was sagt ihr dann, welche Worte wählt ihr?

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ich glaub garnichts, weil es zuviele Ideen in den Köpfen dazugibt . Mir reicht schon wenn die Leute hier imDorf Geschichten über den bösen andern Hunden erzählen. 

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vor 20 Minuten schrieb gatil:

"Da sind sie wohl der Rudelführer....?"

 

Ich bin kein gut belesener Theoretiker der Verhaltenslehre, kann dir daher auf deine eigentliche Frage sicher keine zufriedenstellende Antwort geben...

.....aber ich frage mich, was an der oben zitierten Beobachtung und Schlussfolgerung der anderen HH so verkehrt ist.

Sie hat beobachtet, dass du deine 3 gut im Griff hast (besonders Phoebe :D) und schliesst daraus messerscharf, dass du die Chefin bist.

Chefin = Rudelführer (mag verhaltenstheoretisch fraglich sein, ich weiß es nicht), aber ich find's logisch.

 

 

 

 

 

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Ich frage solche Leute meist, ob daheim sie oder ihr jeweiliger Partner der Anführer sind, der in Alleinherrschaft alle Entscheidungen trifft und jeden zusammenfaltet der in Richtung seiner Kaffeetasse schielt ;)

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Ich muss ehrlich sagen, dass ich mittlerweile einfach gar nix mehr sage. Sollen die Leute meinen, was sie möchten - mich kosten solche Diskussionen viel Energie, die ich lieber für angenehme Dinge nutze.

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vor 15 Minuten schrieb Silkies:

Ich frage solche Leute meist, ob daheim sie oder ihr jeweiliger Partner der Anführer sind, der in Alleinherrschaft alle Entscheidungen trifft und jeden zusammenfaltet der in Richtung seiner Kaffeetasse schielt ;)

 

Und das verstehen die Leute? Und übertragen es auf die Hund/Halter Relation?

Also, ehrlich gesagt, ich würde mich als Fragestellerin ein wenig ver a...t fühlen.

Warum?

Im Zusammenleben mit seinem "jeweiligen Partner" setzt man im Großen und Ganzen demokratische Prinzipien voraus.

Ich versuche, mich da, wo es sinnvoll erscheint, nach meinem Hund zu richten.

Da, wo dies nicht der Fall ist, gebe ich die Richtung vor.

Ohne vorher eine Volks-...äh Hundbefragung durchzuführen.

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Es geht dabei gar nicht darum, dass sie es in letzter Instanz verstehen. Sondern lediglich um den Verblüffungsmoment als Türöffner zum Nachdenken.

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@Renegade

Wenn das mal immer so wäre - wir sind alle vier echte Tutnixe, aber "im Griff haben" sieht meiner Meinung nach anders aus, ich tue mein Bestes, aber jeder von uns hat ein Eigenleben, was sich dem Griff manchmal entzieht.:ph34r:

Und das Schlimmste - finde ich normal, auch wenn hier und da verbesserungswürdig.

 

@Silkies

Ähnliche  Sprüche habe ich auch drauf - u.a. bezüglich "Essen nur nach Leistung" - ich frag dann immer, ob der Ehemann nur was zu Essen bekommt, wenn er die Mülltüte runtergebracht hat und den Deckel auf die Zahnpasta schraubt.....

 

 

Aber - worum es mir geht ist einfach nur, jemandem mit wenigen Worten klar zu machen, dass nicht alles, was ein Hund tut und schon mal gar nicht die Erziehung unter dem Aspekt "Hunde müssen in ihre Grenzen gewiesen werden" unter dem Begriff "Dominanz" zu verallgemeinern ist und das dies nach heutigem Wissen eine veraltete Sichtweise ist.

Und - wie verkaufe ich die neue Sichtweise am Besten?

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ich sehe es anders, wie fast immer sorry ;-)

 

ich selbst finde das nicht so problematisch, habe dies auch erst hier im Forum durch die große Thematik hier erfahren.

 

Ich fand und finde das Wort gar nicht so schlimm, wie ich es hier als Reizwort natürlich kennen gelernt habe. Ich höre es jede Woche im sprachlichen Umgang der Leute, fast jeder zweiter nennt es mal, egal ob er es nur mal aufgeschnappt hat, oder durch die vielen Fernsehsendungen.

 

Ich glaube, die meisten setztn es nicht in den so negativen Kontext, wie es erfahrene Hundehalter evtl. tun und haben erst mal keinen negativen Bezug zu diesem Reizwort Rudelführer usw.. Die meisten wollen damit aussagen, dass sie die Richtung anleiten möchten, es dem Hund  zeigen möchten als Lehrer oder Führungsperson. Mitlerweile habe ich das Gefühl, dass man ja gar nichts mehr in dieser Richtung schreiben kann, egal ob Chef, jede Kombination mit Führer, Führungsrolle etc. höchsten Teampartner wird evtl. akzeptiert.

 

Ich glaube auf der Wiese und in Vereinen und bei sehr vielen Hundeschulen ist das gar nicht so ein großese Thema wie ich es hier so kennen gelernt habe.

 

Ihr merkt an meiner Schreibweise schon, ich , ich , ich, aber ich finde das wirklich nicht so dramatisch und reagiere bei Hundebegegnungen zuerst einmal ganz neutral bis gar nicht auf dieses Reizwort, es ist in meinen Augen erst einmal einfach Unwissenheit, nicht mehr, nicht weniger.

 

Hierzu gehört auch oft die Aussagen, alte Ansichten, heute nach neuen wissenschaftlichen............ es war weder früher alles schlecht, noch ist heute alles gut, meine ganz persönliche Meinung.

 

aber sorry, ganz ohne Kritik gemeint  @gatil, die Frage, warum du deinen Hund hoch nimmst hätte auch von mir kommen können. Warum?

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vor 45 Minuten schrieb gatil:

@Renegade

Wenn das mal immer so wäre - wir sind alle vier echte Tutnixe, aber "im Griff haben" sieht meiner Meinung nach anders aus, ich tue mein Bestes, aber jeder von uns hat ein Eigenleben, was sich dem Griff manchmal entzieht.:ph34r:

Und das Schlimmste - finde ich normal, auch wenn hier und da verbesserungswürdig.

 

Wieso ist das schlimm? Bei uns jetzt und auch früher bei den anderen Hunden war es nicht anders.

Bei einem normalen Hund-Halter-Miteinander gibt es doch immer wieder Situationen, wo etwas als "verbesserungswürdig" enttarnt wird. Oder aber man erkennt, dass man seinem Hund in der einen oder anderen Situation mit ruhigem Gewissen

sein "Eigenleben" erlauben darf oder sogar muß.

 

vor 45 Minuten schrieb gatil:

Aber - worum es mir geht ist einfach nur, jemandem mit wenigen Worten klar zu machen, dass nicht alles, was ein Hund tut und schon mal gar nicht die Erziehung unter dem Aspekt "Hunde müssen in ihre Grenzen gewiesen werden" unter dem Begriff "Dominanz" zu verallgemeinern ist und das dies nach heutigem Wissen eine veraltete Sichtweise ist.

Und - wie verkaufe ich die neue Sichtweise am Besten?

 

Du beziehst dich in deiner Frage doch exakt auf die geschilderte Situation?

Da lief doch alles wie am Schnürchen - also, wonach sah das denn dann aus für eine Aussenstehende?

Hat sie etwas von "Dominanz" gesagt? Hat sie zu erkennen gegeben, dass sie eine Anhängerin der "veralteten" Sichtweise ist? Womit?

Wieso siehst du überhaupt die Notwendigkeit, einem anderen HH das, was ganze Bibliotheken füllt, in wenigen Worten erkären zu müssen?

Warum müssen andere HH unerbetenerweise zum "Umdenken" gebracht werden, wenn sie anerkennen, dass ein anderer HH eine bestimmte Situation gut händeln konntest (jetzt hätte ich doch beinahe "beherrschen" geschrieben :huh:)?

 

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